die lüge

Im Zeitalter der Lüge

por Peter Löcke //

Gelogen. Es war alles gelogen.

So lautete mein Fazit nach intensiver Beschäftigung mit den Tagebüchern des Dr. Fauci. Meine mit der verkopften Analyse einhergehenden Gefühle waren intensiv. In mir tobten Verzweiflung, Empörung, Wut, Hass. Ja, auch Hass. Hass auf die Täter.

Momentan werden die Handydaten des ehemaligen Direktors der amerikanischen Gesundheitsbehörde NIAID ausgelesen und veröffentlicht. Das Ausmaß der Lüge macht fassungslos. Privat wusste und warnte Dr. Fauci vor einem erhöhten Risiko von Fehlgeburten im Zusammenhang mit der COVID-Impfung. Öffentlich gab er Entwarnung. Und das ist nur ein Beispiel dutzender Lügen mit verheerenden gesundheitlichen Folgen.

Mir fehlten, mir fehlen die Worte, um das Ausmaß der Corona-Lügen adäquat zu beschreiben. Drei Anläufe habe ich unternommen. Alle Kolumnen landeten im digitalen Papierkorb.

Vielleicht ist das besser so, denn Hass halte ich nicht nur beim Schreiben für einen schlechten Begleiter. Stattdessen möchte ich mich mit emotionalem Abstand dem Phänomen der Lüge widmen. Ich bleibe dabei wahrhaftig. Versprochen.

Im deutschen Bundestag steht das Wort „Lüge“ auf dem Index. Wussten Sie das? Es gehört zum parlamentarischen Verhaltenskodex, einen politischen Mitbewerber nicht der Lüge zu bezichtigen, geschweige denn, ihn konkret einen Lügner zu nennen. Sollte das dennoch passieren, kassiert der Redner einen Ordnungsruf vom Bundestagspräsidenten respektive der Präsidentin. In der Theorie soll damit die Würde des Hauses bewahrt werden.

Das Gegenteil ist der Fall. Nicht die Lüge steht dadurch auf dem Index, sondern das wahrhaftige Wort. Ein Politiker, nennen wir ihn Lauterbach, hat nachweislich gelogen, dass sich die Balken biegen? Das mag stimmen. Dennoch dürfen sie ihn nicht Lügner nennen. Eigentlich wird also die Wahrheit verboten. Man darf die Lüge des Lügners umschreiben. Das schon.

„Ich bin der persönlichen Meinung, dass Sie in diesem konkreten Punkt die Unwahrheit sagen.“

So dürfen Sie sich als Redner ausdrücken, ohne von Klöckner & Co einen Tadel zu bekommen. Die Bürger sind nicht nur der Lügen müde. Sie sind auch dieser leicht zu durchschauenden Umschreibungen, Ausflüchte, PR-Phrasen und Euphemismen müde, mit welchen Lügen heute sprachlich verpackt werden. Kommen Ihnen die Sätze bekannt vor?

„Ich habe mich unglücklich ausgedrückt. In Zukunft möchte ich besser kommunizieren.“

Übersetzung: Leider bin ich bei meiner Lüge aufgeflogen. Das wird mir nicht nochmal passieren.

„Bei den Schulschließungen handelt sich um Rückschaufehler. Wir wussten es damals nicht besser.“

Übersetzung: Selbstverständlich wussten wir schon damals, dass das falsch war. Doch niemand kann uns das beweisen.

Die Lügner sind sich ihrer Lügen bewusst. Das erkennt man gut an einer Frage, die aufmerksamen Menschen immer wieder begegnet. Ich höre diese Frage, ich höre diese immer gleichen Worte aus Mündern von bekannten Politikern, TV-Journalisten, renommierten Wissenschaftlern wie Juristen. Dabei wird stets der Plural, die Wir-Form verwendet. So kann sich der nachdenklich gebende Fragesteller hinter dem großen Ganzen, also der Politik, den Medien, der Wissenschaft oder der Justiz als solches verstecken. Die Frage, die mir immer wieder begegnet, lautet:

Wie können wir verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen?

Das klingt doch gut, oder? Eben nicht. Diese rhetorische Frage ist ähnlich vergiftet wie die Frage, was man bei der nächsten Pandemie besser machen könne. Hier wird bewusst der zweite Schritt vor dem ersten Schritt gegangen. Die wahrhaftige Frage müsste lauten:

Warum haben Politik, Medien, Wissenschaft und Justiz dermaßen viel Vertrauen beim Bürger verloren?

Wer keine Ursachenforschung betreibt, kommt nie zu einer Lösung. Das gilt im Kleinen wie im Großen, das gilt im beruflichen Kontext genauso wie auf privater Beziehungsebene. Warum also geschieht das nicht auf politmedialer Ebene? Und genau hier schließt sich der Kreis zu den eingangs erwähnten Tagebüchern und Handydaten des Dr. Fauci, die in den USA für Aufsehen sorgen.

Das Schweigen deutscher Leitmedien ist ohrenbetäubend. Falls doch berichtet wird, dann wird vage über einen Rachefeldzug Trump-naher Kräfte gegen Dr. Fauci geschrieben. Politisches Eigeninteresse von Republikanern möchte ich gar nicht ausschließen. Das ändert aber nichts am Wahrheitsgehalt der erhobenen Vorwürfe. Warum dennoch dieses Schweigen und dieses Framing in deutschen Gazetten? Die Antwort lautet „Angst“. Die in den USA langsam aufkommende Welle der Aufklärung überspült nicht nur einen Dr. Fauci. Die Wut richtet sich auch auf US-Medien, die einen narzisstischen Lügner über Jahre als heiligen Gral der Wissenschaft bewarben statt ihn zu hinterfragen. Die Angst, dass diese Welle nach Deutschland überschwappt und Deutschlands Faucis und ihre Hofberichterstatter an den Pranger gestellt werden, ist zum Greifen nahe.

Bis dahin wird weiter gelogen. Wir leben im Zeitalter der Lüge. Gleichzeitig leben wir im Zeitalter des Vertrauensverlustes gegenüber Institutionen wegen dieser Lügen. Das eine Phänomen bedingt das andere.

Die große Ironie? Die Lügner lügen weiter aus Angst vor einem noch größeren Vertrauensverlust, indem sie endlich die Wahrheit sagen. Leider geht das Problem weit über den Corona-Komplex hinaus.

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3 respuestas

  1. Ich wünsche mir mehr von solchen ehrlichen Berichten gegen die Lügerei, die so mannigfach bei uns praktiziert wird! Danke für diesen!

  2. Was mich zum Ende der Regierungszeit von Frau Dr. Merkel gewundert hat, war dieses Zittern beim Spielen der Deutschen Nationalhymne. Sobald – z.B. bei einem Staatsbesuch oder ähnlichen Ereignissen – das Deutschlandlied gespielt wurde, fing die Kanzlerin an zu zittern. Das wurde mit der Zeit immer schlimmer – man hat ihr einen Stuhl hingestellt und diese Szenen im Fernsehen nicht mehr gezeigt.

    Inzwischen – einen Massenmord mit Genspritzen und einen Krieg gegen Russland später – kann ich mir denken, warum die Dame während der Hymne unwillkürlich zittern mußte …

  3. Was wenn Corona zwei Ziele hatte? Erstens, eine Generalmobilmachung, um zu üben wie Milliarden von Menschen unter Kuratell gestellt werden können. Und zweitens, die Geburtenrate drastisch zu senken. Ersteres, falls es eng wird für die Clique der 3000 herrschenden Milliardäre, die Plutokraten, Oligarchen und Roten Prinzen. Und letzteres, weil mehr als zehn Milliarden Menschen eine Berdohung für den Planeten sind, und sie mit KI sowieso nicht mehr gebraucht werden. Ich weiß, dazu muss man aus dem täglichen Geschwätz und Lärm der Welt heraustreten, und anfangen selber zu denken. Und gerade die Funktionselite in allen Systemen will das auf keinen Fall, weil sie lieber die Augen verschließt, ein bisschen Lärm macht, aber die entscheidenden Frage nicht stellt: Cui Bono? Stattdessen verzehrt sie lieber ihre Boni für das Wegsehen.

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