Whistleblow

Reichelt & der DeepFake

von Markus Langemann

In diesem Beitrag demonstriere ich Ihnen, wie Sie mit wenigen Klicks Videos herstellen, die Menschen Sätze sprechen lassen, die sie tatsächlich nie gesagt haben. Dieses Erläuterungs-Video ist erhellend und ein Beitrag zur Erlangung erweiterter Medienkompetenz. Sie sehen Deepfake mit den Bordmitteln aus dem “Kinderzimmer”. Hier geht es zu dem Video.

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5 Antworten

  1. Was seitens bestimmter Interessengruppen an neuer Technik eingesetzt wird, um Nachrichten zu verfälschen, soll nicht bekannt werden, genauso wenig wie die neuesten Propeller an den U-Booten oder die neueste Radartechnik zum Aufspüren von Stealth Kampfflugzeugen. Immer, wenn in politischen Abläufen irgendetwas besonders dumm oder auch nur unlogisch erscheint, ist allergrößte Vorsicht geboten bei der Einschätzung der wahren Zusammenhänge. Das ist ganz aktuell zu beobachten. Helfen kann uns da der gesunde Menschenverstand und die Intuition, gerade diese Fähigkeiten werden vielen in der Schule und im Wissenschaftsbetrieb aberzogen. Ich erkenne zumindest, dass die Nichtakademiker dem Virusnarrativ und der Ukraineerzählung in geringeren Teilen verfallen zu sein scheinen.

  2. Zum Thema Trump/Obama, auch wenn das nur ein Seitenthema dieses Videos war. Ich habe mal eine Straßenumfrage gesehen, in der wahllos Passanten mit jeweils fünf verifizierten Original-Zitaten der beiden ehemaligen Präsidenten konfrontiert wurden. Die Reaktion war stets gleich. Die Menschen empörten sich über die skandalösen Trump-Aussagen und zeigten sich von den Obama-Aussagen begeistert.
    Anschließend sagte man Ihnen, dass die Trump-Zitate von Obama stammten und umgedreht. Die wenigsten Menschen waren anschließend beschämt. Im Gegenteil. Sie wurden wütend und attackierten den Fragesteller.

  3. Vielen Dank für diese wichtige Aufklärungsarbeit. Sie war niemals wichtiger als in einer Zeit, in der wir von einseitigen bzw. manipulierten Nachrichten geradezu geflutet werden bzw. in der uns oftmals wesentliche Teile der Wahrheit von Politik, Presse und Medien vorenthalten werden.

    Es gibt Dinge, deren Verlust wir erst bemerken, wenn sie uns fehlen. Drei Beispiele:

    1. Die Authentizität: ein falscher Polizist, der an der Wohnungstür klingelt und mit Hilfe der Tarnung um Einlass ersucht, wird jeder sofort als gefährlich und damit strafwürdig einstufen. Wenn wir nicht unser Grundvertrauen in Medienangebote nicht komplett verlieren wollen, ohne die ein geregeltes Zusammenleben nicht möglich ist, müssen wir das Erstellen von Fake-Nachrichten, -Bilder- und Filme mit strafrechtlichen Konsequenzen belegen. Tun wir das nicht, löst sich die Realität sukzessive in Wohlgefallen auf. Wir Normalbürger können nicht jedes Mal eine wissenschaftliche Recherche bemühen, wenn uns auch nur vom ÖRR ein paar dunkel eingefärbte Wolken über einem Kühlturm gezeigt werden. Ebenfalls können wir nicht jedes Mal durch Europa reisen und prüfen, ob es wirklich überall so trocken ist, wie uns das von ARD und ZDF gerne vermittelt wird. Reist man aber, stellt man zum Teil Erstaunliches fest. So haben wir am 16. Juli 2022 das Foto eines tief verschlammten Waldweges mit tiefen, wassergefüllten Spurrillen südlich der Alpen in Slowenien aufgenommen (Originalfoto habe ich dem CdkW zugesandt), zu einem Zeitpunkt als längst das Bild eines ausgetrockneten Europas vermittelt wurde. Es regnete während unseres kurzen Aufenthalts an mehreren Tagen heftig und teils lang andauernd.

    2. Der Wind: Es ist eine kaum bekannte Tatsache, dass seit Jahrzehnten der Wind global über Land abnimmt (Stichwort: Global Terrestrial Stilling), auch wenn dieses Phänomen selbst auf der Homepage der Europäischen Kommission veröffentlicht wird: https://ec.europa.eu/research-and-innovation/en/horizon-magazine/stilling-global-wind-speeds-slowing-1960. Mittlerweile wird das stabile Hoch über Europa und das Ausbleiben von Niederschlag in Verbindung mit dieser Windabnahme gestellt und im ÖRR der Eindruck vermittelt, der Klimawandel sei die zwingende Ursache, eben weil die Temperaturunterschiede zwischen Arktis und Tropen abnehmen. Doch wie so oft verschweigt der ÖRR das kleine Attribut “terrestrial”, was “über Land” bedeutet. Der Wind nahm eben nur über Land ab. Über den Ozeanen hat er wie die durchschnittliche Wellenhöhe sogar leicht zugenommen. Doch warum dieser Kunstgriff? Weil ansonsten Menschen, die dem logischen Denken nicht komplett entsagt haben, sonst schnell auf die Idee kommen könnten, dass neben alle den künstlichen Hindernissen, sprich hohen Bauwerken mittlerweile auch die künstlichen Windbremsen einen Einfluss auf den Wind und damit das Wettergeschehen nehmen könnten. Nimmt aber der Wind ab, ist eine Abnahme der Verdunstung und damit ein zusätzlicher Klimawandel unumgänglich, zumal auch die Trockenlegung von Feuchtgebieten und die Versiegelung von Landschaften ein Übriges dazu beitragen. Die Verdunstung stellt laut Trenberth-Diagramm der wichtigste Abkühlungseffekt der Erdoberfläche überhaupt dar. Wer wie weite Teile von Politik und Medien Windenergie als Mittel gegen den Klimawandel verordnet, sollte den Menschen den Umstand nicht verschweigen, dass das Errichten von Windrädern sehr wahrscheinlich dem Verordnen ein- und desselben Giftes entspricht, das den Klimawandel erst in der beschleunigten Form ermöglicht hat, den wir in Deutschland und Teilen Europas mittlerweile beobachten. Kein Wunder also, dass wir alle überrascht werden von der aktuellen Dynamik des Klimageschehens.

    3. Die Versorgungssicherheit des Stromes: es ist natürlich kein Populismus, wenn Julian Reichelt die Folgen eines Blackouts in dramatischen Farben an die Wand malt. Im Gegenteil, auch einige Regierungsmitglieder werden nervös, wenn sie sich die Verkaufszahlen von Heizlüftern anschauen. Noch nie war ein großflächiger Blackout wahrscheinlicher als im kommenden Winter: s. https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/blackout-in-deutschland–reale-gefahr-100.html

  4. Lieber Herr Langemann,
    bisher war ich immer begeistert, über Ihren Wortwitz, die herrliche Zweideutigkeit ihrer Artikel und Ihren ganz persönlichen Stil.
    Danke!
    Danke, auch für die genialen Reportagen und Filme, welche ich stets genieße, dank Jahresabonnement.
    Was allerdings dieses “Reicheltbashing” nun soll? Dieses ins betreute Denken ausufernde, rechthaberische, an “Faktenchecker” erinnernde Wahrheitsverbreiten – das geht mir nicht in den Kopf. Selbst dann nicht, wenn hinterher die Deepfake Geschichte kommt.

    Man muss Reichelt nicht mögen.
    Er erreicht jedoch garantiert Menschen, welche im realen Leben, niemals einen Zugang zu Ihren Publikationen, oder denen von Reitschuster und Tichy bekommen werden.
    Wer gibt Ihnen also das Recht, Reichelt das Journalist sein abzusprechen?

    Sie haben mir eine schlaflose Nacht bereitet, nach dieser Email.
    Schade!

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