Whistleblow

Da fehlen einem die Worte

von Oscar Lafontaine

Langsam, aber sicher kippt die Stimmung in der Bundesrepublik. Von Tag zu Tag sind immer weniger Leute bereit, die anhaltende Kriegshetze so ohne Weiteres mitzumachen. Sie erfahren von dem großen Leid, das in der Ukrai­ne verursacht wird, und hören die täglichen Forderungen des CDU-Vorsitzenden Merz, der FDP-Politikerin Strack-Zimmermann oder des Grünen-Abgeordneten Hofreiter, immer mehr Waffen in die Ukraine zu liefern. Leider gibt der sozialdemokratische Bundeskanzler Olaf Scholz nach anfänglichem Zögern immer wieder klein bei und liefert. Den Vogel abgeschossen hat erneut unsere Außenministerin Annalena Baerbock, die ihre Forderung, die Ukraine mit weiteren Waffen und Leopard-Panzern auszustatten, damit begründete, dass deutsche Waffen Leben retten würden. Da fehlen einem die Worte.

Die Älteren erinnern sich noch daran, dass Hitlers Überfall auf die Sowjetunion 27 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, darunter viele Millionen Russen und Ukrainer. Am 27. Januar 2014 hatte der 95-jährige Überlebende der Belagerung Leningrads, Daniil Granin, die Abgeordneten des Deutschen Bundestages an die Inschrift eines russischen Soldaten an den Wänden des Reichstages erinnert: »Deutschland, wir sind zu dir gekommen, damit du nicht mehr zu uns kommst.«1 Und jetzt sollen wir wieder Waffen liefern, damit das Morden in der Ukraine endlos weitergeht, mit deutschen Waffen Russen getötet werden und die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnt?

Die Belesenen glauben ohnehin nicht an die Alleinschuld Russlands. Sie erinnern sich an das Gorbatschow gegebene Versprechen, die NATO nicht nach Osten auszuweiten. Sie wissen, dass die USA 2014 einen Putsch auf dem Maidan organisiert und finanziert haben, um eine Marionettenregierung einzusetzen, die die endgültige Aufnahme der Ukraine in die NATO vorantreiben würde. Zu verlockend war für die Hardliner in Washington die Vorstellung, nach den Raketenbasen in Polen und Rumänien jetzt auch Raketen an der ukrainisch-russischen Grenze aufstellen zu können. Unvergessen ist in diesem Zusammenhang das schamlose Märchen der USA, die Raketen in den osteuropäischen Staaten würden stationiert, um iranische Raketen abzufangen. Und selbstverständlich druckte die westliche Propagandapresse diese dämlichen Erklärungen ab, ohne sie infrage zu stellen, geschweige denn zu kritisieren. Das Pentagon kann jede Lüge verbreiten – die westlichen Medien werden sie schlucken. Raketen ohne Vorwarnzeiten sind so etwas wie das Messer am Hals des jeweiligen Gegners. Sie sind die glaubwürdige Drohung, mit einem Schlag die politische Führung und die militärischen Kommandozentralen des Gegners auszuschalten. »Nicht wer zuerst zu den Waffen greift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt«, schrieb schon vor 500 Jahren der Florentiner Nicolo Machiavelli.

Die von Willy Brandt geprägte Entspannungspolitik, die uns jahrzehntelang Frieden und Sicherheit gebracht hat, wurde Zug um Zug aufgegeben.Die Ampel-Regierung unterstützt seit ihrem Regierungsantritt vorbehaltlos die aggressive Politik der USA. Ein Sanktionspaket nach dem anderen wurde beschlossen, um Putin zu bestrafen. Der mit Sanktionen geführte Wirtschaftskrieg gegen Russland begann spätestens 2017, lange vor dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine. Senat und Kongress in Washington beschlossen ein Gesetz, das zum Ziel hatte, den russischen Einfluss in Europa und Eurasien zurückzudrängen. 2018 nahmen die USA Nordstream 2 in den Fokus.3 Gesetzlich wurde festgelegt, dass die Sanktionsbeschlüsse der USA in Zukunft internationales Recht seien und Verstöße dagegen zivilrechtlich und strafrechtlich in den USA verfolgt würden. In der Klausel 257 dieses Gesetzes wurde bestimmt, dass es das Ziel dieses Gesetzes sei, dem Export von US-Energieressourcen Vorrang vor anderen Exportströmen zu verschaffen, um in den USA neue Jobs entstehen zu lassen. Schon im Dezember 2017 hatten Demokraten und Republikaner der Schweizer Firma Allsees, die die Rohre für Nordstream 2 verlegte, mit der Vernichtung gedroht, wenn sie nicht binnen 48 Stunden die Arbeit an der Pipeline einstellen würde. Die Firma gab nach. Immerhin hatte der damalige österreichische Bundeskanzler Christian Kern den Mut, diese US-Gesetze als einen »eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht« zu brandmarken.4 Ein mutiger deutscher Bundeskanzler hätte die Sprengung von Nordstream 2 jetzt eine Kriegserklärung an Deutschland genannt. 
Mittlerweile merken viele Bundesbürger: Diese Sanktionen sind vor allem ein Schuss ins eigene Knie. Sicher, die Russische Wirtschaft leidet und hat zunehmend Schwierigkeiten, aber hierzulande schießen die Energiepreise durch die Decke. Viele Leute können ihre Heizungskosten und die Strompreise nicht mehr bezahlen und wissennicht, wie es weitergehen soll. Die deutsche Wirtschaft befürchtet eine Pleitewelle und fordert die Regierungauf eine Lösung zu finden. Aber – und das trauensich die wenigsten auszusprechen: Ohne russische Rohstoffe und Energielieferungen werden wir unseren Wohlstand nicht halten können. Immer mehr Menschen werden verarmen und zahlloseBetriebe werden schließen. Die Arbeitslosigkeit wird steigen. Sehenden Auges fährt die Ampel-Koalition die deutsche Wirtschaft an die Wand. Deshalb ist diese Regierung die dümmste, die wir hatten seit Bestehen der Bundesrepublik.

1. Deutscher Bundestag: »Rede von Daniil Granin«, 27.01.2014, online unter: https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/rede_granin-261326

2. Bei dem Text handelt es sich um eine erweiterte Version einer Rede, die Oskar Lafontaine am 17. September 2022 im Rahmen des 34. Pleisweiler Gesprächs der NachDenkSeiten hielt. Das Thema lautete: »Ende der Entspannungspolitik? Wer Frieden will, muss sich von den USA befreien«, online einzusehen unter: https://www.nachdenkseiten.de/?p=88304

3. O. A.: »Die Sanktionsspirale der USA gegen Nord Stream 2«, in: Atlantik-Brücke, 02.11.2020, online unter: https://www.atlantik-bruecke.org/die-sanktionsspirale-der-usa-gegen-nord-stream-2/

4. Auswärtiges Amt: »Außenminister Gabriel und der österreichische Bundeskanzler Kern zu den Russland-Sanktionen durch den US-Senat«, 15.06.2017, online unter: https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/170615-kern-russland/290664

Über den Autor: Oskar Lafontaine *1943 ist parteilos und war Ministerpräsident des Saarlandes, Kanzlerkandidat der SPD, Finanzminister im Kabinett Schröder. Lafontaine war zuvor Mitglied in den Parteien SPD, WASG, PDS, Die Linke.

Diesen Beitrag teilen:

31 Antworten

  1. Das Baerböckchen verwechselte sicherlich nur TIER-panzA mit In-TIER-sivbÄtten, das sollte man bei ihr doch bitte grÖßzUgig sehen … Oder eben sarkastisch.

  2. Schon schlimm, wenn man die eigenen politischen Kinder nicht wieder erkennt. Zum Glück bin ich noch nicht völlig verkalkt und weiß welche Postionen der Herr Lafontaine so vertreten hat und daß der grüne Sozialismus seinen Aufstieg auch Leuten wie Herrn Lafontaine zu verdanken hat. Auf dessen Belehrungen verzichte ich nun dankend. Sein Wirken hat doch mit dazu geführt, daß rote und grüne Faschingskommandanten das Schiff nun Vollgas voraus aufs Riff zusteuern.

  3. Der bzw. ein Krieg scheint gewollt, vielfach wird auch ‚übersehen‘, dass das Finanzsystem am Ende ist, hinsichtlich
    kollabierender Staatsanleihen gab es ja unlängst in England eine Kostprobe dessen, was unaufhaltsam ist.

    Martin Armstrong, ehemaliger Hedgefondsmanager der Extraklasse , bringt nicht nur zum aktuellen Geschehen die
    korrespondierenden historischen Beispiele, im Artikel (Link anbei), bringt er es perfekt auf den Punkt.

    Ganz nebenbei: warum spricht ein Kreisklassenpolitkomiker wie Lindner schon vor Wochen davon, dass wir nach Pandemie und Krieg eine
    neue Gesellschaftsform haben werden ?

    https://www.armstrongeconomics.com/world-news/war/un-icc-now-guarantee-world-war-iii-is-the-only-solution/

  4. Krieg ist kein Mittel der Politik

    Wenn ich mich richtig erinnere, hat Oskar Lafontaine u.a. auch deshalb sein SPD-Parteibuch zurückgegeben, weil die SPD die zunehmend global akzeptierte Leitlinie „Krieg ist kein Mittel der Politik“ verlassen und den Krieg auf dem Balkan unterstützt hatte. Oskar Lafontaine war schlicht nicht bereit, dieses Ende des 20. Jahrhunderts langsam, aber immer erkennbarer gedeihenden Pflänzchen internationaler Politik kampflos aufzugeben. Für diese Einstellung habe ich ihn bewundert. Das Fass zum Überlaufen und seinen Austritt aus der SPD brachten dann die Sozialgesetze unter Schröder bzw. der rot-grünen Bundesregierung (s. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/abgang-im-streit-lafontaine-kuendigt-spd-austritt-an-a-357334.html). Damals wie heute war klar, dass die einflussreiche Rüstungsbranche bzw. Waffenlobby ihre lukrativen Pfründe nicht widerstandslos aufgeben würde. Rüstungsindustrie und Waffenexport sind eine wesentliche Stütze vieler Volkswirtschaften inkl. der unsrigen, auch wenn diese Branche genau genommen nichts zur Wertschöpfung beiträgt.

    Sind wir einmal ehrlich, wie viele Menschen auf der Welt sehnen sich nach einer Welt ohne Kriege und Waffen, doch wie wenige sind bereit, dafür einzustehen? Warum war das immer so und warum ist das immer noch so? Weil zu viele die Lügen glauben, mit denen sie in den Krieg geschickt werden. Die russischen Soldaten töten im Namen von Putin, die ukrainischen verteidigen die Macht von Selenskyj. Kaum einer hat das je eindringlicher vermittelt als Hannes Wader in seinem Antikriegslied „Es ist an der Zeit“ (s. https://www.youtube.com/watch?v=nu0PPSiB96o). Interessant dabei ist, dass dieses Lied nicht nur in West-Deutschland, sondern wie man sieht auch in der DDR gespielt wurde. Vielleicht ein erstes Vorzeichen, dass eine gewisse Friedenssehnsucht sowohl in Ost als auch in West vorhanden war. Das hat wohl auch erst die friedliche Wiedervereinigung ermöglicht. Doch anstatt diese Erfahrung der Welt zu vermitteln, liefern wir jetzt Panzer in Kriegsgebiete.

    Gerade beim Ukraine-Krieg laufen gleich einige Handlungsstränge und Motivationen verworren durcheinander. Dieses macht es den Regierenden mit Unterstützung von Presse und Medien, allen vorneweg dem ÖRR so einfach, den Menschen wesentliche Teile der Wahrheit vorzuenthalten. Neben den von Oskar Lafontaine meines Erachtens tendenziell zu USA-kritisch und zu Russland-freundlich dargestellten Sachverhalten, immerhin hat Putin seinen brutalen Angriffskrieg mit einer infamen Lüge bzw. Täuschung begonnen, hat wieder einmal das leidige Thema Energie und ihre Verteilung im Vorfeld mächtig zum Entstehen der aktuellen Krise beigetragen. Die Nordstream-Pipelines wurden nicht gebaut, weil dies der einfachste Weg war, russisches Gas nach Westeuropa und insbesondere Deutschland zu liefern, sondern weil die Ukraine aus den Lieferungen über ihr Territorium den maximalen Profit ziehen wollte und sich schon vor einigen Jahren abzeichnete, dass ukrainischer und russischer Nationalismus bzw. die damit einhergehenden jeweiligen nationalen Interessen immer heftiger zusammenprallen würden. Benachteiligungen des erheblichen, russisch sprechenden Bevölkerungsanteils werden wohl nur in diesem Kontext verständlich. Weiterhin war unsere zunehmende Abhängigkeit von russischem Gas eine Konsequenz der Energiewende, für die mittlerweile alle etablierten Parteien bedingungslos einstehen. Die USA haben nicht ganz uneigennützig früh darauf hingewiesen, wurden aber geflissentlich und wohl mit guten Gründen überhört, kommt doch die Forderung der Grünen nach einer Abkehr von den fossilen Brennstoffen und die Verteufelung des lebenswichtigen Spurengases CO2 als eines die Gegenwart am stärksten prägenden Narrative letztlich aus den USA (s. https://www.zeit.de/2022/25/hal-harvey-lobbyist-klima-elektromobilitaet). Die Tatsache, dass ohne CO2 kein Leben auf der Erde möglich ist und dessen Konzentration vor der industriellen Revolution 50 Millionen Jahre lang am Sinken begriffen war (s. https://bildungsserver.hamburg.de/treibhausgase/6088114/kohlendioxid-erdgeschichte/; Abb. 1), wird weder beachtet noch ist dieser Umstand weithin bekannt. Dabei betrug der CO2-Gehalt vor 50 Millionen Jahren ein Mehrfaches des heutigen Levels (1500 ppm statt vorindustriell 280 ppm bzw. heute 416 ppm). Trotzdem darf das CO2-Narrativ des tödlichen, die Existenz der Menschheit gefährdenden CO2 nicht in Frage gestellt werden. Wagt man es dennoch, gehen der Klimaforschung die unverrückbaren Wahrheiten schneller aus, als dies sich die Wissenschaft selbst eingestehen will. Die Beweisführung der sog. CO2-These weist erkennbare Lücken auf, die Argumentation selbst ist nicht wirklich schlüssig (s. https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article242114461/Museum-in-Barcelona-Protest-gegen-Coca-Cola-Klimaaktivisten-bespritzen-Vitrine-mit-Mumiensarg.html#/comment/245962410 ff.).

    Warum ist dieses im Zusammenhang mit Russland bzw. dem Ukrainekrieg so wichtig? Weil Russland angesichts seiner von fossilen Energien dominierten Ökonomie den Absturz in die absolute Bedeutungslosigkeit fürchten muss, sollten sich die sog. regenerativen Energien global durchsetzen. Das ist zwar nicht unmittelbar in Sicht, aber auch nicht derart unmöglich, wie uns das gerade Lobbyisten der Kernenergie gerne einreden wollen (s. Abschätzung im Beitrag „Potenzial der Windenergie – kinetische Energie versus Strömungsenergie des Windes“, des Buchprojektes „Generationenprojekt Energiewende“, 2022 herausgegeben von Herbert Niederhausen, S. 153/154). Unmöglich ist nur die von Deutschland eingeschlagene Energiewende, da hierzu schlicht die Potenziale fehlen und immer deutlicher wird, dass auch die Windenergie einen deutlichen Beitrag zum Klimawandel statt zum Klimaschutz liefert. Selbst TV-Professor Lesch bzw. dem ZDF wird die Windenergie langsam unheimlich (s. Schlussbemerkung zu https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/energie-in-der-kriese-der-ultimative-stresstest-100.html; ab min 27:25).

    Ein weiterer Handlungsstrang, der zu dem Ukraine-Konflikt geführt hat, ist der ewige Konflikt zwischen der sog. freien Welt und autoritären Regimen, zu denen zunehmend auch Russland gezählt werden muss. Auch dieser Handlungsstrang ist verwirrend, gerät doch gerade im Zuge der sog. Woke-Bewegung (s. https://www.nzz.ch/feuilleton/wokeness-gesteigerte-form-der-political-correctness-ld.1534531), die das Kollektiv gegen die individuellen Interessen und Lebensstile der Menschen in Stellung bringt, auch im Westen die Freiheit immer stärker unter Druck, teils sogar stärker als in den bekannt unfreien Regionen der Welt. Der Umgang mit Corona und äußerst repressive Corona-Maßnahmen hatten wohl hierin ihre Ursache. Die aus dem zweiten Weltkrieg begründete „ewige“ Berechtigung für die Freiheit militärische Mittel einzusetzen, wird deshalb im Ukraine-Krieg von Baerbock, Hofreiter und vielen anderen missbraucht wie selten zuvor. Bei einem zunehmend im Bereich des Möglichen anzusehenden militärischen Sieg der Ukraine über Russland wird uns dies auch als Sieg des zuletzt überwiegend mit Niederlagen „glänzenden“ westlichen Militärs verkauft werden. Die voreilig beschlossenen 100 Milliarden Sonderschulden, zynisch als Sondervermögen getarnt, die im Zeichen der sog. Zeitenwende investiert werden sollen, sprechen jedenfalls Bände.

    Wollen wir nicht akzeptieren, dass sich ein dauerhafter und hartnäckiger Krisenherd mitten in Europa etabliert und noch viele bedauernswerte und überwiegend unschuldige Opfer fordern sowie Krieg als Mittel der Politik neu etabliert wird, bleibt eigentlich nur, das Verhandlungsangebot Russlands anzunehmen, auch wenn dies Handlungs- bzw. Interessenlinien von den Demokraten regierten USA durchkreuzt.

    Dabei gibt es m.E. nur noch einen ZIELFÜHRENDEN UND SCHNELL REALISIERBAREN KOMPROMISS:
    o Russland gibt die besetzten Gebiete komplett auf und unterstützt nach Wiederaufnahme der Energielieferungen den Wiederaufbau der Ukraine. Hierzu werden die Pipelines Nordstream I und II wieder repariert und nehmen ihren Betrieb auf. Das aktuelle Abfackeln von wesentlichen Teilen des russischen Gases ist komplett inakzeptabel.
    o Der Westen hinterfragt sein Narrativ des Klimawandels und gibt der Forschung die Leitlinie vor, die objektiven Gründe des Klimawandels zu erforschen, statt alle Anstrengungen zu unternehmen, die CO2-These nachzuweisen und jeden Forscher, der über den Tellerrand dieses Narratives hinausschaut, zu diffamieren oder gar seiner Existenz zu berauben. Das verschafft uns parallel hoffentlich die Zeit, die schon wegen der Knappheit der globalen Ressourcen notwendige Transformation unserer globalen Energiesysteme mit ingenieurs- bzw. wissenschaftlichen Verstand in Ruhe, d.h. ohne die aktuell um sich greifende Panik zu planen und mittel- bis langfristig umzusetzen.
    o Die Ukraine wird neutral. Die Stationierung von Waffensystemen der NATO bzw. ein NATO-Beitritt der Ukraine wird dauerhaft ausgeschlossen. Russland kann seine Flottenstützpunkte dauerhaft und ohne Behinderung nutzen. Im Gegenzug steht die Ukraine als erstes Land unter dem vollständigen Schutz der Weltgemeinschaft. Setzt sich dieses Modell durch, kann die Menschheit hoffentlich baldmöglichst die sinnlos- bzw. kontraproduktiven Ausgaben für Militär in das Überleben der Menschheit im Sinne von Klimaschutz, Naturschutz/Erhalt der Artenvielfalt, Meeresschutz und die globale Bekämpfung von Überbevölkerung, Armut und Hunger umschichten.
    o Die Verhandlungen werden als Sieg der globalen Diplomatie und der Menschlichkeit über Tod, Zerstörung, Krieg, Militär und Nationalismus gefeiert und nicht umgekehrt.

    Bitte lasst uns gemeinsam an einen Sieg der Vernunft über Nationalismus und Militarismus sowie die Renaissance der Aufklärung wider die Narrative der Klimareligion glauben, auch wenn es aktuell keine Partei gibt, die sich dieses zum Ziel setzt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden……….

    1. Lieber Dr. Aßmann,

      mir schwirrt der Kopf, aber trotzdem Dank für die Ausführungen!

      Leider glaube ich nicht an den Sieg der Vernunft zu meinen Lebzeiten, und zwar deshalb, weil die Menschen so sind, wie sie sind. Ewig zerstrittene Familien finden nicht zueinander, obwohl es für alle Beteiligten rational perfekte Auswege und Modelle gäbe. Für Israel und Palästina haben sich schon ebenso kluge Menschen wie Sie Vorschläge gemacht und Modelle entworfen.

      Aber geben wir die Hoffnung nicht auf, auch wenn in unserer Stadt sowohl an öffentlichen Gebäuden wie an allen möglichen anderen Stellen die Banner in hellblau-gelb hängen, mit allen möglichen Sinnsprüchen und auch mit der Aufschrift: STOP PUTIN. Und alle applaudieren, fühlen sich in ihrer eindimensionalen Sicht wahrscheinlich genauso gut wie die “vollständig Immunisierten”.

      Ich glaube, es braucht noch eine lange Zeit. Für Viele eine zu lange Zeit.

      1. Lieber Herr Linsner,
        hier noch einmal die Kernaussagen geordnet und ohne allzu viel Prosa, damit der Kopf beim Lesen nicht ganz so “schwirrt”:
        o Es war bereits einmal Konsens und sollte es auch wieder werden: “Krieg ist kein Mittel der Politik”
        o Die Menschen müssen belogen werden, um sinnlos Menschen zu töten, die sie privat vielleicht sehr sympathisch finden würden
        (persönliche Anmerkung: habe mich beruflich mit Brasilianer, Briten, Chinesen, Franzosen, Kanadier, Kroaten, Italiener, Österreicher, Polen,
        Portugiesen, Spanier, Russen, Ukrainer, Ungarn, US-Amerikaner,….. bestens verstanden und deshalb den Hass zwischen Nationen nie akzeptiert)
        o Die Rüstungsindustrie ist ein riesiges Geschäft, aber es bringt neben Risiken, vgl. MH17-Abschuss, keine Wertschöpfung für die Menschen und
        schon gar keine Sicherheit
        o Zum Ukraine-Krieg haben viele Handlungsstränge beigetragen
        vgl. aktuelle Argumentation zum Raketen-Einschlag in Polen:
        – “hätte Russland keine Raketen abgeschossen, wäre ….. nichts passiert” oder:
        – “hätte Russland den Krieg nicht begonnen, hätte es keine Raketen abgeschossen, wäre ….. nichts passiert”
        der nächste logische Schritt ist dann jedoch tabu:
        – hätte die Ukraine keine NATO-Mitgliedschaft angestrebt, der russischen Minderheit ihre Sprache nicht beschnitten und mit Hilfe der USA aufgerüstet,
        hätte Russland den Krieg nicht begonnen, hätte es keine Raketen abgeschossen, wäre ….. man ahnt es schon ….. nichts passiert!
        o Wie man sieht, die hätte/wäre/wenn-Betrachtungen machen allesamt keinen Sinn; Fakt ist, es herrscht Krieg und damit einhergehend Kriegspropaganda
        o Wir sollten aus der Geschichte lernen, d.h. nie wieder Nationalisten, Militaristen und Ideologen auf den Leim gehen
        o Die Klimaregion ist aktuell und global die wohl aggressivste Ideologie überhaupt
        o Das Klima in Gänze ist bis heute nicht verstanden. Bereits bei den ersten simplen Nachfragen kommen die Forscher mächtig ins Schwitzen
        o Die Beweisführung der CO2-These ist lückenhaft; Kontraindikationen werden unterdrückt,
        Alternativursachen des menschgemachten Klimawandels vergessen, vgl. “Terrestrial Stilling”, das zu einer Reduktion von Verdunstung und
        Niederschlagsverteilung führt (s. https://ec.europa.eu/research-and-innovation/en/horizon-magazine/stilling-global-wind-speeds-slowing-1960)
        o Der aktuelle Klimaschutz birgt durch Windenergie unkalkulierbare Risiken für das Klima
        o Die Panik der Weltuntergangsfanatiker hilft weder beim Verständnis des Klimas noch bei einem fundiertem Klimaschutz
        o Die Pflanzen der vorindustriellen Zeit hatten bei 280 ppm ihr Wachstum bereits deutlich reduziert:
        s. https://bildungsserver.hamburg.de/klimawandel-und-landwirtschaft-nav/2203496/kohlendioxid/
        o Mehr CO2 macht die Welt grüner: s. https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/co2-macht-die-welt-gruener-a-1089850.html
        o Die künstliche Verknappung von fossiler Energie wird wohl weitere Konflikte hervorrufen. Der Ukraine-Krieg dürfte erst der Auftakt sein…..
        o Die unvermeidliche Transformation unserer Energieversorgung muss mit ingenieursmäßigem Verstand anstatt aus dem Bauch von
        Philosophen, Soziologen, Politologen, Juristen,…… und Ungelernten heraus erfolgen
        o Die angestrebte All-Electric-Gesellschaft übersteigt durch ihre Einseitigkeit die Ressourcen der Erde, u.a. bei Kupfer bei Weitem;
        auch das fördert in Zukunft entsprechende Verteilungskämpfe, sprich Konflikte und Kriege
        o Wir werden deshalb immer einen gesunden Mix aus elektrischer und chemischer Energie (in Zukunft: sog. eFuels) benötigen
        o Die Energiewende aktueller Prägung hat den ersten Praxistest nicht bestanden; wir werden auch in Zukunft Energie importieren müssen: https://www.welt.de/wirtschaft/plus241190153/Der-Fall-Uniper-entlarvt-das-Maerchen-von-den-omnipotenten-Oeko-Energien.html
        o Wenn die Welt untergeht, dann wegen des Overkill-Potenzials und nicht wegen des CO2-Ausstosses
        o Der Ausgang des Ukraine-Kriegs ist offen und birgt unkalkulierbare Risiken für uns alle (vgl. Raketeneinschläge in Polen; Overkill-Potenzial)
        o Eine Verhandlungslösung ist allemal besser als fortgesetztes Morden sowie unkalkulierbare Risiken, bei denen die Welt den Atem anhält
        o Eine Verhandlungslösung kann nur zustande kommen, wenn man auf eine diplomatische anstatt einer militärischen Lösung setzt und
        alle sich im Kompromiss wiederfinden ….. auch Russland
        o Ein militärischer Sieg inkl. der entsprechenden Heldenmythen wäre für die Zukunft der Menschheit fatal
        o Die damit verbundene globale Aufrüstung (vgl. die dümmlichen Begriffe der Zeitenwende und des Sondervermögens Bundeswehr)
        raubt die für die Zukunftsaufgaben der Menschheit erforderlichen finanziellen und materiellen Ressourcen
        o Vernunft ist möglich und immer eine Option, s. die deutsche Wiedervereinigung; entscheidend ist der Wille bzw.
        die Bereitschaft aufeinander zuzugehen

        Fazit: Wir sollten wieder lernen, optimistisch als ein Volk der Dichter und Denker sowie Unternehmer, Tüftler und Ingenieure anstatt pessimistisch der Weltuntergangspropheten, Panikverbreiter, Asphaltkleber und kalten Krieger aufzutreten.

        1. Lieber Dr. Aßmann,

          herzlichen Dank für Ihre Mühe und die Ausführungen. Macht es mir Mut, Ihren Soll-Zustand mit dem Ist-Zustand zu vergleichen? Ich gebe mir Mühe, etwas optimistischer in die Zukunft zu blicken 🙂

          Mit gutem Gruß.

  5. O. Lafontaine: “… Deshalb ist diese Regierung die dümmste, die wir hatten seit Bestehen der Bundesrepublik.” Ob diese Regierung wirklich die dümmste ist oder ob sie nur die bis dato am besten von außen gelenkte Regierung ist, das ist die Frage, so wie ich das Agieren beobachte. Aber am Wording von Annalena oder Robert könnte Herr Schwab noch feilen, da ist noch ganz viel Luft nach oben. /#Satire off.

    1. Die Menschen dieser Regierung mögen dumm sein, ihr Handeln hat jedoch nichts mit Dummheit zu tun sondern folgt einem Plan. M.E. sind dies vorsätzlich handelnde Politiker u. somit Verbrecher.

      1. @EuRuF
        Politiker(innen) sind zunächst einmal Menschen mit allen ihren Stärken bzw. Schwächen und in aller Regel keine Verbrecher!

        Deshalb würde es auch nicht helfen, diese auszutauschen. Was wir in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung benötigen sind funktionierende Strukturen. Dazu gehören eine kritische Presse-/Medienlandschaft, die die Regierung kontrolliert, sowie eine unabhängige Justiz. Kaum ein Phänomen hat die Schwächen der aktuellen Strukturen derart an die Oberfläche gespült wie Corona. Wenn alle Institutionen an einem Strang ziehen, bleibt der Bürger hilflos ausgeliefert zurück. Diese Erfahrung musste die Menschen zuvor bereits in den beiden Diktaturen auf deutschen Boden machen (und leider nicht nur dort). Wir habe erst einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie es ist, wenn die staatliche Ordnung die Glaubwürdigkeit verliert und beginnt, mit Repressionen und Angst zu operieren. Wir sollten daraus unsere Lehren ziehen.

  6. Bald wird das GAS ausgehen, der Stromausfall wird sich dazu gesellen und die Katastrophe nimmt ihren politisch gewollten Lauf. Kein menschliches Wesen in der BRD bleibt davon verschont. Die politischen Marionetten und deren Mitläufer werden selbst zu opfern ihrer Ideologischen Blindheit. Der Tod findet ein reichlich gedeckten Tisch und wird fette Beute machen. Wieder einmal haben es wenige Individuen geschafft, Millionen Menschen ins verderben von unbekannten Ausmaß zu stürzen. Nichts, gar nichts wird mehr funktionieren. Diejenigen, die sich nie um den politischen Zustand in unserem Land Gedanken gemacht bzw. den Medien Blindlings geglaubt haben, werden die ersten und lautesten Schreihälse sein. Sozialschmarotzer und viele Flüchtlinge werden unser Land wie Heuschrecken Schwärme überziehen und auf ihren Raubzügen Verwüstungen übelster Art hinterlassen. Das Ausmaß an Brutalität wird viel zu vielen Menschen das Leben kosten. Was kommt danach? Die Geschichte lehrt uns, dass es stets Menschen gegeben hat und auch wieder geben wird, die uns zur Besinnung bringen. Die das Rüstzeug für einen Neuanfang besitzen, auch um die Täter und deren Gefolgschaft dieses geplanten Elends ausnahmslos zur Rechenschaft zu ziehen, gnadenlos.

  7. Es erstaunt mich immer wieder, daß Menschen die Mißstände immer erst erkennen,
    wenn sie nicht mehr in ihren Ämtern sind.
    Das hängt wohl damit zusammen, daß es aus der “Beobachter Perspektive” besser
    gelingt.

    1. Ja und nein, Frau Franke.
      Als Beobachter mit Betrachtungsabstand lassen sich die Dinge wirklich besser erkennen. Ganz Ihrer Meinung.
      Der für mich noch viel wichtigere Grund ist, dass die Fallhöhe niedriger ist. Wie viel hat ein Mensch zu verlieren, wenn er sich mutig zeitigt? Wenn ich noch mitten im polit-medialen Hamsterrad stecke, vielleicht sogar am Anfang meiner Karriere bin, sind viele Menschen eher feige. Reputation und Geld … darum gehts den meisten Menschen. Die Angst ist groß, beides zu verlieren.
      Am Ende oder nach der Karriere sieht das anders aus.
      Wäre ein Peter Hahne heute so “mutig”, wenn er noch ZDF-Moderator wäre? Ich wage es zu bezweifeln.
      Frank Plasberg von der ARD ist gerade ziemlich “medienkritisch”, sagte in einem Interview, dass die ÖR oftmals über die Köpfe der Menschen hinweg senden würden. Wie mutig nach seinem letzten TV-Auftritt. Eben nicht. Für mich war das keine mutige Selbstkritik, sondern Gratismut und ein zu spätes Betteln nach Absolution.
      Diese Beispiele gibt es auch zuhauf für Politiker. Lafontaine nehme ich da ein wenig raus, weil er auch während seiner Karriere gerne mal aneckte.

      1. Sehr geehrter Herr Löcke,
        meiner Ansicht nach, kann man in der Politik nichts bewirken, da diese nicht von gesundem Menschenverstand, sondern von
        Ideologien und Lobbyismus geprägt und durchdrungen ist. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben. Ich habe mich dort ebenfalls versucht und
        nach kurzer Zeit gemerkt wie der Laden läuft. Das einzige was garantiert ist, wenn man es geschafft hat, ist ein volles Konto und alle dazugehörigen Annehmlichkeiten. Auf Dauer sehe ich hier auch keinen Handlungsspielraum des einzelnen. Jeder der in diesem System involviert ist, darf nach dem Motto:
        “Wess Brot ich ess, des Lied ich sing” agieren. Mehr Spielraum gibt es nicht. Es gibt genug Beispiele von Menschen, die es gewagt haben gegen den Strom
        zu schwimmen und das ist diesen nicht gut bekommen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Karin Kneissl, die ehemalige Außenministern von Österreich. Sie lebt jetzt im Libanon, da sie selbst im EU Ausland massiv schickaniert und bedroht wurde.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Karin_Kneissl

  8. Wer uns helfen kann? Niemand wird uns helfen, wenn WIR uns nicht selbst helfen! Denn WIR bekommen ja nur das, was WIR verdient haben. WIR haben diese Leute ja gewählt. WIR lassen sie gewähren in Inkompetenz, Korruption, Kriminalität. WIR lassen sie gewähren beim Zerstören der Demokratie, des Rechtsstaates, der Gesellschaft. Wenn WIR endlich begreifen würden, dass WIR der Souverän sein sollten, dann bräuchte uns niemand zur Hilfe zu eilen.
    Wenn WIR verstehen könnten, dass die Regierungen machtlos sind, solange WIR nicht mitmachen oder wegsehen bei ihrem schmutzigen Spiel, dann hätte der Spuk ein schnelles Ende. Wenn WIR die grundlegenden Prinzipien von Propaganda und Massenpsychologie durchschauen würden, könnten Phänomene wie beispielsweise “Pandemie”, “Klimaschutz”, “Rassismus”, “Energiewende”, “Digitales Zentralbankgeld”, “Gendergerechtigkeit” und letztlich auch der Krieg niemals so stattfinden, wie sie veranstaltet werden. Wenn WIR uns unserer Macht bewusst wären, kämen die Verbrecher nicht an die Macht.

    Wenn WIR mitmachen, wegschauen, gewähren lassen, weil wir profitieren wollen oder glauben, dazu gehören zu müssen, dann sind WIR selbst verantwortlich für das, was unsere Regierungen in unserem Auftrag machen. Diese Leute sind von uns eingesetzt, sie haben unsere Interessen zu vertreten, sie sind uns Rechenschaft schuldig, nicht umgekehrt. So lange WIR das nicht erkennen und immer alles über uns ergehen lassen, was sich diese Irren ausdenken, so lange sind WIR selbst schuld an der Misere. Wenn WIR in diesem Land ein Leben in Würde und Wahrheit leben möchten, sollten WIR uns darüber klar werden, dass WIR als Steuerzahler und (Nicht-)Wähler die Verantwortung dafür tragen, was in diesem Land geschieht. Bis vor kurzem hatte dieses Land vielleicht noch eine freiheitlich-demokratische Rechtsordnung (oder zumindest eine funktionierende Illusion davon zu bieten). Wenn WIR alles geschehen lassen und alles abräumen lassen, was diese Grundordnung ausmacht, dann sind wir Mittäter oder Mitläufer und sollten uns nicht beschweren. Wenn wir ein Leben in Wahrheit und Würde führen wollen, dann ist die allererste Bürgerpflicht, nicht mehr mitzumachen. Hören wir auf, diese Wahnsinnigen direkt oder indirekt zu unterstützen – dann hört auch das Theater früher oder später auf. Ob aktiv oder passiv, WIR können sehr vieles tun, jeder auf seine Weise…
    Fallen wir ihnen nicht in den Arm – dann sind wir nicht nur Opfer, dann sind wir auch Täter.

    1. Sehr geehrter Herr Reschke,

      ein suuuuper Kommentar!
      Applaus für Ihre Worte /Zeilen!

      Können WIR nur hoffen, dass das deutsche Volk endlich aufwacht, bevor es zu spät ist, bzw., vielleicht ist es ja sogar schon zu spät und wir können nur noch Schadensbegrenzung betreiben???
      Falls uns d a s überhaupt noch gelingt?!
      Traurig, wie weit WIR schon gesunken sind!!
      Frieden schaffen o h n e Waffen!!
      Waffen haben noch n i e den Frieden gebracht!!

      1. Liebe Frau Westermaier,

        gerne teile ich Ihren Pazifismus.

        Der Satz “Waffen haben noch n i e den Frieden gebracht!!” ist dennoch nur bedingt richtig. Denn Waffen in den Händen freiheitsliebender Menschen haben diverse Kriege beendet und auch den Faschismus niedergerungen. Oftmals haben Waffen auch Freiheitsbewegungen gegen Gewalt und Unterdrückung zum Sieg verholfen. Man denke nur an den Kampf gegen die Sklaverei. Es gab und es gibt auch heute noch Kämpfe jenseits des puren Machterhalts, d.h. für höherwertige sowie moralisch zu rechtfertigende Ziele.

        Eigentlich sollten in einer aufgeklärten und globalisierten Welt kein Militär und keine Waffen mehr notwendig sein. Doch dafür bräuchten wir einen Ersatzmechanismus zur Gewalt, die Reichtümer der Erde gerecht und zum Wohle aller zu verteilen. Das gelingt schon allein durch die extrem differierende Voraussetzungen, die Vielzahl der Staaten und Interessen und insbesondere dem teils beschränkten Intellekt der globalen Führung nicht. Und mit globalen Führung meine ich nicht nur die politische Führung. Auch die industrielle, mediale, juristische und wissenschaftliche Führung ist weltweit auf Eigennutz ausgerichtet. Der Schmierstoff dieser Entwicklung ist Geld, Reichtum sowie Beteiligung an der Macht und damit gesellschaftliche Anerkennung.

        Die Industrie hat gezeigt, dass eine globale Zusammenarbeit möglich ist und wie man sie organisiert, ohne auf die fragwürdigen Methoden von Sozialismus oder gar Kommunismus zurückgreifen zu müssen. Allerdings haben die global aufgestellten Konzerne einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Politik: sie können sich die Menschen aussuchen. Wer nicht mitspielt, d.h. die internen Regeln nicht akzeptiert, ist draußen. Die Politik muss dagegen mit allen Menschen umgehen. Sie kann sich nicht einfach von einem Teil der Bevölkerung trennen, auch wenn dieser Anteil nur Ärger macht. Bei allen Meinungsdifferenzen über den Ukraine-Krieg dürfte den meisten Mitmenschen jedoch klar sein, dass es Nationalisten beidseits der ukrainisch-russischen Grenzen waren, die diesen Konflikt angeheizt haben und zu dem machten, was er heute ist: eine offene Wunde mitten in Europa.

        Wollen wir den aktuellen Zustand überwinden, gibt es m.E. nur zwei Möglichkeiten:

        1. Dem Traum von Baerbock, Hofreiter und vielen anderen folgen, die Schlacht gegen den realen oder vermeintlichen (?) Faschismus noch einmal kämpfen und dabei verdrängen, dass Moskau nicht Berlin und der Kreml nicht der Führerbunker ist, dessen Optionen am Ende selbst in der Eigenwahrnehmung bei exakt null lagen. Wenn die russische Führung am Ende nichts mehr kann, zum Zerstören der Welt reicht es dennoch allemal. Es wäre nicht der erste kollektive Selbstmord in der bewegten Geschichte der Menschheit.

        2. Die eigene Ideologie auf die Seite legen und endlich zielführende Friedensverhandlungen beginnen. Das hätte auch den Charme, zu zeigen, dass zumindest im Westen die Politik nach wie vor die Oberhoheit über das Militärische verfügt und nicht das Militärische die Oberhoheit über die Politik gewonnen hat. Den feinen aber notwendigen Unterschied zwischen beiden Gruppen, d.h. dem Militär und die die Interessen des Militärischen vertretenden Interessengruppen bitte ich zu beachten.

        Wir alle können im Interesse uns aller nur hoffen, dass unsere Politiker(innen) endlich ihren Verstand zurückgewinnen und die Sackgasse, die den ersten Option innewohnt, erkennen. Wenn ich jedoch die Hartnäckigkeit sehe, mit denen die Politik die negativen Fakten zur Energiewende und insbesondere der Windenergie ignoriert, habe ich jedoch massive Zweifel, dass diese die Fähigkeit zur Einsicht hat. In diesem Sinne har Oskar Lafontaine sicherlich Recht, wenn er von der “dümmsten Regierung seit Bestehen der Bundesrepublik” spricht. Auch wenn es vielen Mitmenschen nicht klar zu sein scheint, wir werden kollektiv für all die Schulden, Versäumnisse und Dummheiten bezahlen, die diese Regierung aufhäuft.

  9. Sehr geehrter Herr Lafontaine,
    in weiten Teilen sind Ihre Ausführungen Allgemeingut und unstrittig. Wie sie sicher sehr gut durch eigene Anschauung wissen, wird die von den Ministern vertretene Politik, je nachdem wie sachkundig und durchsetzungsstark sie selbst sind, maßgeblich von der beamteten Führungsebene in den Ministerien bestimmt. Ich denke mal, ehemalige Politologie Studentinnen im Auswärtigen Amt ohne akademische Abschlüsse haben da wenig andere Funktionen als Sprachrohr zu sein. Ähnliches gilt für ausgewiesene Konkursexperten im Wirtschaftsministerium. Ich möchte allerdings diese Zusammenhänge ausdrücklich nicht auf diese beiden Ressorts beschränkt sehen. Die angesprochenen Hintermänner stehen im wesentlichen außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung und der politischen Kontrolle durch den Bundestag. Ob das so richtig sein kann, sollte jeder für sich überdenken. So wurde ein bundesdeutscher Staatssekretär zum Bilderberger Treffen in diesem Jahr eingeladen. Was dort besprochen wurde, ist nicht bekannt. Es ist zu vermuten, dass die tonangebenden Personen in der Bundesregierung zumindest z.T. sehr genau wissen was sie tun, dass deren Handeln auf der Ebene der offiziellen Amtsinhaber wie Unfähigkeit aussieht, ergibt sich dabei im günstigsten Fall von selbst. Die durch die Atlantikbrücke geführte Presse blendet diese Zusammenhänge vollständig aus, so dass dem Normalbürger nichts anderes bleibt als zu glauben, dass wir durch Dumme regiert werden. Das ist meiner Meinung nach eindeutig nicht so. Man muss sich die Bundesregierung nur genauer ansehen, dann erkennt man es. Sarah Wagenknecht stellt unbequeme Fragen und fordert eine Neuausrichtung der etablierten Politik. Egal für wie wirklichkeitsnah man öffentlich zugängliche Umfragen hält, sie hat inzwischen sehr viel Rückhalt in der Bevölkerung, die glücklicherweise nicht nur aus Normalbürgern, vielleicht besser, genormten Bürgern, besteht. Da können wir Hoffnung haben. Rechts und links hat inzwischen scheinbar nicht mehr den früheren Stellenwert, jetzt geht es mehr um Kollektiv oder Individualität. Viele haben es schon mehr oder weniger bewusst wahrgenommen – gut so.
    Mit freundlichen Grüßen H.W..

      1. Danke für die Blumen, der angesprochene Staatssekretär heißt Jörg Kukies, er war einer der Chefs von Goldman Sachs Deutschland bis er unter wahrscheinlich erheblichen Einkommenseinbußen unter Olaf Scholz 2018 ins Finanzministerium wechselte, seit 2021 unterstützt er die Arbeit von Robert Habeck. Wir können alle dankbar sein, dass die angloamerikanische Finanzindustrie zu unser aller Wohl selbstlos Spitzenkräfte in die von uns mittelbar gewählte Bundesregierung entsendet, so sieht das zumindest die Süddeutsche Zeitung.

    1. Wie soll man das verstehen was Sie hier sagen?
      Wir haben nicht nur eine sehr dumme Regierung, wir haben eine sehr Gefährliche Regierung die ihr eigenes Volk mit Füßen tritt, die alles bezahlen dürfen und die vergoldete Elite Ukrainer Flüchtlinge kommen hier mit Autos die mehr als 100000 Euro kosten, haben nie was eingezahlt in unser Sozialsystem und bekommen von uns deutschen Steuerzahler, ohne das wir danach gefragt werden, alles geschenkt?!!! Wo leben wir denn!!!!?

    1. NEIN, ich habe die NICHT gewählt !
      Auch die grosse Mehrheit der Wahlberechtigten hat übrigens keine der Ampel-Parteien gewählt, wenn man die Nichtwähler und Wähler von Kleinparteien berücksichtigt. Und die, die sie gewählt haben, sind auf Lügen reingefallen wie zum Beispiel auf den Grünen-Wahlkampf-Slogan noch bei der Bundestagswahl 2021: “Keine Waffen in Krisengebiete”.
      Wir haben diese Horrorclowns NICHT verdient. Also aufhören mit dem Geschwätz “Selber schuld”, das ist kontraproduktiv !

  10. Nicht Putin lebt seine sogenannten Allmachtsphantasien aus, nein irgendwelche nimmersatten kranken Hirne wollen das ausleben. Alles ist so krank durchsetzt, mit Pädophilen, Geldgierigen und zuguterletzt Gott spielen wollenden Eliten. Man befindet sich im besten Hitchcock Film aller Zeiten. Man kann als normal denkender Mensch eigentlich nicht glauben das es soviel Boshaftigkeit gibt.

  11. Wenn einer wie Lafontaine von der schlechtesten Regierung ever spricht, dann bekommt das ein ganz neues Niveau. Er hat ja schon in seiner Amtszeit genug Schaden angerichtet ober durch zögerliches Handeln vermasselt.

  12. Ja und Frau Krone-Schmalz wird nun auch noch an den Pranger gestellt. Es ist unfassbar was hier abgeht! Den Strassenklebern würde ich mit dem Vorschlaghammer auf die angeklebten Pfoten klopfen. Aber ich erhielt vor 2 Tagen die Info, dass selbst diese jungen Fanatiker vom WEF bezahlt werden. Wen wunderts noch. Jetzt kommt schon Werbung über Metaverse. Wer braucht sowas? Man stellt sich doch echt die Frage ob die Impfung dazu da war, die Älteren Mitbürger ins Jenseits zu befördern. Damit irgendwelche armen Irren ihre bösartigen Phantasien ausleben können. Aber Putin jaaa der Putin ist an allem Schuld. Bärbock und die anderen Konsorten sind doch bei Schwab zur Schule gegangen, wen wunderts da. Man fragt sich nur was die für einen Benefit dran haben ausser der Kohle die sie im Moment kassieren. Alles nur noch kranke degenerierte Kreaturen unsere Regierung. Volksveräter, statt Volksvertreter. In so einer Welt möchte man nicht leben. Zeit die Keulen und Mistgabeln raus zu holen.

  13. Ja leider kann ich nur beipflichten, dass diese Regierung, allesamt , uns Menschen in Deutschland, in die größte Katastrophe führen. Von Lauterbach angefangen und bei Habeck aufgehört. Ein Kanzler, der sich nicht mehr erinnert, Steuergelder nicht zurück fordert, die Menschen auslacht, weil sie ihren Backofen jetzt von Öl auf Gas umgestellt haben und er nicht weiß wie traurig er gucken soll, einfach unfassbar. k Kann man dem ganzen kein Ende machen? Dazu noch ein Verfassungsgericht, das sein Fähnchen immer in den Wind hängt, dies alles nichts mehr mit einem Rechtsstaat zu tun hat. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen oder aufhören soll. Ein Lichtblick ist Frau Wagenknecht, und auch Frau Weidel. Herr Gysi steckt seinen Kopf auch nicht in den Sand. Gehe seit fast 3 Jahren in Frankfurt am Main auf die Straße. Auch hier das nächste ungerechte, der ÖRR berichtet nicht. Wir existieren überhaupt nicht.
    Wer kann uns helfen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Herzlich Willkommen auf dieser Plattform des kultivierten Austauschs von Argumenten.

Wir haben verlernt Widerspruch aushalten zu können. Hier darf auch widersprochen werden. Ich möchte Sie bitten, dabei wertschätzend und höflich zu bleiben. Beleidigungen und Hasskommentare werden künftig ebenso entfernt, wie Wahlaufrufe zu Parteien. Ich behalte mir vor, beleidigende oder herabsetzende Kommentare zu löschen. Dieses öffentliche Forum und die ihm innewohnende Möglichkeit Argumente und Meinungen auszutauschen, ist der Versuch die Meinungsfreiheit - auch die der anderen Meinung - hoch zu halten. Ich möchte hier die altmodische Tugend des Respektes gepflegt wissen.

„Kontroversen sind kein lästiges Übel, sondern notwendige Voraussetzung für das Gelingen von Demokratie." Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck a.D., vor nur 5 Jahren in seiner Rede zum Tag des Grundgesetzes.