Kopfkino

von Peter Löcke //

Bereit, weil ihr es seid! 

Was haben sich die Texter und Marketingstrategen der Grünen nur bei diesem Wahlkampf-Slogan gedacht? Man sollte beim Lesen tunlichst vermeiden, den ersten Vokal zu verschlucken. Wer möchte schon breit sein und eine Partei zu wählen, die es bekennend ebenso ist? Das war selbst Wählern der Grünen unangenehm. Diese phonetische Peinlichkeit ist jedoch nicht mein Problem. Mein Problem ist ein anderes. Dafür muss ich etwas ausholen.

Ich bin großer Thriller-Fan, literarisch wie filmisch. Unübertroffen bleibt für mich die Verfilmung von Thomas Harris‘ Roman „Das Schweigen der Lämmer“ mit Anthony Hopkins in der Rolle des Psychiaters Dr. Hannibal Lecter. Wer war Hannibal Lecter? Er war ein Psychopath und Mörder. Das mag sein. Er war aber auch ein Genie mit überragendem Intellekt. Deswegen benötigte das FBI seine Hilfe als Profiler. Außerdem war er ein Schöngeist, der Zugang zu allen Künsten hatte. Literatur, Musik, Malerei – Hannibal kannte sich aus. Etikette und Taktgefühl waren dem Psychiater im menschlichen Umgang wichtig. Er hatte eine äußerst feinfühlige Ader. Dr. Lecter wäre daher fast mein Idol geworden, hätte er nicht diesen höchst unsympathischen Makel besessen, andere Menschen zum Fressen gern zu haben. Da ich ein friedfertiger Mensch bin, sah ich davon ab, mir ein Poster aufzuhängen.

Wer einen Film ein dutzend Mal gesehen hat, spricht irgendwann die Dialoge mit. Das Phänomen kennt jeder. Förmlich eingebrannt hat sich eine Szene, die sich im obersten Stockwerk des Gerichtsgebäudes in Tennessee abspielte. Hier wurde für Hannibal, dem Kannibalen, ein provisorisches Hochsicherheitsgefängnis eingerichtet. Ein eingesperrter Mörder also, dessen Hilfe trotzdem dringend benötigt wurde, um einen anderen Serienmörder zu fangen.

Aufritt Sergeant Pembry: „Bereit, wenn Sie es sind, Doc.“ 

Auftritt Dr. Lecter: „Bereit, wenn Sie es sind, Sergeant Pembry.“ In seiner Zelle sitzend, tief versunken in Klaviermusik von Johann Sebastian Bach, bittet er um ein wenig Zeit und antwortet mit Verzögerung. 

Dieser Dialog sollte die letzten Momente im Leben der Polizeibeamten Sergeant Pembry und seines Kollegen Lieutenant Boyle einläuten. Und genau hier fängt mein Problem an. Die Kombination aus Wahlkampf-Slogan der Grünen und der Ähnlichkeit zu diesem Dialog hat in mir ein unangenehmes Kopfkino ausgelöst. Ich sehe Annalena  Baerbock und Robert Habeck in den Rollen von Pembry und Boyle. Es ist kein schönes Kopfkino, in das ich Sie einlade.

Die Tür des Aufzugs öffnet sich. Sergeant Baerbock und Lieutenant Habeck treten hinaus. Anders als im Original bringen sie Dr. Lecter nicht das von ihm bestellte blutige Lamm-Kotelett. Auf dem Tablett sehe ich einen grünen Salat, eine Tofu-Wurst und einen Veggie-Burger. Suboptimal für Feinschmecker. Anschließend kommt es zum Dialog in neuer Version.

„Bereit, weil du es bist, Doc.“ 

Der Wahlkampf-Slogan der Grünen im Singular. Nicht gut. Gar nicht gut. Hannibal hätte diese Ansprache in doppelter Hinsicht als taktlos empfunden. Er hätte es bevorzugt, gesiezt zu werden. Vor allem wird hier durch die Verwendung des Wortes „weil“ eine Bereitschaft Lecters vorausgesetzt. „Wenn“, besser noch „falls“ – das wären die sprachlich höflichen Varianten gewesen. Dementsprechend folgt in meiner Neuauflage umgehend Hannibals sarkastische Antwort „Bereit, wenn Sie es sind, young global Baerbock.“ Die Ironie nicht wahrnehmend greift Sergeant Baerbock zu den Handschellen und es kommt zum üblichen Procedere. Um das Tablett unbeschadet in die Zelle bringen zu können, muss Dr. Lecter vorher an den Gitterstäben fixiert werden. Die beiden Polizeibeamten Baerbock und Habeck betreten mit einem falschen Gefühl der Sicherheit die Zelle. Falsch, weil sich Lecter längst mittels eines abgebrochenen Metallteils eines heimlich entwendeten Kugelschreibers befreit hatte. Spätestens hier betritt man als Cineast den Bereich FSK 18.

Man stelle sich die Situation bildlich vor. Oder vielleicht besser nicht. Auf dem Tisch in der Zelle steht ein Kassenrekorder. Daraus ertönt wie erwähnt klassische Musik von Johann Sebastian Bach. Für Kenner: Es sind die Goldberg-Variationen. Zu sehen sind außerdem eine Gourmet-Zeitschrift und vor allem die von Lecter selbst angefertigten Weich-Zeichnungen von und für die FBI-Agentin Clarice Starling. Zu dieser hat Dr. Lecter mittlerweile ein inniges Verhältnis. Ich sehe drei Personen. Lieutenant Habeck steht in der Gefängnistür, gedankenverloren, mit einem Schlüsselbund spielend, versunken in die Unbegreiflichkeit seiner eigenen Schönheit. Ich sehe Sergeant Baerbock , wie Sie das Tablett mit dem vegetarischen Menu auf den wertvollen Zeichnungen abstellt und die Stoptaste des Kassettenrekorders drückt. Ich sehe, wie sich Dr. Lecter erhebt. Er ist not amused.

Drei Personen mit Transformationsabsichten. Dr. Lecter möchte die beiden Polizisten ins Jenseits transformieren. Habeck und Baerbock sind beseelt von der Vorstellung, von Deutschland aus die ganze Welt zu transformieren. An dieser Stelle möchte ich den Film beenden, weil ich ein absolut friedfertiger Mensch bin. Ich verurteile jegliche Art der gewalttätigen und unbedachten Transformation. Daher werde ich auch nicht zu den Lämmern gehören, die man zum Schweigen bringen kann.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.

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16 Antworten

  1. Es wäre so herrlich wenn 90% der Ungeimpften ihre Stimme der Partei „Die Basis“ geben würden. Von 0% auf ca. 20%. Das wäre doch mal ein positiver Schock für das eingeschlafene Deutschland. Die Basis tritt für eine freie Impfentscheidung und gegen den Impfzwang an.

  2. Ein, wie ich finde, passendes Zitat von Peter Bamm:

    „Die Wahrheit ist unteilbar. Nur die Köpfe, in die sie nicht hineingeht, können gespalten werden.“

    Peter Bamm

    1. Andererseits ist die Wahrheit immer subjektiv. Ich sehe sie als Arbeitshypothese, die ständig zu überprüfen ist. Ganz konkret, wenn, wer auch immer, mir meine Wahrheit zum Corona Narrativ widerlegen würde, ich wäre froh. Genau das Gleiche gilt für 9/11. Ich habe wie alle Anderen eine Sehnsucht nach Harmonie, Frieden und Sicherheit. Leider ist die Wahrheit oft nicht so wie wir sie uns wünschen, deswegen wollen viele sie auch nicht hören.
      Das Bemühen um Wahrheit führt zur Wahrheitsfindung, man muß sie wollen. Für mich die Grundlage von Gerechtigkeit, letztendlich von Freiheit, da kein demokratisches Gemeinwesen ohne gerechten Interessenausgleich Bestand hat. Das ist die Situation, in der wir uns befinden. Viele haben sich mit dem Verfall der Sitten abgefunden, ohne zu bedenken, wohin das führen kann. Daran sollten wir arbeiten, viele von uns sind schon auf dem Weg.

      1. Sehr geehrter Herr Dr. Wessel,
        es geht mir genau so, wie Ihnen. Das tiefe Bedürfnis nach Harmonie, Frieden und Sicherheit, eigentlich alles, was man sich als Mensch des 21. Jahrhunderts nach allen Erfahrungen der Geschichte zu Eigen machen sollte. Und ich antworte ebenso auf die Frage, wie ich denn reagieren würde, wenn „ich nicht Recht habe“, dass ich froh wäre, mich getäuscht zu haben.
        Dabei hat Mozart schon in der Zauberflöte wegweisende Gedanken komponiert, wenn er den Sarastro singen lässt: In diesen heil`gen Hallen, kennt man die Rache nicht, und ist ein Mensch gefallen, führt Liebe ihn zur Pflicht… In diesen heil`gen Mauern, wo Mensch den Menschen liebt, kann kein Verräter lauern, weil man dem Feind vergibt. Und dann als Resumee: Wen solche Lehren nicht erfreu`n, verdient es nicht, ein Mensch zu sein…

        Vielleicht lernen wir es als Menschen ja doch noch im Laufe der Zeit.

  3. „… aus meiner Erfahrung sind 60% der Menschen nicht von dem Corona Narrativ überzeugt. Die Propaganda wird immer aggressiver und immer absurder. Dennoch werden sich viele nicht überzeugen lassen.Die Menschen, die ich nach den Motiven für für ihre Impfung gefragt habe, sagten zu achtzig Prozent, es wären keine medizinischen Gründe gewesen. Letztendlich fühlten sich viele genötigt oder wollten ihre Freiheit zurück.“

    Sehr geehrter Herr Dr. Wessel,
    danke für den guten Beitrag. Zu Ihrem vorstehenden Zitat habe ich gestern Abend in der Tagesschau, bisher DAS Vorzeigemedium, eine Meldung gehört und gesehen, die mich abschließend von der Unseriosität dieses ehemaligen Vorzeigemediums überzeugt hat. Es hieß, dass nun 60 % der Bevölkerung geimpft seien, die restlichen Prozent eigentlich gar nicht dagegen seien und nur vor den Hürden zurückschreckten, weswegen diese jetzt die niedrigschwelligen Angebote in Supermärkten etc. annehmen würden. Passend dazu gab es O-Töne von begeisterten Impflingen, die berichteten, es gäbe eine sehr gute Aufklärung und es wäre alles sehr sauber und gar nicht schmuddelig etc. Abschließend wurde mitgeteilt, dass ein kleiner Rest von 5 % (!) Impfgegnern existieren würde, die sich nun der Gefahr aussetzen werden, sich mit Corona zu infizieren. Und dieser Gefahr könnten auch sie durch den „kleinen Piks“ entgegenwirken…

    1. Herr Linsner, danke für die Blumen. Der Wahrheitsgehalt der Fernsehnachrichten wurde 1973 bereits von meinem Biologielehrer Dr Nawitzki, damals für mich mit Ende Sechzig bereits uralt, angezweifelt. „Fernsehen ist Volksverdummung.“ Diesen Satz habe ich damals nicht nachvollziehen können, aber schon kurz nach dem Abitur war mitten auf dem D Schild an meinem alten Mercedes 1981 ein Chiquita Aufkleber. Da hatte ich u.a. durch die tendenziöse Berichterstattung über den Vietnamkrieg schon ein wenig dazugelernt. Anscheinend war damals bereits Helmut Schmidt bei den Bilderbergern gewesen, wie ich diese Woche erfahren habe u.s.w. u.s.w..

  4. Solche Gedanken sind schon beklemmend, für mich stellt sich die Frage gar nicht, ob ich mich näher mit diesem Hannibal beschäftigen möchte. Den aus Karthago fand ich als Junge im Lateinuntericht deutlich faszinierender. Auch das Hochkommen der „Young Global Leaders“ z.B. in Gestalt von Frau Baerbock könnte einen erschrecken, muss es aber nicht.
    Schon immer sind deutsche Nachkriegspolitiker von der angelsächsischen Finanzelite protegiert worden. Auch Helmut Schmidt, der schon vor langer Zeit Sympathien zeigte für den autoritären Führungsstil seines guten Freundes Lee Kuan Yew, der 1959 bis 1990 Premierminister von Singapore war. Also alles nichts wirklich neu.
    Auch wenn es uns schwerfällt, wir sollten die bei uns selbst hochkochenden negativen Gefühle nicht zu sehr auf uns wirken lassen. Letztendlich werden wir durch solche Gefühle geschwächt und begeben uns auf den Weg auf den uns unsere Gegner bringen wollen. Wir sollten sehen, dass wir mit einer gewissen Gelassenheit deutlich klarer denken. Auf der geistigen Ebene liegt in der aktuellen Auseinandersetzung die Stärke der Oppositionsbewegung.
    Die nahezu allumfassende Gleichschaltung der Medien, die mindestens seit 9/11 für den, der sehen will, offensichtlich geworden ist, wirkt nur zum Teil, aus meiner Erfahrung sind 60% der Menschen nicht von dem Corona Narrativ überzeugt. Die Propaganda wird immer aggressiver und immer absurder. Dennoch werden sich viele nicht überzeugen lassen.
    Die Menschen, die ich nach den Motiven für für ihre Impfung gefragt habe, sagten zu achtzig Prozent, es wären keine medizinischen Gründe gewesen. Letztendlich fühlten sich viele genötigt oder wollten ihre Freiheit zurück.
    Die Umfragen zur Bundestagswahl zeigen ganz klar, dass die Wähler verstanden haben, dass es einen Wechsel braucht. Die Parteien, die sich besonders profiliert haben mit absurder Corona Politik haben, bekommen nun einen Denkzettel, Söders CSU unter 30%, CDU mit dem blassen Laschet, der im wesentlichen mit seinem rheinischen Humor unangenehm auffällt, unter 20%. Baerbock führt die Grünen zurück in die relative Bedeutungslosigkeit 15%, Scholz als good guy hält sich bedeckt und läßt seinen Klabauterbach als den bad guy von der Kette. Wirklich nicht ungeschickt. G20 in Hamburg, Cum Ex und Steuergeschenke an hamburger Privatbanken lassen allerdings wenig Raum für Optimismus. Dennoch hat die politische Klasse sicherlich erkannt, dass es Grenzen für bürgerfeindliche Politik gibt.
    Die neuen Parteien, die motiviert durch die unrechtmäßigen Grundrechtseinschränkungen entstanden sind, haben großen Zulauf. Beim ersten Gründungsversuch im Mai 2020 mit Widerstand 2020 haben sich in dreizehn Tagen über 100000 Menschen registrieren lassen. Damals war der Leidensdruck ungleich geringer als heute, deshalb bin ich überzeugt davon, dass dort noch ganz viel Potential ist.
    Weiterhin gilt, die Demokratie ist nicht verboten, die freie Rede auch nicht und das Denken ist wie immer teilweise unerwünscht aber erlaubt.
    Gute Voraussetzungen also.

  5. Amüsant, tiefsinnig, genial…geschrieben.

    Das Thema, welches diese großartige Kolumne so gekonnt verpackt, ist natürlich keinesfalls amüsant.
    Es ist zutiefst beschämend und traurig, was für Politiker unsere Zeit lenken.

    Mir fällt dazu Lea- Lina Opermanns Buch, was wir dachten, was wir taten, ein.
    Was, wenn man all diese Baerbocks dieser Welt zwingen könnte, einfach mal die Wahrheit zu sagen?

  6. Gning mir genauso mit dem Slogan, aber ich dachte er spricht ihn zu Clarice Starling beim ersten Besuch, so ist es natürlich noch viel Grauen erweckender.

  7. Ich bin mittlerweile in einem Alter, in welchem man viele Dinge entspannt sehen und auch angehen kann. Geboren in einem Land ,welches sich ein „besseres “
    Deutschland auf die Fahnen geschrieben hatte, musste ich im Jahr 1990 noch einmal eine Reise in ein anderes Land antreten, ohne dabei meinen Wohnsitz wechseln zu müssen. Dieser Wechsel war nicht ganz einfach für mich und schon gar nicht ohne Komplikationen. Da ich aber immer schon neugierig auf Neues und auch Unbekanntes war, habe ich schnell Gefallen an dem neuen Land gefunden. Vor allem , weil es mir ermöglichte frei und unbefangen über Gott und die Welt debattieren zu können, ohne das berühmte Blatt vor dem Mund haben zu müssen , dass ich im Land davor immer mal wieder hatte . Mal mehr ,mal weniger.
    Dennoch habe ich eines in beiden Ländern immer getan. Ich bin wählen gegangen. Nicht weil ich ein guter Bürger sein wollte ,sondern immer ,weil ich meine Stimme NIEMALS einfach ungenutzt lassen wollte.
    Dennoch habe ich nie jemanden kennengelernt, der seine Wahlentscheidung von einem wie auch immer gearteten Wahlplakat abhängig gemacht hat. Ich glaube auch ,das dies von den Parteien völlig falsch eingeschätzt wird. Die Wirkung auf das potentielle „Stimmvieh“ wird hinlänglich überschätzt.
    Aber gerade diese anstehende Wahl halte ich für die wichtigste in der Geschichte eines für mich zwangsvereinten Deutschlands. Unbeirrt von Wahlprognosen welcher Institutionen auch immer ,hoffe ich dennoch , dass der manipulativen Art der Umfrageergebnisse eine Abfuhr erteilt wird und der Souverän sich seiner enorm wichtigen Rolle vollends gerecht wird. KEINE der sogenannten etablierten Parteien hat es für mich verdient , gewählt zu werden. Und dennoch gibt es IMMER eine Alternative.
    Der Film selbst hat mich erschreckt und fasziniert zugleich. Genie und Wahnsinn dicht beieinander. Der Titel des Film hat mich allerdings in diesen besonderen Zeiten oft gedanklich begleitet ,weil er wie kein Anderer auf den Punkt genau beschreibt wieso es in diesem schönen Land soweit kommen konnte.
    Und das konnte nur durch „Das Schweigen der Lämmer“ geschehen.

  8. „… beseelt von der Vorstellung, die ganze Welt von Deutschland aus zu transformieren …“ – die Parallele zur deutschen Vergangenheit empfinde ich erschreckend.
    Übrigens ist der Beitrag brillant geschrieben!

  9. Eine herrliche Inszenierung… und tatsächlich furchterregend. Jetzt nehmen wir an dass was Dr. Lecter als nächstes tun wird, durch uns an seiner statt vollzogen wird. Nicht physisch natürlich. Den Akt den wir begehen wird sich in der Wahlkabine abspielen. Wir versetzen den Grün*innen also den Todesstoß in dem wir sie nicht wählen. Genauso wenig wie die CDU (Merkel’s weiter so), SPD (der Mann der so viel Respekt zollt, dass ich in mittlerweile drei Finanzskandalen (Wirecard, CumEx, Zoll) und der G-20 Party nicht noch Lust auf mehr dieser Art Respekt habe), FDP (die Umfallerpartei), Die Linke (roter Sozialismus) und besagte Grüne (Sozialismus mit grüner, jedoch dabei Umwelt- und Natur zerstörender, Fassade).
    Jedoch ist nicht wählen gehen keine Option.

  10. Wer nimmt die Aussagen auf Wahlplakaten schon noch ernst? Komplexe Themen und Probleme lassen sich ohnehin nicht auf eine Schlagzeile reduzieren, Programmatik schon gar nicht.

    Und dennoch zum angesprochenen „Bereit, weil ihr es seid“:
    Es spricht die geduzte Insiderklientel an, die – wahrscheinlich – weiss, wozu die entsprechende Parteipolitikerkaste „bereit “ ist, setzt dieses Wissen beim Insiderwähler ebenso voraus. Die Botschaft also könnte man sich sparen, erreicht sie doch nicht den bisher Anders- oder Nichtwähler.

    Leider wurde in der Wahlkampfarena der öffentlich-rechtlichen Sender die Frage nach dem „Wozu bereit ? “ von Annalena auch nicht beantwortet.
    Diese hatte ja auch keiner aus dem Fragepublikum gestellt. Scheint also auch nicht wichtig genug zu sein.

    Mein Kopfkino:
    Ich musste zwar in der DDR nicht zu den Pionieren, aber deren Spruch lautete auf den Anruf „Seid bereit“ – „Immer bereit“.
    Wozu die „bereit“ zu sein hatten blieb über 40 Jahre im Dunkeln.

  11. Ein erschreckendes und zugleich realistisches Szenario. Die Vorstellung, das wir von solchen regiert werden sollen, treibt mir den Angstschweiß auf die Stirn. Es gibt nur die Option, die Wahl zu verweigern. Aber die Fälschung ist vermutlich schon in Sack und Tüten. Ein wahrlich perfider Plan.

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