Whistleblow

Die Enteierten aus dem Lachgeschäft

von Markus Langemann

Humor ist ein weites Feld.

In seiner rasierklingenscharfen Gestalt kommt er als „die Satire“ daher; ob als scharfes Schwert, elegantes Florett oder Revolverschnauze angewendet, sie kann verletzen, zersetzen, entlarven. Gar Abrissbirne gegen die eingemauerte Vernunft sein.
Manchmal ist sie auch die letzte Patrone gegen Um- und Missstände, gegen Schwachmatentum und Unvermögen.
Gegen Regierende.

Unsere Politiker trifft „die Satire“ in der gegenwärtigen Lage wie ein Schrapnell, denn die aktuelle Besetzung der Brücke in Berlin scheint einfach allzu oft intellektuell unbewaffnet. – Und Waffengleichheit braucht es aber beim Duell.

Mit Ironie können Sie dieser Mannschaft schon gar nicht kommen, das wäre wie Champagner im Schweinetrog. Obwohl – Moment – Schweine gelten als neugierig, als schlau und sozial. Reinlich sowieso. Wahrscheinlich verstehen die auch noch Ironie.

Ich weiß nicht, worüber Annalena Baerbock lachen kann, und ich glaube, ich möchte es auch lieber nicht wissen.
Die Humorkompetenz unserer deutschen Politiker war allerdings noch nie besonders ausgeprägt. Allein Gregor Gysi gelingt des Öfteren eine ironische Bananenflanke. Der Rest der Mannschaft spielt, um im Bilde zu bleiben, Standfußball. Ein Trauerspiel eben.

Welch ein Labsal sind da Sätze wie dieser: „Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“
Wie könnte es anders sein – das Zitat ist erstens alt und stammt zweitens aus England. Aus dem Munde von Winston Churchill. Entwichen am 11. November 1947 bei einer Rede im Unterhaus.

Nun wäre nicht nur Humoreskes – gerade auch in Krisenzeiten – ein wunderbares Heilmittel. Bedenken Sie nur die therapeutische, die Seelenwunden heilende Wirkung eines herzlichen, eines wahrhaften Lachens – gar eines Lachflashs. Nein, Humor kann nicht nur anziehend sein, auch ausziehend. Gut gemacht ist halb gelacht und lässt das Opfer von Satire schnell ohne Hose dastehen.

Ja, gerade in seiner ätzendsten Dreingabe hat der Humor etwas Zersetzendes. Er wirkt wie Lochfraß an den Sesseln der Mächtigen. Umso radikaler wirkt er, gibt er schlussendlich jene der Hosenlosigkeit preis.

Bitte schön:

Wo sind all die mutigen, die tabascoscharfen Kabarettisten, die ihre ätzenden Pointen auf die Bretter stellen, die die Welt bedeuten? Ausgestellte „Kracher“ in grellem Scheinwerferlicht. Jetzt würden sie gebraucht, die Scheibenwischer.

Sie sind feige oder tot; oder sterben gerade den Tod der Feigheit. Man könnte meinen, dies sei eine weitere Transformation. Von der großen Komödie zur großen Tragödie.

Nein, die größte Tragödie im Leben ist nicht der Tod. Es sind die Dinge, die in uns sterben, während wir leben. Das darf nicht sein.

Deswegen:
Einer der letzten lebenden Kabarett-Ikonen bin ich gerade auf der Spur.
Sie ist mutig und erfahren. Vielleicht sogar so mutig, dass sie uns erfahren lässt, wie mutig man sein muss in Zeiten der „großen Verwirrung“, um noch öffentlich zu pointieren. Vielleicht lässt sie uns „unter ihren Rock schauen“.
Es wäre eine Gnade, denn die Comedysierung des Lachgeschäftes mit ihren profanen Lol-Heimern ist nur noch ein schlaffer Lachsack im großen Garten der Gags. Ein weiterer Film – dann über sie – ist, woran wir arbeiten.

Ich gebe zu, nach Jahren des ungesunden, aber dosenbierkompatiblen MC-Stand-ups der Marke Felix Lobrecht & Co. dürstet es mich nach Champagner-Pointen. Aber der dafür bekannte Witze-Winzer lebt ja nunmehr temporär auf einem Kreuzfahrtschiff. Wobei halt! Das hat er ja gerade verlassen. Gott sei Dank nicht auf kübelböcksche Weise.

So bleibt uns die Hoffnung auf ein paar weitere pointenreiche Interviewperlen.

So, nun verzeihen Sie mir das Nachfolgende. Sie verlassen ab hier den seriösen Sektor. Es wird ätzend. Ich konnte aber nicht anders.

Sie müssen es wohl so sehen: Letztlich ist Humor ja auch nur eine publizistische Spielart.

 

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41 Antworten

  1. Eine herrliche Perle, diese heuteSCHAU, in einem trüben Dickicht voller hinnehmender Kompetenzferne und narrhaften Moralismus-Eliten. Es fühlt sich immer ein wenig wie “nach Hause kommen” an, stöbert man hier im Club der klaren Worte…
    Großartig Herr Langemann, beste Grüße aus Hessen

  2. Danke !! Ich habe schallend laut gelacht und dabei flossen Tränen. Das tat sooo guuut. Gleichzeitig wurde mir erschreckend bewusst, dass ich mich nicht mehr erinnern kann, wann ich das letzte mal so voller Inbrunst lachen konnte. Alles Gute!

  3. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich Alles für eine große Realsatire halten, was es offensichtlich auch ist… jedoch ohne Spaß zu bereiten. Also qusi ein ‘Dschungelcamp’ der politischen Absurditäten.
    In den 1980er bzw. 1990er-Jahren gab es in Großbritannien die Comedy-Show ‘Spitting Images’, also die satirische Betrachtung der Politik und Öffentlichkeit durch Spiele mit karikierten Handpuppen. Wenn ich mir heute unsere sog. ‘Vorturner’ ansehe, bedarf es nicht einmal mehr dieser Handpuppen. Ein Herr Lauterbach entspricht z.B. 1:1 seiner eigenen Karikatur. Es ist leider sehr traurig.

  4. Haben nicht etliche mutige Kabarettisten lange genug ihre Perlen vor die Säue geschmissen?
    Und sind die nicht derzeit mit einem Quasiauftrittsverbot überzogen?
    Da hat man nicht viel zu lachen, nehme ich an…

    Schön, daß Sie den Ball aufnehmen: Das war sehr gut!
    *verneig* *applaus* *grins* *konfetti-werf*

  5. Danke, Herr Langemann, das war gut getroffen, und obwohl ich leider beim Lachen etwas aus der Übung bin seit spätestens diesen Jahres, so musste ich doch kichern. (Ein Fortschritt, juhu.) Erstaunlich wie Viele immer noch nicht gemerkt haben, daß mit den Öfftl. Rechtl. Medien ( das Wort auszuschreiben wäre zuviel der Ehre) irgendetwas nicht stimmen kann………Mir graust vor Politik und nicht wenigen Mitmenschen. Alle Anderen, vor allem Sie, seien herzlich gegrüßt.

  6. Ich glaube Herrn Lauterbach, wenn er von einer Wand spricht, die er vor sich sieht.
    Was er übersieht – diese Wand ist das Brett vor seinem Kopf. –
    Besten Dank für die gelungene Satire!

  7. Die letzten 2 Jahre, war es um den Humor schlecht bestellt. Sie Herr Langemann und ihr Team, ist es gelungen, wie kein noch so hochgejubelten Satiriker, des deutschen Fernsehens, ( die in Corona Zeiten sich in Luft aufgelöst zu haben scheint ) mich mal wieder zum lachen gebracht zu haben. Ich verfolge, ihre Beiträge regelmäßig, und werde sie weiter, mit großer Begeisterung ansehen.
    Mein großen Danke an ihnen und ihren Team!

  8. Lieber Herr Langemann,

    lange habe ich geglaubt, dass Idealismus und aufrechte persönliche Haltung, gerade auch in der Politik, im Wirtschafts- und Berufsleben, weitgehend verloren gegangen sind. Nicht zuletzt durch Menschen wie Sie, erfahre wir in dieser herausfordernden Zeit, dass es beides noch gibt, wennschon leider selten. Mein Respekt gilt solchen Menschen, die mit ihrer Haltung auch gegen den Strom konsequent bleiben, die mit ihrem Idealismus, ihrer Menschlichkeit dem vorherrschenden Zeitgeist Paroli bieten, um das zu verwirklichen, wovon sie überzeugt sind und wovon sie träumen: Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz, Respekt und Wertschätzung – Kurz Menschlichkeit!
    Jede Zeit braucht diese Menschen, kluge Köpfe und starke Charaktere, damit der Glaube an das Große nicht untergeht. Ich danke Ihnen und Herrn Löcke von ganzem Herzen für Ihre großartige Arbeit, mit dem Sie vielen Menschen helfen, für sich selbst Orientierung zu finden.

    Ihre
    Ipek Demirtas

    1. Liebe Ipek Demirtas, vielen Dank für ihren Zuspruch! Er bedeutet viel für uns und unsere Arbeit. Er ist uns Lohn, Ansporn und große Verantwortung zugleich. Zuspruch wie Ihrer, ist uns schlicht Quell der Kraft. Bleiben Sie uns gewogen, machen Sie uns gerne stark aber nicht größer. Denn wir sind wie Sie, nur ein wenig anders.
      Ihr
      Markus Langemann

      1. Lieber M.L., ich möchte mich Frau Demirtas anschließen und Danke sagen. Ich finde „anders“ allerdings ein wenig bescheiden, besonders sagt es wohl eher. Besonders ist in Zeiten von geistiger Kollektivierung – da haben wir sie wieder, die SED – sehr viel. Wunderbar ist, dass aus dem Besonderen, dem frühen Hinterfragen, Aufdecken von Unwahrheiten, der Etablierung eines Debattenraumes etwas entstanden ist, was zu einer in ihrer Breite beispiellosen Protestbewegung zu werden verspricht. Scheinbar verstehen immer mehr Menschen, dass unsere Grundrechte nur Angesicht zu Angesicht mit der rechtsvergessenen Regierung auf der Straße und nicht vom Sofa aus verteidigt werden können. Niemandem außer uns selbst fällt diese Aufgabe zu. Das Verfassungsgericht will sie nicht erfüllen, es befindet sich in Teilen in parteipolitischer Verstrickung mit der Bundesregierung, teilweise haben dort Einzelne sogar am gleichen Verbrechen (Cum Ex) mitgewirkt. Wenn wir die roten Linien nicht ziehen, wird es keine geben.

  9. Wir unterschätzen wahrscheinlich den Anteil derer, denen die Satire gar nicht mehr auffällt.
    Herrn Lauterbach sehe ich als Comedian wider Willen. Natürlich ist seine politische Wirkung alles andere als lustig, aber die B Note für die Art des Vortrags ist schon deutlich überdurchschnittlich.
    Für mich ist er ein deutlicher Indikator für den inneren Zustand der SPD mit mehreren 100.000 Mitgliedern. In dieser Zeit, in der wir allen Ernstes einen kompetenten Menschen für die Aufgabe bräuchten, ist er das beste Angebot, das die SPD der leidenden Masse der Arbeiter und Angestellten und deren Familien macht. Ich bin mir sicher innerhalb der ehemals im eigentlichen Sinne ehrwürdigen SPD gibt es mindestens 100 Menschen, die es besser könnten und vor allen Dingen auch wollten. Für mich ist diese Personalie ein klares Indiz für eine fehlende innerparteiliche Demokratie. Der Konzernlobbyist und Liebling der Konzernmedien und des Parteifunks ließ qualifizierteren Menschen keine Chance. So war es auch wohl bei Herrn Spahn, man stelle sich mal die Mentalität der CDU Mitglieder im nördlichen Münsterland vor.

  10. Realsatire Lauterdrostobach…echt Blech…
    Und mit bierernster Miene die “heuteSchau” wunderbar…ohne Humor und Galgenhumor läßt es sich doch nicht mehr ertragen – Danke.
    Im Gespräch eine Haltung in dieselbe Richtung überzeichnen soll dazu führen, daß das Gegenüber seine Perspektive in die andere Richtung korrigiert…ich fürchte, die MSM schaffen das trotzdem nicht…(es gibt ja nicht entweder/oder – Schwerkranke oder nicht – es muß heißen: “sowohl als auch”)…wer Covid-krank ist oder war oder geliebte Menschen durch Covid verloren hat, dürfte sich allerdings eher schwer tun…die gibt es ja auch…

  11. Hervorragend Herr Langemann!
    Satire war und ist seit Menschengedenken für friedliche, unabhängige, verantwortungsbewusste und vernunftgeleitete Menschen unter Herrschaftssystemen ein Mittel, die Realität darstellen zu können, ohne (sofort) verfolgt zu werden. Eines von vielen Mitteln und Möglichkeiten also, um verirrte und/oder verwirrte Mitmenschen auf Wirrungen und Irrungen hinzuweisen zu versuchen.

    Als die Aufführung des neuesten Staatstheaters im März 2020 begann und jeder friedliche, geistig und körperlich gesunde Mensch plötzlich ohne Maske und ohne vorgegebenen Testnachweis keinen Zutritt mehr zu Unternehmen – als Kunde wie auch Mitarbeiter – sowie zu öffentlichen Staatsinstitutionen inkl. staatlicher Beförderungsmittel erhielt, lächelten alle friedlichen, geistig und körperlich gesunden Menschen alle sie den Zutritt zu ihren Geschäftsräumen, Einrichtungen und Beförderungsmitteln verweigernde Mitenschen freundlich an und fragten höflich, wovor sie Angst hätten, seien sie doch mit Stoffen vermummt, denen sie zuschrieben, lebensbedrohliche Erkrankungen fernhalten zu können, zusätzlicher Abstand zu Mitmenschen gegeben war, dem sie zuschrieben, lebensbedrohliche Erkrankungen auf Distanz halten zu können und z.T. sogar noch zusätzliche Plexiglasscheiben vor ihnen aufgebaut waren, denen sie die Fähigkeit zuschrieben, alle lebensbgefährlichen Partikel in der Luft auf der anderen Seite sammeln und festhalten zu können.
    Den Verstand offensichtlich getroffen, wurden die friedlich, geistig und körperlich gesunden Frager meist sehr unfreundlich abgewiesen und – sofern bereits eingetreten – nicht selten bei Erspähung mit physischem Nachdruck aus den Gebäuden und Beförderungsmitteln entfernt. Die Frager wiesen die aggressiven Rausschmeißer stets noch freundlich darauf hin, dass sie als Unternehmer oder Angestellte von Unternehmen, von Kunden abhängig seien und nicht umgekehrt, dass sie es zutiefst bedauerten, nicht mehr als friedliche, geistig und körperlich gesunde, gut gleuante und nicht selten jahrzehntelange Stammkunden willkommen zu sein und daher gezwungen wären, zukünftig die Produkte und Dienstleistungen bei ihren Konkurrenten zu konsumieren.
    Mittlerweile gehen immer mehr freie und unabhängige Unternehmer Pleite, die sich an die Ge- und Verbote des Staates gehalten haben und halten, von Unternehmensschließungen bis Arbeits- und Zutrittsbedingungen für Personal und Kunden, schimpfen immer lauter über die staatlichen Maßnahmen sowie die bereits erlittenen und weiter zu befürchtenden und sich anbahnenden Verluste und rufen den Staat um Hilfe an, deren Institutionen stetig anwachsen und auch bei Abschließungen ihre Zwangskunden, Arbeitsstellen und Gehälter behalten und ohne Kürzungen weiterhin beziehen. Vielleicht erhalten Sie selbst bald einen Job im Staatsgefüge.
    Humor und Satire zugleich.

    Die Schulen und Universitäten, aus denen alle friedlichen, geistig und körperlich gesunden Eltern ihre Kinder direkt zu Beginn der Staatstheateraufführung herausgenommen haben, luden spätestens nach knapp 5 Monaten zu einem persönlichen Gespräch ein, welches die Eltern mit Freude und großem Interesse annahmen. Maskierte, getestete, Abstand haltende und sichtlich gestresste und schwer atmende Schulleitungen und Klassenlehrer teilten den friedlichen, geistig und körperlich gesunden, unmaskierten, ungetesteten und gut gelaunten Eltern ihre Sorge mit, dass dauerhafter Heimunterricht aus ihrer pädagogischen Fachexpertise Kinder und Jugendliche isolieren und zu seelischen, körperlichen und geistigen Schäden führen würde, weshalb sie an die Eltern appellierten, sie mögen ihre Kinder und Jugendlichen doch bitte wieder am Präsenzunterricht teilnehmen lassen.
    Auf die Frage der friedlichen, geistig und körperlich gesunden Eltern, ob die Damen und Herren der Schule ihr Gelände, welches sie selbst schriftlich dokumentiert und von höchster Stelle bestätigt als lebensgefährlich ausgewiesen hatten und selbst mit der vorgeschriebenen besonderen Schutzkleidung und besonderen Schutzverhaltensregeln, ohne deren Tragen und Einhaltung das Betreten des Geländes gänzlich wegen der großen angeblichen Gefahr untersagt wurde, angeblich immer wieder von ihnen erklärte lebensbedrohte Fälle aufwies, ernsthaft ein Aufenthaltsort für Kinder und Jugendliche sein kann und soll, ob unter solchen Bedingungen ernsthaft die Aufnahme neuen Wissens möglich wäre und ob sie die Schule ernsthaft als Hauptbegenungsort von Kindern und Jugendlichen sehen würden, wurde schnell das Gesprächsende eingeleitet und die Eltern nie wieder auf Präsenzunterricht ihrer Kinder angesprochen.
    Humor und Satire!

    Mediziner sowie Lehrer und und selbst Eltern äußerten sich zunehmend erschrocken und entsetzt über auftretende körperliche, seelische und geistige Erkrankungen durch die Schutzmaßnahmen bei den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen, die sie als verantwortliche geschäftsfähige Erwachsene selbst zur Umsetzung der staatlich empfohlenen Maßnahmen anhielten und nach wie vor dazu auffordern.
    Satire?

    Die Kinder und Jugendlichen die im Heimunterricht sind, strotzen hingegen nur so vor Energie, Innovation, Kreativität, Lebensfreude, Wissbegier und Zufriedenheit. Die staatliche Zwangsschule spielt keine Rolle mehr und der Weg ist frei für Wissenserweiterungen nach eigenen Interessensbesdürfnissen mit einer Vielzahl an Mitteln, wie Büchern, Online- und Life-Vorträgen, Eigenrecherchen, Gesprächen mit selbst ausgewählten Personen, Ausflügen, Experimenten, Feiern, etc. etc. und der Vertiefung (Spezialisierung) der eigenen, individuellen Fähig- und Fertigkeiten. Die Entwicklungen der Kinder und Jugendlichen ohne Staats-Zwangs-Verbildung, sondern im freien, friedlichen und geschützten Rahmen der eigenen Familie und freien Lern- und Betreuungsgemeinschaften (freiwillige Zusammenarbeit), ist bereits durch die individuellen, zielführenden, zukunftsorientierten und damit sinnvolle Verwendung der gewonnenen freien Lebenszeit unglaublich und das, obwohl viele Mittel und Möglichkeiten von den Kindern und Jugendlichen aktuell durch die erfolgreichen Staatsan- und eingriffe, Ge- und Verbote, “Dank” braver mehrheitlicher Befehlsempfänger und -ausführer, nicht genutzt werden können. Wie gigantisch die Entwicklungen aller Kinder und Jugendlichen erst in einer freien Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung sein könnten und wären, sind kaum auszumalen.
    Schulleiter, Lehrer, Eltern und Medien, auch alternative Medien, kritisieren unterdessen fehlenden Präsenzunterricht als Katastrophe für Kinder und Jugendliche, und das nicht – wie man meinen könnte – mit Blick auf den Präsenzunterricht vor 2020, der bereits unterirdisch und desaströs war, nein, auch unter den Bedingungen seit 2020. Die Lockdowns sind das Zentrum des für sie bestehenden Dramas.
    Schwarzer Humor, Satire?

    Pflegepersonal, insbesondere in Altenheimen, hat – bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen – seit Jahrzehnten unprofessionelle, unmenschliche und nicht selten tödliche “Pflege” (Verwahrung und Misshandlung traf es meist besser) betrieben, ohne alle rechtlichen Mittel zu nutzen (Überlastungsanzeigen, Strafanzeigen, etc. bei Unterbesetzungen, Misshandlungen, Gewaltanwendungen, unzulässigen Anweisungen, etc.) und in letzter Konsequenz persönliche Mittel und Möglichkeiten (eigenes verantwortungsbewusstes, professionelles Arbeiten und wenn nicht möglich trotz widerholter Anzeige, Wechsel in die eigene Selbständigkeit oder Berufsumorientierung) zu nutzen, was die gebotene und ethische Pflicht jedes anständigen Menschen ist, dem Mitmenschen anvertraut werden. Jede Pflegekraft, die sich wegduckt, wegguckt, mitmacht und nur klagt – meist sogar nur hinter vorgehaltener Hand – aber nicht handelt, ist wie Schulleiter, Lehrer, Eltern, Angehörige Pflegebedürftiger und Pflegedienstleistungen Täter und hält das Unrecht und Leid aktiv am Laufen und somit Bestehenbleiben.
    Pflegekräfte wie auch Mediziner und Lehrer geben als Begründung ihrer Berufswahl an, Mitmenschen einen Dienst erweisen zu wollen und dann das?
    Satire?

    Mit Nichten liebe Leser.
    Die Zerstörung von Land und Menschen, Werten, Vernunft, Verantwortungsbewusstsein, Moral, Ethik, etc. schreitet mit immer größer werdenden Schritten voran. Und die wenigen Menschen, die schon immer frei, friedlich, selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihr Leben geführt und organisiert haben und es daher seit Jahrzehnten gewohnt sind, aggressiven Angriffen des Staates mit Flexibilität, Kreativität und Ideenreichtum auszuweichen, berühren die vielen zunehmenden menschlichen Schicksale dennoch zutiefst.
    Das Einzige, was uns leider immer noch recht wenigen wirklich friedlichen, freiheitlichen, selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Menschen bleibt, ist Lösungen anzubieten, gute Ideen zu teilen und Mitmenschen freundlich darauf hinzuweisen, wenn sie sich aggressiv, unmenschlich oder gar verbrecherisch verhalten, um ihnen die Möglichkeit der Erkenntnis, des Lernens und sich positiv Weiterentwickelns zu ermöglichen. Ändern kann das nur jeder Mensch für sich, durch Erkennen, Verstehen, Willen, Wollen und vor allem eigens Handeln.

    Daher abschließend ein Link zu einem hervorragenden Vortrag für jeden interessierten und offenen Menschen zu den Vorgängen unserer Zeit.

    https://www.misesde.org/2021/11/sozialismus-zerstoerung-des-gemeinwesens/

    Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft, Ideenreichtum und natürlich Humor in diesen verrückten Zeiten, aber sprechen Sie immer und überall freundlich aber unmissverständlich aus, wenn sie Unrecht sehen. Achten und beschützen Sie sich und Ihre Familie und schließen Sie sich mit anderen friedlichen Menschen zusammen. Vor allem aber gehen Sie selber als gutes Beispiel voran und fügen keinen Mitmenschen physischen Schaden zu.
    Herzlichst
    G. Schmidt

    1. Herr Langemann – da kann ich mich nur aus vollem Herzen diesen Kommentaren anschließen. Sie bringen es auf den satirischen Punkt mit Bravour! Auch die Heute-Schau in treffenden satirischen Spitzen – hervorragend! Bitte weiter so! In heutigen traurigen Zeiten auch mal lachen können, dank Ihnen, kann einen von der traurigen KindergartenreGIERung etwas ablenken, man sollte sämtlichen Regierungsmitgliedern ein Geschenk machen: jedem eine Pinocchionase, das RKI nicht zu vergessen!

  12. Früher leisteten sich die Regenten Hofnarren. Sie konnten dadurch alternative Meinungen erfahren und sich Anregungen holen, vielleicht sogar ihre eigene Auffassung hinterfragen. Das ist bei den abhängig Beschäftigten heute existenzbedrohend. Die Wahrheit erzeugt bei denen geradezu Panik. Leider denken sie überhaupt nicht, wie sie da wieder herauskommen können. Sehr spannend das alles.

  13. Allen faschistischen Systemen, ihren Protagonisten und Handlangern, in allen Bereichen der Gesellschaft ,war und ist stes gemeinsam die völlige Humorlosigkeit, das Fehlen des Verständnisses von Witz und Ironie und vor allem das Nicht-lachen-Können über die eigene Person und die eigenen Schwächen. Gerade durch das Fehlen von Humor wurden sie an ihrem Ende dann immer zu Witzfiguren….Allenfalls ein höhnisches Lachen, ein Auslachen (ins Aus lachen) ihrer Opfer, nach deren Erniedrigung, ist ihnen möglich. Und wenn sie lachen, klingt es häufig so wie in Ali Baba und die 40 Räuber in der Kinderausgabe von Gunter Groll(1001 Nacht bei Droemer und Knaur), wo der Räuberhäuptling sich mit einem Schneiderlein anlegt , der ihm sagt: ….”weil du mich kränkst, du Ahnungsloser, und so überaus schmutzig lachst, dass es sich anhört wie eines Ziegenbocks Husten.”….
    Müssten nicht über die letzten formalen, logischen, intellektuellen Entgleisungen von Drosten/ Lauterbach nicht alle “Oberen”, die politikmediale Elite lauthals lachen? Tun sie aber nicht. Eben……Das ist der Punkt.

  14. Tja man fragt sich ob die sich mal selbst zuhören. Bei mir hatte es ja vorigen Herbst Klick gemacht, als sich der Ostbeauftragte Wanderwitz in einer Bürgertalksendung im RBB hinstellte und den Impfwilligen eine kostenlose Bratwurst versprach. Ich saß in meinem Sessel und kicherte laut vor mich hin und sagte laut zu mir selbst, Jungs ihr seid doch am Ende.

  15. Selten so gelacht in dieser Zeit! Sie Herr Langemann sind und bleiben ein großartiger Publizist, der mit seinem trockenen Humor die Seelen derer streichelt, die Tag für Tag den Wider(lich)sinn der Regierungsbande ertragen müssen. Vielen Dank dafür. Weiter so!

  16. “Und nun die Ziehung der Inzidenzzahlen – wie immer mit Gewähr und diese dürfen niemals hinterfragt werden” – Großartig!

  17. Herzlichen Dank, Herr Langemann, ganz genau, der Humor ist offenbar gestorben. Kabarettisten, zumindest ein Großteil davon, verdienen diese Bezeichnung nicht mehr und sind größtenteils zum Sprachrohr der Bundesregierung entartet. Ganz abgesehen davon, bedienen sich nicht wenige Kabarettisten der Fäkalsprache. Mit unserer Kultur geht es stetig abwärts. Ich kann nur jedes einzelne Wort Ihrer Glosse hundert Mal unterstreichen!! So richtig herzlich lachen – schon lange her! Humor wird heute nur mehr mit dem Holzhammer verstanden und dann ist es eben keiner mehr. Humor ist eine Herzenssache, vielleicht ist die Ursache darin zu suchen, dass Respektlosigkeit in der Bevölkerung immer mehr zunimmt.

  18. Ich habe lange nicht mehr so herzhaft gelacht – und dafür möchte ich mich vorab schon mal bedanken.
    Ich kann es eigentlich immer noch nicht glauben, dass sich so viele Menschen von diesen beiden Herren und vielen weiteren Damen und Herren aus Politik, Wissenschaft und Medien dermaßen verar….. lassen und noch viel schlimmer sich zum Sklaven einer menschenverachtenden, technokratischen Politik so bereitwillig unterwerfen. Und sogar sogenannte “Bildungsbürger” lassen sich an der Nase herumführen. Ich arbeite mit lauter Akademikern zusammen, Menschen, die jahrelang studiert haben, Geschichte, Politik, Mathematik, Medizin, Biologie, Chemie – aber was haben die da an den Universitäten bloß gelernt???
    Ein großer Teil unserer Gesellschaft möchte anscheinend gar nicht mehr selbstbestimmt leben und zieht es vor, sich vom Kleinstkind (Krippe) bis zum Senior (Alten- und Pflegeheime) betreuen und bevormunden zu lassen. Das ist keine lebenswerte Gesellschaft mehr.

  19. Sehr geehrter Herr Langemann,
    ich bitte Sie, dieses Video-Format fortzuführen. Gefällt mir.
    Endlich wieder echte Satire !
    Neben Harald Schmidt, Lisa Fitz, Andreas Rebers, Lisa Eckhart und Matthias Egersdörfer fallen mir sonst keine mehr ein.
    Ich grüße Sie

  20. Wundervoll ! Wenigstens kann man über unsere Politiker reichlich Witze machen, aber leider hat mein Gelächter über diese Narren oft ein fades „Beigeschmäckle“ von Fremdschämen.
    Ich danke Ihnen für Ihre professionelle, ästhetische, intelligente Arbeit !
    Gerne würde ich Sie unterstützen, doch es hat einen einfachen Grund, warum ich das bisher nicht tue: ich hab kein eigenes Konto . Es war ein langer Weg in der Corona-Krise, da mich mein GöGa nach 25 jähriger Ehe, neu entdecken durfte. Mittlerweile weiß er, dass ich nicht durchgedreht bin oder völlig abgedreht und hat immerhin schon das Spiegel Abo gekündigt.
    Ich hab ihre Seite aber schon oft weiterempfohlen, und mit der Zeit und weiterer Klärung dieser ganzen Misere, kann ich vielleicht auch meinen Mann auf ihre Seite bringen.
    Absolut unwichtig mein Kommentar, aber ich wollte eben ein großes Danke schicken und nicht nur Nutznießer sein.
    Bleiben Sie fit und munter
    Herzlichst Elke Haseloff

  21. Es gibt noch Hoffnung darauf, dass der C.d.k.W. nicht das Geschäft des Satirikers übernehmen muss .Zugegebenermaßen nur ein kleiner Lichtblick im Dunkel der intellektuellen Ehemals-Satiriker: Nikolai Binner

    1. Kann ich gut nachvollziehen.
      Mein Therapeut sagt: Was du nicht ändern kannst, nimm es hin:
      Radikale Akzeptanz. Nicht weiter darüber nachdenken.
      So mache ich das jetzt, damit es mir besser geht.

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