Freiheit stirbt immer zentimeterweise

Auszug aus der Rede des scheidenden Parteivorsitzenden Guido Westerwelle auf dem 62. Bundesparteitag der FDP in Rostock. Westerwelle zitiert darin Karl-Hermann Flach, den ersten Generalsekretär der FDP, mit den Worten: “ Freiheit stirbt immer zentimeterweise.“

Die Rede vom 13.5. 2011 erscheint heute erstaunlich frisch, zeitgemäß und mahnenden. Sie hören den Auszug hier als Audio/Podcast.

(M.L.)

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20 Antworten

  1. DIE FREIHEIT (Georg Danzer 1979)

    Vor ein paar Tagen ging ich in den Zoo
    Die Sonne schien, mir war ums Herz so froh
    Vor einem Käfig sah ich Leute stehn
    Da ging ich hin, um mir das näher anzusehn
    (Da ging ich hin, um mir das näher anzusehn)

    Nicht Füttern stand auf einem großen Schild
    Und bitte auch nicht reizen, da sehr wild
    Erwachsene und Kinder schauten dumm
    Und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm
    (Und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm)

    Ich fragte ihn, wie heißt denn dieses Tier?
    Das ist die Freiheit, sagte er zu mir
    Die gibt es jetzt so selten auf der Welt
    Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt
    (Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt)

    Ich schaute und ich sagte, lieber Herr
    Ich sehe nichts, der Käfig ist doch leer
    Das ist ja gerade, sagte er, der Gag
    Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg
    (Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg)

    Die Freiheit ist ein wundersames Tier
    Und manche Menschen haben Angst vor ihr
    Doch hinter Gitterstäben geht sie ein
    Denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein.

    Denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein…

  2. Hallo, ich schreibe hier keinen Kommentar. Ich stelle eine Frage, die mich schon lange beschäftig. Warum hat Westerwelle das damals in seine Rede aufgenommen. Warum war ihm das so wichtig, dass bei der Gelegenheit zu sagen? Wenn er es nicht gesagt hätte, hätte dann jemand danach gefragt? Warum hat er das gesagt?

    1. Das ist eine sehr gute Frage. Ich Frage mich auch, weshalb er die Wortwahl „Immunsystem“ benutzt hat. War das einfach nur Schweinegrippe-Rhetorik oder hatte er bereits mehr gewusst? Und… inwieweit macht das einen Unterschied?

  3. „Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ Albert Einstein
    Wenn es uns nicht gelingt den gewissenlosen und moralfreien Psychopaten aus Politik und Wirtschaft –insbesondere die BIG PHARMA, BIG FOOD, CLIMATE und ENERGY-INDUSTRIE- das Zepter aus der Hand zu nehmen, wird es dunkel in Deutschland und Europa.
    Die Wahlen stehen vor der Tür, es liegt an uns!!!
    Deshalb ist es nicht sinnvoll in Hysterie zu verfallen und dem profitträchtigen Mainstream hinterherzulaufen, sondern aufzuklären und begreiflich zu machen, dass wir der politischen Märchenstunde, die alle Bürger als potenziell tödliche Gefahr ansieht und uns z.B. Wind-Monster, Maiswüsten und Flächenraubende Photovoltaik-Kraftwerke als Garanten des Klimaschutzes verkauft, ein Ende setzen müssen!“
    Du weißt etwas nicht, kennst dich nicht aus …sei neugierig & finde es heraus!
    Bitte aber nicht mit veganem Schaum vor dem Mund und erst recht nicht mit Panik machender Volksverdummung, wie es uns u.a. durch das IPCC, der WHO und der überwiegend grünen Ideologie suggeriert wird.

  4. Was Herr Peter Löcke heute hier gegen Mittag geschrieben hat, trifft es wohl genau. Nur ein kleines aber wichtiges Detail muss angefügt sein. Es geht zwar bei all den demokratie zersetzenden Handlungen der Politik, der Regierenden, der Medien und natürlich bei den Orpportunisten in diesem Land kein Aufschrei und kein Nein oder ein Stop über den Geist oder gar über die Lippen aber es gibt sehr wohl abertausende Menschen die sehr, sehr laut Nein und Stop rufen.
    Diese Menschen stehen, obwohl es auf den ersten Blick so scheint, nicht alleine. Sie werden mit ihrem Mut von vielen verraten und gedanklich zerstückelt. Zu Worte kommen diese Menschen, zumindest öffentlich, nicht. Und da ein System dahinter steckt, ist es eine Frage der Zeit, die wir nicht haben, und doch, es ist ein System. Wie es Syteme aber so an sich haben, ist es der stete Tropfen, welcher den einen Aggregatzustand in einen anderen zu verwandeln vermag. Daran möchte ich denken, nicht glauben, wenn ich abends erschöpf zu Bett gehe. Daran denke ich, wenn ich wieder Menschen auf der Strasse begegne die das Gleiche und manchmal sogar das Selbe denken und fühlen. Es sind Milimeter. Aber nur zehn davon sind schon ein Zentimeter. Wir schaffen es hoffentlich gemeinsam und holen zurück was zurück gehört.

  5. Guido Westerwelle war für mich in den letzten 40 Jahren der einzige Politiker, den ich sympathisch fand. Wegen ihm hatte ich sogar die FDP gewählt. Seine Ideen fand ich gut und richtig. Erst heute verstehe ich seine Reden richtig. Dass man in einem verbrecherischen Milieu nicht lange lebt, habe ich jetzt auch verstanden. Danke an Guido Westerwelle.

  6. Wahrscheinlich kein Politiker unseres Landes hatte wohl jemals so Recht wie hier Guido Westerwelle und lag gleichzeitig in seiner Einschätzung so weit daneben: „….und Freiheit stirbt nicht durch Politiker. Freiheit stirbt nicht, weil man Bürgerrechte und Freiheitsrechte von Politik wegen einschränken will….“

    Ob Guido Westerwelle diese Worte auch im Jahr 2021 noch so aussprechen würde, nachdem er seit über einem Jahr mit seinem Guidomobil kaum weiterkommen würde als bis zu Nachbars Gartenzaun, möchte ich bezweifeln. Die seltsame Wandlung von Merkel, Söder, & Co konnte er jedoch genauso wenig erahnen, wie der Umstand, dass die Wahl der SPD-Basis auf eine reinrassige Sozialistin mit offenem Faible für die gewaltbereite Antifa an die Parteispitze fallen würde. Auch kannte er noch keinen Journalismus, der in großen Teilen und mit stark ausgeprägtem Willen alle Fakten von den Bürgern fernhält, die der links-grünen Ideologie schaden könnten und dabei selbst vor Drohungen und Diffamierungen an exakt diese Bürger nicht zurückschreckt, die hier Guido Westerwelle so wortstark beschwört. Auch beim unbedingten Willen der FDP, die Bürgerrechte zu schützen, lag er leider daneben. Aktuell scheint es eher, die FDP-Führung legt mehr Wert auf den neuerlichen Eintritt in Jamaika- oder ersatzweise Ampel-Koalitionsgespräche nach der Bundestagswahl als die Verteidigung ihres Markenkerns. Zu groß scheint ihre Angst vor diesem entfesselten Journalismus intellektuell und bildungstechnisch schlecht aufgestellter Journalist*innen zu sein, die nicht davor zurückschrecken, jeden, der sich nicht als Mitläufer der neuen Ideologie durch sinnloses Tragen von Masken selbst im Freien und entgegen den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Aerosolforscher outet, in die rechte Ecke zu stellen, Verschwörungstheorien anzudichten und die auch sonst mit aller medialer Gewalt versuchen, selbst berechtigte Kritik oder gar Demonstrationen von Betroffenen im Keim zu ersticken.

    Aktuell stirbt die Freiheit nicht in Zentimeter- sondern in Siebenmeilenschritten und hat längst den Rhein bei Karlsruhe überschritten, leider nur in der umgekehrten Richtung als die Rheinüberquerung bei Nierstein 1945. Wir importieren nicht wie vor einem Dreiviertel-Jahrhundert die Freiheit. Im Gegenteil, heute exportieren wir die als grüne Verheißung getarnte Unfreiheit in alle Welt.

  7. Ich finde es schade, dass hier im Forum eine Grundsatzdiskussion über Westerwelle und die FDP als Ganzes entsteht, die Rede an sich aber kaum betrachtet wird. Die Parallelen zur Gegenwart sind erstaunlich und doch hinkt der Vergleich an einem Punkt gewaltig.

    „Freiheit stirbt immer zentimeterweise.“ So die herausgestellte Grundaussage. Das mag für die Einschränkung von Bürgerrechten wegen möglicher Terrorgefahr nach 9/11 gegolten haben, das ist hier beim „Krieg gegen den Virus“ aber anders. Es passiert nicht mehr sprachlich subtil und in kleinen Gesetzesänderungen, sondern direkt vor unseren Augen und zwar kilometerweise im Abtragen von Grundrechten. Keine Salamitaktik.

    Eine Frau Merkel macht sich gar nicht mehr die Mühe, das zu verbergen und kaum jemand muckt auf. Nichtgeimpfte dürften dann halt in Zukunft nicht mehr alles machen. Das sagt Sie im TV und es kommt noch nicht mal eine Nachfrage des Journalisten Becker. Beckers Kollegin Anne Will lächelt Merkel an, kündigt an, keine kritischen Fragen stellen zu wollen und Merkel lächelt zurück. Aufschrei im Land? Nein. Merkel tritt in einer Videokonferenz mit „ausgesuchten Bürgern“ auf. Dort beruhigt Sie einen Fragesteller, dass mit dem 4. Infektionsschutzgesetz nun nur noch das Bundesverfassungsgericht staatliche Verordnungen aufheben kann. Man habe nun nicht mehr das Problem, dass Verwaltungsgerichte Regierungserlasse stoppen. Übersetzt: Hurra. Gewaltenteilung und Föderalismus aufgehoben. Diktatur? Ach was. Das ist nur Planungssicherheit.

    Aufschrei in den Medien? Nein. Aufschrei unter den Bürgern? Nein. Vermutlich in einer Mischung aus Dummheit, Fatalismus und Angst. Nur wie lange noch dieses Schweigen.

    „Die halten uns für genauso dumm wie wir sind.“ Ich hoffe nicht, dass Volker Pispers Recht hat. Und da schließt sich der Kreis zu Westerwelles Rede. Der Bürger muss sich wehren. „Wir brauchen selbstbewusste Bürger, die sich das nicht gefallen lassen.“ Die Hoffnung, dass die Einsicht von innen aus der Politik kommt, habe ich aufgegeben. Ebenso habe ich aufgegeben zu glauben, dass die Medien den Staat kontrollieren. Es ist umgekehrt mit wohltuenden Ausnahmen wie Herrn Langemann.

    1. Ja der Kreis schließt sich zur Rede mit den aufrechten Bürger.
      Nur erzieht unser Pflichtschulsystem jahrzehntelang schon die Heranwachsenden zu Untertanten.
      Woher können die Bürger , die sich wehren dann kommen ?
      Und auch da schließt sich wieder ein Kreis …..

  8. Es war die Koalition unter Westerwelle, die der Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht und der Enteignung der Energiewirtschaft nach Fukushima tatenlos zusah.Wo war da der vielbeschworene Liberale Geist ?

  9. … und das schon im Jahre 2011. Meine Güte war ich blind und leichtgläubig und hatte Vertrauen. Zu viel Vertrauen. In dieser Pamdemie-Hysterie bereue ich es zutiefst, mich nicht eher eingemischt zu haben.

  10. Er war mal mein Lieblingspolitiker der sich für die Bürger eingesetzt hat. Auch er ist an Frau Merkel zerbrochen. Ich behalte ihn in guter Erinnung und in der Hoffung das es einen Guido Westerwelle 2.0 gibt.
    Der Apell an die Bürger ist so aktuell wie nie ,zeigt aber auch das es in 2011 schon klar zu sehen war was wir jetzt hier erleben. Die FDP hat ihr Gesicht verloren und kein neues glaubwürdiges an die Spitze gesetzt. Auch dort fehlt es an Mut und Aufrichtigkeit für die Bürger, oberflächliche Parolen werden da nicht zum Ziel führen. In letzter Konsequenz handeln die nicht, sondern geben klein bei. Man will es sich ja nicht mit den evtl. Koalitionspartner verderben.
    Die infantile Gesellschaft die keine Verantwortung übernimmt und nicht erwachsen werden will. Vielleicht müssen die es jetzt auf die harte Tour erfahren, wenn sie es denn überhaupt bemerken. Wer nicht hören will muss fühlen , leider sind wir auch davon betroffen.

      1. 2010 wurde in Deutschland der Mehrwertsteuersatz für Hotelübernachtungen von 19% auf 7% gesenkt. Die Initiative dazu stammte von der FDP, unter ihrem damaligen Vorsitzenden Westerwelle. Derselbe Westerwelle, der noch 1996 ein Buch veröffentlichte mit dem Titel „Von der Gefälligkeitspolitik zur Verantwortungsgesellschaft“ (https://www.amazon.de/Von-Gef%C3%A4lligkeitspolitik-Verantwortungsgesellschaft-Guido-Westerwelle/dp/3612265202). Westerwelle war ein Politiker wie alle anderen Politiker.
        Die FDP ist eine Partei, wie alle anderen Parteien, und somit entbehrlich.
        Wenn die Gesellschaft tatsächlich Freiheit möchte, dann möge sie zunächst die Politik abschaffen.
        Die braucht nämlich nur eine einzige Bevölkerungsgruppe: die Politiker.

    1. Die FDP war immer der Steigbügelhalter für Leute diesen fatalen Helmut Kohl, Lambsdorf und andere neoliberale Konsorten, die nah an Bertelsmannstiftung und anderen Steuerhinterziehern für diese Verhältnisse gesorgt haben die wir heute haben. Sie war immer der Büttel der Pharmakonzerne und haben die Deregulierung der Finanzmärkte unter Helmut Kohl mehr als nur mitgetragen, die für den enormen Reichtum und damit die Macht der großen Konzerne verantwortlich sind. Ich kann nur den Kopf schütteln wenn ich sehe wie hier die Böcke zu Gärtnern umdeklariert werden. Gut das wir den los sind, aber der Hydra sind schon 10 neue Köpfe gewachsen.

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