von Peter Löcke //
„Wo soll das alles hinführen?“
Diese Frage stellte Dunja Hayali im „heute journal“ des 11. September um Punkt 21.45 Uhr [1]. Sie stellte die Frage direkt nach der Begrüßung der TV-Zuschauer am heimischen Bildschirm. Die Frage war gut. Sie sprach mir aus dem Herzen. Wo soll das alles hinführen? Das war auch mein spontaner Gedanke, als ich vom tödlichen Attentat auf Charlie Kirk hörte. Keine zwanzig Sekunden später machte Hayali das, was Hayali am besten kann. Sie klebte die Etiketten „umstritten, extrem und rechtsradikal“ auf den toten Körper des 31-jährigen Familienvaters. Doch das war nicht genug des ZDF-Giftes. Eingebettet zwischen zwei Filmbeiträgen erklärte Dunja dem TV-Zuschauer, wer denn da gerade sein Leben verlor. Um den Vorwurf der Dekontextualisierung zu vermeiden, transkribiere ich die Einordnung der ZDF-Moderatorin vollständig.
„Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen. Auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen. Offensichtlich hat der radikalreligiöse Verschwörungsanhänger aber auch genau damit einen Nerv getroffen. Charlie Kirk hatte nicht nur Millionen Follower auf den verschiedensten Plattformen, sondern auch seine Veranstaltungen waren extrem gefragt und gut besucht.“
Was genau steht dort? Dort steht eine moderne Form von „Ich habe nichts gegen Ausländer“, gefolgt von einem langen „Aber“. Dort steht eine lange Rechtfertigung für den Tod eines Menschen nach der Eingangsfeststellung, eben genau das zu unterlassen. Dort stehen Framing und politische Agenda, verpackt in geheuchelter Empathie und Anteilnahme. Ein solches Statement ist Wasser auf die Mühlen und Öl im Feuer der Spalter. Vor allem ist dieser mittlerweile auch in den USA viral gehende schäbige Kommentar von Dunja Hayali ein weiteres Attentat auf den Journalismus respektive ein Suizidversuch des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Auch Markus Langemann hat einen spontanen Kommentar zum Tode von Charlie Kirk geschrieben [2]. Das steht ihm im Gegensatz zu Hayali zu, weil ich aus erster Hand weiß, dass sich der Herausgeber dieser Plattform viel in amerikanischen Medien bewegt und er vor allem viel über das Leben und die politischen Standpunkte des Charlie Kirk weiß. Ich hätte mir das nicht zugetraut. Ich schäme mich nicht zuzugeben, dass ich den Namen des Mordopfers bisher nur vom Hörensagen kannte. Dieser Aspekt kommt mir in der Debatte um das Attentat zu kurz.
Ich behaupte, dass das, was für mich gilt, für 99,9 Prozent der deutschen Bevölkerung inklusive Journaille gilt. Nun passiert leider das, was häufig in solchen Momenten passiert. Kolportiertes wird zur Wahrheit. Elmar Theveßen, der Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Washington, wusste am späteren Abend davon zu berichten, dass der getötete Charlie Kirk gefordert habe, dass Homosexuelle gesteinigt werden müssen. Meine Prognose? Für diese Falschaussage wird sich das ZDF übermorgen auf den Untiefen seiner Webseite entschuldigen. Dort, wo niemand diese Entschuldigung lesen wird. Seit der Bekanntgabe des Todes werden in den sozialen Medien kurze Videoschnipsel geteilt, oft aus dem Kontext gerissen, die dem eigenen Weltbild entsprechen. Ich bin einen anderen Weg gegangen. Mein Abend begann mit Hayali und Theveßen, meine lange Nacht bestand aus dem guten alten Quellenstudium.
Als Ergebnis könnte hier ein Roman stehen. Subjektiv, aber fundierter als noch Stunden zuvor. Einige Ansichten des Charlie Kirk teile ich, andere Ansichten ganz und gar nicht. Wer sich wirklich interessiert, geht einen ähnlichen Weg wie ich und kommt dann ebenfalls zu einer fundierten Meinung, die gerne meiner gegenläufig ist. Der springende Punkt ist ein ganz anderer.
Charlie Kirk wurde auf offener Bühne bei einer Universitätsveranstaltung in Utah erschossen. Der Ort des Attentats ist kein Zufall. Das Mordopfer suchte stets das Gespräch mit Andersdenkenden. Er kommunizierte nicht nur für die eigene Bubble. Kirk stellte seine politische Meinung zur Diskussion. Er diskutierte mit Trans-Aktivisten ebenso wie mit Anhängern von Black Lives Matter. Die ließ er ausreden. Und Charlie Kirk ging auf die Argumente ein, so die Gegenseite denn Argumente hatte. Dass ein politischer Aktivist, der dem rechten Spektrum zuzuordnen war, auf linken Universitäten oft nur niedergebrüllt wurde, verwundert nicht.
Rede und Gegenrede, Argument und Gegenargument, beide Seiten hören – genau das boten viele Diskussionen, denen sich Charlie Kirk stellte. Dieser Umstand, die Bereitschaft mit Andersdenkenden ins Gespräch zu kommen, wurde ihm in Utah zum Verhängnis, weil es radikalisierte Menschen gibt, die eine andere Meinung nicht mehr aushalten können.
Audiatur et altera pars? Das wäre auch die Aufgabe des ZDF. Dieser Aufgabe kommt der öffentlich-rechtliche Rundfunk schon lange nicht mehr nach.
Wo soll das alles hinführen? Wo soll dieser aktivistische, politisch einseitige Journalismus noch hinführen? Er führt zu Spaltung und Hass. Er führt dazu, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das, was in Utah passierte, auch auf deutschen Bühnen passiert.
Diese Art des Journalismus ist mit nichts zu rechtfertigen. Und nein. Es folgt kein „aber“.
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.

6 Antworten
Wohin soll das führen?
Aus tiefster Seele kommt der Hass
auf alles, was nicht ist Rotgrün,
Borniertheit herrschte nie so krass
von Freiburg bis Seebad Bansin.
Von Berchtesgarden bis Borkum
Rotgrüne Machtposten besetzen.
Machtverlustangst, treibt die sie um,
müssen sie noch mehr hetzen.
Von West nach Ost, von Nord nach Süd
klappt es nicht mit Indoktrinieren,
werden Linke faschistoid,
bleibt es nicht mehr beim Diffamieren.
So müssen Bürger jetzt erfahren
der Roten eingefleischte Wut,
haben seit vielen, vielen Jahren
gemästet diese Höllenbrut.
Haben sich sogar eingelassen,
mehr und mehr sich angewanzt
bei denen, die die Freiheit hassen,
verbrennt, wer mit dem Teufel tanzt.
Wohin soll also all das führen?
Immer mehr Menschen sich abwenden.
Soll die Realitätsverleugnung
in einem Bürgerkriege enden?
Wunderschön. Nur:
Rotgrüne sind nicht rotgrün.
Sondern längst vermischt, also braun!
Schon lange mein Empfinden als Ur-Rotgrüner:
https://www.youtube.com/watch?v=uTPrvkwn1jk&t=293s
Wir erleben das doch tagtäglich- Argumente werden als „Das ist Deine Meinung…“, abgewehrt, als Argument in dieser „jeder darf doch eine Meinung haben, Freiheit dafür!!!“-Narrative kommt aber leider zu kurz, dass meine „Meinung“ nicht als „jeder darf doch denken, was er will!“ eine gewisse Beliebigkeit hat, sondern SELBST ERARBEITET UND RECHERCHIERTES WISSEN ist! Es gibt angeblich ja „subjektive Wahrheiten“( Bitte???) und gar keine „echte“ Wahrheit mehr, und jeder Hans und Franz oder meinetwegen Halali darf sein Geschwurbel (eben, genau das IST Geschwurbel!!!) in aller Öffentlichkeit verbreiten. Niemand gebietet dem Einhalt, vor lauter Kriecherei vor all dem politischkorrektem und doch moralisch unterirdischem!
Liebe Leserinnen und Leser,
oft wurde mir die Meinungsfreiheit als ein hohes Gut präsentiert – ein Grundrecht, das mein Leben prägen sollte. Doch in der Rückschau auf 60 Jahre, davon 45 Jahre in vollem Bewusstsein, erkenne ich: Es war mehr Schein als Sein. Vieles, was als „freie Rede“ galt, war in Wahrheit gelenkt, begrenzt oder schlicht gefährlich.
Ich habe mich getäuscht, habe geglaubt und in der Vergangenheit oft den Medien vertraut – und wurde dabei nicht selten belogen. Heute sage ich: Wahre Meinungsfreiheit hat es so nie gegeben, und wahrscheinlich wird es sie in dieser heutigen Welt auch nicht geben.
Umso mehr danke ich den mutigen Menschen mit ihren Stimmen, die aufklären, die Risiken eingehen Licht in das Dunkel bringen und ihr eigenes Leben riskieren. Sie sind es, die den Mut haben, Unbequemes auszusprechen – und damit zeigen, dass Wahrheit letztlich nicht unterdrückt werden kann.
Mit nachdenklichen Grüßen
Gerhard L.
Ich bin entsetzt und zutiefst traurig, dass man sich als Individuum und „Teil der Menschheitsfamilie“ (frei nach Dr. Daniele Ganser) offenbar mittlerweile entscheiden muss, ob man eine Meinung hat, diese öffentlich vertritt (wie Charlie Kirk) und zur Diskussion stellt oder einfach nur den Mund hält und damit ein Teil der „schweigenden Mehrheit“ wird. Ersteres kann man mit dem Leben bezahlen, Letzteres ist eventuell kostenlos, aber doch ziemlich feige. Es ist ein Machtkampf, der derzeit stattfindet, zwischen den sogenannten Eliten und dem „gemeinen Volk“, dem offenbar der Mund gründlich verboten werden soll. Das alles auch noch im Staatsfernsehen auf niederträchtigste Art kommentiert und angeblich „eingeordnet“ zu sehen, macht mich sprachlos! Wenn wir als Gesellschaft an einem Punkt angekommen sind, an dem die Gedanken (vielleicht) noch frei, aber nicht mehr frei äußerbar sind, ohne sich in Lebensgefahr zu begeben, sehe ich uns als menschliche Rasse (OMG, sie hat „Rasse“ gesagt!!) dem absoluten Untergang geweiht. Eventuell ist das kein allzu großes Problem, wenn man bedenkt, dass die KI laut Experten ohnehin in wenigen Jahren die Herrschaft über unseren wunderschönen Planeten übernehmen wird.
Ruhe in Frieden, Charlie Kirk, Verfechter der Meinungsfreiheit, der Diskussion und der unerschrockenen Kommunikation. Mögen deine Frau und deine Kinder dein wertvolles Erbe in deinem Sinne fortführen!
Unserem gewaltsam finanzierten Verblödungs-Fernsehen, das mit Qualität schon lange nichts mehr zu tun hat, sondern von verblendeten Ideologen geführt und besetzt ist, wünsche ich den beschleunigten Untergang, den es sich schon seit geraumer Zeit erarbeitet hat. Ich schaue euch schon lange nicht mehr und vermisse rein garnichts.
Ideologen sind alle krank. Und wenn sie eine Plattform wir die Öffentlich Rechtlichen haben, verbreiten sie diese Krankheit täglich. Warum? Weil sie Teil der Macht sind und sie niemand daran hindern kann. Ihre Krankheit besteht darin, irgend einen „Ismus“, für die einzige objektive Wahrheit zu halten. Da sie in ihrer Bubble nur Bestätigung bekommen und kaum Widerspruch, und weil sie kurzfristig mit keinen Konsequenzen rechnen müssen, verschanzen sie sich in ihrem ´Ismus. Kluge Menschen wissen dagegen, dass es keine objektiven Wahrheiten gibt, sondern nur subjektive Tatbestände und Meinungen aus denen Wirklichkeit entsteht. Dass alle ´Ismen an ihren inneren Widersprüchen und an der Verschanzung scheitern, macht ihre Anhänger desto aggressiver in ihrer Verteidigung. Journalisten die sich einem ‚Ismus verschrieben haben, sind keine Journalisten, sondern Propagandisten, die sich der Macht angedient haben. Leider bekommen sie ihre gerechte Strafe erst, wenn der ˋ Ismus fällt, oder auch nie, weil sie fix die Seiten wechseln. Das macht ihr Wirken fast risikolos. Der junge Schopenhauer soll in seinen „Parerga und Paralipomena“ etwas drastisch gesagt haben: Die Welt wäre sofort ein besserer Ort, wenn alle dummen Gänse im Kloster und alle Journalisten im Gefängnis wären!