// von Adrian von Ferenzcy
Nicht jede Entscheidung entsteht öffentlich. Und nicht jede Klärung gehört auf eine große Bühne. B-Safe26 setzt bewusst an dieser Grenze an: dort, wo Verantwortung nicht mehr kommentiert, sondern getragen wird – und wo Austausch Vertraulichkeit, Ernsthaftigkeit und Konzentration verlangt.
Bestimmte Fragen entfalten ihre Tragweite erst im persönlichen Gespräch. Nicht, weil sie verborgen bleiben müssten, sondern weil sie Erfahrung, Widerspruch und differenzierte Abwägung erfordern. In diesem Rahmen wird Analyse nicht verwertet, sondern verdichtet; Gespräch ist wichtiger als Sichtbarkeit, Expertise zählt mehr als Inszenierung.
Warum Markus Langemann und Diana-Maria Stocker dieses Format bewusst außerhalb gängiger Event-Logiken entwickelt haben, weshalb die Teilnehmerzahl strikt begrenzt ist und was einen Tag in Abu Dhabi für Entscheider tatsächlich wertvoll macht, erläutern sie im folgenden Gespräch.
Dieses Hintergrund-Interview ist keine Einladung zum Zuschauen. Es ist eine Einladung zum Mitdenken – und zum Dabeisein.

von Ferenczy:
Herr Langemann, Frau Stocker, B-Safe26 wird von Ihnen beiden verantwortet. Warum braucht es dieses Summit – jetzt?
Langemann:
Weil sich Entscheidungsgrundlagen rapide verschlechtern. Politisch, wirtschaftlich, medial. Viele Entscheider spüren das sehr deutlich, finden aber kaum noch Orte für nüchterne, unaufgeregte Analyse. B-Safe26 ist genau als ein solcher Ort konzipiert: konzentriert, unabhängig, ohne ideologische Vorprägung.
Stocker:
Ergänzend dazu sehen wir eine wachsende Diskrepanz zwischen öffentlicher Erzählung und realer Lage. Wer Verantwortung trägt, muss diese Lücke erkennen und schließen können. Dafür braucht es Austausch auf Augenhöhe – nicht Bühnenrhetorik.
von Ferenczy:
Der Claim lautet „Substanz. Souveränität. Stabilität.“ Wer definiert diese Begriffe?
Stocker:
Wir definieren sie operativ. Substanz heißt überprüfbare Expertise und persönliche Glaubwürdigkeit. Souveränität meint die Fähigkeit, unabhängig zu denken und zu handeln. Stabilität beschreibt den Fokus auf langfristige Ordnungen statt kurzfristiger Effekte. Diese Kriterien gelten gleichermaßen für Speaker wie für Teilnehmer.
Langemann:
Das ist kein Marketingdreiklang, sondern ein klares Selektionsraster. Wer darin Mehrwert erkennt, ist bei dieser Veranstaltung richtig.
von Ferenczy:
Die Teilnehmerzahl ist stark begrenzt. Warum diese Striktheit?
Langemann:
Weil Qualität Skalierung ausschließt. Wir wollen Gespräche ermöglichen, keine Vorträge vor anonymen Reihen. Jeder Teilnehmer soll die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen, wenn er möchte. Das funktioniert nur in einem klar begrenzten Rahmen. Gleichzeitig ist es kein Workshopformat: Niemand wird zur Interaktion gedrängt, aber der Zugang zum Gespräch ist jederzeit möglich.
Stocker:
Zudem schützt die Limitierung das Format vor Verwässerung. B-Safe26 ist ein intensives Netzwerkformat für jene, die sich bewusst interdisziplinärer und internationaler aufstellen wollen.
von Ferenczy:
Warum Abu Dhabi als Veranstaltungsort?
Stocker:
Der Ort schafft Distanz – geografisch wie mental. Abu Dhabi steht für Ordnung, Verlässlichkeit und strategisches Denken jenseits europäischer Dauererregung. Das unterstützt den inhaltlichen Anspruch des Summits.
von Ferenczy:
An wen richtet sich B-Safe26 konkret?
Langemann:
An Unternehmer, Investoren, Verantwortungsträger, jene die Verantwortung übernehmen möchten und strategisch denkende Persönlichkeiten. Menschen, die Entscheidungen treffen wollen – nicht kommentieren.
von Ferenczy:
Die Teilnahme ist mit einem höheren Aufwand verbunden.
Stocker:
Die Teilnahme ist als nachhaltige persönliche Investition gedacht. Ziel ist es, produktive Gespräche mit klaren Ergebnisoptionen für den Einzelnen zu ermöglichen. Das schließt eine Skalierung über große Teilnehmerzahlen aus. Die Kosten lassen sich daher nicht über Masse verteilen, sondern erfordern einen bewusst hochwertigen, konzentrierten Rahmen.
Langemann:
Der überschaubare Kreis sichert zudem Ernsthaftigkeit und Unabhängigkeit. Gleichzeitig ermöglicht er ein Format ohne tiefe Sponsorenlogik auf der Bühne und ohne inhaltliche Kompromisse.
von Ferenczy:
Welche Rolle spielt der Club der klaren Worte in diesem Kontext?
Langemann:
Der Club bildet den publizistischen Referenzraum, aus dem zentrale Fragestellungen und Gesprächskulturen hervorgegangen sind. B-Safe26 ist kein organisatorischer Ableger, sondern ein eigenständig entwickeltes Präsenzformat. Inhaltlich knüpft es an die bekannte analytische Tiefe an: Einordnung statt Zuschreibung, Dialog statt Zuspitzung, Expertise statt Aktivismus.
Formal und strukturell steht B-Safe26 für sich – als emanzipierte physische Ausprägung eines über Jahre bewährten Denk- und Gesprächsansatzes, übertragen in einen persönlichen, konzentrierten Kontext.
Stocker:
Viele suchen genau diesen nächsten Schritt: vom Verstehen hin zum persönlichen Gespräch.
von Ferenczy:
Was sollen Teilnehmer nach diesem Tag konkret mitnehmen?
Langemann:
Klarheit. Neue Denkachsen. Belastbare Kontakte. Keine Parolen, keine Verheißungen.
Stocker:
Und die Fähigkeit, in einer instabilen und multipolaren Welt tragfähige Entscheidungen zu treffen – wirtschaftlich wie persönlich. Wenn das gelingt, hat B-Safe26 seinen Zweck erfüllt.
Hinweis:
B-Safe26 findet am 14. März 2026 im Emirates Palace Mandarin Oriental, Abu Dhabi, statt.
Die Teilnehmerzahl ist limitiert. Tickets sind nur nach Verfügbarkeit erhältlich.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen B-Safe26-Seite.

Eine Antwort
Sehr geehrter Herr Langemann und Team,
vorab wünsche ich Ihnen ein kraftvolles Neues Jahr 2026, freue mich sehr über neue nationale, internationale Erkenntnisse, bedanke mich für Ihr Engagement.
Mit lieben Gruß
Cathrin Liebner
Cathrin Odeya – Okekani
Hildesheim