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Das ökonomische Prinzip

von Peter Löcke //

„Niemand. Absolut niemand.“

Als der ehemalige Staatssekretär und Top-Ökonom Professor Heiner Flassbeck hier auf diesem Kanal von Markus Langemann gefragt wurde, wer in höchsten Regierungskreisen Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen habe, fiel seine Antwort ernüchternd aus. Ist das wirklich so? Hat selbst in den Finanz- und Wirtschaftsministerien niemand Ahnung von Finanzen und Wirtschaft? Flassbeck muss es wissen, denn er beriet diese Ministerien. Nun denn. Das ermuntert mich als Halbwissender über das Thema Wirtschaft zu schreiben. Immerhin bin ich mir im Gegensatz zu Politikern meines Halbwissens bewusst. Eigentlich kenne ich nur eines. Das ökonomische Prinzip. Ein jeder kennt dieses Prinzip und wendet es täglich an. Ohne es zu wissen.

Um gut und effizient zu wirtschaften, betrachtet der Mensch zwei Dinge. Zum einen sein Ziel, das gewünschte Ergebnis. Er betrachtet das, was er möchte. Dann betrachtet er seine Möglichkeiten, die Mittel, die vielzitierten Ressourcen, in der Regel das Geld. Anschließend versucht er beides in Einklang zu bringen. Dabei gibt es zwei mögliche Herangehensweisen. Doch grau ist alle Theorie, auf zur Praxis.

Möchte ich gut und effizient wirtschaften, stehen mir beim wöchentlichen Großeinkauf zwei unterschiedliche Taktiken zur Verfügung. Ich betrachte mein Budget von exemplarisch hundert Euro und möchte für diesen fixen Geldbetrag möglichst sparsam eine große Menge an Lebensmitteln und anderer lebensnotwendiger Dinge erwerben. Oder ich wähle einen anderen Ansatz. Ich schreibe einen Einkaufszettel mit konkreten Produkten. Von diesem Einkaufszettel weiche ich nicht ab und ich möchte für diese Produkte möglichst wenig Geld ausgeben. Minimalprinzip oder Maximalprinzip? Vermutlich wendet ein jeder entweder die eine oder die andere Variante des ökonomischen Prinzips an und macht im Jahr 2023 die gleiche Erfahrung wie ich. Mist! Am Ende des Geldes ist dank Inflation viel zu viel Monat übrig. Das könnte, so meine Theorie, an einer Politik liegen, die eben nicht nach dem ökonomischen Prinzip handelt.

Ist Deutschland global betrachtet ein attraktiver Wirtschaftsstandort? Selbstverständlich nicht. Warum sollte ein mit dem Finger über den Globus gehender großer Konzern ausgerechnet eine Fabrikhalle in Dresden bauen. In einem Deutschland mit den vergleichsweise höchsten Energiepreisen und Steuern weltweit? Das entbehrt jeder wirtschaftlichen Logik, jedem ökonomischen Prinzip. Es sei denn, ein deutscher Wirtschaftsminister kommt auf die geniale Idee, den Konzern, hier den taiwanischen Chipherstellers TSMC, mit kolportierten fünf Milliarden Euro Subventionen zu ködern. Ende 2024 soll der Bau der Fabrik beginnen, Anfang 2027 möchte das Joint Venture mit der Fertigung von Halbleiterchips beginnen.

Hurra! 2000 neue Arbeitsplätze! Deutschland ist ein attraktiver Industriestandort! 

So trötet es einvernehmlich aus deutschen Gazetten. Es scheint journalistisches Prinzip, Habeck zu huldigen. Beim Querlesen der Leitartikel bin ich vor allem bei den Bildern hängengeblieben. Beeindruckende Habeck-Bilder wie aus einer Imagebroschüre. Warum der deutsche Wirtschaftsminister einen eigenen Fotografen braucht angesichts der von Süddeutsche, ZEIT und Co produzierten Bilder erschließt sich mir nicht. Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zur wirtschaftlichen Logik und zu Halbleitern. Ich habe Fragen, denn als Halbwissender stehe ich ganz auf der Leitung. Aus welcher Gelddruckmaschine stammen die zig Milliarden Euro Subventionen? Vielleicht weiß Christian Lindner mehr. Rechnet es sich, wenn zur Erschaffung eines einzigen Arbeitsplatzes etwa 2,5 Millionen Euro investiert werden müssen? Wohl kaum. Warum hat Habeck nicht 5000 mittelständischen Unternehmen jeweils Hundert Tausend Euro überwiesen, um diese vor dem Konkurs zu retten? Ich vergaß. So ein Bäcker kann auch mal eine zeit lang nicht produzieren und anschließend seinen Laden neu öffnen. Wer soll den deutschen Gesamtladen am Laufen halten bei immer weniger Steuerzahlern und immer mehr Empfängern? Das widerspricht jedem logischen und ökonomischen Prinzip. Glauben die Ampel sowie die angeschlossene Journaille wirklich, dass die gesamte Welt gebannt auf Deutschlands Geisterfahrerprojekt schaut, um es dann freudig zu imitieren? Natürlich nicht. Wäre der deutsche Weg ein kluger Weg und keine Sackgasse, würde der Rest der Welt diesen Weg bereits jetzt beschreiten.

Ich habe Zweifel und Zweifel sind gesund. Robert Habeck befallen keine Zweifel. Er ist momentan mächtig stolz auf sich. Es sei das Beste, was er in seinem bisherigen politischen Leben gemacht habe. So Habeck gegenüber der ZEIT. Mir machen Menschen ohne jeden Zweifel Angst. Die wiederholte Aussage, dass man hier etwas durchzieht, zur Not auch gegen den Willen der Bevölkerung, ist ein Zeichen von Größenwahn, Narzissmus und Realitätsverweigerung. Lieber Herr Habeck! Kehren Sie zur Vernunft und zu simplen ökonomischen Prinzipien zurück. Erst kommt das Fressen, dann die rot-grüne Moral der Weltenrettung.

Gerne würde ich Professor Flassbeck nach seiner Meinung fragen. Das geht leider nicht. Vermutlich würde er seine im Interview getätigte Aussage wiederholen, dass niemand, absolut niemand, in der jetzigen Regierung Ahnung von Wirtschaft hat. Also habe ich am Ende meines Tages eine eigene Feldstudie in der Wirtschaft gemacht. In der Gastwirtschaft. Eine Kneipe ist der Hörsaal des Lebens. Hier trifft man auf Menschen, die dem Alkohol nicht abgeneigt sind. Bei meiner Menschen beobachtenden Feldforschung bin ich auf zwei Typen der Gattung homo alcoholicus getroffen.

Es gibt jene, die für ein fixes Budget von exemplarisch dreißig Euro einen möglichst hohen Grad an Berauschtheit erreichen wollen. Und es gibt jene, die auf dem Weg zum fixen Ziel der Besinnungslosigkeit möglichst wenig Geld ausgeben möchten. Minimalprinzip oder Maximalprinzip? Die zwei Varianten des ökonomischen Prinzips.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.

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6 Antworten

  1. Diese Art von Wirtschaftspolitik ( der Schwampel ) kommt mir bekannt vor, das ist aber schon einige Zeit her, das war vor 1989 in der DDR genau so, habe ich schließlich bewusst miterlebt, da war ich 33. Wie kommt so etwas zu Stande, es liegt nicht an der Dummheit, die haben genug Berater die es Wissen, das sie ( die Bearbocks und Habecks und Lindners ) es nicht wissen spielt da keine Rolle, denn sie plappern ja nur das nach was von den Beratern kommt. Nun ist die Frage die, wenn die Berater es Wissen aber nicht danach handeln, warum sie das tun ? Nun ganz einfach, sie wollen ihre Ideologie durchsetzen, die sie von NGOs und Stiftungen eingeflößt bekommen, zu meist von US oder NATO NGOs und Stiftungen der Reichsten US Konzerne und noch so einigen anderen wie den Rüstungskonzernen und ihren Stiftungen und NGOs. Die Ideologie ist ihnen Heilig und alles was da nicht passt wird bei Seite geschoben, und das ökonomische Prinzip passt da am wenigsten und damit passt die Marktwirtschaft nicht mehr, denn die funktioniert ja nach den ökonomischen Prinzip ( wenn sie nicht manipuliert und Missbraucht wird, anderes Problem ). Ja was nun, die Marktkräfte funktionieren nicht nach den Richtlinien irgendeiner Ideologie sondern nach den Gesetzen des ökonomischen Prinzipes und sind damit zur Durchsetzung einer Ideologie ungeeignet, darum wird sie durch die Planwirtschaft ersetzt, und die kenne ich, die geht genau so los. Dabei spielt keine Rolle welche Ideologie durchgesetzt werden soll, das führt zwingend zu einer Planwirtschaft. Nur der Grad und die Form der Planwirtschaft ist von der Ideologie abhängig, so war die Planwirtschaft der DDR eine sehr exakte und durchdachte Planwirtschaft, sie unterteilte sich in Ideologisch herausgegebene Fernziele ( Parteitagsbeschlüsse der SED ) , dann 5 Jahresplan und Jahresplan, alles wurde fein säuberlich abgerechnet. Dazu gab es einen gigantischen Apparat, das war die Planungskommission ( Chef war Gerhard Schürer, entspricht heute den Graichen ) und der Oberste Ideologe war für die Wirtschaft (Günther Mittag im ZK der SED, entspricht heute Habeck) hatte das Sagen wo es lang zu gehen hatte um die Ideologie ( da war es die Marxistische -Leninistische, heute ist es die Klimatische- NATOistische-Wertewesten Ideologie ) durchzusetzen. Wie das endete ist bekannt, es führte in das wirtschaftliche ökonomische Chaos mit Mangelwirtschaft, Wertarmen Geld und einer florierenden Schattenwirtschaft und Tauschwirtschaft nach den ökonomischen Prinzip, darum hatten Wir DDR Bürger nach der Wende ein Problem mit den Begriff Schwarzarbeit, die gab es in der DDR nicht, die nannte sich da Subotnik oder nationales Aufbauwerk usw. und wurde vom Staat gefördert, weil sonst die Planwirtschaft schon eher aufgeflogen wäre. Die Lehre aus dieser Geschichte ist also: Wird ein Ziel oder mehrere aus einer Ideologie heraus für die Wirtschaft festgelegt, um die Ideologie durchzusetzen, so entsteht zwangsläufig immer Planwirtschaft, weil nur mit dieser die Ideologischen Ziele zu erreichen sind, mit Marktkräften funktioniert das nicht, sie spüren sofort an ihren Zahlen das die Ideologie Mumpitz ist, weil sie gegen die ökonomischen Gesetze verstößt ( Die haben den Rang von Naturgesetzen, da hatte Marx Recht ). Nun erlebe ich das nochmal und das verwunderliche ist, dass es die deutschen Unternehmer ( eigentlich Kapitalisten ) bisher mitmachen, sie schaufeln gerade ihr eigenes Grab ( Karl Marx ), aber es wird nicht durch die Arbeitnehmer ( Vormals Arbeiterklasse ) geschaufelt sondern durch ihre eigene ” Demokratische die freiheitliche Grundordnung mit der soz. Marktwirtschaft” beschwörende Regierung . Dabei schaufelt diese Regierung, die diese Grundordnung den US Imperialismus zum Fraß vorwirft, das Grab für beide, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer, also für Deutschland an sich, das ist neu, das konnte Marx nicht voraussehen, Beide saufen im gleiche Boot ab, wenn sie weiter dieser Politik gehorchen. Das erzwingt einen neuen Widerstand, keinen Klassenkampf nach Marx sondern Gemeinsam aller gegen diese Ideologen und ihrer Macher und ihrer Durchsetzer, dabei sollten die Sicherheitskräfte und das Militär genau nachdenken auf welcher Seite sie sich einreihen, habe ich auch schon erlebt, ich war 1989 bei der NVA und es hat nicht viel gefehlt und die Revolution wäre im Blutbad erstickt worden, am 16.10.1989 wurde die Gefechtsbereitschaft auf normal ( weis ) zurückgenommen, weil Gorbatschow der GSSG ( Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland 400.000 Mann ) ein eingreifen verboten hat und eine Wehrpflichtigen-Armee wie die NVA nicht zu motivieren ist gegen das eigene Volk vorzugehen. Die Bundeswehr ist keine Wehrpflichtigen-Armee mehr, warum wohl ?

  2. „ Lieber Herr Habeck! Kehren Sie zur Vernunft und zu simplen ökonomischen Prinzipien zurück.“
    Ein Zurückkehren zur Vernunft und marktwirtschaftlichen Prinzipien impliziert nun aber, dass Herr Habeck diese einmal praktiziert hat, bzw. wenigstens marktwirtschaftliches Denken in den Grundzügen kennen würde. Ich kann Sie versichern Herr Löcke, dem ist nicht so. Wirtschaftspolitik fabriziert Herr Habeck entsprechend seinen Wunschvorstellungen, mit Realität und Vernunft hat das nun rein gar nichts zu tun. Wer in Afrika und Südamerika Hochtechnologie bestellt, der geht auch zum Bäcker und verlangt Ölsardinen.
    Der DDR-Planwirtschaft konnte man die Subventionswirtschaft verzeihen, es war systemimmanent und es gab keinen Markt. Vielleicht hat unserem „Wirtschaftsminister“ dies incl. das unausweichliche Ende aber gefallen und er arbeitet darauf hin a la „Ich konnte mit Deutschland noch nie etwas anfangen“. Leider sind die 15 Milliarden Subvention für 2 Fabriken aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, da wird noch viel mehr Geld ins Klo gespült werden müssen, um den Quatsch am Laufen zu halten.

    1. Ich wollte denselben Satz zitieren. Bin wie Sie der Ansicht, daß für einen Sozialisten wie Habeck keine Rückkehr möglich ist, da es keinen Ausgangsort “der Vernunft und der simplen ökonomischen Prinzipien” gibt.

  3. Ich glaube nicht, dass die Politik Fehler macht. Es sieht so aus, klar. Niemand hat ein Interesse daran, dass gegen die Wähler wirkende Gesetzesvorhaben als solche erkannt werden. Lehrermangel, Ärztenotstand und seit Jahrzehnten viel zu wenige Studienplätze, Krankenhäuser die mir nichts dir nichts geschlossen werden, prekäre Beschäftigung wohin man schaut, unglaublich hohe Abgaben an Staat und Sozialversicherungen für Niedriglöhner und junge Menschen während ein chinesisches Unternehmen mit €5.000.000.000,- unterstützt wird. Eine seit Jahrzehnten dysfunktionale Landesverteidigung, eine Umwelt- und Landwirtschaftspolitik , die uns nichts Anderes als einen riesigen Scherbenhaufen hinterlässt usw. usw., das alles ist in der Wirkung Politik gegen die eigene Bevölkerung. Es hat Infineon, einen deutschen Chiphersteller gegeben, den hat man wie eine Primel eingehen lassen, wohl wissend das sogar unsere Rüstungsindustrie nun 150km von der VR China entfernt ihre Chips backen lassen muss. Das soll alles Dummheit sein? Das habe ich schon bei Kohl bezweifelt. Er hat doch das Bildungssystem immer weiter in die Unterfinanzierung getrieben und mit den Fremdmitteln in Forschung und Lehre diese korrumpiert. Das war nicht so als das Max-Plank-Institut noch anders hieß. Man hatte erkannt, dass die Stärke eines rohstoffarmen Landes Forschung und Lehre und die duale Ausbildung mit Lehrzeit und Berufsschule waren. Ganz einfach.

  4. Es freut mich ungemein, dass begonnen wird sich darüber Gedanken zu machen, wie der Markt eigentlich funktioniert und sich auf die Erkenntnissuche begeben wird, welche Ursachen für bestimmte konkrete Probleme im Markt verantwortlich sind. Gerne würde ich Ihre Überlegungen mit einigen eigenen, persönlichen ergänzen.
    Vorab finde ich es wichtig und notwendig, das konkrete Erkenntnisobjekt auszumachen und zu benennen. Wenn vom Gütertausch, Unternehmertum, Produzenten und Konsumenten gesprochen wird, handelt es sich um den Markt als Erkenntnisobjekt.
    Dann wäre der nächst logische Denkansatz zu benennen, was der Markt konkret ist. Der Markt beschreibt das Interagieren aller Menschen miteinander, um die persönlichen Bedürfnisse befriedigen zu können, welche sich nicht nur von Mensch zu Mensch voneinander unterscheiden, sondern in jedem einzelnen Menschenleben im Laufe der Zeit stetig verändern. Also ein sehr komplexes System, indem es um menschliches Handeln geht, welches sich nicht erfahrungswissenschaftlich ergründen lässt, sondern mit der Methode der Logik des menschlichen Handelns, auch Praxeologie genannt, über die es ausreichend Wissen und Lektüre seit über 100 Jahren für jeden Interessenten frei verfügbar ist.
    Jeder Mensch muss handeln, denn würde er nicht handeln, wäre er nicht lebendig. Nun gibt es genau und ausschließlich 2 Wege zu handeln. Entweder friedlich und freundlich oder aggressiv und feindlich.
    Der Einkauf im Supermarkt oder einem anderen Geschäft (Verkäufer, Unternehmer, ggfs. auch Produzent) bedeutet beim Betreten eines Ladens immer die Akzeptanz der jeweiligen Hausordnung des Unternehmers, welche beinhaltet, dass alle Güter die aus dem Laden mitgenommen werden wollen, von dem jeweiligen Menschen (Käufer, Konsument) auch bezahlt werden müssen. Diese einfache stille Regel akzeptieren die allermeisten Menschen weltweit automatisch und tauschen ihr Geld gegen Waren oder Dienstleistungen, mit denen sie ihre persönlichen Bedürfnisse zu befriedigen suchen.
    Hier finden eine freiwillige und friedliche Kooperation und Interaktion zwischen sich meist fremden Menschen statt, bei der es niemanden interessiert, welcher Religion, Lebensweise, Weltanschauungen, Einstellungen, Herkunft, Geschlecht, etc. ein Mensch entspringt und anhängt, was die Friedfertigkeit eines natürlichen, freien Marktes bereits offenbart.
    Geld
    ist also nachweisbar ein Tauschmittel, welches weltweit angewendet wird und Tauschhandel zwischen sich völlig fremden Menschen möglich macht. Da den Menschen weltweit jedoch von ihren Regierungen nicht erlaubt wird, dasjenige Gut als Geld, also als Tauschmittel zu verwenden, auf das sie sich mit ihren Tauschpartnern freiwillig und einvernehmlich einigen würden, sondern die Nutzung des von der jeweiligen Regierung vorgegebenen und ausgegebenen Geldes gezwungen werden, entsteht bereits ein erstes Problem und eine gravierende staatliche Intervention (von Menschen wie Sie und ich) in den Markt. Friedlicher und freiwilliger Tausch von Gütern wird staatlich ver- und behindert (von Menschen wie Sie und ich) und der Markt dadurch massiv verzerrt. Hinzu kommen noch die staatlich erhobenen Steuern, Abgaben und weiteren Ge- und Verbote, Vorschriften, Verordnungen und Regularien (von Menschen wie Sie und ich) gegenüber sowohl den Produzenten wie auch den Konsumenten, die zu weiteren Marktverzerrungen und Verwerfungen zwischen den miteinander handelnden Menschen führen.
    Die Regierung, Regierungsminister und Politiker zählen zu der herrschenden Klasse (Menschen wie Sie und ich), die allen anderen Menschen unter Androhung und Anwendung von Gewalt ihre Regeln aufzwingen und dies nur machen können, weil die meisten Menschen daran glauben, dass es eine herrschende Klasse braucht, der sie verpflichtet seien zu gehorchen und nicht wenige Menschen sogar freiwillig als Vollstrecker für diese herrschende Klasse gegen Bezahlung (aus Steuergeldern = geraubtes Geld von friedlichen Mitmenschen) arbeiten.
    Hier wird bereits deutlich, dass sich die Anreizstruktur als handelndes Individuum im Markt zwischen den Menschen, die für den Staat tätig sind (Menschen wie Sie und ich) – ob als Regierung, Minister, Beamte oder Politiker – sowie allen weiteren Steuergeldkonsumenten (Menschen wie Sie und ich) – über Subventionen, Renten, Sozialhilfe, Fördergelder, etc. -, und allen anderen, den Steuergeld-Produzenten (Menschen wie Sie und ich), fundamental voneinander unterscheiden. Die häufig kolportierte und zitierte Aussage: „Der Staat sind wir.“ zeigt bereits in aller Deutlichkeit auf, dass der Staat mit Nichten „wir alle“ sind, da die Menschen aufgeteilt werden in Netto-Steuer-Produzenten und Netto-Steuer-Konsumenten.
    Die Einen werden unter Androhung und Anwendung von Gewalt kontinuierlich ausgeraubt und andere sind die Räuber und teilen ihre Beute mit anderen.
    Um sich mehr Erkenntnisse über die Funktion und Wirkungsweise des Marktes zu verschaffen, lassen sich wahrlich einfachste Feldstudien im realen, ganz persönlichen Alltag eines jeden Menschen selbst und eigenständig anstellen und überprüfen.
    Wenn Sie z.B. als Apotheker, Gastronom oder Handwerker, ob als Unternehmer oder als Mitarbeiter/Angestellter eines solchen Unternehmers arbeiten um sich ihr Geld zu verdienen und mit diesem Geld ihr Leben zu finanzieren, sind Sie sowohl als der Unternehmer wie auch als dessen Mitarbeiter/Angestellter eine freiwillige, friedliche und einvernehmliche Kooperation eingegangen. Leider erlaubt der Staat mit seinen Akteuren (Menschen wie Sie und ich) das nicht, weder dem Unternehmer noch dem Mitarbeiter/Angestellten des Unternehmers. Eine Vielzahl an unterschiedlichen kostenpflichtigen und durchregulierten Berechtigungsscheinen gilt es zuvor für beide, Unternehmer wie auch Mitarbeiter/Angestellter, beim Staat und einer seiner Behörden (Menschen wie Sie und ich) zu erhalten (zum Bittsteller anderer Menschen gemacht, mit denen weder der Unternehmer noch dessen Mitarbeiter/Angestellte einen Vertrag eingehen wollen, aber dazu unter Androhung und Anwendung von Gewalt gezwungen werden) und selbst wenn alle erzwungenen Berechtigungsscheine dem Staat (Menschen wie Sie und ich in Behörden) vorgelegt werden können und der Unternehmer sein Unternehmen eröffnen und führen und Mitarbeiter/Angestellte einstellen darf, klopft der Staat (bestehend aus Menschen wie Sie und ich) erneut an die Türe und verlangt wieder Geld von sowohl dem Unternehmer wie auch dessen Mitarbeitern/Angestellten. Der Unternehmer wird zudem dazu gezwungen, selbst seinen Mitarbeitern/Angelstellten im Auftrag des Staates (Menschen wie Sie und ich) einen Großteil ihres Gehaltes abzunehmen und gar nicht erst auszuhändigen (Steuern und Abgaben), sondern direkt an den Staat (Menschen wie Sie und ich) weiterzugeben.
    Wer das nicht tut und sich gegen diesen erneuten feindlichen Angriff zur Wehr zu setzen versucht, wird als Krimineller eingestuft, verfolgt, verurteilt und eingesperrt und enteignet.
    Es ist nicht alleine die Inflation, sehr geehrter Herr Löcke, die Ihr Geld immer wertloser macht, was by the way ebenfalls von der Politik, dem Staat, von Menschen wie Sie und ich, verschuldet wird, sondern noch sehr viel gravierender und komplexer und umso brutaler, massiver und gnadenloser der Staat (Menschen wie Sie und ich) auf das fremde Eigentum seiner Zwangsuntertanen zugreift, ob direkt über Steuern und Abgaben oder indirekt über Ge- und Verbote, Vorschriften, Verordnungen, Regularien, etc., umso ärmer werden immer mehr Menschen, umso weniger Güter können immer weniger Menschen produzieren und umso größer werden wieder Armut, Leid und Elend hier um sich greifen.
    Einfache ökonomische Gesetzmäßigkeiten, die lediglich der Nutzung des eigenen logischen Verstandes bedürfen. Es freut mich daher wie gesagt sehr, dass mehr und mehr Menschen beginnen etwas genauer hinzuschauen und mehr Fragen zu stellen beginnen.

    Freundliche Grüße
    G. Schmidt

  5. Es ist erschreckend: Gerade in den Niederlanden erlebe ich wie der Exportmotor Landwirtschaft vor die Wand gefahren wird. Weniger Einsatz von Dünger wird befohlen, sonst Enteignung. Offenbar steckt hinter dem ganzen Wahnsinn ein Plan: Zerstöre die Schlüsselwirtschaften eines Landes und du zerstörst das ganze Land. Merkbar ist dies an den Menschen: Selten habe ich die jovialen Niederländer dünnhäutiger erlebt,als derzeit. Es ist, als wäre. Blei über das Land gelegt. Aggressivität breitet sich im täglichen Leben aus. Der jahrhundertealte Gleichmut der Nordseebekämpfer ist hinüber. Hier hat Corona sein perfides Werk getan und alles vorbereitet, was wir nun erleben. Social Distancing, mein Mitmensch ist mein Feind, weil er mich infizieren kann. Schöne transformierten Welt.

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