„Für mich gibt es keinen Rassismus mehr.“

Shahozaini schreibt in seinem aktuellen Buch:
„Ich beneide alle Social Justice Warrior, die mit sozialer Ungerechtigkeit im Internet Klicks und Likes erwirtschaften. Es bringt nichts, im Pendel der Ungerechtigkeit hin- und herzuschwingen. Niemandem, außer den Profiteuren der Rassismusindustrie, ist damit gedient. Eine Opferhaltung kann und wird instrumentalisiert werden, und deshalb ist Selbstheilung so wichtig. Eine ungeheilte Person wird in so ziemlich allem eine Beleidigung entdecken. (…) Für mich gibt es keinen Rassismus mehr.“

von Bahman Shahozaini

Ich hatte das unfreiwillige Privileg, mich in den unterschiedlichsten sozialen Milieus behaupten zu müssen. Daher fühle ich mich frei von ideologischen Zwängen, was mich allerdings wiederum zum Außenseiter macht. Das mag für viele der blanke Horror sein, doch als Außenseiter habe ich mich noch nie so frei gefühlt wie heute.

Das große Finale steht bevor und von links bis rechts zanken und beleidigen sich erwachsene Menschen wie Kleinkinder.

Rechtsradikale essen Döner, Linksradikale tragen Kleidung aus chinesischen Fabriken, Moslems gehen in den Puff, Christen missbrauchen Kinder. Alles ist möglich. Ist das gut oder schlecht? Das spielt keine Rolle, denn es ist, wie es ist, und das alles ist möglich, weil wir Menschen sind, die sich nicht eine, sondern sehr viele Realitäten erschaffen. Konzentrieren wir uns auf die schönen Dinge, geschehen mehr davon. Lenken wir den Fokus auf Rassismus, passiert was? Richtig! Es kommt mehr davon.

Kommen wir zur Klärung der Frage, wie ein derart breitflächiges Interesse der Bevölkerung an den Themen Flucht und Migration entstehen konnte. Das von der Kanzlerin ausgegebene Mantra »Wir schaffen das« war ja nur ein Gleitmittel. Also was war die Einführung? Mich verdutzte der plötzliche Kanon der Medienschaffenden, die ihrer Verantwortung in der Flüchtlingsfrage höchst empathisch und mitfühlend nachkamen. Es freute mich, dieses Mitgefühl wahrzunehmen, gleichzeitig war ich gespannt, wie lange der Trend anhalten würde und welche Auswüchse noch entstehen würden. Ich hatte einen Feldversuch vor der Nase, den mir keine Universität der Welt hätte besser bieten können. »Deutsche«, »Flüchtlinge«, »Migranten« und »Gegner« auf dieser Schaubühne zu beobachten und zu analysieren, das war für jeden Forschergeist ein Traum und Albtraum zugleich. Für mich persönlich fühlte es sich so an, wie ich mir die gleichzeitige Einnahme von Kokain und einer Schlaftablette vorstelle.
Noch einmal: Als Flüchtlingskind, das den Duft der deutschen Willkommenskultur bereits Anfang der 1990er-Jahre hatte schnuppern dürfen, wuchs ich in dem Bewusstsein auf, dass blutrünstige Nazis mit Springerstiefeln in unzählbaren Horden an jeder Ecke darauf warteten, meine Frisur zu verwuscheln. Nazis, Nazis, Nazis – von früh bis spät wurde ich auf allen Kanälen damit indoktriniert. Ich begriff zwei Dinge: Als Kanake sollte ich Angst um mein Leben haben. Und die Deutschen sollten sich alle schämen.
Doch 2015 änderten sich diese beiden Grundwahrheiten nun anscheinend. Und die Initialzündung für die Veränderung lieferte ein kleines, hübsches, staatenloses Ausländerkind, das Sie vielleicht noch kennen werden. In den Google-Suchvorschlägen wird es als »weinendes Flüchtlingsmädchen« aufgeführt.
Apropos Flüchtlinge. Was halten Sie davon, Autoren zukünftig als Schreiberlinge zu titulieren und Staatsbedienstete als Systemlinge zu bezeichnen? Man spricht ja auch von Schädlingen und das passt doch irgendwie,nicht wahr? Merken Sie es? Die Linguistik beschreibt diese Begrifflichkeiten als sogenannte Diminutive, die mithilfe von sogenannten Pejorativsuffixen entstehen. Eine Verniedlichung mit abwertendem Charakter.
Zurück zu unserem Ausländermädchen, das die deutschen Herzen im Sturm eroberte. Während einer sogenannten »Dialogveranstaltung« fand Mitte Juli 2015 in Rostock eine Begegnung zwischen Schülern und Kanzlerin Angela Merkel statt, die weltweite Beachtung fand. Das Video ging über die Landesgrenzen viral. Dort tappte die Kanzlerin in eine emotionale Falle, die sie augenscheinlich für einen Moment zur Buhfrau der Nation machte. Sie wurde mit zwei Dingen konfrontiert, die für gewöhnlich nicht auf ihrer Agenda stehen: Empathie und Kinder.
Die aus dem Libanon stammende Reem begann mit zittriger Stimme, ihr tragisches Anliegen vorzutragen, während die Kanzlerin sachlich nachhakte und das Gesagte im Duktus eines Studienrats paraphrasierte. Es ging um die mögliche Abschiebung von Reem und ihrer Familie, die wie ein Damoklesschwert über ihnen schwebte. Das Thema an sich war undankbar und zusätzlich hatte die Bundeskanzlerin hier keine ebenbürtigen Staatschefs vor sich, sondern eine Menschengruppe, von der sie offenbar wenig Ahnung hatte: Kinder. Kein bekömmlicher Cocktail für die Kanzlerin: Emotionen, Abschiebung, Kinder. Was für ein Fest.
Das Video ist nach wie vor ein Hit und wenn Sie sich für Körpersprache und emotionale Resonanz beziehungsweise deren Mangel interessieren, sollten Sie sich das Video unbedingt anschauen.
Das Flüchtlingsmädchen Reem trug sein Anliegen in einwandfreiem Deutsch vor. Das Duldungsverfahren hing in der Schwebe, Papa durfte nicht arbeiten und sie lebte in der per manenten Angst, sich von Freunden, Schule und der neuen Heimat unfreiwillig verabschieden zu müssen. Sie habe auch Träume und wolle gerne Ziele erreichen. Sie trug glaubwürdig und sehr emotional vor, dass, während ihre Mitschüler spielten, Spaß hatten und eine ruhige Kugel schoben, sie sich wie ein Lamm auf der Schlachtbank fühlte, das lediglich den Tag der Schlachtung noch nicht kannte.
Die Bundeskanzlerin erklärte der kleinen Reem voller Verständnis und Bestimmtheit: »Wenn wir jetzt sagen: ›Ihr könnt alle kommen. Ihr könnt alle aus Afrika kommen. Und ihr könnt alle kommen‹. Das können wir auch nicht schaffen.« Sie sagte weiter: »Das ist manchmal auch hart, Politik«, und dass Reem, so von Angesicht zu Angesicht, ja durchaus sympathisch erscheine, aber »es werden auch manche wieder zurückgehen müssen«.
Daraufhin brach die kleine Reem in Tränen aus – eine herzzerreißende Szene ereignete sich. Die Bundeskanzlerin sprach zum Moderator und bemerkte die Tränen, ging auf das kleine, süße Mädchen zu, um es zu trösten, und sagte, als würde sie zu einer Schauspielkollegin in einem Theater sprechen: »Du hast das doch prima gemacht!«
Der Moderator sprang ein und belehrte die Kanzlerin, dass es eben nicht um das »prima machen« gehe, sondern um eine belastende Situation. Dies wusste die Kanzlerin natürlich: »Und deshalb möchte ich sie trotzdem einmal streicheln.«
Sechs Wochen später, also Ende August 2015, fiel dann zum ersten Mal die viel zitierte Phrase, die sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat: »Wir schaffen das!« Die Kanzlerin behauptete von nun an mantrahaft genau das, was sie der kleinen Reem »und allen anderen« scheinbar verwehren wollte. Also eine 180-Grad-Wendung? Ich möchte behaupten, dass die Tränen der kleinen Reem notwendig waren, um den Deutschen den nötigen Anstoß zu geben, damit sie von sich aus auf die Idee kamen, alle willkommen zu heißen. Ich würde nicht so weit gehen und behaupten, dass die Kanzlerin diese Begegnung bewusst gesucht oder gar inszeniert hat. Aber es ist hinreichend belegt, dass Politik – so wie jeder Zirkus – von der Inszenierung lebt und diese Inszenierungen selten bis nie so ganz und gar zufällig entstehen.
Um das ganze Land – die Spinner von rechts mal ausgenommen – kollektiv in einen ekstatischen Zustand des Mitgefühls für Flüchtlinge zu versetzen, brauchte es noch etwas. Für einen nachhaltigen, traumatischen Effekt, der sich in das Hirn wirklich aller einbrennt, sind Bilder nötig. Genau genommen reichte in diesem Fall ein einziges Bild. Hier kam der Tod von Alan Kurdi genau richtig. Der angeschwemmte Leichnam des Kleinkindes brachte den emotionalen Ballon zum Platzen, damit die Deutschen, glücksbesoffen von der eigenen Gutheit, endlich Mitgefühl wie Kamelle an Karneval verteilen konnten.
Plötzlich war ich gefühlt von mehr als achtzig Millionen Humanisten umzingelt. Und unsere Querulanten von rechts, die »Verlierer der Wende«, der »Abschaum Ost« und die »braune Soße« sollten den Mund halten. Jede Kritik war gleich rechtsradikal. Null Toleranz! Jede Form der kritischen Äußerung mündete in einer Hexenjagd, und nicht nur das: Die aufgeklärte, pluralistische Techno-Gesellschaft hatte noch ein altbewährtes Ass im Ärmel – das Denunzieren. Plötzlich wurde es salonfähig, kritische Stimmen, die ohnehin unterdrückt wurden, zu »melden« und finanziell zu bestrafen. Als sollten nur noch Meinungen gelesen werden, die der aktuellen Stimmung im Land entsprachen. Persönlich amüsierte es mich, dass die Rechtsradikalen zum ersten Mal die Merkel-Regierung mehr hassten als die Ausländer. Nur die Vehemenz, mit der die kritischen Stimmen abgetan wurden, machte mir Sorgen. Als Verfechter der bedingungslosen Meinungsfreiheit toleriere ich jede verbale Äußerung, sei sie auch noch so feindselig. Ich halte nichts von Intoleranz gegenüber Intoleranz – sie ist eine Sackgasse, ein Denkverbot im Engelsgewand. So gesehen hat die Regierung die radikalen Antworten der sogenannten Rechten selbst provoziert, weil hier eine Bevorzugung von Fremden vor der eigenen Bevölkerung stattfand. Das fand sogar ich als Dauergast daneben.

Es geht nicht um Rassismus

Der spontane Ausbruch eines kollektiven Mitgefühls kam mir und anderen Ausländern, die seit Jahren hier neben und nicht mit den Deutschen verweilten, sehr suspekt vor. Meine Sippe, mein Stamm und ich kratzten uns ratlos am Hinterkopf. Da hatten wir jahrelang in Deutschland eine krampfhafte Diskussion um das Thema Integration belauscht, nun empfingen die Deutschen plötzlich mit offenen Armen die Armen aus den Kriegsgebieten. Das war surreal und ich blicke immer noch verstört auf diese Zeit zurück. Wir stellten uns dieselben Fragen, mit denen sich die vermeintlich Rechtsradikalen herumschlugen: Was sollte mit denen passieren? Wer wollte sich ernsthaft und emphatisch um diese Menschen kümmern? Welche nicht vorhandenen Jobs wollte man denen geben, die glaubten, dass man ihnen in Deutschland Haus und Hof schenken würde? Wer wollte ihnen erklären, dass hier nicht nur Prostituierte viel Haut zeigten und auch Einheimische diese nicht immer von normalen Mädchen unterscheiden konnten? Dass erzwungener Geschlechtsverkehr in der Ehe ein Straftatbestand war, Homosexualität aber nicht? Oder dass man ins Gefängnis kommen konnte, wenn man Frauen, die ihren Körper gegen Geld tauschten, bestahl oder gar schlug. Ja, dass die auch Rechte hatten? Menschenrechte! Also etwas, das die meisten Ankömmlinge gar nicht kannten.
Welche Kita-Plätze, die ohnehin rar waren, sollten geschaffen werden und wie sollte die Integration, das Nebeneinander funktionieren, wenn das Miteinander mit den alten Fremden schon so eine Katastrophe war? Von Kita-Betreibern wusste ich, dass gut situierte Deutsche ihre Kinder ungern in Kanaken-Kitas steckten. Um Gottes willen, das wurde natürlich nicht ausgesprochen. Die, das waren Lehrer, Anwälte und alle Angehörigen der Mittelschicht. Von deutschen Lehrern wusste ich, dass deren Kollegen nichts gegen Ausländer hatten, ihre Kinder jedoch auch nicht in Kitas und Schulen anmeldeten, in denen viele Ausländer waren. »Sonst lernen die ja nichts.«
Wir schaffen das! Wer ist wir? Und was ist das? Wer wollte den Lehrern die therapeutische Betreuung finanzieren, die sie brauchen würden? Das deutsche Schulsystem ist darauf ausgelegt, bildungsferne Kinder auszusieben. Mit der Schule war ein empathieloses, menschenverachtendes Erziehungsmodell aus dem 19. Jahrhundert installiert worden, das gehorsame, brave Bürokraten erzog. Das mochte bei Deutschen funktionieren, aber doch nicht bei traumatisierten Kanaken! Die schlagen zu. Sollten wir die dann alle wegsperren oder abschieben?
Wieso wollte niemand über all diese rosaroten Elefanten im Raum sprechen? Die bisherige Innen- und Sozialpolitik hatte die »Ausländerkriminalität« erschaffen. Mit den neuen Ausländern wurde für ein Fortbestehen dieser Statistik bestens gesorgt. Das war ein gewaltiges Problem, vor dem die meisten Deutschen die Augen gerne verschlossen.
Befragen Sie doch mal die örtliche Polizei, wie die das so sieht. Im Verlaufe dieser Erzählung habe ich viel auf diesen Knüppelverein eingekloppt, aber am Ende des Tages sind Polizisten natürlich auch nur Menschen mit Gefühlen und einem Bewusstsein für (Heimat)Liebe. Wieso sollte man sonst so einen derartigen Drecksjob ertragen und seinen Arsch für das Gesicht der Regierung hinhalten? Doch nicht wegen des Gehalts! Rassismus im Polizeiapparat hin oder her. Ausländerkriminalität ist ein Faktum, und ich kann es keinem Bullen verübeln, dass er auf Streife seine Rassenbrille nicht von der Nase bekommt. Die Sachlage und Vereinslogik hält sie ihm dort fest und deshalb sage ich nun: Danke, Bulle! Danke, dass du ertrinkende Welpen rettest, alten Menschen über die Straße hilfst und Schwachköpfe gängelst, die uns sonst das letzte Hemd stehlen würden.
Das eigentliche Problem, falls es Sie noch interessiert, muss an der Wurzel behandelt werden, und das wissen Fachleute und Menschen wie zum Beispiel Jacqueline Flory, die Gründerin des Vereins Zeltschule e. V. Sie hat es kapiert und sorgt für das, was die Regierungen verpennen. Frau Flory organisiert und finanziert die schulische Bildung in den Flüchtlingslagern im Nahen Osten. Sie verhindert damit präventiv die Entstehung der Dummheit, die zu Kriminalität führen kann. Außerdem leistet sie nachhaltige, authentische Imagearbeit für Menschlichkeit. Wenn Sie wirklich helfen wollen, dann spenden Sie an diesen Verein. Sei es nur ein Euro. Aber hören Sie bitte auf, ständig über Rassismus zu lamentieren. Es geht nicht immer um Rassismus. Es geht viel öfter um fehlende Empathie, Ignoranz und um Menschenverachtung.

Der Text ist mit Genehmigung "Danke Deutschland" von Bahman Shahozaini entnommen. Der Autor schreibt unterhaltsam in dem eben erschienenen Buch, wie er als "Kanake" sein Leben seit über dreißig Jahren in Deutschland erlebt. 
Für jeden argumentativ dilettierenden Zeitgenossen, der seine politischen Argumentationslinien ausschließlich aus ARD/ZDF-Framing-Funk-Fetzen und Absonderungen von Twitter-Trotteln mit Moral-Ressentiment-Tourett nährt, ist dieses Buch der Weg zur Heilung, mindestens aber zum Lockermachen. Und nur der guten Ordnung wegen sei erwähnt, ich kenne Shahozaini nicht persönlich, habe auch keinen Promotion- oder Kickback-Deal mit ihm. Das Buch ist einfach eine old fashioned Leseempfehlung. (M.L.)

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13 Antworten

  1. Rassismus gibt es eigentlich (!) nicht, weil es keine menschlichen Rassen gibt; Rassismus ist eine gesellschaftliche Fiktion und humangenetisch nicht begründ- oder nachweisbar. Er dient der Spaltung der Gesellschaft in links und rechts und letztendlich der neoliberalen Invasion.
    Ferner bleibt festzuhalten – Zitat aus „Gott und die Welt“: „Der Rassismusbegriff wird heute inflationär ausgeweitet und instrumentalisiert und erfährt dadurch eine Zweckentfremdung, die seiner eigentlichen markanten Bedeutung nicht mehr gerecht wird. Er verkommt zum politischen Werkzeug, das acht- und maßlos benutzt wird.“
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/biologen-fordern-streicht-den-begriff-rasse-16379749.html

    1. Leider scheinen Sie im Biologie-Unterricht nicht aufgepasst zu haben. Na klar gibt es verschiedene menschliche Rassen. Was ist denn ueberhaupt eine Rasse und wie kommt es zu der Auspraegung einer Rasse? Statt hier einen Roman nieder zu schreiben, empfehle ich Ihnen sich mal mit evolutionaeren Prozessen auseinanderzusetzen,vorallem im Zusammenhang mit der geographischen Trennung zweier Populationen innerhalb der gleichen Spezies. Ein kurzer Hinweis: Es gibt laut aktuellen biologischen Studien fuenf verschiedene menschliche Rassen. Und Rassismus beginnt, wenn man anfaengt 1) Ueber die Wertigkeit einer Rasse nachzudenken und diese ueber Wertigkeit zu definieren 2) Eine Rasse gegenueber anderen hoeher zu stellen (starke Korrelation mit 1) )

      Was mainstream-geile Biologen fordern ist das eine, was in der biologischen Forschung und der Realitaet stattfindet ist das andere. Manche moechten den Begriff Rasse „streichen“, um Ihn durch etwas anderes zu ersetzen der aber das gleiche Phaenomen beschreibt. Das nenne ich soziale Anpassung, oder hier viel passender Karrierestreben in der Forschung und Jagd auf „Likes“ in den social media (Gender, Diversity und Anti-Rassismus taugen dazu hervorragend).

      Sapere Aude!

  2. Rassismus ist keine einfache, leicht zu greifende eindimensionale Unart, auch wenn Rassismus und Nationalismus oft nah beieinander liegen.
    Klar gibt es radikale Rassisten und Nationalisten die mit eindeutigen Botschaften und Fahnen durch die Straßen ziehen und so einfach vom Rest der Bevölkerung zu trennen sind und deren gesellschaftliche Ächtung allzu berechtigt ist. Doch was ist mit diesem Rest? Von interessierter Seite wird uns gerne eingeredet, darunter verbergen sich viele unauffällige Rassisten, die identifiziert, möglichst geläutert und notfalls ihrer Existenz beraubt werden müssen, sobald sie eine Meinungsäußerung tätigen, die von dieser interessierten Seite als rassistisch eingeordnet wird. Dazu reicht es bereits, Besitzer einer Mohrenapotheke zu sein. Doch ist es wirklich so einfach?

    Fest steht, Rassismus ist wie Nationalismus keine einfach zu definierendes Weltbild von Menschen, denn jeder hat berechtigte und unberechtigte Ressentiments und Abneigungen. Ebenfalls fest steht, dass es Rassismus und Nationalismus nicht nur unter „alten weißen Männern“ verbreitet ist, wie uns die mit einem einfachen Weltbild gesegnete Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayrischen Landtag, Katharina Schulze gerne vermitteln möchte. Auf jedem Erdteil gibt es Rassismus und Nationalismus, teilweise sogar in einer aggressiven, sprich mörderischen Form, die weit über das hinausgeht, was wir in unserem Land kennen und was weite Teile unserer Politik gerne als Rassismus geächtet sehen möchten. Jeder kennt die Bilder brennender Menschen in Südafrika, abgehackten Gliedmaßen in Schwarzafrika sowie Vertreibungen, Okkupationen und Inhaftierungen in Asien, etc.

    Schwierig wird es, Rassismus im Kleinen zu identifizieren. Ist es bereits Rassismus bzw. Nationalismus, bei einer Flutkatastrophe in anderen, insbesondere ärmeren Teilen der Erde Welt mit den Schultern zu zucken, bei uns jedoch die nationale Solidarität zu beschwören? Ist es Rassismus, wenn im lange Zeit grün regierten Stuttgart sich regelmäßig dutzende Einsatzfahrzeuge der Polizei und die bunte sog. Partyszene sich gegenseitig in Schach halten und der gemeine Bürger sich mit Grausen abwendet bzw. zu später Nachtstunde die Innenstadt meidet? Ist es dem verkappten, nicht offen zu Tage tretenden Rassismus der Grünen, Linken und SPD geschuldet, der in einer verkrampften Haltung mündet, dass diese wie auch ihre rechten Gegenspiele kein Konzept zur Förderung bzw. Entwicklung des afrikanischen Kontinents finden? Es scheint, die Erstgenannten sind in ihrem naiven Glauben gefangen, der afrikanische Kontinent könnte gerettet werden, wenn wir nur den Taxidienst auf dem Mittelmeer intensivieren. Davor, dass sie dadurch viele Menschen in die Todesfalle Sahara locken, verschließen sie geflissentlich die Augen: „Vincent Cochetel, der Sondergesandte des UNHCR für das Mittelmeer und Libyen, hatte WELT AM SONNTAG gesagt: Wir gehen davon aus, dass vermutlich mindestens doppelt so viele Menschen auf dem Weg zum Mittelmeer sterben wie im Mittelmeer selbst. Die Zahl könnte aber auch viel höher sein. Niemand kann es mit Sicherheit sagen, aber es ist eine Tragödie.“ Das zeigt, dass ihr Kampf gegen Rassismus nicht wie behauptet vorwiegend den Menschen in Afrika dient, sondern eher dem eigenen Gewissen. Wir können Afrika nicht helfen, indem wir hier tagein tagaus eine bunte Gesellschaft beschwören, die bei Lichte betrachtet sich dann im Gegensatz zum in Werbung und ÖRR vermittelten Bild dann doch recht grau und teils sogar als gewalttätig herausstellt. Hier schließt sich der Kreis mit dem Kampf gegen den Klimawandel und Corona. Auch hier interessiert den genannten Kreis nicht, dass gerade die so sehr protegierte Windenergie den Klimawandel fördert. Ignoranz, Selbstverliebtheit und Rassismus liegen so näher beieinander, als viele aus dem genannten Kreis wahrhaben wollen. Jüngst hat der Auftritt von Norbert Walter-Borjans in der Auseinandersetzung mit Prof. Mertens, dem Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission bei Markus Lanz gezeigt, dass nicht selten Ideologie den Blick für die Realität verstellt: (2908) Kinderimpfung, STIKO und die politische Kommunikation | Markus Lanz vom 15. Juli 2021 – YouTube

    Bei den genannten Themenkreisen muss endlich wieder ein offener gesellschaftlicher Diskurs über ZIELFÜHRENDE politische Konzepte möglich gemacht, ohne dass radikale, zu Totalitarismus und (Denk-)Verboten neigende Zeitgenossen insbesondere unter Mitgliedern und Anhängern der Grünen, Linken und SPD die Diskutanten als Klimaleugner, Coronaleugner, Rassisten oder gar Nazis diffamieren.

    Dass das Bundesforschungsministerium das aufschlussreiche Interview mit der Bundesforschungsministerin A. Karliczek und dem Max-Plank-Institutsdirektor R. Schlögl von ihrer Homepage genommen haben (s. https://www.bmbf.de/de/die-zukunft-gehoert-allein-dem-gruenen-wasserstoff-10851.html), in dem ein Richtungswechsel bei der Energiewende hin zu einem Import grünen Wasserstoffs gefordert wird, sollte uns allen zu denken geben. So zerstört die zunehmende Diskursunfähigkeit weiter Teile unserer politischen Landschaft nicht nur unsere Zukunft, sondern parallel auch unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und damit auch unsere Demokratie.

  3. Rassismus…… wieder so ein -Ismus! (Ideologischer Kampfbegriff?)
    Ein Biologe fasst sich bei diesem Begriff innerhalb der ‚Menschenrasse‘ eh‘ nur an den Kopf.

    Das tatsächliche Entzweien des Menschen geschieht im Geiste.
    Moral, Weltanschauung und natürlich auch Sprache, das sind die Hürden.

    Rassismus-Debatte kann aus diesen Gründen beendet werden!

  4. Ein interessanter Artikel über Mitgefühl und Empathie und über Ängste.
    Hr. Shahozaini spannt uns einen gedanklichen Bogen für die tubulenten Jahre ab 2015. Diese Bilder der Flüchtlingsströme und weinenden Kinder sind tief in unserer emotionales Gedächtnis gebrannt.

    Auch die medialen Schlachten gegen jeden, der hierbei auch mit seiner Angst konfroniert war. Besorgnis, Angst und Kritik der „Eingeborenen“ waren und sind „Nazi“. Diese Menschen haben keine Stimme. Und sie bekommen auch hier keine Stimme. Rechtsradikal ist jeder, der nicht der medialen Deutung zustimmt.
    Ich frage Hr. Shahozaini als Beobachter dieser ganzen gesellschaftlichen Spannungen und Verwerfungen. Was wollen Sie als Mensch, der jetzt erfolgreich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist mit diesem Artikel erreichen? (Immerhin können Sie Ihre klugen Beiträge hier veröffentlichen.)

    Wenn der erste Migrant, der hier seine Wurzeln geschlagen hat eine Brücke schlägt, dann bin ich gerne bereit eine gute Zukunft für dieses Land zu sehen.
    Doch was ich sehe ist lediglich eine leise Kritik an der lauten Heuchelei der Gutmenschen.
    Der linksgrüne Mainstream etabliert zunehmend weitere gesellschaftlichen Spalten um an der Macht zu bleiben.

    Ich glaube um aus dieser Sackgasse herauszukommen brauchen wir kluge „Ausländer“.

  5. „Eine ungeheilte Person wird in so ziemlich allem eine Beleidigung entdecken.“ […]
    „Aber hören Sie bitte auf, ständig über Rassismus zu lamentieren. Es geht nicht immer um Rassismus. Es geht viel öfter um fehlende Empathie, Ignoranz und um Menschenverachtung.“
    Danke für diesen Beitrag, Herr Bahman Shahozaini. Danke für den Literaturtipp, Herr Langemann.

    Passend zum Thema: Erinnert sich jemand an den „Rassismus-Eklat“ um Jordan Torunarigha, des dunkelhäutigen deutschen Fußballprofis mit nigerianischen Wurzeln? Es passierte im Februar 2020 während des Pokalspiels Schalke vs Hertha BSC, das in die Verlängerung ging. Während des Spiels bekam niemand etwas davon mit, nach dem Spiel ließ der damalige Berlin-Trainer Klinsmann die Bombe platzen. Aus „angeblich, anscheinend, wohl, offenbar“ wurde schnell Fakt. Torunarigha wurde mit Affenlauten und/oder anderen Pöbeleien von der Tribüne aus rassistisch beleidigt. Ein Skandal, ein Eklat. Nur – wie waren denn die Fakten?

    Torunarigha nahm diesen Tribünen-Rassismus zum Ende des Spiels hin beim Stand von 2:2 wahr. Im Stadion herrschte zu diesem Zeitpunkt ein ohrenbetäubender Lärm, Schalke hatte einen 0:2-Rückstand ausgeglichen. Wer außer Torunarigha hatte diese Affenlaute noch gehört? Niemand. Kein anderer Spieler, kein Betreuer, kein Journalist, kein anderer Zuschauer. Kein TV-Richtmikrofon hat es aufgenommen, kein Smartphone hat es aufgenommen und obwohl es Zeugen-Aufrufe gab, wurde im Nachgang kein schuldiger Einzeltäter, keine schuldige Gruppe gefunden. Es reichte die Aussage des Spielers und der Beweis waren die Tränen des Spielers. Wer so herzergreifend weint, lügt nicht. Punkt. Wer trotzdem hinterfragt, ist ein Unmensch und ein Verharmloser von Rassismus, ist selbst ein Rassist.

    Ich habe das ganze Spiel verfolgt. Torunarigha war während des gesamten Spiels „höchst emotional“. Jede Schiedsrichter-Entscheidung gegen Berlin, vor allem gegen ihn selbst, wurde gestenreich kommentiert und er fühlte sich ständig ungerecht behandelt. Er lamentierte also während des gesamten Spiels. Dann habe ich aus Neugier tiefer gegraben. Der Spieler gilt in Berlin als „HB-Männchen“, als undiszipliniert, als hyper-emotional, als Mensch, der seine Gefühle selten im Griff hat. Solche Menschen gibt es, unabhängig ihrer Herkunft und Hautfarbe. Vielleicht hatte Torunarigha eine „Wahrnehmungsstörung“. Die dienen bei Schiedsrichtern oft als Erklärung, obwohl diese geschult sind, rational und objektiv zu entscheiden und ihre Sinne im Griff zu haben. Vielleicht hat der Spieler auch spontan gelogen und diese Lüge wurde für ihn selbst immer mehr zur Wahrheit, weil niemand sie infrage stellte, weil er auf ein Meer an Zuspruch und Anteilnahme traf. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich die offizielle Geschichte für absolut unglaubwürdig halte.

    Epilog: Vor einer Woche gab es ein Olympia-Testspiel Deutschland vs Honduras, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Es wurde 5 Minuten vor Schluss abgebrochen, weil sich ein Spieler namens Torunarigha von einem Gegenspieler angeblich (!) mehrfach rassistisch beleidigt fühlte und sich seine DFB-Kollegen mit ihm solidarisierten. Der Verband von Honduras nahm den betreffenden eigenen Spieler in Schutz, sagt, dass es sich um ein kommunikatives Missverständnis handeln muss. Für den DFB und dessen Trainer Kuntz sind das nur billige Entschuldigungen. Torunarigha wurde rassistisch beleidigt. Das ist „Fakt“. Ende der Diskussion.

    1. …und wenn ein wirklich Schizophrener am Frankfurter Hbf seinen „gehörten Stimmen“ folgt und Menschen vor fahrende Züge schubst, ist es Ausländerkriminalität, weil zufällig Migrationshintergrund – und nicht etwa eine wirklich schizophrene Psychose, die genausogut ein Landsmann haben kann um sich dann genauso krank, schlimm und gefährlich zu verhalten….

      1. Liebe Verena,
        ich verurteile Fanatismus und Gewalt. Wirklicher Rassismus und wirkliche Rechtsradikalität sind Formen von (nationalem) Fanatismus. Dagegen bin ich selbst vor über 30 Jahren auf die Straße gegangen. Ich habe gegen Skinheads und wirkliche Neonazis demonstriert und nicht gegen Bürger, die den lockdown kritisieren, Heinrich Heine lesen oder ihrem Kind ein Indianerkostüm anziehen.
        Genauso fanatisch, wenn nicht sogar fanatischer und hasserfüllter, ist nämlich mittlerweile die „Suche selbst“ nach Rassismus geworden. Dafür gibt es ganze Heerscharen an Rassismusbeauftragten und Ethik-Kommissionen, die in der Kultur, in der Sprache, in konservativen politischen Einstellungen Rassismus wahrnehmen und sehen „wollen“. Stichwort cancel culture.
        Habe ich Mitgefühl mit traumatisierten Flüchtlingen, die zwar hier Grundleistungen erhalten, ansonsten aber in Ghettos leben, so dass sich viele tickende Zeitbomben entwickeln? Ja, habe ich.
        Habe ich Mitgefühl mit deutschen Eltern, die ihre Töchter ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr auf die Straße oder Zug fahren lassen, weil die Gefahr von „erlebnisorientierten Jugendlichen nichtdeutscher Herkunft“ zu groß geworden ist? Habe ich auch. Und das ist nicht nur ein Klischee, das von Rechten verbreitet wird. Das ist sehr real.
        Deswegen darf man die deutsche Migrationspolitik hinterfragen ohne in Verdacht zu stehen, rechtsradikal zu sein. Was mich wütend macht: Viele Flüchtlingsströme sind durch NATO-Kriege verursacht. Und die gleichen Parteien (vorne weg die CDU), die für diese Kriege gestimmt haben und dabei devot der USA gefolgt sind, stimmen generös für die Aufnahme von zehntausenden von Kriegsflüchtlingen, für die sie selbst mitverantwortlich sind.
        P.S.: Ich bin Moslem und Afghane. Meine Heimat, vielleicht meine Hütte, wurde über Jahrzehnte zugebombt. Ein Land wie Deutschland, das mitgemacht hat, nimmt mich „dankenswerterweise“ auf. Meine Dankbarkeit und Integrationswilligkeit würde sich vermutlich in Grenzen halten.

        1. Hallo Herr Löcke,
          da bin ich ja bei Ihnen. (Ich wollte nach der 30-Jahre-Abi-Party nachts um 3:00 1,0 km zufuß nach Hause – wie früher. Da sagten mir die daheimgebliebenen Klassenkameraden, daß das nicht geht, weil zu gefährlich – Taxi…).
          „Cancel culture und die Suche selbst“: eine Scheindebatte (um „Zigeunersauce“ und „Schwarzfahren“ -wie auch das Gendern), die die eigentlichen (soziokulturellen) Probleme übergeht und sogar davon ablenkt – und damit sogar noch verhöhnt und verschärft. Und ganz andere Probleme (z.B. die medizinische/psychiatrische Versorgung psychisch Kranker) auf diese schiefe Ebene zieht, statt zu lösen. – Nichts davon ist lösungsorientiert…

  6. Sahra Wagenknecht unterscheidet in ihrem sehr lesenswerten Buch „Die Selbstgerechten“ stimmig zwischen Migration und Flucht. Letztere folgt keinem anderen Ausweg bei unvorstellbaren Bedingungen im Heimatland.
    Ersteres nehmen nicht unbedingt die Schwachen und Bedürftigen auf sich (die physisch dazu oft gar nicht in der Lage sind).
    Es geht nicht um das Exterieur.
    Es geht um Verhalten. Das Abrutschen ins Illegale ist nicht an eine Ethnie geknüpft.
    Ganz sicher birgt es aber sozialen Sprengstoff, wenn HarzIV-Empfänger mehr finanzielle Mittel zur Verfügung haben, als schlecht bezahlte Vollzeitarbeitnehmer. Und auch, wenn aus Steuern und Abgaben finanzierte Leistungen (auch Gesundheitsversorgung oder Altenpflege) nicht adäquat erfolgen, aber dafür „Neue“ von Leistungen profitieren, für die sie nichts eingebracht haben.
    Der Staat muss – unabhängig von Etnie, Alter, Religion, Herkunft oder Meinung – auf ein Gleichgewicht zwischen Leistungserbringern und Leistungsnehmern achten. Eben auch nicht nur im Verhältnis zwischen jung und alt, reich und arm.
    Dabei leisten durch die Steuerprogression die 10% Reichen dieser Gesellschaft bereits 50% der staatlichen Steuereinnahmen. Das unterschlagen linksorientierte gern, wenn Kasse gemacht werden soll. Wenn es gelingt, nicht nur die Menschen, die zu uns kommen in Lohn und Brot zu bringen, wäre das gut – und das war auch bis dato noch ganz gut. Wir werden aber infolge der Corona- und Flüchtlingsspolitik noch Spannungen auf dem Arbeitsmarkt erleben, die die soziale Schere aufgehen lassen und den sozialen Kitt gefährden können. Gillets jaunes in Deutschland? Und jetzt nach Monsun ganze Regionen hierzulande vor dem Nichts? Und die Gesellschaft neigt dazu, die Eigenverantwortung gern an den Staat abzugeben? Wer sorgt wie für wen, wenn nicht jeder wie er kann für seinen (erweiterten) Verantwortungsbereich? 70% der Erwerbsunfähigkeitsrenten infolge psychischer Erkrankung und das Durchschnittsalter hier 45 Jahre???
    Ärmel hochkrempeln – nicht wegen Impfung, sondern wegen Aufgaben. Migranten sorgen vielleicht ja auch für uns – nicht nur in der Altenpflege – das darf man nicht vergessen. Wieviele Heimische sind sich (überheblich) zu schade für harte Arbeit? Ging es uns vielleicht einfach zu gut? Oder blenden wir prekäre Lebenssituationen, die es auch bei uns zunehmend gibt, lieber nur aus? Was ist wirklich prekär und wo ist es doch einfach faul und selbstgerecht?

  7. Ich glaube was ich sehe
    Ich sehe als deutscher unsere Welt mit meinen Augen. Da sehe ich Inszenierungen und Betrug. Es sind nicht alle Menschen gleich, selbst die Deutschen sind von Bayern bis Friesland kaum ähnlich und das nicht nur beim Fußball. Macht euch nichts vor, schöne Texte bringen nichts.

  8. Schon Eckhart Tolle schrieb seinerzeit in einem seiner Bücher von dem „globalen Wahnsinn“ der Menschheit. Aber… wollen wir nicht endlich aufhören mit dem Lamento? Wie „wahnsinnig“ sind wir selber? Drehen wir uns nicht selber dauernd im Kreis? Die „böse“ Welt war es doch im Grunde schon immer und wird es auch sehr wahrscheinlich weiter sein. Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein…
    Ja, und Jesus drehte sich ärgerlich um, als von hinten ein Stein angeflogen kam und zischte: Mutter, du nervst… 😉

  9. „…fehlende Empathie, Ignoranz, Menschenverachtung…“
    tja, lieber Michel, da ist sie wieder, die psychpathologisch narzisstische, deutsche Grundstörung…kompensiert durch medial verordnete Emotionen…
    Aufgeschlossenheit, Respekt, Achtung vor dem Leben, emotionale Schwingungsfähigkeit – Warmherzigkeit…Qualitäten, die man wohl bei musisch und künstlerisch veranlagten Menschen findet…und ausgerechnet die werden von der öffentlichen Meinung niedergemacht, weil man es nicht erträgt, das gesellschaftlich defizitäre Spiegelbild in den Blick nehmen zu müssen…quo vadis Deutschland?
    Die angeblichen Multikulti-Bekenntnisse und die gelebte Integration in Form von gewachsenen Parallelgesellschaften…?
    Es gibt dann doch zum Glück auch Ausnahmen echten Zusammenlebens – bei Anerkennung gelebter Unterschiede.
    Danke Herr Langemann für Ihren nächsten Buchtip…

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Herzlich Willkommen auf dieser Plattform des kultivierten Austauschs von Argumenten.

Wir haben verlernt Widerspruch aushalten zu können. Hier darf auch widersprochen werden. Ich möchte Sie bitten, dabei wertschätzend und höflich zu bleiben. Beleidigungen und Hasskommentare werden künftig ebenso entfernt, wie Wahlaufrufe zu Parteien. Ich behalte mir vor, beleidigende oder herabsetzende Kommentare zu löschen. Dieses öffentliche Forum und die ihm innewohnende Möglichkeit Argumente und Meinungen auszutauschen, ist der Versuch die Meinungsfreiheit - auch die der anderen Meinung - hoch zu halten. Ich möchte hier die altmodische Tugend des Respektes gepflegt wissen.

„Kontroversen sind kein lästiges Übel, sondern notwendige Voraussetzung für das Gelingen von Demokratie." Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck a.D., vor nur 5 Jahren in seiner Rede zum Tag des Grundgesetzes.