Whistleblow

Öffentlich unrechtlich

von Peter Löcke //

Es ist schwer, Worte zu finden für einen Vorgang, der jeden halbwegs demokratisch und logisch denkenden Menschen sprachlos hinterlässt. Was war geschehen? Ein Journalist bekommt ein internes Mail des BR zugespielt. Der vermeintlich edle Betreff lautet „Infektionsschutz an Drehorten“. Brisanter Inhalt in Kurzform: Nur noch Geimpfte sollen vor die Kamera, es sei denn das Ungeimpft-Sein wird zum Thema gemacht. Es soll Kontrolle über den Impfstatus der Interviewten ausgeübt werden. Das Mail wurde als „dringende Empfehlung“ verfasst, was sowohl sprachlich als auch juristisch einer strengen Anordnung gleicht, die die Mitarbeitenden des BR gefälligst umzusetzen haben. So weit, so schlecht. So skandalös. Der Journalist, hier Markus Langemann, geht damit an die Öffentlichkeit und stellt der verantwortlichen Intendantin des BR, Frau Dr. Katja Wildermuth, fünf konkrete kritische Fragen. Wie reagiert der BR tags darauf? Leider mit weiteren Eigentoren.
Auf die fünf konkreten Fragen wird nicht eingegangen, stattdessen eine mit heißer Nadel gestrickte allgemeine Rechtfertigung formuliert, in welcher der Skandal als edle Tat verkauft wird. Es ginge dem BR nur um Fürsorge, um Gesundheit, um Mitarbeiterschutz, um Vorsicht. Schon dieses Argument ist peinlich. Selbst im leeren Denkraum des BR sollte mittlerweile angekommen sein, dass geimpfte wie ungeimpfte Menschen gleichermaßen das Virus tragen und übertragen. Für den durchgeimpften und damit ach so geschützten BR-Mitarbeiter ist also der offizielle Impfstatus des von ihm Interviewten für seine eigene Gesundheit unerheblich. Mehr noch. Es ist für den BR-Mitarbeiter sogar sicherer, einen Ungeimpften zu interviewen, weil dieser i.d.R. seine Gesundheit per aktuellen Test beweisen muss, ein geimpfter Mensch jedoch im Regelfall nicht.
Das einzig übriggebliebene Argument, welches sowohl Politik wie auch Medien für die Impfpflicht anführen, ist das der drohenden Überlastung des Gesundheitssystems, ist das Angst-Szenario der überlaufenen Intensivstationen, woran alleine die Ungeimpften Schuld seien. Ungeimpfte hätten durchschnittlich einen schwereren Verlauf und nehmen den solidarischen (alias gehorsamen) Durchgeimpften auf den ITS potenziell einen Platz weg. So die spaltende Legende. Nur bricht auch diese Legende aus zwei Gründen immer mehr in sich zusammen. Mehr und mehr dringt an die Öffentlichkeit, dass die Zahlen, die einen überproportional hohen Anteil der Ungeimpften auf den ITS belegen sollen, manipuliert oder gar nicht vorhanden sind. Dass der BR außerdem weitestgehend verschweigt, dass tausende betreibbare ITS-Betten politisch bedingt abgebaut wurden, passt leider ins Bild. Dass dem BR nicht auffällt, dass RKI, BMG und DIVI seit nunmehr 19 Monaten keine (!) seriöse Datenerhebung betreiben, dass eine seriöse Datenerhebung gar aktiv verhindert wird, ist erschreckend. Ist das nur journalistische Blindheit oder geschieht dieses Nicht-Thematisieren auf politischen Druck hin? Was die prozentuale Auslastung der Intensivstationen angeht, eine Parabel für die schlauen Faktenfüchse des Bayerischen Rundfunks: Wenn ich den Inhalt einer Coladose (0,33 l) in ein Halblitergefäß fülle, dann ist das Gefäß zu zwei Drittel, also zu abgerundet 66 Prozent gefüllt (verwendete Quellen: Kopfrechnen/Dreisatz). Wenn die Politik dafür sorgt, dass die Gefäße immer kleiner werden, dann steigt auch die prozentuale Auslastung. Schuld daran ist jedoch nicht die Cola.
Tolldreist bis frech wird die Stellungnahme des BR zum Ende hin. Als Beweis für die dem Programmauftrag entsprechende Berichterstattung, die den Zuschauern ein „vollständiges Bild“ zeige, verlinkt der BR Beispiele, in denen man beweisen möchte, dass auch Ungeimpfte zu Wort kommen und argumentieren dürfen. Das Problem dabei ist nur, dass der BR hier Beispiele für Diffamierungen und Hetze gegen impfkritische Menschen zeigt, bestenfalls Werbung für die Impfung.
Zwei Beispiele: Link zum Artikel Jobseite für Ungeimpfte: Apotheke sucht Mitarbeiter (3.12.2021/S. Armbruster und A. Trübenbacher). Inhalt? Dass ausgerechnet eine Apotheke einen ungeimpften Mitarbeiter sucht, wird scharf vom BR kritisiert. Die fettgedruckte Subhead über ein Jobportal, das sich an Ungeimpfte wendet, lautet „Jobportal verbreitet Verschwörungstheorien“. Es folgt das übliche wording („krude Theorien“). Verweis/link zum hauseigenen Wahrheitsministerium Faktenfuchs darf selbstredend nicht fehlen. 
Link zum Artikel Warum sich Menschen jetzt zum ersten Mal impfen lassen (8.12.2012/A. Dannecker). Es ist die rührende Geschichte einer Heilerziehungspflegerin namens Lena, die sich nun endlich hat impfen lassen, nachdem sie lange nur auf ihren Bauch gehört habe. Nun, wo Sie geimpft ist, gehe es Lena endlich besser. Zitat am Ende des Artikels: “Es ist schon irgendwie ein befreiendes Gefühl. Muss ich dann ganz ehrlich sagen.”
Als Beleg für Pluralismus und Meinungsvielfalt führt der Bayerische Rundfunk allen Ernstes Beispiele an, die das komplette Gegenteil belegen? Für wie dumm hält der BR seine Zuschauer? Der BR framed und bedient willfährig Klischees und Propagandaschubladen über den „typischen Ungeimpften“. Rechts, esoterisch, verschwörungsgläubig, ungebildet, fanatischer Impfgegner. Liste erweiterbar. Was der BR von Zeit zu Zeit macht ist pars pro toto. „Seht her, liebe Zuschauer, hier sehen Sie den typischen Ungeimpften.“
Die Intendantin des BR, Frau Dr. Wildermuth, hat u.a. Geschichte studiert? Es gab schon einmal eine Zeit in Deutschland, als einer Menschengruppe „typische Eigenschaften“ zugeschrieben wurden. Das sollte die Dame eigentlich wissen. Die Lager, die damals errichtet wurden, galten im offiziellen Sprech zumindest auch dem Seuchenschutz wie das in Warschau. „Die“ Wissenschaft war sich damals einig, dass das richtig war. Vorne weg das RKI und die Charité. Es fing mit Notstandsgesetzen und Gleichschaltung der Medien an. Es folgten Denunziantentum und Spaltung. Vergleiche sind schamlos? Ich behaupte das Gegenteil. Schamlos ist mittlerweile die Blindheit, die Parallelen nicht sehen zu wollen.
Konstruktiver Vorschlag an den BR: Verfassen Sie eine neue hausinterne Rundmail an alle Mitarbeiter. Betreff: Sie dürfen ab nun wieder Ihren Job machen. Das wäre ein Anfang. Ich bin mir sehr sicher, dass sich viele Journalisten des BR über eine solche Nachricht freuen würden

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.

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19 Antworten

  1. Seit jeher brauchen die Geschwister:” Dummheit- Arroganz und Ignoranz” geeigneten Nährboden und Dünger! Beides wird seit mindestens 16 Jahren von mittelmäßigen Politikern reichlich zur Verfügung gestellt. Schlimm ist nur, dass die von den politisch Handelnden in den Corona Zeiten zusätzlich ausgestreute Saat wie Hass und Spaltpilze auf dem Boden zum Schaden unserer Demokratie und Rechtsstaates prächtig gedeiht. Noch schlimmer ist allerdings, dass das der Politik anscheinend völlig egal zu sein scheint!
    Heiner Hannappel
    Fortunanetz-Aktuell

  2. Ich gehe mich schon seit Wochen täglich mehrfach impfen lassen. Morgens vorm Gang zum Bäcker, dann Mittags erneut und am Abend zwecks Auffrischung. bzw. Boostern.
    Es ist einfach angenehmeres Leben, wenn geschützt, darum trage ich auch stets Fahrradhelm und beim Duschen Schwimmflügel.

  3. Mich persönlich erschüttert etwas anderes viel mehr.
    1. Wie kann es sein, dass selbst die meisten selbstdenkenden und kritischen Menschen, anstatt über das Menschsein, den Sinn des Lebens und das Gleichgewicht von Körper-Seele-und-Geist, sprich: Gesundheit, miteinander zu sprechen und darüber ihre Gedanken zu teilen, sich nur an politischen Denkvorgaben langhangeln und abarbeiten, wie Staatsform (Demokratie), Aussagen, Gesetze und Regelvorgaben von staatlichen Akteuren oder Nutznießern des Staates (Politiker, Mitarbeiter staatlicher Institutionen, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, etc.) und Krankheit (Viren aktuell im Fokus)?

    2. Wie kann es sein, dass selbst die meisten selbstdenkenden und kritischen Menschen nicht der Frage nachgehen, was die Medizin überhaupt mit Bestimmtheit zu Erkrankungen weiß (wenig bis nichts), auf welcher Grundlage die Mediziner überhaupt welche Behandlungsmethoden und welche Pharmaka Patienten empfehlen (siehe Aufbau des staatlichen Gesundheitssystems mit beinhaltetem Handlungszwang der Mediziner) und wie viele Menschen jedes Jahr durch medizinische Behandlungen sterben (Eingriffe in den Körper, Medikationen, etc.) und sich stattdessen an Daten, Statistiken und den veröffentlichten Studien (alle verbotenen, ungewollten oder erfolgten aber nicht veröffentlichten Daten und Studien sind viel interessanter) von staatlichen Behörden, von Wissensschaftinstituten in staatlicher Abhängigkeit und den erlaubt renommierten Wissenschaftsmagazinen mit ihren Publikationen (die unterdrückten, diffamierten sind viel interessanter) langhangeln und abarbeiten?

    3. Wie kann es sein, dass selbst die meisten selbstdenkenden und kritischen Menschen über namentlich bekannte Krankheiten (wer hat welcher Erkrankung eigentlich warum einen Namen gegeben und auf welcher Grundlage diesen welche Werte/Daten warum zugeordnet?), Diagnosemethoden, Medikamente und Impfungen diskutieren ohne sich vorab mit der grundlegenden Frage und Recherche auseinanderzusetzen, wie viele Medikamente und Impfungen wurden z.B. in letzten 100 oder 150 Jahren auf der Grundlage welchen Wissens und welcher Daten- und Faktenlage zu welchem Zeitpunkt Menschen nach welcher individuellen Anamnese und welcher konkreten Diagnosemethodik zu welcher konkreten Erkrankung empfohlen? Mit welchem Erfolg oder Langzeitfolgen bis hin zum Tod (gibt es Studien zu Kontrollgruppen, die mit gleicher Diagnose keine Medikation und keine schulmedizinische Behandlung in Anspruch genommen hat und wenn nicht, warum nicht?).

    4. Wie kann es sein, dass selbst die meisten selbstdenkenden und kritischen Menschen nicht die Kraft aufbringen, sich schützend vor Mitmenschen in ihrem direkten Umfeld zu stellen, die von anderen Mitmenschen bedroht oder angegriffen werden und selbst dann keine Charakterstärke aufzubringen vermögen, wenn sie selbst oder gar ihre eigene Familie bedroht oder angegriffen wird?

    Wie kann es sein ……….

    Was bleibt, wenn Menschen ihre Würde, ihren Anstand, ihren Respekt vor jedem Mitmenschen und dessen Privateigentum, ihr Herz, ihre Empathie, ihr Mitgefühl, ihr Verständnis und ihr Exklusivrecht an ihrem eigenen Körper auf- oder an eine fremde Instanz abgeben?
    Aggressive Handlungen von anderen Menschen zu benennen und zu kritisieren ist sicher richtig und wichtig, solange dies stets auf friedlichem und respektvollem Wege geschieht, aber verändern wird es vermutlich wenig bis eher nichts.
    Achtet und respektiert jeder Mensche die Freiheits- und Eigentumsrechte seiner Mitmenschen und stellt sich schützend vor jeden Mitmenschen, dessen Freiheits- und Eigentumsrechte angegriffen und bedroht werden, gleich von wem!, dann würde sich mit einem Schlag alles ändern.
    Solange die meisten Menschen jedoch nur nach staatlichen Vorgaben handeln, wie Roboter, ohne vorab selbständig zu prüfen, ob diese staatlichen Vorgaben überhaupt Sinn ergeben (der einzige Sinn von Normen ist es, Konflikte zu vermeiden) und vor allem auch wirklich nicht auf die Freiheits- und Eigentumsrechte von Mitmenschen zugreifen, werden und sind immer mehr Menschen wie Roboter und leider immer mehr selbst Aggressoren, Täter und Verursacher von Leid. Der Erklärungs- und Rechtfertigungsversuch, keine Wahl gehabt zu haben oder Handeln im Staatsauftrag sei rechtens weil legitimiert, ist Selbstbetrug.
    Veränderung hin zu einem Leben und einer Welt in Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung und Verantwortungsbewusstsein beginnt immer bei jedem Einzelnen von uns selbst!
    Das Beste daran:
    Dieser Weg kann von jedem Menschen jeder Zeit immer und überall eingeschlagen werden.

    1. liebe gudrun,
      ich glaube das schlimmste von allem ist die gleichgültigkeit, die sich dieserzeits über alles legt.
      die menschen verlieren ihren seelengrund und inneren frieden, in dem sie die ganze zeit immer wieder in dem thema krankheit, virus, impfen und entzweiung landen. als gäbe es nichts anderes mehr.
      das macht krank.
      das macht taub und gleichgültig.

      1. Einen wunderschönen guten Morgen liebe Tilda
        Ich denke, es ist keine Gleichgültigkeit, sondern Hilflosigkeit, Ohnmacht bis hin zur Resignation (gebrochener Wille) vieler friedlichen, freiheitlichen, selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Menschen, die von immer mehr zunehmend aggressiven Mitmenschen bedroht und angegriffen werden, die ihre Vorstellungen vom Leben inklusiver aller Ängste und Anspruchshaltungen die sie haben, ihren Mitmenschen mit Gewalt aufzwingen wollen.
        Dabei bedienen sich die fordernden und aggressiven Mitmenschen, nicht selten Soziopathen und Psychopathen, der Politik, die über das Rechts- und Gewaltmonopol verfügt und alle friedlichen, freiheitlichen, selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und unabhängigen Menschen immer mehr einkreist.
        Die Entwicklungen sind bedrohlich und beängstigend, aber ein Gutes haben sie:
        In dieser Zeit offenbart jeder Mensch sein wahres Gesicht.
        Alle Menschen, die Freiheit und Frieden nicht verlieren wollen, müssen jetzt ebenfalls Gesicht zeigen. Stets als gutes Beispiel versteht sich von selbst, immer friedlich und freundlich, aber Wegducken ist jetzt keine Option mehr.
        Alle menschlichen Handlungen beruhen auf Ideen und wann immer friedliche Menschen auf Ideen von Zwang und Gewalt treffen, ist es wichtig nicht erschrocken den Kopf einzuziehen und sich angewiedert abzuwenden, auch, wenn es nachvollziehbar ist, sondern die eigenen Ideen, die Idee von Freiheit, Frieden, Selbstbestimmung und Verantwortungsbewusstsein, die guten Ideen den schlechten direkt und offen entgegenzuhalten und die schlechten Ideen zu widerlegen und als das zu entlarven was sie sind – schlechte Ideen.
        Wie gesagt, immer friedlich und freundlich, mit Respekt und Achtung voreinander.
        Die besseren Ideen können nur gehört, gelesen und gesehen werden, wenn sich die Menschen mit den guten Ideen eben nicht zurückziehen, sondern present sind und den schlechten Ideen die Stirn bieten. Ansonsten übernehmen die schlechten Ideen das Ruder – sind sie es ja dann, die ausschließlich sicht-, les- und hörbar sind und die öffentliche Meinung abbilden.
        Alles, was Menschen nicht sehen, nicht hören und nicht lesen, existiert für die meisten nicht.
        Widerlegen und entlarven alle friedlichen und freiheitlichen Menschen nicht Zwang und Gewalt als das was sie sind, existieren sie nicht für die Massen und die unterdrückten Menschen verschwinden still und leise – ob durch Assimilation, Auswanderung oder wie auch immer.
        Sei daher hoffnungsvoll und heiter liebe Tilda.
        Ein aufrechter Gang, freundliches und offenes Lächeln, strahlende Augen und Friedfertigkeit in allen Handlungen die man ausführt, überzeugen mehr Menschen, als Zwang, Gewalt, Aggressivität, Unmenschlichkeit, etc.
        Wir friedlichen Menschen sind viel mehr, wir sehen einander nur nicht und die aggressiven Menschen sehen uns auch nicht, wenn wir schweigen, uns zurückziehen und wegducken.

        Liebe Umarmung in Gedanken
        Gudrun

  4. Wenn wir uns fragen wo wir zur Zeit stehen, ist eine Antwort : „da wo wir schon einmal standen“…
    2 Zitate von Hannah Arendt, die den Verhören Eichmanns bei den Nürnberger Prozessen beigewohnt hat:
    1)„Das Problem mit Eichmann war genau, dass so viele wie er waren und dass diese Vielen weder pervers noch sadistisch waren, dass sie schrecklich und erschreckend normal waren und es immer noch sind. Diese Normalität war aus Sicht unserer Rechtsinstitutionen und unserer moralischen Urteilsgewohnheiten weitaus furchterregender als all die Gräueltaten zusammen, da dies- wie es in Nürnberg von den Angeklagten und ihren Anwälte immer wieder gesagt worden war – implizierte, dass dieser neue Typ von Verbrecher, der in Wirklichkeit hostis generis humani ist, seine Verbrechen unter Umständen begeht, die es ihm nahezu unmöglich machen, zu wissen oder zu fühlen, dass er Unrecht tut.“

    2)„In diesen letzen Minuten war es, als zöge Eichmann selbst das Fazit der langen Lektion in Sachen menschlicher Verruchtheit, der wir beigewohnt hatten – das Fazit von der furchtbaren Banalität des Bösen, vor der das Wort versagt und an der das Denken scheitert.
    Hannah Arendt im Gespräch mit Joachim Fest von 1964 hier der Link dazu
    https://youtu.be/GN6rzHemaY0
    Hilft die Gemütsverfassung zu begreifen in der wir „uns“ damals befanden und heute wieder befinden.

    1. Ja und logischerweise wird jeder, de le Arendt zitiert, als Verharmloser und Leugner diffamiert. Haben wir denn in 50 Jahren kritischer Pädagogik versagt?

    1. Weil ich sonst mehr als lästigen Ärger bekomme, ja, sogar bestraft werde.
      Als Einzelner kann ich nix tun, außer Verzicht auf ARD/ZDF & übliche Printpresse;
      das schafft zumindest das permanente Kopfschütteln ab, über den Schwachfug,
      die permanente Hetze, die Lügen, die verschwiegenen Tatsachen und zurechtgebogenen Zahlen.
      Einzige Ausnahme: im Radio “BR Klassik”; nur bei den stündlichen Nachrichten muss ich leise stellen.

      Was bin ich froh, schon alt zu sein; immerhin hatte ich etwas über 70 Jahre in Freiheit.

    2. Und wie soll man sich davon „befreien“. Bisher war ich davon ausgegangen, dass es schon wichtig ist, eine Plattform zu haben, die eben für eine grundsichere Medienlandschaft sorgt, allerdings habe ich seit längerem schon Zweifel daran.

  5. Ich kann den Ausführungen des Hrn. Löcke nur vollinhaltlich zustimmen und verfolge weiterhin die Beiträge des Hrn. Markus Langemann!!

  6. kant meint, freiheit sei gleichbedeudent denn autonomie. und das nur ein moralischer mensch wirklich frei sein empfindet.
    freiheit kann auch als politischer begriff nur eins bedeuten, wenn zwang ausgeübt wird und verhindert das ein individuum nicht mehr selbstverursacher der eigenen entscheidungen, basierend auf abwägen was gut und böse ist, sein kann, ist dies illegitim und freiheitsberaubend.
    in meinem studium musste ich die formel nach marx und engels im schlaf herbeten können…freiheit ist die einsicht in die objektive notwendigkeit…,, und ich habe die so auch verinnerlicht. die moral der geschichte ist einfach die, das unsere freie entscheidung was gut und richtig ist nicht nur beschnitten wurde, sondern gänzlich verwehrt wird.

    danke herr löcke für ihren beitrag, der mich ganz abholt und dem ich aus freien stücken zustimmen kann.

  7. Als allseits interessierter und informierter (neben Langemann empfehlenswert: tkp.at, Reitschuster, Tichy, Corona-Ausschuss, achgut, rubikon, …) Mensch wundere ich mich inzwischen nicht mehr über die Haltung der Spitzen in Politik und Mainstream-Medien, sondern frage mich: wer zieht wie die Fäden dieser Marionetten. Füllmich spricht von “Mr. Global” ohne konkreter zu werden, wahrscheinlich aus gutem Grund. Hier bei Langemann wurde vor einiger Zeit das riesige, auf den ersten Blick undurchschaubare Netzwerk von “Mr. Global” veröffentlicht. Vor 40 bis 50 Jahren war meine Meinung als DDR-Bürger: Hier, also in der DDR wird sich erst dann etwas ändern können, wenn sich in Moskau etwas ändert. Das hat sich in den späten 80ern bestätigt. Heute meine ich: Wir werden erst dann wieder die vollen Menschenrechte zurückbekommen, wenn Mr. Global vollständig entlarvt wird. Darauf sollten sich alle Anstrengungen richten. Mit den unter Massenpsychose oder Massenhypnose stehenden Marionetten scheint mir jeder Versuch eines logisch-rationalen Gesprächs zwecklos. Sie müssen durch den Protestdruck zürückgedrängt, dann abgesetzt oder psychisch geheilt werden.

  8. „Ich behaupte das GEGENTEIL.“ Ein zunächst scheinbar provozierender, sperriger Satz – der in meiner Erfahrung der letzten beiden Jahre in praktisch allen Fällen, auf die ich ihn innerlich anwendete, um den Dingen auf den Grund zu gehen, die ich irgendwo hörte, las oder mir gar persönlich entgegengehalten wurden, aber dem Narrativ der Mächtigen entsprachen, zu einem zunächst scheinbar überraschenden Ergebnis führte: Das Gegenteil erwies sich am Ende als RICHTIG. Und da erst, also im Nachhinein, konnte ich den Begriff „Neusprech“, den ich einst bei George Orwell hatte lesen dürfen, so richtig begreifen und spüren, was er meinte …

  9. “Ich bin mir sehr sicher, dass sich viele Journalisten des BR über eine solche Nachricht freuen würden” Es wäre wünschenswert, aber glauben kann ich es persönlich nicht mehr!

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