Am Anfang ist immer der Abschied

von Markus Langemann //

Am Anfang ist immer der Abschied.

Sechs Worte, ein Satz, der eine ganze Welt an Bildern und Emotionen eröffnet. 

Nur sechs Worte, denen es gelingt, Hoffnung und Trauer, Unsicherheit und Erleichterung zugleich zu beschreiben. Sinnhaft aufgereihte Wörter, die es schaffen, Trost zu spenden und Mut aus ihnen zu schöpfen. Sechs Worte, die das Oben und das Unten verbinden. Sechs Worte, die den Schmerz des Herzens und zugleich dessen große Flatter erfassen.

Ein Satz, der persönlich oder politisch gelesen werden könnte.

Ein einziger Satz wie ein ganzes Buch.

Es ist ein Satz, der dem zeitgenössischen Dramatiker Botho Strauß zugesprochen wird.

Sie haben an dieser Stelle ein paar Wochen nichts lesen können, weil ich persönlich einen Abschied nehmen musste, für den eine eigene Zeitrechnung galt. Ich schreibe Ihnen dies nur, weil einige unter Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, besorgte oder gar ungeduldige Post schickten mit der Frage nach dem Verbleib von Publikationen. Dies zeigte mir selbst in meiner Trauer, dass wir wohl in besonderer Weise miteinander verbunden sind. Sie dürstet es nach Informationen und der Idee einer Einordnung von Ereignissen fernab des Tagesgedröhns der unreflektierten Contentschleudern, zu denen die uns so vertrauten übermächtigen Medienmarken mutieren.

Dieses mir entgegengebrachte Vertrauen weiß ich sehr zu schätzen, ich will verantwortungsvoll damit umgehen.

Abschiede können sich heranpirschen auf leisen Pfoten oder brachial und unkontrolliert herausplatzen wie eine Gottschalk-Zote. In diesen Zeiten müssen sich Menschen oft verabschieden. Ungewollt und nicht selten schleichend. Von lieben Freunden, die anders denken, von lieb gewonnenen Gewohnheiten, die sie anders kannten, oder vertrauten Politik- und Mediengesichtern, die sie einst anders sahen. Sie sind enttäuscht worden von Informationsquellen, die sie ein Leben lang begleiteten. Nach der Phase der Agonie haben nicht wenige von ihnen wieder angefangen, selbst zu denken und selbst zu sehen.

Am Anfang ist immer der Abschied.

Es scheinen die Zeiten so sehr geprägt von der emotionalen Abschied-Anfang-Achterbahn wie vielleicht zuletzt jene Zeit um den 2. September 1945.

Sei’s drum, ich nehme jetzt auch Abschied von der Sorge, Sie könnten mich verorten wollen, wo unaufgeklärte Geister gern freie Publizisten hinstellen: an den politischen Rand.

Am Rand stand ich das letzte Mal, als ich auf dem Bolzplatz erneut der Letzte war, der in eine Mannschaft gewählt wurde. Das liegt daran, dass ich schon als kleiner Junge Fußball besser gucken als spielen konnte. Damals war es mir unangenehm, heute wäre es mir wurscht, wenn man mich nur eines Randes würdig befände.

Denn mit Ihnen weiß ich mich in der Mitte jener, die den erweiterten Blick, den Perspektivenwechsel, schätzen.

Etikettierungen sind Sache des Groß- und Einzelhandels, neuerdings leider auch in überbordendem Maß der Kaste der Lautsprecher in Politik und Medien. Deswegen lassen Sie uns hier den etikettenfreien und geschützten Raum der Neugier pflegen und das Aushalten von überraschenden Widersprüchen üben und bewahren. Lassen Sie den Club der klaren Worte den virtuellen Raum des unbetreuten Denkens und ein Hort des Diskurses sein, der schutzbedürftiger scheint als je zuvor.

Wenn ich selbst mal nicht trittsicher erscheinen sollte, üben Sie sich bitte in Nachsicht. Das Gelände, in dem ich mich bewege, ist unsicher, vermint, zudem kameraüberwacht.

Ob Sie politisch backbord oder steuerbord stehen, ist hier an Bord unerheblich, lassen Sie uns als feine Gesellschaft offen bleiben; aber kritisch jene begleiten, die zum Wohle weniger unsere lieb gewonnenen Werte und Normen durch ihr politisches Handeln einschmelzen und umformen wollen.

Das Vermögen, Perspektivenwechsel einnehmen zu können und auch zuzulassen, ist ein elementarer Wirkstoff einer freien Presse, es ist ein wichtiger Bestandteil eines Elixiers für eine kränkelnde Demokratie.

Generation 9/11

Am 11. September 2001 saß ich am Nachmittag, noch in meinen Dreißigern, im Büro. An der Wand hing ein TV-Gerät. Es lief CNN, wie sehr oft in jenen Jahren. Mitten in meinem Tun war ich plötzlich live Augenzeuge des Armageddon der Neuzeit. Des Einsturzes der Twin Towers in Manhattan.

Jahre zuvor hatte ich dieses World Trade Center mehrfach besucht. Im 107th Floor saß ich im „Windows on the World“, jenem Restaurant, das oft als „the most spectacular restaurant in the world“ beschrieben wurde. Ich weiß noch heute, wie es sich anfühlte, jugendlichen Spaß auf dem Dancefloor, direkt an den Fensterscheiben, zu haben. Jenes Gefühl und das Herzrasen beim späteren Anblick des Unglaublichen habe ich bis heute nie zusammengebracht.

Die Welt wurde an jenem Septembertag vor etwas mehr als 20 Jahren eine andere. Sie wissen es alle. Viel ist seitdem über diesen Tag und den Einsturz der Türme geschrieben und gezeigt worden.
Mein Exemplar der BILD-Zeitung des Tages danach hatte ich archiviert, weil ich mitten im Schock verstand, es ist ein Zeitzeugnis von lebenslanger Bedeutung.

Warum sich also diesem welthistorischen Tag so viel später noch mal zuwenden? Vielleicht gerade jetzt, weil viele von uns in den Zeiten des Coronakomplexes gelernt haben, dass es einen Unterschied zwischen Wirklichkeit und Medienwirklichkeit gibt. Vielleicht, weil unsere politische Umbruchzeit Sie sensibel gemacht hat und kritisch für die Sprache der Medien. Vielleicht, weil sich viele von Ihnen nunmehr notgedrungen medienanalytische Kompetenz erarbeitet haben und auch die größte Terrorkatastrophe der Neuzeit und die Erzählungen darüber dechiffrieren können und wollen.

Vielleicht, weil ein analytischer Blick heute auf dieses Ereignis von gestern hilft, das Jetzt besser zu verstehen.

Dr. Ansgar Schneider ist Physiker, Mathematiker und hat eine Zeit seines Lebens mit der akribischen physikalischen Analyse der Einstürze der Türme verbracht. Das klingt trocken und spröde.

Mein Versprechen einer spannenden Zeit und eines Erkenntnisgewinns gebe ich Ihnen hier mit ab.
Nehmen Sie sich Zeit und Alkohol zur Seite, der Vortrag geht über 120 Minuten und Sie werden nicht einschlafen. Wenn Sie ihn auf einer Autofahrt schauen oder eben hören, vergeht die Fahrt schneller, als Sie fahren.
Mir erschien sein forensischer Vortrag wie ein Krimi. Schneider erscheint mir wie ein Tatortreiniger.

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23 Antworten

  1. Lieber Herr Langemann,

    ganz herzlichen Dank für Ihre sehr persönlichen Worte, die mich sehr berührt haben. Ich bin eher der Zahlenmensch und vermag mit Worten nicht annähernd gut umzugehen wie Sie. Der Unterschied zwischen Ihren Beiträgen und dem überwiegenden Rest der schreibenden Zunft ist inhaltlich und stilistisch eklatant und offenbart das mediale Desaster unsere Zeit.

    Danke, dass Sie für uns schreiben.

    Herzliche Grüße
    Stefan Mayer

  2. Es war ein großer Fehler von uns wahlberechtigten Bürgern und damit dem Souverän dieses Landes, nur wenige Jahre nach dem 9/11 und somit mitten in der wohl größten Krise des Selbstverständnisses der westlichen Welt nach Vietnam eine unterkühlte Ex-Funktionärin der DDR mit eher zweifelhaftem Demokratieverständnis mit der wichtigsten Aufgabe unseres Staates zu betrauen.

    Ihr erstes Opfer war bereits vorher ihr innerparteilicher Förderer und Gemütsmensch Helmut Kohl geworden.

    Das zweite Opfer wurde die Wahrhaftigkeit und damit die Aufklärung im Land. (Wissenschaftliche) Fakten sind seitdem – ähnlich der DDR – oftmals nur (wissenschaftliche) Fakten, wenn sie über eine Absolution der Obrigkeit verfügen und im Übrigen natürlich alternativlos sind.

    Wenn wir nicht endlich aufwachen, wird das dritte Opfer unsere Demokratie und damit auch unsere Freiheit sein. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Klimafragen sollte uns allen eine Warnung sein. Keine Demokratie hält auf Dauer ein Übermaß an Propaganda und ein Mangel an gesellschaftlich relevant,. d.h. breit diskutiertem Widerspruch aus. Wir können als Wähler der SEDisierung der Bundespolitik kaum noch entgehen. Helmut Kohl hat einmal gesagt: „Wichtig ist, was am Ende rauskommt“. Doch egal was wir wählen, am Ergebnis, d.h. der Realpolitik, ändert das kaum noch etwas.

    Beispiele: Corona, Klimawandel und Klimaschutz.
    Wir fahren an diesen trüben lichtarmen Novembertagen an hunderten stillstehenden Windrädern vorbei und lassen uns doch täglich von TV-Energieexpert*innen und Schüler*innen erklären, wir schwämmen geradezu im Ökostrom und müssten nur die Atom- und Kohlekraftwerke stilllegen, die die Netze blockieren und schon wären wir im Land der klimaschützenden Glückseligkeit angekommen. Man sollte meinen, niemand sei so naiv und gutgläubig, diese Propaganda der mit hunderten Milliarden Euro gepamperten Klimaschutzindustrie oder gar von ein paar lebensunerfahrenen Pennäler*innen zu glauben. Doch selbst der CEO des größten Automobilkonzernes unseres Landes hat angekündigt, seine Industrieproduktion danach auszurichten. Allein die chemische Industrie, die ihre Produktion umrüsten soll, müsste zukünftig 600 TWh (s. https://www.chemanager-online.com/themen/industriestandorte/vci-studie-transformation-ist-technologisch-moeglich) aus dem System der sog. erneuerbarer Energien ziehen, um klimaneutral zu werden (zum Vergleich: alle Wind- und Solaranlagen unseres Landes haben im aktuellen Jahr noch keine 150 TWh Strom erzeugt – brutto!: s. Energy Charts, Fraunhofer: https://www.energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&year=2021&stacking=grouped&interval=year). Hinter vorgehaltener Hand wissen die Industriebosse natürlich, dass das alles in allem komplett unrealistisch ist, zumindest ohne massive Energieimporte. In einem Land, in dem sich jedoch selbst CEOs namhafter Automobilkonzerne plötzlich hinter Gittern wiederfinden und reichlich Zeit haben, über ihr plötzliches Karriereende nachzudenken, während Schulschwänzer*innen zu Medienikon*innen hochstilisiert werden, ist die Bereitschaft einer Kanzlerin zu widersprechen, die für ihre stillose, dafür umso sichere Rache bekannt ist, jedoch verständlicherweise gering.

    Mit offenen Augen und wachem Geist sieht man das Energiesystem unseres Landes im freien Fall, die zeitliche Dichte der europaweiten Beinahe-Blackouts nimmt zu (s. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/handelsblatt-energie-gipfel-kurz-vor-blackout-europas-stromnetz-waere-im-januar-fast-zusammengebrochen/26820168.html?ticket=ST-6825531-OhgjGQIQSDob0MP4dO7S-cas01.example.org), aber welch ein (Medien-) Wunder, es fällt nicht, nicht einmal langsam.

    Ähnliches gilt für das Thema Klimawandel: subtil wird die Eingangsgröße „CO2-Level“ in Richtung „menschliche Aktivitäten“ verschoben. So wird uns suggeriert, dass der beobachtete menschgemachte Klimawandel ein faktischer Beweis der CO2-These darstellt: in dem folgenden ZDF-Beitrag der Terra-X-Reihe, wird dem Zuschauer zwischen min 3:45 und 4:25 diese subtile Verschiebung der wissenschaftlichen Wahrheit nahegebracht (s. https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/klimafaktoren-was-bestimmt-das-klima-100.html). Real ist lediglich recht wahrscheinlich, dass wir Menschen das Klima signifikant beeinflussen. Was niemand verwundern dürfte bei all unseren Veränderungen der Umwelt. Besonders schädlich, dass für diese Wahrnehmungsverschiebung der Klimaforschung der für das Leben auf der Erde neben Sauerstoff wichtigste Bestandteil der Atmosphäre, das Spurengas CO2 (Anteil aktuell 0,042%), verteufelt werden muss.

    Seit Errichtung des ersten Windparks Ende der 1980er Jahre hat sich der Klimawandel in Deutschland und Europa signifikant vom globalen Verlauf gelöst und steigt seitdem ungehemmt an: s. WELT-Bericht: https://www.welt.de/wissenschaft/article158110222/Wetter-aendert-sich-in-Deutschland-besonders-krass.html (DWD-Diagramm 1). Dieses nach einem massiven CO2-Ausstoss nunmehr zweite Großexperiment mit unserer Atmosphäre und erste unbeholfene Erklärungsversuche der Klimaforscher können als Beleg betrachtet werden, dass der Klimawandel weitgehend unverstanden ist. Dass die jahrzehntelange Abschwächung terrestrischer Winde, d.h. Winde über Land, von der Klimaforschung ausgeblendet wurden und werden, ist Fakt und nur damit erklärbar, dass die primäre Zielsetzung der Klimaforschung nicht das Auffinden der Ursache für den menschgemachten Klimawandel sondern der Nachweis der CO2-These ist. Dies erklärt auch, weshalb Forscher zur Aufklärung des Klimawandels in die Arktis fahren. Dort findet man zwar weder die Ursache des Klimawandels noch einen Beleg für CO2 als Ursache. Dort finden Klimaforscher jedoch publikumswirksame Bilder, die sich hervorragend dazu eignen, die Suggestion von CO2 als Ursache der Megakatastrophe Klimawandel medienwirksam zu untermauern. Dass man in schmelzenden Gletschern bestenfalls die Summe der menschgemachten Veränderungen der Umgebung nachweisen kann, wird (bewusst) verschwiegen. Das muss so sein, denn zu den vielen Veränderungen unserer Umwelt zählen selbstverständlich auch immer monströsere Windräder. So arbeiten Politik, Industrie, Wissenschaft und Medien Hand in Hand zusammen, uns eine neue Realität zu vermitteln.

    Wollten Klimaforscher CO2 als Ursache bestätigen, würden sie stattdessen in die Tiefen der Sahara reisen und die Nachttemperaturen aufzeichnen. Ist die globale Mitteltemperatur des Globus aufgrund CO2 dabei, gut und gern um 1,5 Grad zu steigen, sollte die mittlere Nachttemperatur in der Sahara um ein Mehrfaches dieses Wertes gestiegen sein. Ist dem so, kann das als Nahezu-Beweis der CO2-These gewertet werden. Ist dem nicht so, ist die CO2-These wohl der größte (Selbst-)Betrug der Wissenschaftsgeschichte. Solange das deutsche Forschungsschiff sich nur über Eismassen der Arktis wälzt und noch nicht für die Bewältigung der Sandmeere der Sahara umgerüstet ist, wird die Wahrheit wohl in den Tiefen der Physik verborgen bleiben. Denn eine Überprüfung, via Internet und Wikipedia sind zwar einfach möglich (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung), würde allerdings den komfortablen Arktis-Tourismus der Klimaforscher via speziell für sie reserviertem Kreuzfahrtschiff mit Eisbrecher-Eignung schlagartig beenden. Für Ozeanforscher mit Abenteuerlust für Arktis und Antarktis wäre das eine einzige große Katastrophe, wären sie doch zukünftig an ihre Schreibstuben gefesselt und müssten sich zur Klimaforschung dessen bedienen, das bereits Einstein genügte, in die fernen Welten von Mathematik und Physik vorzudringen: ihren wachen Geist. Dann hätten Sie allerdings vielleicht auch genügend Zeit, darüber nachzudenken, warum westlich des roten Meeres in der dünnbesiedelten Wüstenlandschaften von Ägypten und Sudan nur ein marginaler Miniklimawandel zu beobachten ist, während wie mit dem Lineal getrennt auf der arabischen Halbinsel (Saudi-Arabien, Jemen und Oman) schlagartig der Klimawandel grassiert. CO2 scheint folglich ein ganz besonderer Stoff zu sein, wenn er nur dort seine volle Wirkung entfaltet, wo er Menschen in Panik versetzen, bevorzugt in die Arktis reisende Klimaforscher bzw. wo er uns allen unsere klimatechnischen Missetaten näherbringen kann. Was eignet sich da symbolträchtiger als das ölreiche Saudi-Arabien, was weniger als die menschenleere und unschuldige Ägyptische Wüste.

    Es macht Hoffnung, dass sich immer wieder aufrechte Wissenschaftler wie Dr. Ansgar Schneider finden, die bereits sind, sich in verminte Sperrgebiete des Denkens zu begeben und am Megaprojekt der Aufklärung weiter zu basteln. In Zeiten wie diesen ist das keine Selbstverständlichkeit mehr, in denen man mit Pseudowissenschaften den Physiknobelpreis gewinnen kann, auch weil sich allzu viele Wissenschaftler und Fachleute von solchen, mittlerweile selbst in deutschen Schulbüchern zu findenden, wohl zur Abschreckung gedachten Sätzen führender Klimaforscher vom intensiven Nachdenken abhalten lassen: „Zum Verständnis des Phänomens Klimaskeptiker ist auch ein kurzer Blick auf die Hintergründe und Organisationen hilfreich. Die drei Archetypen der Klimaskeptiker sind der bezahlte Lobbyist (vor allem die Kohleindustrie kämpft gegen Emissionsreduktionen), der Don Quichote (emotional engagierte Laien, häufig Pensionäre, auch einige Journalisten sind darunter – viele kämpfen tatsächlich gegen Windmühlen) und der exzentrische Wissenschaftler (davon gibt es einige wenige, allerdings fast nie Klimatologen).“ (Stefan Rahmstorf, veröffentlicht im Seydlitz-Schulbuch für Gymnasien: „Geographie – Einführungsphase“).

    Wer es heutzutage wagt, Aussagen (wissenschaftlicher) Autoritäten zu hinterfragen, wird schnell als Klimaleugner diffamiert und oftmals in die Nähe von Verschwörungstheorien, Reichsbürgern, Rechten, etc. gerückt (s. Beitrag des Bayrischen Rundfunks: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/keine-erhoehte-gefahr-von-blackouts-durch-die-energiewende-ein-faktenfuchs,SbF5xjM). Man kann es den Menschen nicht verdenken, dass sie nicht der Wahrheitsfindung willen ihre Existenz aufs Spiel setzen, zumal diese Wahrheit ohnehin hinter dem Schleier der Zensur verschwindet, je weiter im Süden der Republik bzw. desto näher Mainz desto schneller und gründlicher.

    9/11, Corona oder Klimawandel/-schutz machen da keinen Unterschied. Solange die Verantwortlichen für die hunderttausenden Toten in Irak und Afghanistan, d.h. G. W. Bush, Donald Rumsfeld & Dick Cheney nicht hinter Schloss & Riegel sitzen (die Zeit dafür läuft langsam ab – Donald Rumsfeld ist in 2021 bereits verstorben) waren ihre Methoden zur Vertuschung der Wahrheit erfolgreich und finden konsequenterweise hierzulande regen Zuspruch gerade bei Vertretern des rot-grün-schwarzen Spektrums. Der 9/11 und seine Folgen sind somit nicht zu Ende und unsere Zukunft in Freiheit, Demokratie und Wohlstand weiterhin in großer Gefahr.

    1. Sehr geehrter Herr Dr. Aßmann,

      es ist mir ein Bedürfnis, mich einfach mal von Herzen bei Ihnen zu bedanken. In Klima- und Energiefragen bin ich ein Laie, aber ein interessierter Laie. Meine Stärken und Kompetenzen liegen woanders. Genau genommen beschäftige ich mich erst seit 2018 intensiver mit Klima- und Energiefragen. Wie auch beim Thema Corona läuft hier im Mainstream alles unter dem Motto „5 Stühle, eine Meinung“. Gegensätzliche, kritische Ansichten wie Ihre werden ignoriert oder diffamiert mit den üblichen Kampfbegriffen. Mit Erfolg. Und ich gestehe, eine zeitlang auch bei mir mit Erfolg. Ich kannte ja keine andere Sichtweise.

      Es geht nicht darum, ob Sie in allem Recht haben. Es geht darum, dass Sie meinen Horizont erweitert haben und mir neue Sichtweisen ermöglichen. Dafür danke. Ich nehme für mich in Anspruch, sehr gut zwischen Fakten und Meinung unterscheiden zu können. Und Sie geben mir eine Menge nachdenkenswerter Fakten an die Hand.

      Was mich traurig und wütend macht, ist, dass nicht Sie ein breiteres Forum erhalten sondern Menschen wie TV-Hirschhausen. Das ist ein Arzt, der nie als Arzt gearbeitet hat. Der ist seit 2018 selbsternannter (!) Klimaforscher. Der heiße Sommer 2018 hat ihn dazu „inspiriert“. Da kam er auf den Gedanken. Der ist der Meinung, dass es reicht, sich „ein wenig schlau zu machen“ und glaubt, dass es keine Erkenntnis-, sondern lediglich Motivationsprobleme gibt. Hirschhausen ist sich seiner Popularität bewusst und möchte seine Popularität ausnutzen, damit das Thema „aus der linken Spinnerecke kommt“. Ein TV-Comedian, Moderator und gleichzeitig Aktivist (das könne er trennen), der sich als alter taz-Genosse outet. Ein Mensch, der wie ich eigentlich nur ein Laie ist, sich aber als Experte aufschwingt, Bücher über das Thema schreibt (oder schreiben lässt) und Stiftungen gründet. Ein Mensch, der andeutet, dass Grundrechte neu definiert werden müssen. Lesen Sie selbst. Sie brauchen einen starken Magen dafür.
      https://taz.de/TV-Moderator-Eckart-von-Hirschhausen/!5799639/

      Seine Stiftungen werden übrigens wohlwollend unterstützt. Siehe
      https://www.gatesfoundation.org/about/committed-grants/2021/03/inv025918

      Wenn Sie sich manchmal wie Don Quixote fühlen … dem ist nicht so. Sie erreichen Menschen. Zumindest mich. Herzlichen Dank dafür.

  3. Sehr geehrter Herr Dr. Wessel,

    Ihre Frage ist einfach zu beantworten.

    In der Sahara beträgt die Sonneneinstrahlung etwa 2.500 kWh/m² a (Deutschland: 900 …..1.100 kWh/m² a – s. https://www.maz-online.de/Nachrichten/Wissen/Forscher-aus-England-Wird-die-Sahara-bald-weltgroesster-Energielieferant).

    Folglich gehen in der Sahara auf die Fläche von 100 km x 100 km die jährliche Energiemenge der Sonne von:

    2.500 kWh/ m² a x 10 hoch 10 m² = 25.000 Mrd. kWh/a

    nieder. Das entspricht 25.000 TWh/a oder das 10-fache des deutschen Endenergieverbrauchs von etwa 2.500 TWh/a, davon etwas mehr als 20% Strom genutzt.

    Das bedeutet, selbst wenn man einen solaren Wirkungsgrad von 20% und einen Wirkungsgrad einer Power-to-X-Transformation von 50% ausgeht, würden 100 km x 100 km Nettosolarfläche in sonnenreichen Gebieten der Erde ausreichen, den kompletten Energiebedarf Deutschlands klimaneutral neutral herzustellen und in lager-/transsportfähige chemische Kraft- und Brennstoffe umzuwandeln.

    Die Grünen wissen das schon lange (https://twitter.com/RoHeAss/status/1143103416446660608). Aber diese blockieren diese Erkenntnis aus ideologischen Gründen (ihr Dogma: „Energiewende kann nur lokal, dezentral und vernetzt erfolgreich sein“). Denn dieses Wissen bedeutet das Ende ihrer Klimawandel-Angstkampagnen und damit am Ende rapider Machtverlust. Insbesondere ihr Herzensprojekt, d.h. die Transformation unserer Gesellschaft würde scheitern. Diese Transformation ist auch das Lieblingsprojekt unserer „Klimakanzlerin“. Wie sagte sie am 22.04.2021 in den 19:00 Uhr-Heute-Nachrichten so schön:
    „Wir stehen vor einer gewaltigen Herkulesaufgabe. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Transformation unserer ganzen Lebens- und Wirtschaftsweise“.

    Mit der vorgerechneten Erkenntnis würde diese Transformation ins Wasser fallen. Eine Katastrophe für überzeugte Sozialisten a la Merkel, Esken, Habeck & Co.

    Wissen ist Macht. Nichtwissen (der Bevölkerung) ist Machtsicherung!

    Viele Grüße
    Roland Aßmann

    1. Ganz vielen Dank Herr Aßmann,
      ich bin jetzt deutlich besser informiert. Ich würde mir wünschen, dass Sie einen Artikel zu dem Thema schreiben, der in den alternativen Medien, im Idealfall in allen Medien, das Thema beleuchtet und zu einer Diskussion einlädt. Wir sind uns alle bewusst, denke ich, das der Klimawandel das nächste und noch größere Schreckgespenst sein soll, mit dem die Menschen für eine weitere Entmündigung konditioniert werden sollen. Einige in meinem Umkreis sind schon nicht mehr diskussionsfähig und völlig verängstigt. Nur nicht, wenn sie das nächste Flugticket bestellen oder gerade ihren SUV (Senioren- und Versehrtenfahrzeug) betanken. Das sollten wir dringend bearbeiten.

    2. Lieber Herr Aßmann,

      damit sind die technischen Probleme der Energieversorgung anscheinend zumindest im Groben gelöst. Die Lösung der politischen Blockade könnte eine ähnlich anspruchsvolle sein. Wie bereits angesprochen braucht es Information. Eventuell gelingt es sogar durch Vormachen einen Trend zu setzen.

      Die nächste unerschöpfliche Quelle der Verängstigung ist die Überbevölkerung unseres Planeten. Acht Milliarden Menschen passen in vier niedersächsische Landkreise, pro Quardratmeter einer. Ein bei aller Angstpropaganda kaum faßbarer Gedanke. Wenn man nun jedem Menschen 1000 Quadratmeter landwirtschaftlicher Nutzfläche als Lebensgrundlage zuordnet, stellt man fest, dass in der EU diese 1000 Quadratmeter an landwirtschaftlicher Nutzfläche einhundertfünfundsiebzig Milliarden mal vorhanden sind. D.h. in grober Abschätzung zwanzig mal mehr als alle Menschen auf der Welt benötigen würden. Weiterhin bedeutet dies, ein Fehler um den Faktor zwanzig würde die Schlußfolgerung, dass schon in der EU alleine genügend landwirtschaftliche Nutzfläche für die gesamte Weltbevölkerung vorhanden ist, immer noch nicht widerlegen.
      Ich denke, damit ist genau wie bei der Energieversorgung klar, dass wir nur ein vorgetäuschtes politisches Problem haben, kein naturwissenschaftliches bzw. durch gesunden Menschenverstand nachvollziehbares – s.h. Corona.

      1. Lieber Herr Wessel,

        wenn man die landwirtschaftliche Nutzfläche der EU googelt, werden 175 Millionen Hektar angezeigt. Da ein Hektar = 100 m x 100 m = 10.000 m² beträgt, sind das folglich 1750 Millionen oder 1,75 Milliarden mal 1000 m² (zum Vergleich: in der EU leben 0,45 Mrd. Menschen). Mir scheint, Sie haben sich um Faktor 100 verrechnet. Sei’s drum. Im Prinzip haben Sie ja Recht. Es ist natürlich totaler Quatsch, jede Menge Diesel zu verfahren, um einen gewaltigen Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche der EU zu pflügen, zu eggen, einzusäen, zu spritzen, zu ernten und das Ergebnis auf direktem Weg und ohne Teil der Nahrungskette zu sein, mit riesigen Traktoren in die Biogasanlage zu fahren. Das gilt umso mehr, als die oben beschriebene Power-to-X-Technologie mittlerweile im erweiterten Labormaßstab ebenso längst zur Verfügung steht wie riesige unbewohnte Flächen mit hoher Sonneneinstrahlung zur Solarstromproduktion und die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung alles andere als gesichert ist. Es ist ein Versagen unserer zunehmend unchristlichen Gesellschaft im Ganzen und der von ihren ahnungslosen Kirchenfürsten in den rot-grünen Sumpf zunehmend ideologisierter statt menschlicher Politik hineingezogenen Kirchen im Speziellen, dass solche eigentlich kriminelle Machenschaften im Umgang mit Lebensmittel sowohl von weiten Teilen der Politik der linken Technokraten als auch von den zunehmend Agitation verbreitenden Medien als vorbildlich gekennzeichnet werden.

        Es ist ein erschreckendes Kennzeichen dieser Krise, dass sich der Faschismus dieser Tage einen rot-grün-schwarz lackiertes Tarnkleid übergezogen hat und sich so in ihrem Denken und Handel vor humanistisch begründeter Kritik dauerhaft gefeit sieht. Hebt man das Tarnkleid an, tritt derselbe menschenfeindliche braune Faschismus zu Tage, der auch vor mehr als einem dreiviertel Jahrhundert das Leben in seiner Substanz in Frage gestellt hat. Die zunehmend faschistisch daherkommenden Corona-Maßnahmen lassen zusätzlich grüßen. Und wieder stehen die Kirchen auf der falschen Seite.

        Viele Grüße
        Roland Aßmann

        1. Lieber Herr Aßmann,
          sie haben Recht, Faktor 100. Dennoch reicht die landwirtschaftliche Nutzfäche von fünf Milliarden Hektar weltweit unter der Maßgabe von 1000 Quardratmeter pro Mensch für fünfzig Milliarden Einwohner. Ich hoffe dieses Mal ist es korrekt, bitte Sie das zu prüfen.
          Demnach gibt es, zumindest wenn geschlossene landwirtschaftliche Kreisläufe eingehalten werden, keine vermehrte CO2 Emissionen. Wie es mit dem Methan wäre, würde ich gerne erklärt bekommen.
          Dass Sie Bestürzung empfinden über die in nahezu allen westlichen Staaten auf dem Rückzug befindliche Demokratie und sie dieser Entwicklung faschistische Bezüge zuordnen, können sicher viele von uns nachvollziehen. Ortega y Gasset hat im „Aufstand der Massen“ dieses zum Thema gemacht. Postfaktische Politik heißt das beschönigend. Tatsachen interessieren nicht bzw. werden passend gemacht.

          Jetzt und zwar genau jetzt sollten endlich alle von der Couch herunterkommen und öffentlich Stellung beziehen, idealerweise im Freien und mit vielen Anderen zusammen.

          Mit freundlichen Grüßen
          Herbert Wessel

          1. Lieber Herr Wessel,
            habe folgendes gefunden:
            „Die Statistik beschäftigt sich mit der landwirtschaftlichen Nutzfläche weltweit in den Jahren 1961 bis 2016. Im Jahr 2016 gab es weltweit eine landwirtschaftliche Nutzfläche von rund 48,63 Millionen Quadratkilometer.“
            Sie dürften also Recht haben, bei 1000 m² pro Erdenbürger würde das für 48,6 Milliarden Menschen ausreichen. Aber nicht überall sind die Böden so ergiebig wie bei uns. Solange Menschen auf der Welt hungern, ist es ein Verbrechen, Lebensmittel für die Energieproduktion zu vernichten. Das gilt umso mehr, als der Beitrag zu unserem Energieverbrauch marginal ist und es die geschilderten Alternativen der Energieproduktion gibt, die nicht im Widerspruch zur Nahrungsmittelproduktion stehen.
            Viele Grüße
            Roland Aßmann

  4. Wer nicht fragt, bleibt dumm. Wer nicht fragen darf, soll dumm bleiben. So ist das, wenn die Wahrheit nicht die ganze Wahrheit ist. Die ganze Wahrheit ist jedoch die Grundlage für Entscheidungsprozesse, die zu einem individuell und kollektiv ausgewogenem Ergebnis führen sollen.
    Ich bin mir sicher, drängende Probleme wie Resourcenverbrauc, Umweltverschmutzung, Klimawandel, militärische Auseinandersetzungen und Wirtschaftskriege wären längst bearbeitet und soweit möglich gelöst, würde die Mehrheit unbehinderten Zugang zu Informationen zu den zugrunde liegenden Interessenkonflikten haben.
    Beispiel Solarenergie: Lt. Elon Musk decken 100×100 Meilen Solarzellen den Energiebedarf der USA und eine Fläche von einer Quadratmeile an Batterien reichen als Energiespeicher. Da frage ich mich schon, warum ich das nicht gewusst habe und ist das wahr? Da wäre dann der ganzen Panikindustrie zum Klimawandel augenblicklich der Stecker gezogen. Ebenso wäre klar, dass wir eine dezentrale selbstbestimmte Energieversorgung haben könnten.

  5. Lieber Herr Langemann,
    vielen Dank für die Bereitstellung des Vortrages von Herrn Schneider, der ja aus 2019, also vor „Corona“ entstand und dadurch deutlich macht, wie Berichterstattung oder besser gesagt Propaganda schon lange funktioniert. Ich war vor 20 Jahren ebenso geschockt von diesem „Attentat“ wie meine ganzen Freunde und Bekannten. Stutzig machten mich lediglich die Art der Einstürze der Twin-Towers, die ich als Architekt nicht so ganz begreifen konnte. Warum stürzten sie so senkrecht? Erst mit Corona, das mir von Anfang an merkwürdig vorkam, interessierte mich das Thema 9/11 wieder und machte mir eigentlich klar, dass die schlimmsten Verbrechen die Machthaber verursachen und auch ausführen ohne Rücksicht auf das Leid der Betroffenen. Meine Glaube an die Politiker und den „Qualitäts“-Journalisten ist durch die sich in diesem Zuge erfolgte Gängelung/Diskriminierung des Volkes vollkommen verloren gegangen. Ich/wir können nur hoffen, dass alternative Informationsquellen wie die Ihre weiter an Gewicht gewinnen und eine Wende dieses Menschheitsdramas, das wir zur Zeit erleben, kommen wird. Ich bin 66 Jahre alt und hoffe auf gerechtere Zeiten.

  6. Sehr geehrter Herr Langemann,
    Danke möchte ich sagen für Ihr Engagement und für einen Vortrag, einem stillen und anfänglich „drögen“ Vortrag, der Sprengkraft beinhaltet, eigene schon länger inne wohnenden Gedanken und Erkenntnisse in Worte fasst und präzise ausformuliert, dem geneigten Publikum zur Verfügung zu stellen.
    Ihnen und Herrn Dr. Schneider möchte ich für den Mut danken, in dieser für alle wachen Menschen so schwierigen und bedrohenden Zeit, hier mit diesem Format Gesicht zu zeigen.
    Aufgeben ist keine Option

  7. Sehr verehrter Herr Langemann,
    Wenn auch mitten im Umzug – ich verlasse die schöne Stadt Hamburg in Richtung ländliches Leben – möchte ich auch einmal sehr deutlich ‚Danke‘ sagen für ihren wahren Journalismus, den es hierzulande, aber auch im restlichen Europa, in den Staaten sowieso, kaum noch gibt.
    Die Auswahl der Themen, die Interviewpartner, und last but not least die Journalistische Sorgfalt, zu der auch eine schöne Sprache gehören, lässt mich Hoffnung für die Zukunft schöpfen, macht mich weniger einsam, lässt mich nicht mehr an meinem Verstand zweifeln u zeigt mir, dass wir alle gemeinsam etwas Neues erschaffen können.
    derClubderklarenWorte, Gunnar Kaiser, Boris Reitschuster und der Corona-Ausschuss werden von mir als Abschied an die Nachbarschaft mit Goldenen Spray auf anthrazitfarbenen Gebäudesockel verewigt werden. Das bin ich Ihnen allen schuldig, unabhängig von der finanz. Unterstützung. Und die Nachbarn werden eine etwas andere Erinnerung an mich haben. Der Abschied von dieser schönen Altbauwohnung fällt nicht leicht, aber dem Anfang nächstes Jahr wohnt auch ein Zauber inne…herzliche Grüße an Die u Ihr Team.

  8. Sehr geehrte Herr Langemann, dieser Vortrag war gerade eine Wohltat für mich. Meinen herzlichen Dank dafür.
    In der Gas Lightning Welt dieser Tage quäle ich mich durch die Meldungen. Seien es die, denen ich aus dem Weg zu gehen versuche, die offiziellen, oder die auf Telegramm oder wo auch immer man sich die Wahrheit mühevoll zusammen suchen muss. Ich weiß nicht was mich mehr schmerzt, die Lügen der Politiker und der Propagandamedien oder die Schilderungen des Leids, das diese verursachen. Ich habe mich und meinen Anspruch an Wissenschaftlichkeit und Wahrhaftigkeit in diesem kluge und ruhige Vortrag von Herrn Schneider regelrecht verteidigt gefühlt.
    Ich bin damals schon über den verdrehenden Sprachgebrauch und die sinnentstellende Logik der Presse zum Thema gestolpert. Auch der ganz andere Umgang mit Theorien über ähnliche Vorgänge in Russland ist mir aufgefallen. Und beides hat sich über die Jahre nicht gebessert. Im Gegenteil, vor bald zwei Jahren ging es erst auf eine Weise los, wie ich sie mir für den schlimmsten Fall nicht hätte vorstellen können. Dennoch bin ich beim aktuellen Thema zuerst der Propaganda auf den Leim gegangen. Für mich hat das sehr deutlich gemacht, dass Propaganda wirkt. Schon durch Ihren Film mit Daniele Ganser und den Vortrag eben, ist mir noch etwas aufgefallen. Ich hatte damals erhebliche Zweifeln an der offiziellen Darstellung (eben wegen des wie bei einer Sprengung aussehende Einsturz der Gebäude, der zu frühe Meldung des Einsturzes von WTC 7 und der Versicherungspolice des neuen Eigners, die ein anderer Kommentator schon erwähnt hat) Abschließend war ich der Meinung, dass diese Attentate zumindest nicht „sauber“ waren und dass die Busch-Regierung und CIA zumindest von der Planung der Anschläge gewusst haben müssen, dennoch war mir das über die Jahre verloren gegangen. Ich habe mich zwar immer noch über die tendenziöse Ausdrucksweise beim Thema 9/11 und anderen geärgert aber irgendwie doch mehr und mehr die erwünschte Sicht zu 9/11 angenommen. Siehe, Propaganda wirkt auch hinterher noch. Es ist erschreckend. Dabei ich bin vielleicht durch meine persönlichen Erfahrungen mit Gas Lightning sogar etwas empfindlicher für die Verdrehung von Wahrheiten.
    Ich wünschte, ich hätte die Klarheit und Ruhe von Herrn Schneider und könnte in den schwierigen Gesprächen dieser Tage den letzten Teil des Vortrages an die Menschen meiner Umgebung weitergeben, die der Corona-Massenpsychose zum Opfer gefallen sind.

  9. Ein sehr interressanter Vortrag, der besonders im zweiten Teil ein erhellendes Licht auf die Vorgänge und Mechanismen wirft, die auch zur jetzigen Zeit mehr als aktuell sind. Ich habe den Club der klaren Worte schon so oft weiterempfohlen und hoffe die Leserschaft hat sich dadurch erweitert.

  10. Sehr geehrter Herr Langemann,

    es ist längst überfällig, Ihnen endlich mal mitzuteilen, wie begeistert ich von Ihrem eloquenten Sprach- und Schreibstil bin. Es ist für mich wie Seim zu schlürfen, Sie zu lesen, Sie zu hören.

    Sie sind ein Könner!

    Zum Inhalt will ich nur mitteilen: d’accord.

  11. Am Anfang ist immer der Abschied und in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

    Lieber Herr Langemann,
    Ihre Worte machen betroffen und hoffnungsfroh zugleich. Offenbaren sie doch eine Authentizität und Verletzlichkeit und gleichzeitig eine Kraft, die die menschliche Stärke präsentiert…..und das ist heilend.
    Als stille Mitleserin haben ich soviel Kraft, Erkenntnis und ja, auch Heilung durch Ihre Worte erfahren dürfen, und dafür ist es jetzt an der Zeit, mich bei Ihnen zu bedanken.
    Nicht nur die treffenden Analysen und das pointierte Finger-in-die-Wunde-Legen, sondern auch Ihre geschliffene Ausdrucksweise haben mich begeistert und mich wieder wohl fühlen lassen im Sumpf der Anglizismen und Neu-Sprech-Wortverdehungen, oh, welche Wohltat.
    Ich fühle mich wohl in Ihrem „Hort des unbetreuten“ Denkens, habe Ihre Seite schon x-Mal weiter empfohlen, sie dienen sogar als Diskussionsgrundlage mit meinen Enkelkindern – herzlichen Dank, Herr Langemann.
    Mit den besten Wünschen
    Petra Stöhr

  12. bevor ich mir nun das interview anschaue, möchte ich ihnen , herr langemann, von ganzen herzen danken für ihre berührenden worte in der einführung zu „am anfang ist immer der abschied“ .
    ihren stets wundervoll blumigen, feinen, zutiefst geistreichen und sensiblen sprachausdruck schätze ich sehr. erzeugt verbundenheit in mir. dafür danke ich ihnen sehr.
    in bezug auf ihre trauer, auf unser aller trauer, die wir im kreislauf des lebens (oder in der quadratur selbigen) erfähren, kam mir der gedanke eines perspektivwechsel zu den 6 worten von botho strauß in den sin, da das wort „abschied“ doch oft mit dramatik behaftet ist.
    ich kürze ein auf 4 Worte, obwohl der blick erweitert, undramatisch daherkommt, sinngebend u. offen für das neue ist.
    diesen perspektivwechsel möchte intitolieren mit “ was am ende beginnt“ . (u.a. ein romantitel von mir.)
    ich persönlich freue mich auf beides , das ende und den beginn.
    und hoffe, ihnen , herr langemann ,immer wieder zu begegnen in der frei-geistigen welt der sprache, der aufklärung über die komplexen zusammenhänge unseres „daseins“ . danke nochmals

  13. danke
    für den spannenden vortrag von ansgar schneider.
    es macht absolut sinn.
    habe noch die bilder vor augen, die an dem tag um die welt gingen, im minuten takt, immer wieder und wieder. traumatisierend.
    aber fragen kamen schon damals auf und wurden nun beantwortet und gleichzeitig auch das treiben des coronaregimes verständlicher (nicht akzeptabler!)

  14. Lieber Markus Langemann !

    mich haben Ihre Worte sehr berührt,
    und ich möchte mich für Ihre Offenheit bedanken,
    die in dieser Zeit schon mehr als nur rar geworden ist ! …

    unaufgeregt, hochintellektuell, und gleichzeitig doch verständlich und nachvollziehbar,
    und mit hochentwickeltem – fast schon „literarisch“ zu nennenden –
    Sprachgefühl bringen Sie Sachverhalte präzise „auf den Punkt“ ! …

    Meine Hochachtung, und meinen großen Respekt dafür ! … 🙂 …

    Als Hbochautechniker war mir am 9/11 spätestens nach dem senkrechten Absacken von WTC 7
    klar, daß das eine geplante Sprengung war, und daß da etwas an der Bin-Laden-Story megafaul ist,
    zumal mir bereits am nächsten Tag ein Kunde, Immobilienfachmann und Anwalt,
    Unterlagen über präzise Details der Versicherungsverträge eines gewissen Larry Silverstein,
    Eigner der Twin-Towers zugesandt hatte ! … 😉 …

    ich habe mich danach mehrere Jahre in unterschiedlicher Intensität mit den technischen Details
    dieser „controlled demolition“, und – notgedrungenderweise – auch mit den unzähligen,
    teilweise haarsträubenden Verschwörungstheorien beschäftigen müssen, die sich um dieses Ereignis ranken …

    dadurch denke ich, gelernt zu haben, Fakten möglichst präzise auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen,
    und mich diesbezüglich nicht von Emotionen leiten zu lassen …

    und vor allem eines : wenn es ums Geld geht, traue ich mittlerweile ALLEN Akteuren ALLES zu !!! …

    sollten Sie Informationen zu – technischen – „9/11-Details brauchen : mein Archiv ist „rappelvoll“ ! … 😉 …

    mit freundlichen Grüßen !

    Thomas Brandmayr

  15. Welch ein interessantes Interview. Mir ging es seinerzeit wie Dr. Schneider. Ich wollte gar nicht glauben, was ich da gelesen habe. Ich wollte diese „Verschwörungstheoretiker“, diese Spinner, widerlegen. Das war meine Motivation, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Und je mehr ich eingetaucht bin, umso mehr habe ich festgestellt, wie dumm ich doch war. Ich brauchte lange, um mir selbst einzugestehen, dass ich der Idiot war und nicht diejenigen, die ich, arrogant wie ich leider war, als Idioten beschimpft habe.

    Besonders schön, intelligent und bescheiden fand ich die ausführliche Antwort von Dr. Schneider auf Herrn Langemanns Frage „Sind Sie Wissenschaftler?“.

    „Mir erschien sein forensischer Vortrag wie ein Krimi. Schneider erscheint mir wie ein Tatortreiniger.“
    Den ersten Satz unterschreibe ich zu hundert Prozent. Ich würde aber eine andere Metapher wählen. Dr. Schneider ist eher ein fragender Detektiv und Forensiker eines Verbrechens. Den Tatort reinigten recht schnell US-Regierung, NIST, CIA und Co, um eine seriöse Detektivarbeit zu verhindern. Beispiel: Die Stahl-Bauträger am erwähnten zusammengestürzten WTC 7 wurden umgehend abtransportiert, zerkleinert und mit anderem Bauschrott vermischt. So wurden sie forensisch unbrauchbar. Der Tatort wurde also kontaminiert. Nur eine von einem dutzend „Merkwürdigkeiten“. Die für mich bis heute amüsanteste Merkwürdigkeit: In den Trümmern der Twin Towers wurden „leider“ die black boxes, die unzerstörbaren Flugschreiber, nicht gefunden. Erst- und einmalig bei einem Inlands-Absturz. Sehr wohl gefunden wurde ein perfekt erhaltener Ausweis eines der Attentäter – in den Trümmern.

    1. Sehr geehrter Herr Löcke,

      mein Anliegen ist mehr Sachlichkeit in die Diskussion um Klimaschutz und Klimawandel zu bringen, kann mir allerdings ab und zu den einen oder anderen Seitenhieb auf die allzu menschlichen Schwächen und Eitelkeiten der Klimaforscher nicht verkneifen. Am Anfang dachte ich wie Richard-David Precht. Wenn auch nur 90% Wahrscheinlichkeit bestehen, dass die Klimaforscher Recht haben, dann muss man mit aller Radikalität handeln: s. ab min 16:00: https://www.youtube.com/watch?v=la5qvwE_k6k

      Durch meine Beschäftigung mit der Energiewende und den damit zusammenhängenden Klimaschutzmaßnahmen habe ich jedoch gelernt, dass Wind und menschliches Verhalten keine unabhängigen Faktoren im Klimakontext sind. Durch meine tiefgreifende fachliche Ausbildung in Strömungslehre und Strömungsmaschinen im Rahmen meines Maschinenbaustudiums war es Ende 2014 ein relativ Einfaches für mich, das Strömungspotenzial des Windes über Deutschland zu ermitteln. Alle Basisfaktoren und meteorologischen Beobachtungen sind dokumentiert: Windatlas, Luftdruckdifferenzen, Ekman-Spirale und Windscherung und können mit Hilfe der Bernoulli- und der Kontinuitätsgleichung in ein Strömungspotenzial umgerechnet werden. Dabei kamen mir das erste Mal ernsthafte Zweifel an der Seriosität unserer staatlichen Institutionen, allen voran das Umweltbundesamt. Es ließ in der Studie „Potenzial der Windenergie an Land“ (s. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/potenzial_der_windenergie.pdf) Ausbauszenarien der Windenergie durchrechnen und kam zu einem aus strömungstheoretischer Sicht absurd hohen Potenzial der Windenergie. Alle Versuche, die Beteiligten, d.h. staatliche Stellen und auch die Windindustrie selbst auf ihren Irrtum hinzuweisen, scheiterten. Die hessische Landesregierung ging sogar so weit, ein Gesetzgebungsverfahren aktiv zu manipulieren, um diese unbestreitbare physikalische Tatsache zu verschleiern bzw. zu unterdrücken. Seitdem stehen meine Sensoren was Manipulationen von Fakten und Wahrheit betrifft auf Warnstufe rot.

      Die nächste Stufe auf dem Pfad der Erkenntnis leitete Stefan Rahmstorf, Chef des Potsdamer Instituts für Klimaforschung PIK ein. Was war geschehen? Das ÖRR-TV hatte sich erdreistet, in eine Talkshow neben den üblichen Klima-Kassandra-Rufern aus der Klimaforschung auch den bekannten Meteorologen Jörg Kachelmann und einen sog. Klimaskeptiker einzuladen. Jörg Kachelmann widersprach in der Sendung dem Klimaforscherforscher, dass die Anzahl schwerer Stürme zugenommen hat. Das veranlasste Herrn Rahmstorf, am nächsten Tag das Symbolbild der Erde als flache Scheibe zu twittern und mit Jörg Kachelmann bzw. dem Klimaskeptiker in Beziehung zu bringen. Meine Zweifel an der Seriosität der Klimaforschung waren getriggert. Im Nachgang habe ich Herrn Rahmstorf auf Twitter diverse Fragen gestellt. Seine Antworten klangen nicht immer logisch. Als er argumentativ zunehmend in Rückenlage geriet, hat er mich geblockt. Die volle Arroganz dieses Forschers lässt sich an seiner öffentlich formulierten Antwort auf diverse freundlich und sachlich gestellten Fragen ermessen: „Ja, all diese Fragen kann die Klimaforschung schlüssig beantworten und hat es auch bereits getan. Zu all diesen Fragen gibt es entsprechende Studien. Wenn Sie die Wissenschaft verfolgen würden – etwa durch regelmäßige Lektüre von Wissenschaftsmedien wie Spektrum – dann hätten Sie das auch mitbekommen. Sehen Sie es mir bitte nach, dass ich keine Zeit habe, jedem hier ausführlichen Nachhilfeunterricht in allen seinen Fragen zu erteilen.“ (Stefan Rahmstorf, 09.08.2018, 12:40 Uhr, s. Leserbriefe zu https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/hitze-ohne-ende/). Dass er gleich in mehreren Punkten mittlerweile von wissenschaftlichen Studien widerlegt wurde, sei nur am Rande erwähnt. So wird mittlerweile der Einfluss der Kondensstreifen höher bewertet, eine meiner Fragen (s. https://www.welt.de/wissenschaft/article215249522/Luftverkehr-und-Klimawandel-Kondensstreifen-sind-das-Hauptproblem.html)

      Wäre sich die Klimaforschung ihrer Sache sicher, wären solche Verhaltensweisen nicht notwendig. Genauso wenig wie hinter jeder Dürre, jedem Waldbrand und jeder Überschwemmung gleich eine Bestätigung ihrer Theorie zu sehen. Gerade grüne Politiker haben damit angefangen, diese Verhaltensweise zu kopieren. Es ist ja auch so schön einfach, hinter all diesen spektakulären Ereignissen, allen voran dem rapiden Abschmelzen von Gletschern vor allem der nördlichen Hemisphäre einen Nachweis der CO2-These zu sehen. Dabei setzen die Forscher die Eingangsgrößen „CO2-Level“ und „menschliche Aktivitäten“ gleich. Als Begründung dient ihnen die Behauptung, dass keine anderen Ursachen als CO2 bzw. die Treibhausgase für die beobachtete Temperaturerhöhung etwa seit Beginn der Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert in Frage kommt. Der TV-Meteorologe Karsten Schwanke erläutert diesen „Beweis“ auf seiner Twitter-Seite: https://twitter.com/KSchwanke/status/1188876098299449345

      Der nächste Step auf dem Weg zur Erkenntnis leitete eine Dokumentation des Deutschlandfunks ein. In einer Hörfunkreportage berichteten Sie vom Phänomen des sog. Stillings. Es wird von Meteorologen seit Jahrzehnten beobachtet, dass global der terrestrische Wind, d.h. die Winde über Landmassen im Durchschnitt abnehmen. Dabei ist die genannte Größenordnung erheblich. Dass Wind und Verdunstung in direktem Abhängigkeitsverhältnis stehen, wissen wir alle. Dass aber die Verdunstung (Fachbegriff: Evapotranspiration) etwa 50% zur Abkühlung der Erdoberfläche beitragen, wissen die wenigsten und haben auch die Klimatologen eher weniger auf dem Schirm, auch wenn der Zusammenhang bereits vor knapp einem Jahrhundert vom deutschen Meteorologen Heinrich von dem Borne in seiner Veröffentlichung „Verdunstungsstudien“ nach eingehenden Studien und Experimenten beschrieben wurde. Er leitet seine Studie mit folgenden bemerkenswerten Worten ein: „Mit Hilfe von Apparaten wird es wohl niemals gelingen, die tatsachliche Verdunstung von Landflächen zu bestimmen, so wichtig eine derartige Ermittlung im Hinblick auf Klimaforschung, Wasserhaushalt der Erde und dergleichen sein mag.“

      Das hat mich veranlasst, auch auf Anraten eines WELT-Redakteurs, 2018 das in Sachen Klimaforschung renommierte Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, an das auch der aktuelle Physik-Nobelpreis ging, anzuschreiben und nachzufragen, wo sich dieser Effekt, d.h. weniger Wind durch die menschliche Umgestaltung der Erdoberfläche und dadurch weniger Verdunstung sich in der Liste der möglichen Ursachen des Klimawandels befindet. Hier die Antwort eines Max-Planck-Klimaforschers im Original:
      „The basic question you raise is whether an Earth with weaker winds will be warmer, and whether the warming that we have been experiencing since industrialization might be a temporary response to a roughening of Earth’s surface. It is an interesting line of thought which I had not considered before, although others may have. However, I did not consult with colleagues, so the thoughts presented below are just an informal attempt to think through this problem, in the hope that my way of thinking will be of help for you.“ oder übersetzt: „Die grundlegende Frage, die Sie aufwerfen, ist, ob eine Erde mit schwächeren Winden wärmer wird und ob die Erwärmung, die wir seit der Industrialisierung erleben, eine vorübergehende Reaktion auf eine Aufrauhung der Erdoberfläche sein könnte. Es ist ein interessanter Gedankengang, den ich vorher nicht in Betracht gezogen hatte, obwohl andere es vielleicht haben. Ich habe mich jedoch nicht mit Kollegen beraten, daher sind die folgenden Gedanken nur ein informeller Versuch, dieses Problem zu durchdenken, in der Hoffnung, dass meine Denkweise für Sie hilfreich ist.“

      Jetzt frage ich Sie, Herr Löcke, wie kann eine Klimawissenschaft, die mittlerweile nahezu die komplette Politik, ja die komplette Gesellschaft inkl. Justiz in ihrem Denken dominiert, ja die sogar Freiheitseinschränkungen durch das Bundesverfassungsgericht unwidersprochen stehen lässt bzw. gar begründet, noch im Jahr 2018 einen solchen Satz formulieren? Schlimmer ist jedoch, dass es bis heute immer noch keine schlüssige Antwort gibt, Klimaforscher jedoch trotzdem auch über ein Jahr später mit aller Selbstverständlichkeit unverändert „CO2-Level“ und „menschliche Aktivitäten“ als quasi dieselben Eingangsgrößen der Klimaforschung gleichsetzen: s. https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/klimafaktoren-was-bestimmt-das-klima-100.html, 3:45 und 4:25

      Es ist unverkennbar, dass die Klimaforschung sich keinen Gefallen getan hat, sich frühzeitig auf CO2 bzw. die Treibhausgase als nahezu ausschließliche Ursache des nicht zu leugnenden und sich vor unser aller Augen abspielenden Klimawandels festzulegen. Nun kommen sie aus dieser Nummer nicht mehr heraus, ohne ihr Gesicht bzw. wissenschaftliche Reputation komplett zu verlieren und ggf. sogar mit massiven Schadenersatzklagen überzogen zu werden. Auch hier unterscheiden sich Corona und Klimawandeldiskussion nicht. Nur gibt es bei Corona Länder wie Schweden oder Polen, die einen komplett anderen, liberaleren Weg einschlagen als wir – und erfolgreicher sind. Was viele Menschen nicht wissen: in Polen sind nach wie vor Restaurants, Friseure, etc. ohne 3G oder gar 2G offen. Wer Maske in der Öffentlichkeit trägt, wird zunehmend schief angesehen. Weiterhin ist die Impfquote weit niedriger als in Deutschland. Trotzdem ist die Inzidenz deutlich niedriger als bei uns. Damit lässt sich bei Corona eine Einordnung vornehmen. Beim Thema des globalen Klimawandels ist das anders. Doch es gibt mittlerweile genügend Anhaltspunkte an der offiziellen Einordnung der „CO2-These“ Zweifel zu hegen. Vor allem die sog. Beweiskette ist löchrig wie ein Schweizer Käse. Das das den Menschen nicht auffällt, liegt daran, dass trotz mannigfaltiger Berichterstattung über den Klimawandel fast niemand bereit ist, sich mit dessen physikalischen Grundlagen zu beschäftigen.

      Die Folgen sind fatal. Wir glauben daran, dass ein Schmetterling in Amazonasgebiet unser Wetter beeinflussen kann. Wir streiten aber ab, dass zehntausende, mittlerweile teils knapp 300 m hohe, monströse Industrieanlagen, die zu nichts anderem konstruiert sind, als den Wind einzubremsen, eine Auswirkung auf Wetter und Klima haben, auch wenn internationale Studien mittlerweile anderes nahelegen (s. https://news.harvard.edu/gazette/story/2018/10/large-scale-wind-power-has-its-down-side/). Sorry, aber das ist eine gesamtgesellschaftliche Naivität in schon fast pathologischem Ausmaß. Gehen wir den Weg konsequent weiter, zerstören wir wohl das Klima wie wir es kennen und laufen Gefahr, genau die Klimakipppunkte zu triggern, die wir eigentlich tunlichst meiden wollten. Es ging auch anders und risikoärmer – für Klima und Gesellschaft- , wie meine Antwort an Herr Wessel hier belegt. Deshalb liegen die Philosophen Precht und Habeck in ihrer Analyse so falsch und sind die eingangs erwähnten 90% Wahrscheinlichkeit sind bei weitem nicht genug, ganz zu schweigen von der Frage, ob es überhaupt 90% sind.

      Mit den zum Nachdenken anregenden Worten eines MPI-Klimaforschers, auf den überproportionalen Klimawandel in unserem Land seit Einführung der Windenergie angesprochen, möchte ich schließen:
      „Zur Wirkung von Windenergie auf das bodennahe Klima wird geforscht. Eine Kollegin von mir an der Universität Hamburg hat z.B. den Einfluss der Windparks in der Nordsee auf das regionale Klima der Metropolregion Hamburg untersucht. Effekte sind zwar statistisch signifikant, können aber bei weitem nicht die beobachtete Zunahme der Jahresmitteltemperatur in der Region erklären. Umkehrt erscheint mir eine Korrelation von Temperatur und Windenergie plausibel. Wegen der Sorge vor einer Klimaerwärmung wird mehr Windenergie eingesetzt…“

      Viele Grüße
      Roland Aßmann

      1. Sorry Herr Löcke,

        durch eine Unzulänglichkeit des Editors (Auflösung der Zuordnung der Antwort zu einem bestimmten Kommentar nach dem Verlassen und Rückkehr in den Bearbeitungsmodus) in Verbindung mit einer Unachtsamkeit meinerseits ist meine Antwort leider an Ihren falschen Kommentar angehängt.

        Es war dem CdkW-Team trotz unmittelbar erfolgter, schriftlicher Bitte anscheinend nicht möglich, eine korrekte Zuordnung vorzunehmen.

        Viele Grüße
        Roland Aßmann

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