Whistleblow

Propaganda im Staatsfernsehen.

Kommentar von Axel Pajunk //

Das heute journal vom 28.11.2021 (21:45 Uhr) ist ein Paradebeispiel für Framing und mit Zwangsabgaben finanzierte Staatspropaganda. Hier wird derartig unverhohlen auf Basis einer völlig unsicheren Faktenlage Angst erzeugt, dass der bewusst gewählte Begriff „Staatspropaganda“ angebracht erscheint. Der „Ankermann“ (engl. anchorman) Kleber verankert geschickt wirkmächtige Begriffe, die beim Zuschauer „kleben“ bleiben sollen. Kleber wirft den künftigen Regierungsparteien mit Verweis auf eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung gemessen im aktuellen Politbarometer letztlich Untätigkeit und zögerliches Handeln vor. Die Mehrheit, die aus einer Telefonumfrage mit 1.500 Teilnehmern ermittelt wurde, sei der Meinung, dass nicht genug zum Schutz vor Corona getan werde (in derselben Umfrage ist allerdings, was verschwiegen wird, die Mehrheit gegen bundesweite Geschäfts- und Schulschließungen oder Ausgangssperren). Im selben Atemzug betont Kleber den Aufruf zum sofortigen entschiedenen Handeln aus einem von der „Nationalen Akademie der Wissenschaften“ Leopoldina und führenden Fachleuten verfassten Brandbrief. Man soll wohl den Eindruck gewinnen, die Leopoldina sei die Wahrheitsinstitution schlechthin. An Oberflächlichkeit ist auch der gezielt die Emotionen ansprechende Lagebericht kaum zu überbieten, indem zunächst von einem mit Impfangebot verbundenen Advents-Gottesdienst aus der Dresdener Frauenkirche berichtet und anschließend mit vagen Aussagen und Vermutungen von Herrn Lauterbach über die Gefährlichkeit der neuen Mutante Omikron spekuliert wird. Kleber leitet das Interview mit Prof. Drosten dann so ein: „… das Team von Prof. Drosten hat den ersten zuverlässigen Test, PCR-Test, entwickelt, der die Krankheit nachwies, er kennt die Codes des Virus …“. Nun, viele wissen seit langem, dass der PCR-Test nicht unterscheiden kann zwischen nicht infektiösen Virenfragmenten und einer tatsächlichen Ansteckungsgefahr und als alleinige Diagnose nicht ausreichend ist. Man muss sich nicht sonderlich anstrengen, um zu erkennen, dass hier gerade keine Nachrichten verbreitet werden. Es wird mit dieser Sendung eindeutig Politik gemacht und nicht über diese berichtet! Es ist eben kein faktenbasierter investigativer Journalismus, der dem öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrag gerecht wird. Diese Sendung verstößt eklatant gegen die gesetzlichen Programmgrundsätze zu denen Wikipedia schreibt: „In den jeweiligen Rundfunkgesetzen der Bundesländer werden auch Programmgrundsätze festgelegt. Neben der Ausgewogenheit der Berichterstattung sehen sie meist vor, dass in den Sendungen die Würde des Menschen zu achten und zu schützen sei. Weiterhin sollen die Programme der Wahrheit verpflichtet sein.“

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-28-november-2021-100.html

Dr. Axel Pajunk ist promovierter Wirtschaftsanwalt in eigener Kanzlei in Frankfurt am Main und verheirateter Familienvater. Zur Person: “Ich bin parteilos, aber parteiisch, wenn es um die Einhaltung der Grundrechte geht. Ich bin um objektive Darstellung und sachliche Argumentation bemüht und verstehe mich als Verfechter der Grundrechte, insbesondere der Meinungsfreiheit und eines offenen gesellschaftlichen Diskurses ohne Ausgrenzung und Zensur. Als Freund der Demokratie bin ich Gegner jeglicher Form von Extremismus.”

Diesen Beitrag teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on email
Share on print

33 Antworten

  1. Sehr geehrter Herr Sievers, sehr geehrte Leser, die Idee den GEZ-Beitrag zu reduzieren schwirrt mir schon länger im Kopf herum. Ich habe das Glück das ich keine Sepa Lastschrift erteilt habe. Was wäre denn ein Sockelbeitrag?
    Ich denke wenn ich den Beitrag reduziere das ich sicherlich Mahnungen erhalten werde. Hat jemand Erfahrungen damit wie ich damit umgehen kann? Reicht es hier aus mitzuteilen das die Rundfunkanstalten gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstossen? Da braucht es ja bestimmt mehr Argumente?
    Über Ihre Erfahrungen mit der GEZ bin ich gespannt?

    1. Sehr geehrte Andrea,

      den Gedanken kann man nachvollziehen und auch ich bin der Ansicht, dass die über die nicht legitimierte Steuer (Rundfunkabgabe), finanzierten Medien weder ihrer Aufgabe gerecht werden, noch eine legitimierte Daseinsberechtigung für ihren derzeitigen Umfang besitzen. Durch die Handlungsweise des Bundesverfassungsgerichts und auch des EuGH hat sich die Situation für die Bürger nicht verbessert. Meiner Ansicht nach wurde an dieser Stelle das Grundgesetz gebeugt und auch keine vernünftige oder alternative Lösung zur bestehenden Problematik gesucht.
      Es ist jedoch schwierig die Zahlungen zu kürzen oder zu verweigern, da durch die Mahnungen (welche selten erklärt oder gerechtfertigt wären) zusätzliche Kosten entstehen. Für ein juristisches Verfahren sind die Kosten zu gering und die Rundfunkanstalten der Länder besitzen die Möglichkeit Titel ohne gerichtliche Verfahren zu erstellen, welche aufgrund der Summen meist durchgewunken werden. Somit bleibt man leider dem Zwang ausgesetzt.

    2. Einfach knapp unterzahlen (oder überzahlen), 1 € mehr oder weniger. Dann eine Korrektur anmahnen und die Bürokratie beschäftigt halten, bis sie handlungsunfähig wird

  2. Sehr geehrter Herr Axel Pajunk,

    Vielen Dank für Ihren Beitrag.
    Jetzt weiß ich dass ich nicht verrückt bin.
    Aber ich bin leider sicher, dass morgen die große Manipulation weitergeht. Hilfe.

  3. Sehr geehrter Herr Langemann – sehr geehrter Herr Pajunk,
    ich bin sehr dankbar für Ihre Analyse der Sendung mit Herrn Kleber. Nichts anderes würde ich erwarten. Ich sehe mir diese Propagandasendungen im ZDF und ARD schon lange nicht mehr an.
    Ich kann es nicht mehr ertragen. Es deprimiert mich aber die Tatsache, dass – scheinbar – intelligente Menschen mit Hochschulausbildung und im gesetzten Alter (67 Jahre) immer noch nicht erkennen, welche Märchen ihnen da erzählt werden. Sie lehnen es kategorisch ab, sich über unabhängige Portale, in denen unabhängige Journalisten Nachrichten und Kommentare publizieren, überhaupt einmal zu informieren. Diese Ignoranz ist überwältigend und erschreckt mich sehr. Ich bin ratlos, wie man diese Menschen erreichen kann. Diskussion ist nicht möglich, es wird alles geglaubt, was der Mainstream von sich gibt. Nachdenken über logische Zusammenhänge findet nicht statt.
    Wenn es Sie und die anderen Portale nicht gäbe, würde ich verrückt werden.
    Freundliche Grüße und großen Dank für Ihre Arbeit
    Rasmus Hagen

  4. Der Geiger und sein Lohn…

    Ohne überheblich klingen zu wollen, bin ich doch ein wenig erstaunt über die Welle der Entrüstung die seit Beginn der „Pandemie“ über vermeintliche Propaganda der Regierung und Manipulation durch die Medien ausbrach. Als wenn Propaganda erst jetzt erfunden wurde, oder Framing oder die Abwendung von Demokratie und Grundrechten eine Neuerscheinung wären.

    Hallo? Ich würde eher behaupten, daß nun selbst der Dümmste zu verstehen beginnt, daß Begriffe wie Demokratie, (Presse)Freiheit, Selbstbestimmung und Rechtsstaat (usw, usf) schon von jeher nur eine Nebelwand und Ablenkung waren um das Volk (die Untertanen) zu beherrschen und zu manipulieren. Wer kann sich noch an Liberté, égalité, fraternité erinnern? Das Motto der französischen Revolution. Heute wissen wir, auch das waren auch nur leere Sprüche, Phrasen – Ablenkungen vom wahren Zeitgeschehen.

    Hatten wir jemals eine Freie Presse? Unabhängig von Kapital, Macht, Einfluß und politischer Richtung? Jemals einen richtigen Rechtsstaat, wahre Demokratie? Nur naive Menschen glauben daran. Wirklich.

    Es war aber bequem für uns an diese Illusion zu glauben. Jedenfalls solange wir zwei Autos pro Haushalt, warme Häuser, Geld auf der Bank und vermeintliche Sicherheit hatten. Auch Lebensmittel, Bekleidung und Energie zu Schleuderpreisen kaufen zu können half dabei die meisten von uns einzulullen und unseren Glauben an unser vermeintliches Schlaraffen- und Wirtschaftswunderland aufrecht zu erhalten. Das beste Deutschland aller Zeiten – und das schon seit Jahrzehnten. Wirklich?

    Mit einem Male sieht alles aber ganz anders aus. Preise steigen, Energie wird nahezu unerschwinglich, den Medien können wir nicht mehr trauen und auch unsere Volksvertreter und Polizisten verwandeln sich unter unseren wachsamen Augen in „NAZI-light“ Figuren. Spätestens (ich hebe hervor „spätestens“) in 2008 hätte es uns doch auffallen sollen, daß die Medien lügen, unsere Volksvertreter gekaufte Lakaien sind, daß das die Grundfeste unseres Systems am Wanken sind und und unser vermeintlicher Wohlstand nur auf Pump (und mehr Pump) und nur durch die perpetuelle Kriegsführung unseres Bündnispartners, der USA, aufrecht zu erhalten war. Danach kam das unendliche Gelddrucken um den Zerfall aufzuschieben. (Quantitative Easing…)

    Das Vielen dieses erst jetzt auffällt ist eigentlich bedauerlich, aber es ist auch Grund zur Hoffnung. Hoffnung darauf, daß in der schwierigen Zeit die jetzt vor uns liegt, noch viel mehr, ehemalig schläfrige und träge „Mitläufer“ aufwachen und sich in Verschwörungstheoretiker (oder Konterrevolutionäre) verwandeln werden… Ha! Schöne Aussichten, oder?

    Wie gesagt, daran zu glauben, daß diese brave, neue Welt erst seit zwei Jahren existiert, ist schlechthin naiv. Es erinnert mich an eine Geschichte, die mir von einem guten Freund übermittelt wurde. Er war Mitglied des Adels (ein „von…“) und hatte als Jugendlicher die Ehre in der Stadt Pilsen mit US General Patton zusammen zu wohnen – nachdem seine Familie in der Tschechei Schloß und Gut verloren hatte. Nachdem er Patton gegenüber seine Bewunderung über den amerikanischen „Way of Life“ und der dort herrschenden Demokratie zum Ausdruck brachte, lächelte Patton nur. Er legte dann die Hand auf seine Schulter und sagte leise und eindringlich: „Es ist nicht alles Gold was glänzt, mein Sohn!“

    Das war vor 75 Jahren. Und gilt auch heute noch. Das „System“ war schon damals (und davor) korrupt, manipulativ und wie man auf gut English sagt „rotten to the core“ (bis ins Innerste verfault) und spielte letztendlich immer einer kleinen, exklusiven Elite in die Hände!

    Aber besser spät als niemals. Wenn vielen von uns jetzt endlich die Augen aufgehen und wir merken, daß eigentlich nichts wirklich so ist wie es aussieht – dann ist das gut! (Des Kaisers neue Kleider) Aber laßt uns bitte nicht denken, daß alles erst mit Anfang der jetzigen „Pandemie“, vor zwei Jahren, begonnen hat!
    Wir haben lange getanzt. Jetzt kommt der Geiger und verlangt seinen Lohn! Wir werden ihn zahlen müssen. Aber haben dann wieder die Chance neu aufzubauen. Und Fehler zu wiederholen – oder auch nicht!

    1. Ich stimme Ihnen absolut zu. Es wäre letztlich auch nahezu unmöglich gewesen so eine Propagandamachinerie unter diesen Voraussetzungen in einer Extremsituation innerhalb von nur zwei Jahren zu entwickeln. Es handelt sich um tief verwurzelte Netzwerke zum “Geldadel” und anderen Akteuren, die hier zum Vorschein treten, wenn man nur genau hinschaut.

    2. Auf meinem selbst reparierten rostigen Mercedes 200D von 1969 prangte 1981 ein großes „D“, in dessen Mitte ein kleiner blauer Chiquita Aufkleber…

    3. Hallo Herr Newman,

      Gerade habe ich Ihren Beitrag gelesen und muss Ihren Sentimenten zustimmen. Ich lese momentan Paul Watzlawick’s Buch
      “Wie wirklich ist die Wirklichkeit? – Wahn, Täuschung, Verstehen” nachdem ich mir davor Don Miguel Ruiz’ Buch “Beyond Fear – A Toltec Guide to Freedom and Joy” nochmal zu Gemüte geführt hatte. Die Autoren dieser Bücher gehen das Thema der ‘Realität’ von sehr verschiedenen, interessanten Winkeln an. Es wird aufgezeigt wie wir die ‘Wirklichkeit’ (wenn es die denn überhaupt gibt) von uns Menschen von unserer Umwelt und unseren Mitmenschen geformt wird. Wieviel von dem was wir als Realität sehen ist nur eine Illusion, ein Traum, ein Albtraum? – Mit dem momentanen Wisssen der Sozialwissenschaft von Psychologie, und Kommunikationstechnik ist es heute mehr als zuvor möglich Menschen und Menschenmassen zu manipulieren. Siehe auch Joost Meerloo’s “The Rape of the Mind” und William Davies’ “The Happiness Industrie”.
      Ja, wir werden manipuliert und vielleicht mehr als je zuvor. Man belügt uns noch immer, doch viele Menschen beginnen zu ‘erwachen’ und sich bewusst zu werden dass vieles der momentanen Narrative nicht der Wahrheit und / oder einer ‘Logic’ entsprechen. Ich denke mal es hat schon immer etliche Menschen gegeben denen dieses bewusst war, doch nun beginnen sich mehr und mehr Leute zu fragen ob und welche praktischen Möglichkeiten es zur Änderung gibt. – Es ist Zeit! Es wird einen ‘Reset’ geben, doch nicht so wie es sich die alten Eliten es erträumen! – Wir, jeder von uns kann sich und wird sich, wenn er nur will, seinen eigenen Traum von einem freien und liebevollen Leben auf diesem Planeten erträumen und ‘realisieren’. Dazu müssen wir uns vernetzen und uns durch offene Dialoge in der Gegenwart wach halten so dass wir nicht so leicht belogen und manipuliert werden können wie bisher.
      Packen wir’s an! – Let’s Fix It!

    4. Solange die Regierung und mit ihr das Parlament, die Richter und die Medien überwiegend “zum Wohle des deutschen Volkes” handelten, war es dem Bürger größtenteils egal, wie korrupt das System ist.
      Aber seit der mit der Eurorettung verbundenen explodierenden Staatsverschuldung, der mit dem Migrantenandrang verbundenen Sicherheitslage und leeren Sozialkassen und der mit dem Kampf gegen den Klimawandel und die Labor-Pandemie verbundenen wegbrechenden Steuereinnahmen und beginnenden Verteilungswettkämpfen stehen immer mehr Bürger kritisch dem System gegenüber.

      1. Beobachtet haben wir die Situation schon lange, auch die Zusammenlegung der Presseagenturen und die zugehörige Zentralisierungen, gehandelt haben wir jedoch nicht, da die Bürger nicht dazu bereit waren. Im Moment ist jedoch der Unmut sehr groß und wird sich durch die Unfähigkeiten, die Korruption und die Unwilligkeit der öffentlichen Hand voraussichtlich weiter steigern. Ich hoffe nur, dass wir dann kein Erwachen wie in Weißrussland erleben, aber einen friedlichen Übergang wie 1989 werden wir wahrscheinlich auch nicht angeboten bekommen.

  5. Ich weiss gar nicht warum so viele so entruestet und deprimiert sind. Ich schaetze mal die Meisten im Forum haben bei den letzten Wahlen die Basis oder die FDP gewaehlt? Die Rechnung wird doch jetzt geliefert. Laecheln sie doch alle, es laeuft doch wie geschmiert, die FDP ist sogar in der Regierung. Sollte das nicht ein Grund zum Feiern sein?! Ich will nicht wieder anfangen von “Das naechste Mal aber das Kreuz…”, tun ohnehin wieder die Wenigsten. Und so bleiben Sie bitte alle weiterhin entruestet in ihrer feinen Blase, immer schoen moralisch auf der Gutmenschenseite. Ich sage nur: Gut so.

  6. Das die m.E. korrupten und gekauften Staatsmedien seit Jahren keine unabhängige Berichterstattung mehr bringen, ist nicht erst seit der derzeitigen sog. Corona-Krise zu beobachten. Der Verstoß gegen den Pressekodex ( insbesondere Ziffer 14) ist gängige Praxis. Vom Nürnberger Kodex möchte ich erst gar nicht reden. Was die derzeitige Amtsinhaberin (Merkel) aus diesem Land gemacht hat, ist kaum in Worte zu fassen. Die sog. Corona-Krise ist nur der „krönende Abschluss“ im negativen Sinne. Es sind aber nicht nur die öffentlich rechtlichen Staatssender, die gleichgeschaltete Propaganda betreiben, sondern auch die beiden privaten Propagandasender Welt ( Springer Verlag) und ntv ( Bertelsmann). Wenn man dort einmal reinschaut, sieht man auch nur das unterirdische geistige Niveau, was bereits bei den öffentlich rechtlichen Staatssendern herrscht. Leider hängen noch sehr viele Menschen täglich vor der Glotze und schauen sich die Propaganda an, um auf dem neuesten Stand zu sein. Aber es ändert sich ja kaum etwas, außer das die 4. Welle angekündigt wird. Die 5. u. 6. Welle sind sicherlich auch schon im Anflug. Es gebe nur eine einzige Möglichkeit, diese Staatssender auszutrocknen, das wäre die Einstellung der Zwangsgebühren an die GEZ. Es werden wahrscheinlich zuerst noch nicht viele mitmachen, aber es werden sicherlich immer mehr. Was die staatliche Institution ( Leopoldina) angeht, sind auch hier enge Beziehungen zum Staatsapparat zu erkennen um damit ein unabhängiger wissenschaftlicher Diskurs unmöglich. Für mich sind dort keine wissenschaftlichen Mitarbeiter ansässig, sondern nur Lakaien, die eine Auseinandersetzung mit unabhängigen Experten und Fachleuten ablehnen, weil dann die Wahrheit ans Tageslicht kommen würde. Zum andern lohnt sich eine Diskussion mit sog. Andersdenkenden derzeit nicht, weil diese Menschen in ihrer Meinung extrem einseitig geprägt sind. Ich diskutiere derzeit auch nicht mehr. Ich empfehle den Andersdenkenden das Buch von Prof. Bhakdi und Prof. Reis zu lesen. Erst dann kann eine Diskussion wieder aufgenommen werden. Dazu habe ich den Club der klaren Worte empfohlen. Ich bin erstaunt, mit wie vielen Menschen ich plötzlich wieder ohne Emotionen diskutieren kann, unglaublich. Das macht derzeit die Runde und erhoffe mir dadurch, noch mehr Menschen dazu zu bewegen, sich einmal Gedanken zu machen. Ob man alle überzeugen kann, kann ich nicht sagen. Aber zumindest wird wieder sachlich diskutiert und das ist in der jetzigen Phase der Spaltung der Bevölkerung immens wichtig.

  7. Inzwischen sehen wir klarer. Die Gewaltenteilung, so wie wir sie verstehen, wurde beendet. Die freie Presse, wenn es sie überhaupt in der Breite gegeben hat, ebenso. Die innerparteiliche Demokratie wurde schon vor langer Zeit weitest gehend beendet und damit die Parlamente mehr und mehr entbehrlich. Der Weg durch die Institutionen ist unmöglich, unklar für wie lange.
    Außerparlamentarische Opposition, und zwar ohne wenn und aber gewaltfrei, ist der einzig verbleibende Weg. Wasser höhlt den Stein und nicht umgekehrt. Das kann dauern, aber anders wird es nicht gehen.

    1. Ich stimme zu, auch ich hege allerdings gewisse Zweifel am “gewaltfrei” . Ich glaube über diesen Punkt sind wir leider schon hinaus. “Gewaltfrei” wird in nächster Zeit zu einem politischen Luxusgut.

      1. Ganz im Gegenteil.
        Der Staat hat das Gewaltmonopol und er wird es sich auch nicht nehmen lassen. Mit Gewaltanwendung verlieren wir auf jeden Fall. Einige werden vielleicht der Versuchung nicht widerstehen können und damit genau das tun was die Marionettenspieler wollen. Das wäre sehr schade.

  8. Es gibt zwei Möglichkeiten mit dieser eindeutig und immerzu gegen den Staatsvertrag gerichteten Propaganda umzugehen: Man ignoriert sie komplett, um geistig und moralisch gesund zu bleiben. Oder, man geht dagegen gerichtlich vor. Da jede Gesellschaft und jeder Staat sich seine eigenen Wahrheiten schafft, und sie mit seinen Institutionen absichert, ist letzteres nicht sehr erfolgsträchtig. Sie können nie gegen das System klagen und gewinnen, wenn es die totale Herrschaft schon übernommen hat. Und das ist leider in unserem Parteienstaat der Fall. Wer anders denkt, macht sich was vor. Okay, es mag hier und da noch einzelne, mutige Richter geben, aber was mit denen passiert, haben wir in der Corona-Krise ja gesehen. Und die Juristen dieses Landes haben zu den Hausdurchsuchungen geschwiegen. Und die Mediziner schweigen zu den abstrusen Behauptungen der Zeugen Coronas und zur Diffamierung hochangedehener Wissenschaftler immer noch. Und die Staatspropaganda auf allen medialen Kanälen, außer den Alternativen Medien, ist der Beweis für diese unguten Verhältnisse und die offene Verhöhnung des Publikums. Warum tun sie das? Weil sie es können!

  9. Presse, Funk und Fernsehen und die Politik lügen sich in die eigenen Taschen was das Zeug hält , das ist nun durch Corona als Booster nur noch weiter verstärkt worden und die ” Dummen und Des- und uninformierten Bürger die zu faul und bequem sind selber sich zu Informieren und Wissen anzueignen sind die ” Gläubigen ” wie in der Kirche und werden auch so betrachtet und damit unterdrückt , der persönlichen Freiheit und Gesundheit beraubt und der finanzielle Raubzug der internationalen Mafia der Vereine , Stiftungen , Politiker und Konzerne geht munter weiter und macht noch mehr Bürger und Staaten bettelarm und nichts ändert sich , habe gerade das Buch von Klaus Schwab und Thierry Malleret ” Covid-19 The Great Reset ” gelesen und bin über nichts mehr verwundert
    wie diese Corona -Plandemie fortgeführt wird . Ähnlich wie zu DDR -Zeiten , sind die ehemaligen DDR-Bürger etwas besser Informiert über viele Dinge , das ist Vergangenheitsbedingt nicht unbedingt verwunderlich und es wird sich am derzeitigen Zustand nicht ändern wenn die Bürger nicht all ihren Verstand und das eigene Denken nicht selber nutzen. Wir sind weltweit vernetzt und selbst wenn einzelne Länder und Regionen etwas unternehmen …………………………………………..
    Es gibt für Individuen wie den Menschen kein Kochrezept und kein Gesetz wie er sich in welchem Teil der Welt auch befindet sich mit gleichen Autos , Fahrzeugen , gleichen Nahrungs- und Genußmitteln zu versorgen , den gleichen Glauben auszuüben , den gleichen Sport , den gleichen Gewohnheiten zu folgen u.v.m. und schon überhaupt nicht die gleichen Impfungen und Medikamente in den gleichen Mengen und Dosen zu nehmen , Alkohol und Nikotin sowie andere Gifte und Drogen zu sich zu nehmen—- die Kontrolle über Mafia , Geld und Überwachung ??? und immer in der Vergangenheit hat es aus diesen Monopolen Zusammenbrüche auf Grund der Größe gegeben …………………….ich wünsche allen die sich selbst noch mit gutem Gewissen zügeln können und anderen Ihre persönliche Freiheit lassen und selber nicht zum ” Rechthaberischen angeblich wissenschaftlichen Besserwisser” mutieren viel Gesundheit und Erfolg im Leben und die Skandale und Vertuschung von medizinischen und ärztlichem und politischen Problemen schwelen im Unsichtbaren Bereich durchaus weiter , geraten manchmal in Vergessenheit und kommen mit größerer Wucht wieder , in welcher Form auch immer

    1. Sehr geehrter Herr Axel Pajunk,

      Vielen Dank für Ihren Beitrag.
      Jetzt weiß ich dass ich nicht verrückt bin.
      Aber ich bin leider sicher, dass morgen die große Manipulation weitergeht. Hilfe.

      1. Wie wär’s mit: Aus dem Alptraum aufwachen und seinen eigenen Traum ertäumen? – Sicherlich nicht so einfach wie es sich anhört, doch ALLES ist möglich! Nur Mut!

  10. Lieber Herr Langemann, lieber Herr Pajunk,

    vielen Dank für den Aufreger. An Abenden, an denen ich mich frage, ob ich mal wieder Volkes Sandmännchen für Erwachsene betrachten soll, spüre ich bereits zuvor ein grimmiges Ziehen der Magenwände und muss mir jedes mal vornehmen, mich nur leise zu empören, weil es die Propagandisten ohnehin nicht abkriegen. Das miserable Niveau, auf dem sich die Desinformation abspielt, ist schiere Beleidung. Wie halten diese Darsteller das so lange aus? Und dann auch noch im Kollektiv. Ich staune, dass es funktioniert. Und das lässt mich fragen, ob wir es womöglich verdient haben. Nicht der Einzelne, der noch selbst denkt, aber als Gesellschaft. Es wird geglaubt, nachgeplappert und wiedergekäut – und zu allem Überfluss von weiteren Medienmachern abgeschrieben. Es gehören immer zwei Seiten zum Erfolg solcher Propaganda, und mein Eindruck ist, es zeigt sich mehr und mehr, was der Mensch ist, wie er tickt, wenn er sich selbst überlassen ist. Ohne höhere Moralinstanz, der er sich verantworten muss. Ich kann mir kaum noch vorstellen, dass in denselben Sende-ANSTALTEN (wie passend) dereinst wieder echte Information, Nachricht und Journalismus produziert werden kann. Wie soll das gehen, falls jemals für alle offenbar wird, was diese Anstaltspfleger sich erlaubt haben? Sicher nicht mit demselben Personal.
    Ihnen wünsche ich alles Gute und eine erquickliche Adventszeit mit der besten Nachricht aller Zeiten.

  11. Sehr geschätzte Herren, Ihr Beitrag zu den Tagesthemen vom 28.11. zeigt die Niederträchtigkeit des vom Volk finanzierten Mainstreamfernsehens. Hier wird offene Hetze gegen klar denkende Menschen betrieben. Die Meinung von Jörg Sievers muss ich ergänzen: Der Zwangsbeitrag entbehrt jeglicher rechtlicher Grundlage, dazu kommt noch,das der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk vertragsbrüchig geworden ist. Allein dies reicht aus,um die Zahlung einzustellen.

  12. Sehr geehrter Pajunk, sehr geehrter Herr Langemann,

    danke dafür, dass Sie sich diese Sendungen noch antun. Ich schaffe das beim besten Willen nicht mehr, meine Seele hält es einfach nicht mehr aus. Und dass, obwohl ich ebenfalls ein Mensch bin für den unsere Demokratie und unsere allgemein gültigen Menschenrechte bzw. Grundrechte das höchste Gut in einer Zivilisation sind. Offenbar spaltet sich unsere Gesellschaft schon an diesem Minimalkonsens, ein wirklicher Rückschritt, der nur Dank der ununterbrochenen Propaganda möglich wurde. Ich weiß nicht wie ich das hier aufhalten kann, doch dieser Staat (wer ist das wirklich?) muss sich schnell entscheiden, ob er zum demokratischen Diskurs zurückfindet, oder ob er diese propagandistischen Verhaltensweisen beibehält. Ich hoffe die aufmerksamen und redlichen Angestellten in den Medienanstalten, die es ganz sicher wie überall gibt, werden sich besinnen, sich zusammenschließen und unsere GEZ-finanzierten Medien zu einer seriösen Berichterstattung, die die Kontroverse nicht scheut, hinführen.

  13. Das wahrhaft Erschreckende bei all den Framing-Akteuren im TV ist, für wie dumm der schauende-hörende-staunende Bürger eingeschätzt wird. Die alte Weisheit: Nur Qualität kann Qualität erkennen, heißt auch: Nur Intelligenz kann Intelligenz erkennen….
    Mein aktiv kriegserfahrener Vater hat mir schon als ich noch Kind war beigebracht: Du darfst deinen Gegner nie unterschätzen, nicht ein einziges Mal, das eine Mal kann tödlich sein. Und er brachte mir auch schon bei, dass es nicht gut ist zu lügen, noch nicht mal aus sittlich-moralischen Erwägungen heraus, sondern es sei einfach unpraktisch. Man vergisst leicht, wem man wann was gesagt hat, und dann schafft man sich mit der Unglaubwürdigkeit nur Probleme. Ich habe aufmerksam zugehört.

  14. Mit dem im heute journal erwähnten Brandbrief der Leopoldina setzt sich kritisch ein Artikel der Welt auseinander:

    Das fragwürdige Lockdown-Papier der Leopoldina
    Stand: 29.11.2021 | Lesedauer: 5 Minuten
    Von Jörg Phil Friedrich
    WELT-Autor Jörg Phil Friedrich

    „Vor einem Jahr warb die Leopoldina mit einer umstrittenen Ad-hoc-Stellungnahme für den Lockdown. Nun tut sie es wieder – mit einem fragwürdigen Fünf-Seiten-Papier. Statt wissenschaftlichen Erkenntnissen enthält es politische Forderungen – oft gegen den Rat der Experten, wie zwei Beispiele zeigen.

    Es ist fast genau ein Jahr her, dass die Leopoldina mit einer Ad-hoc-Stellungnahme massiven Druck auf die Politik und die Öffentlichkeit in Deutschland aufgebaut hat, um harte Maßnahmen zur Beschränkung sozialer Kontakte und zur Einschränkung des öffentlichen und privaten Lebens zu erreichen. Die Argumentation, die den Kurs des Bundeskanzleramts unterstützte, und die schmale wissenschaftliche Basis dieser Stellungnahme wurden damals kritisiert – einige Kultusminister hegten den Verdacht, das Papier sei von Kanzleramtsminister Helge Braun „bestellt“ worden, um Schulschließungen durchzudrücken.

    In der Folge hat sich etwa der Wissenschaftsrat ausführlich mit Leitlinien der Wissenschaftskommunikation beschäftigt und Positionen dazu formuliert, wie Wissenschaft zu gesellschaftlich relevanten Fragen Stellung nehmen sollte. Die Leopoldina selbst veröffentlichte im Laufe des Jahres, zuletzt Anfang November, zwei weitere Ad-hoc-Stellungnahmen zur Corona-Pandemie, die davon zeugten, dass die öffentlichen Reaktionen auf politische Forderungen aus der Wissenschaft durchaus zu einer Neubestimmung der eigenen Kommunikationswege und -ziele geführt haben.

    Nun ist eine neue Stellungnahme der Leopoldina zur Pandemie erschienen, sie heißt „Coronavirus-Pandemie: Klare und konsequente Maßnahmen – sofort!“, und man fühlt sich zurückversetzt in den Dezember 2020. Gerade einmal fünf Seiten hat das Dokument, davon ist die letzte Seite der Auflistung der Experten gewidmet, die das Papier verfasst haben – allen voran, wie es der Zufall alphabetischer Listen will, der Virologe Christian Drosten, gefolgt von Klinikdirektoren, einem Juristen, dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten der Leopoldina sowie zwei Medizinethikerinnen.

    Katalog von Forderungen an die Politik

    Das Papier hält sich nicht lange mit wissenschaftlichen Erkenntnissen auf, sondern besteht aus einem Katalog von Forderungen an die Politik, die unverzüglich umgesetzt werden sollen. Gleich zu Beginn beklagen die Autoren eine „Vielstimmigkeit der öffentlich vorgebrachten Fakten und Prognosen“, die zur Folge hätten, „dass Teile der Politik und Öffentlichkeit die Dramatik der Situation nicht in ihrem vollen Ausmaß erfassen“.

    Damit verlassen die Autoren explizit die Position des Wissenschaftsrats, der der Meinung ist, dass „eine Kommunikation, die die Vorläufigkeit und Mehrstimmigkeit wissenschaftlicher Erkenntnis, die Grenzen individueller Expertise ebenso wie die Entstehungsbedingungen von Forschung offenlegt, … wie die Wirkungsforschung zur Wissenschaftskommunikation zeigt, grundsätzlich eher dazu geeignet [ist], Glaubwürdigkeit zu erhöhen und das Vertrauen in wissenschaftliche Integrität zu stärken.“

    LEOPOLDINA
    Wurde die Bundesregierung falsch beraten?
    Die Stellungnahme der Leopoldina zeigt an verschiedenen Stellen, dass eine solche Mehrstimmigkeit dem Ergebnis durchaus gutgetan hätte. Beispiel FFP2-Masken. Ganz selbstverständlich fordern die Autoren dort, „wo sich persönliche Kontakte nicht vermeiden lassen“ eine Maskenpflicht, „idealerweise mit FFP2-Masken“, bzw. eine „generelle Maskenpflicht mit FFP2-Masken in für die Öffentlichkeit zugänglichen Innenräumen auch unter 2G-Regeln“.

    Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene hingegen sagt, FFP2-Masken seien „keine Option für die Bevölkerung“, denn sie „erfordern eine erhöhte Atemarbeit, die von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, aber auch Menschen mit Atemwegserkrankungen nicht geleistet werden kann“. In der Folge würden diese Masken nicht dicht getragen und verlören jede Wirkung. In die gleiche Richtung argumentiert die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie. Auf welcher wissenschaftlichen Basis die Leopoldina-Autoren für die Nutzung von FFP2-Masken argumentieren, verrät die Stellungnahme leider nicht.

    Drei Tests pro Woche für Kinder

    Einen Abschnitt widmen die Autoren der besonderen Situation von Kindern und Jugendlichen. Wer aber glaubt, sie würden sich dabei auf die Erkenntnisse und Leitlinien etwa der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) stützen, die zu diesem Thema sicherlich die Expertise hat, wird enttäuscht. Die Empfehlungen der Leopoldina lesen sich eher wie ein Gegenprogramm zu dem, was man bei der DGPI findet.

    PANDEMIEPOLITIK
    Blind, orientierungslos und mit Symboldebatten in den Winter
    So lehnt die DGPI mit guten Argumenten das regelmäßige Testen von asymptomatischen Kindern ab, die Leopoldina-Autoren hingegen fordern mindestens drei Tests pro Woche. Begründet wird das damit, dass das Anwachsen der Inzidenzen auch unter Kindern und Jugendlichen die Zahl schwerer Fälle zunehmen lassen würde – eine Annahme, die als rein statistische Rechnung plausibel erscheint, die sich aber in den Zahlen zur Hospitalisierung von Kindern bis heute so nicht bestätigen lässt. Zwar will auch die Leopoldina-Gruppe die Schulen offenhalten, fordert aber zugleich ein „Vorziehen der Weihnachtsferien“ – genau mit diesem Vorschlag hatten vor einem Jahr die monatelangen Schulschließungen begonnen.

    KINDER IN DER PANDEMIE
    Schulschließungen? Die Union hat nichts gelernt
    Das Wort „Lockdown“ vermeidet die neue Leopoldina-Stellungnahme, faktisch fordert sie aber nichts anderes als genau das, was auch in vorhergehenden Phasen der Pandemie in Deutschland nicht gewirkt hat – den schnellen, harten und vermeintlich kurzen Shutdown des gesellschaftlichen Lebens. So könne man den „exponentiellen Anstieg der Neuinfektionen in der vierten Welle beenden“ – dass sich ein solcher exponentieller Anstieg in den letzten Wochen in den Zahlen nicht finden lässt, ficht die Autoren nicht an.

    Wieder soll es eine „deutliche Reduktion der Kontakte für wenige Wochen“ richten. Genau das wurde nun seit Beginn der Pandemie mehrfach versucht, einen Nachweis der Wirksamkeit solcher Maßnahmen bleibt die Autorengruppe schuldig – der tatsächliche Verlauf der Infektionszahlen nach dem Inkrafttreten entsprechender Maßnahmen in den letzten Wellen der Pandemie spricht auch eine andere Sprache.

    LESEN SIE AUCH
    Was, wenn auch diese Welle ausläuft?
    VIERTE CORONA-WELLE
    Warum wir keinen Lockdown brauchen
    Erneut Kontaktbeschränkungen, das Schließen aller öffentlichen Orte, an denen sich Menschen außerhalb des Arbeitsplatzes treffen können – das sind Maßnahmen, deren nachhaltige Wirksamkeit in den nun fast zwei Jahren seit Ausbruch der Pandemie nicht klar nachgewiesen werden konnten, weder in Deutschland noch anderswo.

    Richtig und tatsächlich wohl von keinem Experten in der Vielstimmigkeit der Einschätzungen bestritten ist, dass die Impfzahlen nach oben gebracht werden müssen. Womöglich ist ein faktischer erneuter Lockdown aber für die Bereitschaft der Menschen, sich erstmalig oder erneut impfen zu lassen, sogar kontraproduktiv. Besser wäre es, alle Kraft darauf zu verwenden, die Impf-Infrastruktur zu verbessern.

    Statt jetzt, wie es die Leopoldina-Autoren am Ende tun, wieder nach einer Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes zu rufen, sollte man die Politik darin unterstützen, eine umfassende und reibungslose Impfkampagne zum Laufen zu bringen. Die Leopoldina sollte sich, wie sie es in den beiden vorhergehenden Stellungnahmen zum Thema Corona demonstriert hatte, darauf konzentrieren, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu sammeln und in ihrer Breite darzustellen, verbunden mit Priorisierungen für weitere notwendige Forschungen. Auf der Basis einer solchen Beratung kann die Politik dann ihre Entscheidungen treffen – besonnen, zügig, aber ohne Panik.“

  15. Beim Lesen dieser treffenden Analyse von Axel Pajunk muss ich unwillkürlich an das Strategiepapier des BMI denken, entwickelt und verfasst im März 2020, veröffentlicht auf verschiedenen Quellen (auch hier) Ende März/Anfang April 2020. Nicht der Inhalt hat mich erschrocken. Dass Regierung, RKI und Co bewusst auf Angstpropaganda setzen statt auf sachliche Information, Aufklärung und Besonnenheit entsprach schließlich meinem Eindruck beim Verfolgen der täglichen PKs von Wieler, beim Zuhören von Drosten, Spahn und Merkel. Das sogenannte Panikpapier hat mich also nur bestätigt.
    Erschrocken hat mich, dass dieses Panikpapier sämtlichen “Qualitätsmedien” vorlag. Weder Öffentlich-Rechtliche noch ein großes Verlagshaus haben geschrieben “Stop! Bis hierhin und nicht weiter!”. Im Gegenteil. Die “gewünschte Schockwirkung” wurde gehorsam verstärkt und umgesetzt.
    Man musste dafür kein Virologe sein. Man musste nur lesen und etwas Leseverständnis mitbringen. Ergo gab es nur zwei Möglichkeiten. Die Öffentlich-Rechtlichen und sämtliche Redaktionen sind strutzdumm und können keine Kommunikationsstrategie interpretieren. Oder Gleichschaltung. Was ist wahrscheinlicher?

    Ein intelligent und empathisch geführtes Interview von Herrn Langemann mit einem mutigen Lehrer wird gelöscht. Auch ich, ein einfacher Bürger, erfahre nun teilweise “Shadowbanning” (wusste gar nicht, dass ich so wichtig bin)? Wo sind wir nur gelandet?

    P.S.: Vielleicht wird der Henkerman Kleber ja neuer Regierungssprecher und Herr Seibert kehrt zurück zum heute journal. Und ich lande im Gefängnis, weil ich für Propaganda und eine Beleidigung meiner Intelligenz nicht auch noch Geld bezahle. Dann schließt sich der Kreis.

  16. Die Masche ist so perfide wie genial …. man tischt den Schlafschafen vorm abendlichen Nachrichtenfernsehen eine angebliche Mehrheit auf … die die neue Regierung damit in Zugzwang bringt … und schon schwallen es die ersten Spatzen von den Dächern … ‘die Politiker wollten ja keine Impfpflicht … aber die Bevölkerung will sie haben … und na klar, … dem Willen des Volkes müssen wir uns fügen ..’ …. Nachtigall, ick hör dir tapsen ….
    Wehret den Anfängen, kann man da nur sagen.

  17. Sehr geehrte Herren Langemann und Pajunk!
    Eine vernünftige Maßnahme um dies zu unterbinden, wäre vielleicht, daß alle GEZ-Zwangsbeitragszahler ihren Beitrag zwar nicht streichen, um sich nicht ins Unrecht zu setzen, diesen jedoch auf einen Sockelbetrag reduzieren, der erst wieder die volle Höhe erreicht, wenn die Staatsmedien nicht mehr permanent gegen den Rundfunkstaatsvertrag und seine Grundlagen verstoßen. Vielleicht sollte dies mal anwaltlich geprüft werden. Dies wirkt jedoch, wie Vieles, nur im Kollektiv!

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Das mit dem Kollektiv, lieber Herr Sievers, ist genau das Problem. Dieses wünschenswerte, für uns wünschenswerte, Kollektiv gibt es scheinbar nirgendwo. Siehe das gescheiterte Begehren in Bayern und die Abstimmung in der Schweiz. Und ich bin sicher, gäbe es in Österreich und bei uns eine entsprechende Volksabstimmung, wären die überwiegenden Mehrheiten für die Maßnahmen und wahrscheinlich auch für die Impf-Pflicht. Ich bin gestern bei meinem Klavierlehrer “rausgeflogen” wegen 2G. Es wird einem der letzte “Anker” genommen, der noch ein bißchen Lebensfreude vermittelt. Aber die Mehrheit scheint das ja gut zu finden. Mal sehen, wie lange noch.

      Beste Grüße.

    2. Das mit dem Kollektiv wird nicht funktionieren, da unsere Mentalität als “Obrigkeitshörig” bezeichnet werden muss, ergo ist “Ihr Plan niemals der Plan anderer”.
      Es bleibt also dem einzelnen Individuum überlassen, im Rahmen der ihm zur Verfügung stehen Mittel, etwas zu unternehmen. Auf den ersten Blick erscheinen
      diese als sehr limitiert und vielleicht sogar ineffektiv. Sofern man sich aber auf den Gedankengang des Schlagens des Gegners mit dessen eigenen Mitteln
      besinnt, wird aus David ein Goliath. Stellen Sie Ihre Zahlungsart der “Beiträge” zur GEZ doch mal probeweise auf Barzahlung um. Eine Zahlungsart, die nach
      Recht und Gesetz legitim ist, aber von der GEZ nicht akzeptiert wird. Teilen Sie der GEZ mit, dass Sie Ihre Beiträge ab sofort auf ein Notaranderkonto überweisen,
      bis Sie von der GEZ eine Stelle, Organisation, Einrichtung genannt bekommen, an der Sie Ihre Beiträge in Bar entrichten können. Ich bin seit Jahren das ganz kleine Rädchen im ganz großen Getriebe, das manchmal nicht so richtig funktionieren will. Keep them busy, warm and fuzzy !

  18. Sehr geehrter Herr Langemann – Sehr geehrter Herr Pajunk,
    habe beim lesen des Artikels etwas lachen müssen, die Passage von Herrn Kleber die Herr Pajunk in seinem Kommentar anführt ist mir an diesem Tag ebenfalls aufgestoßen. Bei uns läuft irgendwo immer ein Fernsehgerät. Habe zufällig diesen Schmarrn mitbekommen und sofort gesagt: “Der Kleber lügt ja schon wieder” und habe mich im Büro lieber meinem PC gewidmet. Es ist unmöglich was sich die Propaganda-Sender der Staats-Medien und speziell dieser Herr Kleber erlauben. Denke nicht das es in Zukunft besser werden wird. Vielen Dank für Ihre Arbeit!
    Mit freundlichen Grüßen Hans-Jürgen Heyne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Herzlich Willkommen auf dieser Plattform des kultivierten Austauschs von Argumenten.

Wir haben verlernt Widerspruch aushalten zu können. Hier darf auch widersprochen werden. Ich möchte Sie bitten, dabei wertschätzend und höflich zu bleiben. Beleidigungen und Hasskommentare werden künftig ebenso entfernt, wie Wahlaufrufe zu Parteien. Ich behalte mir vor, beleidigende oder herabsetzende Kommentare zu löschen. Dieses öffentliche Forum und die ihm innewohnende Möglichkeit Argumente und Meinungen auszutauschen, ist der Versuch die Meinungsfreiheit - auch die der anderen Meinung - hoch zu halten. Ich möchte hier die altmodische Tugend des Respektes gepflegt wissen.

„Kontroversen sind kein lästiges Übel, sondern notwendige Voraussetzung für das Gelingen von Demokratie." Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck a.D., vor nur 5 Jahren in seiner Rede zum Tag des Grundgesetzes.