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Einladung an Alena Buyx zum Congress der klaren Worte

von Peter Löcke //

„Uns ist es ja genommen worden, nach dieser furchtbaren Zeit der Pandemie, gemeinsam aufzuarbeiten und zu heilen. Und das wäre so wichtig gewesen, gerade mit Blick auf die Jungen. Da gab es so eine unerwiderte Solidarität – so haben wir das genannt – und ich würde mir wirklich wünschen, dass wir da stärker hingucken.“ (1)
Alena Buyx im heute journal. 17.09.2023. 

Liebe Frau Buyx,

ich gestehe, dass ich Ihre Aussage sacken lassen musste. Mir fehlten die Worte. Mir fehlen oft die Worte, wenn mir etwas nahe geht. Immer, wenn ich wirklich betroffen bin, kann ich nicht in Worten meine Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Nun, mit Abstand, habe ich meine Sprache wiedergefunden. Ich teile Ihren Wunsch nach Aufarbeitung und möchte Ihnen die Hand reichen. Ein wenig wundere ich mich über ihre Passivformulierung. Es ist Ihnen genommen worden? Wer nimmt Ihnen als Medizinethikerin und Vorsitzenden des Ethikrates das Recht auf Aufarbeitung weg? Das ist doch Ihre Aufgabe. Und unter uns, Frau Buyx. Sie haben zwei Jahre lang kaum eine Talkshow, kaum ein TV-Interview ausgelassen und standen nahezu täglich in Deutschlands Gazetten. Warum nicht jetzt? Sozusagen proaktiv. Das sagt man doch heute so. Ich komme Ihnen einen Schritt entgegen, da wir diesen gemeinsamen Wunsch nach Aufarbeitung haben. Bei mir ist es mehr ein Schrei als ein Wunsch. Lassen Sie uns gemeinsam die Buyx der Pandora öffnen. Es folgen schreckliche Aussagen. Auch medizinische Falschaussagen sind dabei. Ich möchte die nachfolgenden Zitate der Fairness halber unkommentiert lassen. Die kleine Zitatenliste ist chronologisch, unvollständig und beschränkt sich auf das Jahr 2021.

„Jede Dosis muss in einen Arm (…) Ja. Es gibt eine moralische Pflicht sich impfen zu lassen.“
Alena Buyx im Spiegel. 16.02.2021 (2)

„Je sicherer man weiß, dass geimpfte Menschen niemanden mehr anstecken können, das Virus nicht mehr weitertragen können, das sieht ja ganz gut aus (…) Noch ist da ja nichts zugelassen. Deswegen kann man im Moment einfach noch nichts anbieten außer wirklich bei absoluten Risikopatientinnen und Patienten – also was weiß ich – Kinder mit Down-Syndrom, Kinder mit Herzfehler. Da können Ärzte das sozusagen Off Label machen. Also außer der Reihe.“
Alena Buyx über die Übertragbarkeit des Virus im Allgemeinen und Kinderimpfungen im Speziellen im Interview bei WELT. 26.04.2021. (3)

„Hinzu kommt auch noch, dass diese mRNA-Impfstoffe – das ist ja so ein elegantes Verfahren. Die zerfallen, dann werden die abgebaut, dann sind die weg. Die kann man nach zwei Wochen überhaupt nicht mehr nachweisen.“
Alena Buyx bei Markus Lanz. 03.06.2021. (4)

„Das, was man jetzt machen muss, ist, dass man schrittweise schaut, dass man es so grundrechtsschonend wie möglich hinkriegt, aber dennoch genug Maßnahmen einführt. Und da muss man die sozusagen schrittweise hocheskalieren.“ (5)
Alena Buyx bei Markus Lanz. 02.11.2021.

Liebe Frau Buyx. Die Zitate sind aus dem Kontext gerissen wie die meisten Zitate. Vielleicht habe ich Sie falsch verstanden. Vielleicht tue ich Ihnen Unrecht, denn ich bin ein Mensch, der Fehler macht. Außerdem bin ich weder Mediziner noch Ethiker. Ich bin lediglich ein aufmerksamer, sprachsensibler Mensch. Als solcher fällt mir auf, dass Sie regelmäßig mit „wir als Gesellschaft“ antworten, wenn Sie nach Ihrer persönlichen Verantwortung und der des Ethikrates gefragt werden. Das Wort „eigentlich“ benutzen Sie ebenfalls sehr gerne. Eigentlich hatten Sie die Nöte der Jugendlichen und Kinder die ganze Zeit im Blick gehabt, durfte ich lesen. Das scheine ich überhört zu haben. Die Nöte und Ängste der Kinder also, die dauergetestet, dauermaskiert, traumatisiert, isoliert, und ohne Not geimpft wurden. Apropos Kinder? Was sagen Sie eigentlich zum starken Geburtenrückgang seit Ende 2021?

Diese und weitere Fragen können Sie bald gerne beantworten. Auch ungerechtfertigte Aussagen meinerseits können Sie richtigstellen. Uns vereint der starke Wunsch nach Aufarbeitung. Also bieten  wir Ihnen eine Bühne. Wir laden Sie ein zum Congress der klaren Worte am 4. November 2023. (6) Ob Sie es glauben oder nicht – wir würden Sie fair behandeln. Definitiv fairer, als ich es in dieser Kolumne getan habe. Das könnte eine reinigende Wirkung auf Sie selbst, auf mich und viele andere Menschen in Deutschland haben. Das nennt man Katharsis! Das ist ein ethischer Begriff.

Liebe Frau Buyx. Save the date!

[1]https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-17-september-2023-100.html 

[2]https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-ethikrat-vorsitzende-alena-buyx-sieht-moralische-pflicht-zum-impfen-a-ce57df69-2e2a-4f09-a08c-e06765046230 

[3]https://www.youtube.com/watch?v=8D-7MUEHbdI 

[4]https://twitter.com/aya_velazquez/status/1697685145598210136 

[5]https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-2-november-2021-100.html

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.

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12 Antworten

  1. Die „Bychse der Pandora“ … ja, diese herrliche Formulierung legte auch mir die schöne deutsche Sprache früh und öfter nahe. Schön, sie an dieser Stelle trefflich verwendet vorzufinden! Von der Bildfläche verschwunden ist dagegen inzwischen der Berliner, ebenso selektiv wie „proaktiv“ allein gegen deren demokratische und freiheitliche Teile wirkende: „Geisel der Menscheit“ …   

  2. Mal abgesehen von der o.g. Person gab es heute in unserer Fasanerie, einem schönen Tierpark, eine schier unglaubliche Aussage eines ca. 7 jährigen Jungen zu seinem Großvater. Der Großvater wollte den Tierpark verlassen, das Kind noch nicht. Unwillig sagte es zum offensichtlichen Großvater: “Du willst doch nur die Uschi flachlegen”… Noch bemerkenswerter war die Antwort des Großvaters: “Für dich immer noch die Oma”…

    Wir standen unmittelbar daneben, daher keine Interpretation möglich. Noch Fragen zum partiellen Zustand unserer Gesellschaft, für die wir uns ja damals aus “Solidarität impfen” lassen sollten?

  3. Mir fehlen gerade sie schlauen Worte zum potentiell prospektiven Verhalten einer charakterlichen Nullnummer im Driverseat der sogenannten Ethik-Komission. Egal ob sie kommt, oder nicht, egal ob sie etwas zu sagen hat, oder nicht, egal was ihre politisch ideoligisierten Worte zu transportieren haben oder nicht – es wird pure Zeitverschwendung sein.

  4. Die Worte dieser Frau sind an Dreistigkeit nicht zu überbieten, das läßt sich nur noch von „Ich liebe doch alle Menschen“ toppen. @Wolfgang: Speziell das o.a. zweite Zitat von Frau Buyx über den Umgang mit Behinderten hätte schon damals eine Verhaftung notwendig gemacht.

  5. Bevor dieser Person eine Bühne geboten wird, wäre vielleicht erst einmal zu klären, welche Sachverhalte sie genau meint, die ihrer Meinung nach “gemeinsam aufzuarbeiten und zu heilen” seien. Sie vermeidet in dem ZDF-Interview ganz bewusst eine konkrete Benennung dieser Dinge. Gemeint sind aber ganz sicher nicht die verheerenden Impfschäden, die psychischen Schäden, die Familiendramen, die Suizide etc.. Das Bedauern von Frau Buyx scheint ohnehin nicht dieser völlig verfehlten Corona-Politik zu gelten, sondern dürfte sich lediglich auf selektierte Folgen beschränken, welche dann selbstverständlich auch noch unvermeidbar waren.

    Indem Frau Buyx rückblickend von unerwiderter Solidarität spricht, unterstellt sie Kindern in dreister Weise Freiwilligkeit und damit verbundene Einwilligungsfähigkeit bei der Erduldung sämtlicher Maßnahmen. Beim Thema sexuelle Früherziehung, insbesondere kindliche Frühsexualisierung, lassen sich ähnlich besorgniserregende Bestrebungen auf höchsten internationalen Ebenen (WHO, UNESCO etc.) beobachten. Das grundlegende pädosexuelle Problem innerhalb einschlägiger einflussreicher Kreise ist im Prinzip nichts Neues. Neu ist jetzt allerdings das Fortschreiten des Prozesses einer schleichenden Auflösung der Schutzbedürftigkeit von Kindern. Dies begann schon vor elf Jahren im Zusammenhang mit der Beschneidungsdebatte und später mit der Diskussion über islamische Kinderehen. Ob Frau Buyx sich nun dessen bewusst ist, kann ich weder beurteilen noch ausschließen.

    Wer jedoch Frau Buyx als eine ernstzunehmende Gesprächspartnerin betrachtet, hat m.E. von vorneherein verloren. Sie ist nicht auf freie und unabhängige Weise Vorsitzende des Ethikrates geworden, sondern wurde unter Wahrung politischer Interessen dazu gekürt. Sie versteht es meisterhaft, sich in oberflächliche, substanzlose Phrasen – sprich Blabla – zu hüllen und sich dadurch so greifbar zu machen wie ein Stück Seife. Ich kann gut und gerne darauf verzichten, ihr zu begegnen. Im Endeffekt wäre es nichts als Zeitverschwendung.

  6. Ja es ist ruhig geworden um Frau Buyx. Mir war Sie in den Talkrunden egal welcher Art, schon nicht geheuer. Es wäre mal schön zu sehen wie sie sich heute dazu äußert. Als Vorsitzende des Ethikrats hätte ich auch mehr Ethik erwartet. Ich gebe meinem Vorschreiber recht. Diese Dinge dürfen nicht ungesühnt bleiben.

  7. Geniale Idee, lieber Herr Löcke. Ich möchte auch gerne mit Frau Buyx auf dem Congress über die Nichtevidenz ihrer Äusserungen diskutieren und wie sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, angesichts dessen mehrere Ehrungen in den vergangenen Jahren angenommen zu haben.

  8. …..toller Artikel…..unglaublich, dass sich Frau Buyx, nach dem Schaden, den sie angerichtet hat und nach dem heute unstrittig klar ist, dass sie gelogen hat, überhaupt noch traut, sich öffentlich zu äußern…..aber da muss sie bei ARD und ZDF ja keine kritische Nachfrage befürchten.

  9. Ich bin gespannt, ob Frau Buyx die Einladung annimmt. Da könnte sie beweisen, wie ernst ihr Wunsch nach Aufarbeitung und ihr Bemühen, begangene Fehler nicht zu wiederholen, wirklich sind.
    Die öffentlichen Auftritte von Wieler, Spahn und auch Buyx haben mich davon abgehalten, der Spritze den Arm zu reichen, obwohl ich als alter Mann zu den Vulnerablen gehöre. Aber wer Kinder mit einem unzureichend getesteten Vakzin impft, gegen eine Krankheit von der sie nicht ernsthaft bedroht sind, dem glaube ich kein Wort. Und ich bin sehr gut damit gefahren. Gesund und kein Versuchskaninchen!

  10. Es ist unglaublich, mit welchem Zynismus sich sogenannte Experten heraus reden, ungeachtet des Verbrechens, welches sie am deutschen Volk gegangen haben. Die Aufarbeitung dieses perversen dunklen Kapitels kann nur in einer lebenslangen Haftstrafe enden. Es gibt keine Gnade und kein Vergessen geben.

    1. Man wird ihnen mildernde Umstände zubilligen, da diese Pandemie neu und einzigartig war und sie es nicht besser gewusst haben. Siehe Nürnberger Prozesse.

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