Regierungs-PR ersetzt Journalismus

„Ich glaube, dass wir mit einem Journalismus, der seinen Job gemacht hätte, der diese Rolle der 4. Gewalt im Staat ernst genommen hätte, diese Pandemie ganz anders erlebt hätten.“

Der Soziologe und Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Michael Meyen forscht und lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein Forschungsschwerpunkt ist Journalismus und Medienorganisation. In dem Interview beschreibt und analysiert er den Journalismus in Deutschland und spricht über die Medienwirklichkeit, die Wirklichkeit erst schafft. Dieses Gespräch hilft die aktuelle Gesellschaftskrise zu verstehen. Nach den Worten von Michael Meyen ist sie vor allem auch ein Medien- und Wissenschaft-GAU. In seinem gerade erschienenen Buch „Die Propaganda Matrix“, plädiert Meyen für freie Medien, die nicht weniger als über unsere Zukunft entscheiden. „Es braucht einen vollkommen neuen Journalismus.“ Nun, Sie finden ihn z.B. hier auf dieser Platform.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung des unabhängigen Journalismus in Deutschland.

Früher informieren über unseren kostenlosen Newsletter. Einfach unten anmelden.

Beitrag teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on email
Share on print

30 Antworten

  1. Vor einigen Jahren habe ich mein langjähriges FAZ-Abo gekündigt und seit mindestens 5 Jahren schaue ich Tagesschau und heute nicht mehr. Mein Gefühl sagte mir einfach, dass mein Denken mit den einseitigen Berichten beeinflusst werden soll. Dieses Interview bestätigt mir, wie richtig mein Gefühl war. Vielen Dank dafür. Es zeigt, dass der innere Kompass stimmt. Umso erschreckender nehme ich war, wie mein gebildetes Umfeld den Tagesschausprechern usw. an den Lippen hängt. Wenn die Tochter von Bekannten stolz mit gerade 13 Jahren von ihrem I-Termin berichtet und noch nicht mal gehört hat, dass Israel aktuell große Probleme hat. Ich werde den Club der klaren Worte gerne unterstützen und die Seite weiterempfehlen. Herr Langmann hat eine gute Auswahl an Gesprächspartnern, stellt gute Fragen und lässt den anderen ausreden.

  2. Was mir seit Monaten auffällt ist die perfide Art und Weise, wie man mit billigsten PR Mitteln, alles und jeden in Angst und Panik versetzt. Es ist die #Narrenmaske, die #Maulkorb #Pflicht, welche dem „Herrn der Ringe“ gleich dessen Mantra umsetzt. Der Ring der Macht hat den Zweck „Ein Ring sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden“.
    Setzt man hier die Maske ein, versteht man was dieses Theater soll: Eine Maske, sie alle zu finden ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden!

    Es ist ein Symbol, ein billiger PR-Trick, welcher zukünftig von den „Gebundenen“ (=Versklavten?) auch noch selbst bezahlt werden soll!
    Die Maskenpflicht war der Anfangspunkt der andauernden Unterwerfung und darum wurde sie im Sommer auch nicht ausgesetzt. Würde man nicht überall die „Gefahr“ sehen, bestünde sie auch nicht. Deswegen muss mit härtester Gewalt gegen Abweichler vor gegangen werden (Sauron schickt die Trolle und Golems).

    Naja, doch ein Lichtblick sehe ich: Wenn es zukünftig Geimpften erlaubt würde (wird es nicht, da dann der PR-Trick in sich zusammenfällt), die Maske abzunehmen, würde auch die Apartheid in diesem System offenbar. Das könnte ein Ausweg und Wachruf sein.

  3. Es gibt kein Klimaproblem und schon gar keine Katastrophe, der minimale Anstieg nach einer extremen Kaltzeit mach der Umwelt kein Problem.
    Auch sind solche schnellen Wechsel von kalt zu warm keine Besonderheit.
    Dazu bitte mal einen wirklichen Fachmann anhören:
    Zeittakt von Eiszeiten: Was steht uns bevor?
    https://youtu.be/M3B4hpM6v5Q

    Aber wir haben doch irgendwie eine Menschengemachte Klimakatastrophe, aber ja eine Propaganda gemachte Lobby Katastrophe zum Abkassieren.
    Seltsam dass die Hintermänner mit der Zerstörung der Natur Kasse gemacht haben und nun wollen die halt mit der Klimahysterie Kasse machen. Wenn man mit CO2 Zertifikatshandel Milliardär werden kann, dann ist mir schon klar dass die Profiteure die Aktivisten sponsern.
    Wer bekommt den die Co2 Steuer? Die Umwelt? Die von den angeblichen Klimakatastrophen betroffenen Hochwasseropfer? Nein dafür ist keine Kohle da.
    Wenn es wirklich zukünftig Katastrophen geben wird die durch das Co2 verursacht sein sollen, dann sollte man doch die Gelder in eine Hilfsfont für die Opfer einzahlen.
    Wer Glaubt dass das geschehen wird der glaubt auch an den Klapperstorch.
    Wir haben nun in der Hochwasser Katastrophe gesehen was wir von unserer Regierung halten können.
    Keine Hilfskräfte aber Impfbusse, da sehen wir wie sich die Regierungen um das Wohl der Bürger sorgt. Wir haben keine Mutti, nein das ist eher die böse Stiefmutter!! Und ihre Töchter sind auch nicht besser.
    Und auch in dieser Pandemie sehen wir dass die Erweiterten Pressesprecher der Regierung die Gez Medien gute Arbeit machen. Propaganda Propaganda Propaganda immer das gleiche unwissenschaftliche Rumgesülze. Und die anderen werden mit Millionenschweren Anzeigen vom Bund auf rolle gebracht.
    Solche Q-Medien brauchen wir nicht.
    Eigentlich müsste man einen Verein gründen.
    Feie_Presse_Bürgerforum_ev.de
    und damit für alle Journalisten und Bürger eine Solide kostenlose Zensur-freie Basis bieten.
    Es ist unerträglich dass die Bürger von Privatunternehmen abhängig sind um Gesellschaftliche Diskusionen zu Führen und wichtige Informationen zu erhalten.
    Es hat sich gezeigt dass die Bürger sich nicht auf den Staat verlassen können, bzw. auf die Personen die den Staat ausmachen Deshalb müssen wohl die Bürger selbst was auf die Beine stellen.

  4. Ich verweigere diese Zwangsgebühren seit nun 8 Jahren – es kann nicht rechtens sein dass ich für Volksverhetzung und Kriegsrhetorik, Entdemokratisierung und Werbungsbrainstorm entgegen mein Gewissen zwangsweise zur Kasse gebeten werde, damit diese Regierungspropaganda ihr Werk weiterführen kann.
    Zwangsgeld für Zwangsbeschallung ob ich das will oder nicht, ich habe zu schlucken was mir vorgesetzt wird – aus basta !
    Und wenn ich deshalb den Kasten nicht mehr einschalte, dann muss ich trotzdem blechen.
    Zwangsgeld für gezielte Desinformation und Nicht-Information, habe das Recht dies zu verweigern nicht mehr.
    Mit Öffentlichem Recht hat das nix mehr zu tun – der Öffentlichkeit wird Unrecht angetan, so wie in vielen anderen Belangen auch.
    Die ÖRR sind das Propaganda-Sprachrohr der Regierung um jedwede Art von Regierung durchzupeitschen, aktuell die Interessen der Pharmamafia.
    Kurzum: ich muss wählen können und bezahlen dürfen was ich lesen oder hören will, oder auch nicht, dann wäre öffentliches Recht gewahrt, auch demokratisches.
    Genauer betrachtet ist es auch eine Frechheit mir für staatliche Informationen ein Zwangsgeld abzuverlangen.
    Die „Bild“ muss ich nicht kaufen, könnte wenn ich wollte – ARD und ZDF MUSS ich kaufen ob ich das will oder nicht !
    Und schau mal einer an: derzeit ist die Bild den Wahrheiten näher als der gesamte sogenannte “ Öffentlich Rechtliche Rundfunk „.

  5. Ein interessante Interview. Freie, unabhängige Presse , freie dem allgemeinwohl dienende Wissenschaft, gibt es nicht mehr! Erstaunlicherweise wird das von der Mehrheit der sogenannten “ bildungsnahen“ Bevölkerung wehement bestritten. Für mich ist es die traurige Wahrheit.Schon das Schulsytem erzieht zum Gehorsam, an den Universitäten erleben wir eine Einengung des Bildungsideals auf schnelle Abschlüsse und Marktorientierung. Wir werden auf Linie gebracht…Funk, Fernseh und Printmedien sind Mittäter. Danke für ihre Arbeit, auf hohem Niveau.

  6. Die Macht der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten in Deutschland ist nicht zu unterschätzen. Bei einer verfassungsrechtlichen Differenzierung zwischen Bürger und Staat sind sie dem Staat zuzurechnen, auch wenn ständig versucht wird, diese Verhältnisse zu verwischen. Das Bundesverfassungsgericht zählt beispielsweise die Fraport AG zum Staat (1 BvR 699/06 – Urteil vom 22. Februar 2011 – Versammlungsfreiheit gilt auch im Frankfurter Flughafen).

    Erstaunlich ist unter diesem Aspekt die Selbstverständlichkeit, mit der der ÖRR von diesem Gericht eine Grundrechtsfähigkeit in Bezug auf Artikel 5 GG zugesprochen bekommt, nicht etwa, weil dies für juristische Personen grundsätzlich nicht möglich wäre. Nach Artikel 19 Abs. 3 GG ist dies jedenfalls nicht unmöglich. Das Erstaunliche liegt darin, dass es der Staat als ÖRR ist, der das Grundrecht der Rundfunkfreiheit für sich beansprucht, und dies auch noch exklusiv, was den hineininterpretierten Finanzierungsanspruch betrifft. Und weil das nicht genug des Erstaunlichen ist, kommt noch hinzu, dass der Bürger dieses Grundrecht mit seiner Beitragspflicht zu gewähren hat.

    Die Gewährung von Grundrechten aus den Artikeln 1 bis 19 ist jedoch alleinige Pflicht des Staates und sie ist nicht übertragbar. Lediglich die Umsetzung der Pflicht kann gegen Entschädigung oder Vergütung übertragbar sein, was eine Übertragbarkeit der Finanzierung ausschließt.

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was in Artikel 5 GG überhaupt geregelt ist, was denn nun genau der Schutzumfang dieses Grundrechts in Bezug auf den Rundfunk ist. Die Formulierung lautet: „Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ Mehr als die „Freiheit der Berichterstattung“ kann diese Norm folglich nicht leisten. Ein Recht auf Rundfunk ist ihr nicht zu entnehmen. Träger dieses Grundrechts sind Beschäftigte in Rundfunkanstalten, denen es zur Abwehr staatlicher Einflussnahme, sei es die Erzwingung einer gewünschten oder die Unterdrückung einer unerwünschten Berichterstattung, dienen kann.

    Ich bin mir völlig darüber im Klaren, dass meine Auffassungen einen Gegensatz zur Rechtsprechung des BVerfG bilden, insbesondere zum letzten Urteil vom 18. Juli 2018 (- 1 BvR 1675/16 -). Die Begründung dieses Urteils ist jedoch von einer Qualität, die nicht einmal für einen kleinen Schein im Jura-Studium ausreichen würde. Die Brüder Paul und Ferdinand Kirchhoff, der eine Gutachter für ARD und ZDF, der andere Richter am BVerfG, demonstrieren pure Macht, indem sie zeigen, dass sie Alles begründen können, was sie oder ihre Auftraggeber für richtig halten, ob es dafür verfassungsrechtliche Grundlagen gibt oder nicht. Sie können es, weil sie ganz oben angekommen sind.

    1. P.S. Ich hatte den Kommentar abgesendet, bevor ich das heute veröffentlichte Urteil des BVerfG zur Kenntnis nahm. Was hat sich geändert? So viel vorab: das bisherige Maß an richterlicher Willkür wurde gesteigert. Wir müssen über Artikel 20 Absatz 4 GG reden. Zunächst noch über andere Abhilfe.

  7. 1.
    Bereits sehr lange speist sich der journalistische Nachwuchs überwiegend aus bestenfalls drittklassigen Abiturienten, die wollen nur „etwas mit Sprache“ machen glauben so schnell ‚mal, dass Wasser bergauf läuft.
    2.
    Wissensmangel, Zeitmangel, fehlende Eloquenz etc. sind kein Problem, wenn quasi die fertigen Artikel angeliefert werden:
    Internet-Ticker, Nachrichtenagenturen, Pressereferenten, Lobbyisten, …

    Es muss also gar nicht ideologisches Sendungsbewusstsein bemüht werden:

    „Geh nicht von Böswilligkeit aus, wenn Dummheit genügt“ (Hanlon’s Razor)

    1. „Geh nicht von Böswilligkeit aus, wenn Dummheit genügt“ (Hanlon’s Razor)

      Ob diese Unterscheidung für den Geschädigten von Belang ist?
      Ob jemand aus Unachtsamkeit oder vorsätzlich überfahren wird, ist für den Geschädigten irrelevant.

  8. Danke für dieses großartige Interview, ich werde Sie weiterhin gerne unterstützen. Und bitte mache Sie weiter mit Ihrer sehr NOT-WENDIGEN Arbeit – das sind LICHTBLICKE in dieser Zeit.
    Danke.

    1. Ich beobachte das seit langem. Der Pressesprecher der Bundesregierung ist der Dienstälteste in der Geschichte der BRD.
      Auch das ist für eine demokratische, unvoreingenommene Berichterstattung nicht förderlich. Ausserdem stehen die Printmedien unter starkem Existenzdruck und mit diesen auch die Journalisten…Nur wenige grosse Investoren haben grossen Einfluss auf unsere Medienlandschaft. Die Verflachung und Eindimensionalität der Berichterstattung ist erschreckend. Leider ist die Akzeptanz der alternativen Medien beim Durchschnittsbürger noch relativ gering….das sollte sich hoffentlich ändern.

  9. Danke für dieses großartige Interview. Ich kann nur hoffen,dass Michael Meyen noch lange seine Professur behält. Bin mir aber leider nicht so sicher. So eine differenzierte und unvoreingenommene Analyse der deutschen Medienrealität habe ich noch nicht gehört. Ich werde den Beitrag weiterleiten, an wen auch immer es geht!

  10. leider erreicht man die meisten Menschen im Alltag nicht über intellektuelle Auklärung und Fakten, sondern über kurze, emotionale Statements.Diese hohe Qualität hier ist sehr lobenswert – sehe da dann aber doch eher ein begrenztes Publikum. Mich würde mal interessieren (Herr Langemann), ob sich nach solchen Beiträgen auch Menschen melden, die an entsprechenden Schnittstellen sitzen und tatsächlich etwas bewegen/ändern können und auf Grund einer Ihrer Beiträge eine Richtungsänderung bei sich selbst bemerken.

  11. Danke für dieses Hochinteressante Interview. Und Respekt vor diesem Prof. Es müsste viiiiiel mehr von seiner Sorte geben. Der Club der Klaren Worte ist eminent wichtig. Danke für die vielen Interessanten Beiträge.

  12. Medienskandale gab es schon immer. Da waren die vermeintlichen Hitler-Tagebücher Anfang der 1980er. Der STERN brauchte lange, um sich davon zu erholen. Das Geiseldrama von Gladbeck 1988 galt als Sündenfall der gesamten deutschen Medienlandschaft. Ältere werden sich mit Ekel daran erinnern, wie die Entführer Rösner und Degowski interviewt wurden, während dem Opfer Silke Bischoff eine Pistole an die Schläfe gedrückt wurde. Im digitalen Zeitalter gab es 2018 den Fall Relotius. Peinlich für den Spiegel. Ausgerechnet der Journalist des Jahres 2014 entpuppt sich als Fantasy-Erzähler.

    Was sich aber seit März 2020 abspielt, ist eine andere Dimension. Es ist für mich nicht nur Regierungs-PR, sondern mittlerweile PR für sich selbst. Es ist Selbstschutz. Die spannende Frage ist doch, ob es überhaupt einen gangbaren Weg zurück gibt. Die BILD versucht es gerade. Meine Hypothese ist, dass es nicht nur viele Überzeugungstäter gibt, sondern auch viele Pragmatiker unter den Medienmachern. Wer würde denn noch freiwillig 50 Cent für Spiegel, Tagesspiegel, taz und Co ausgeben, wer noch freiwillig GEZ-Gebühren bezahlen wollen? Kaum noch jemand. Es wäre deren Ende. Und das wissen die Verantwortlichen. Also wird die Flucht nach vorn gewählt. Was verständlicherweise selten in den deutschen Medien erwähnt wird, ist, dass es im Ausland auch Demonstrationen vor Verlagshäusern und TV-Anstalten gibt. Die Wut der Menschen richtet sich nicht nur gegen die Politik, sondern auch gegen die Medien. Nahezu weltweit, nicht nur in Deutschland.

    Die Ironie ist: Ich wünsche mir nichts sehnlicher als dass der Schwindel endlich auffliegt. Spinne ich den Gedanken zuende, was dann passiert, bekomme ich allerdings Angst. Dann wird sich eine ungeheure gesellschaftliche Wut entladen. Nicht auch, sondern vor allem bei den Menschen, die folgsam waren.

  13. Herzlichen Dank! Es ist erschreckend, dass die intelligentesten Leute alles glauben, bloß weil es permanent durch die öffentlich rechtlichen Medien verbreitet wird! Und die, die es durchschauen, halten den Mund! Was steckt eigentlich dahinter? Big money? Es gibt nur noch schwarz/weiß. Entweder man glaubt denen da oben- oder man ist ein Aluhutträger! Mich erinnert das zunehmend an finstere braune Zeiten. Bloß, damals gab es noch kritische Geister. Danke, dass ich nicht alleine bin!

  14. Schlauer Kopf, dieser Herr Prof. Dr. Michael Meyen. Danke für das interessante Gespräch. Club der klaren Worte gehört mittlerweile zu den Seiten im Web, bei denen ich regelmäßig vorbeischaue. Es lohnt sich!

  15. Und jetzt muss ich noch lesen, dass in Berlin ein Demonstrationsteilnehmer, angeblich ein Mitglied der Partei dieBasis, nach einer Festnahmeaktion der Polizei starb…
    Es wird sehr interessant werden, wie dieser „Vorfall“ in den nationalen und internationalen Medien bewertet werden wird.

  16. Ja, Herr Dr. Aßmann, leider haben Sie so sehr Recht. Übrigens vielen Dank für Ihre ausführlichen Schilderungen. Ist es erschreckend oder beruhigend, dass diese Tendenzen bereits vor vielen Jahren sichtbar wurden und das staatliche und mediale Unrecht keine Erfindung der 2020er Jahre sind?
    Deutlich wurde dies alles in anderem Zusammenhang gestern wieder in Berlin. Ich habe einen großen Teil des Sonntages damit verbracht, den Livestream von Herrn Reitschuster aus dem „Auge“ des dortigen Geschehens zu verfolgen. Diese schon peinlich massive Polizeipräsenz, das stellenweise grob rechtswidrige Vorgehen gegen Journalisten und Bürger. Und ja, es war die bürgerliche Mitte vertreten, und das sehr friedlich. Natürlich gab es auch dort einige schräge Vögel, wo gibt es die nicht? Das einzige „Unrecht“, das begangen wurde war, dass man sich an einer „verbotenen Demonstration“ beteiligte. Warum war sie verboten? Auf welcher für jeden nachvollziehbaren Rechtsgrundlage? Diese Fragen werden in den Medien ja nicht mehr gestellt. In den offiziellen Nachrichten hieß es dann später, die Demonstranten hätten mit einer „Guerilla-Taktik“ die Polizei „in Atem gehalten“ etc. Es ist absolut lächerlich und für mich nur noch ekelerregend, wie hier von allen Seiten Propaganda gegen ein Anliegen gemacht wird, das doch eigentlich allen Bürgern zugute kommen soll und würde, falls es sich jemals wieder durchsetzen sollte.
    Wer sich noch an die Vorkommnisse an der „Startbahn 18 West“ in Frankfurt am Main erinnert, kann ja Vergleiche ziehen zu den sog. „Querdenker-Demos“. Monatelang wurde dort die Polizei real „in Atem gehalten“, zwei Polizisten wurden erschossen, die Anlieger der umliegenden Gemeinden solidarisierten sich mit dem „schwarzen Block“ und hielten Polizisten von hinten fest, während sie von den Verbrechern geprügelt wurden. Die Bevölkerung ging zu den sog. „Sonntagsspaziergängen“ um sich an der Gewalt gegen die Polizei zu laben. Ja, ich kann mich outen, ich war mittendrin und habe damals als junger Polizeiobermeister einen ganzseitigen Artikel in der FAZ bekommen, als ich meine Erlebnisse von der Seele schrieb. Mir kommen immer noch die Tränen, während ich das hier schreibe. Der eine erschossene Polizist war mein Sportlehrer, ein ruhiger, friedlicher, mehrfacher Vater!
    Und heute werden Menschen, die für die Wiederherstellung unserer Verfassung demonstrieren wolle, verboten und kriminalisiert. Es ist verachtenswert!

    1. Herr Linsner, das eigentlich Erschreckende sind nicht die Vorfälle an sich und auch nicht der Zeitpunkt, sondern der Grad an Gewöhnung bzw. Gleichgültigkeit der Gesellschaft. Wenn mir junge Menschen glaubhaft signalisieren, sie seien nicht mehr bereit, Kinder in diese zunehmend unfreiere, korruptere und kaputtere Welt zu setzen, in der die Freiheit des Denkens und Handelns immer stärker durch Konzerne wie Microsoft, Amazon, Google, Facebook, Twitter, Youtube, Pfizer, Tesla & Co bestimmt bzw. reglementiert wird, dann sollte das ein unüberhörbares Warnzeichen sein. Wie weit möchte die Politik zum „Wohle“ der Gesellschaft gehen? Was kommt nach der Bildungspause und Zwangsimpfung junger Menschen auf Druck der Rentnergeneration, möchte man Helge Braun fragen? Die Zwangsbefruchtung zum Wohle der Gesellschaft, sprich zur Sicherung der Renten? Oder steht vorerst erst einmal der Zwang zur Industrialisierung der Landschaften, Konsumverzicht, E-Mobilität und autonomem Fahren im Vordergrund? Wer das alles für Hirngespinste hält, sollte sich intensiv den folgenden Bericht im Deutschlandfunk zu Gemüte führen:
      https://www.deutschlandfunkkultur.de/pandemie-klima-umwelt-die-grenzen-der-persoenlichen-freiheit.976.de.html?dram:article_id=492606

      Es ist zu befürchten, dass die Grenzen der persönlichen Freiheit global gerade neu definiert werden (sollen). Man kann förmlich vor seinem geistigen Auge sehen, wie sich Xi gerade die Hände reibt angesichts des gelungenen Coups. Man kann für unsere Bundeskanzlerin nur hoffen, dass sie bei ihren Besuchen in Peking nicht das Geringste über die Hintergründe von Corona erfahren hat bzw. das nie öffentlich wird. Die umfangreichen Planspiele im Innenministerium im März 2020 machen jedenfalls misstrauisch, insbesondere wenn man den frühen Zeitpunkt und die Stoßrichtung der Überlegungen bedenkt. Das würde auch ihre sichtbare Panik erklären, als die Inzidenz unter 50 zu sinken drohte und sie in einer unabgestimmten Hauruck-Aktion die Zahl 35 nachschob und kaum erläutern konnte, warum.

      Nach dem Tod im Polizeigewahrsam können sich unsere Politiker ihre zum Ritual verkommene Thematisierung der Menschenrechte beim nächsten Besuch in Peking ohnehin sparen. Wer jetzt einwirft, der 49-jährige Demonstrationsteilnehmer in Berlin sei ja nur an den Folgen der Aufregung rund um seine Personenkontrolle bzw. (potenzieller) Verhaftung gestorben, kann man nur sagen, ohne das willkürliche Verbot der Demonstration hätte es wohl die Kontrolle und damit den Tod wohl kaum gegeben. An der Spekulation, ob beim Tod die heftige Polizeigewalt inkl. Verhaftung von 600 Teilnehmern eine Rolle spielte oder nicht, möchte ich mich nicht beteiligen. Andere werden es tun. Ob ihre Zweifel jemals komplett ausgeräumt werden, wird Xi jedenfalls nicht interessieren, wenn es um die Unterdrückung unliebsamer politischer Gegner geht. Die Bilder in China, Hongkong, Russland und Berlin ähneln sich. Die oft gerühmten westlichen Bürgerrechte sind in Europa jedenfalls zur Farce verkommen. Fast scheint es, die Freiheit wird über einem dreiviertel Jahrhundert wieder einmal vorwiegend von den Briten verteidigt. Hoffentlich behalten sie auch dieses Mal die Oberhand. Ansonsten sehen wir düsteren Zeiten entgegen.

  17. Der Mensch ist ein Bequemlichkeits-Tier. Ich leider auch. Und ich habe Weltbilder verinnerlicht. Leider ist es so, dass man als Mensch dazu neigt, die Realität an seine Weltbilder anzupassen statt umgekehrt. Ich habe über Jahrzehnte verinnerlicht, dass ARD/ZDF zwar träge sind, aber doch seriös. Ich habe verinnerlicht, dass es rechte und linke Medien gibt, aber doch eine freie Presse. Ein so kluger Mann wie Prof. Herr Meyen weiß aus eigener Erfahrung, was internalisierte Weltbilder mit einem Menschen machen. Er beschreibt ja sympathisch offen, wie sehr er den Sozialismus der DDR internalisiert hatte.

    Faszinierend fand ich den Vergleich mit dem profanen Sportjournalismus, mit dem Fußball. Da fing mein persönliches „Aufwachen“ an. Durch Vereins-TV, durch youtube gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit Pressekonferenzen (ca. 20 Minuten) in Gänze zu schauen, was ich getan habe. Wenn ich später einen Artikel in der WAZ oder RN (komme aus NRW) über eben diese PK durchgelesen habe, war ich i.d.R. entsetzt. Es wurden Zitate entstellend aus dem Kontext gerissen, es wurden wesentliche Dinge ignoriert, vor allem fand eine durchgehende Skandalisierung statt. Aus harmlosester, sachlicher Kritik wurde ein „Ätzen“. Ich war über Jahre der naiven Ansicht, dass in einem Artikel über eine PK diese einfach nur inhaltlich wiedergegeben wird.

    Herr Prof. Meyen spricht Punkte an, die mir Hoffnung machen. Das polit-mediale System ist mittlerweile so dekadent und arrogant, dass gar nicht mehr versucht wird, die Lüge verschämt zu verschleiern. Getreu dem Motto „wir kamen bisher damit durch, legen wir doch noch eine Schüppe drauf“. Eine Anne Will lächelt die Bundeskanzlerin an und sagt, sie wolle von kritischen Fragen absehen. Wahnsinn. Dadurch überspannt man aber den Bogen. Ich merke es an mir selbst, ich merke es bei anderen. Es besteht ein riesiger Bedarf, eine Sehnsucht nach gutem, kritischen Journalismus. Politik wie Medien versuchen diesen Bedarf zu unterdrücken durch Diffamierung und Zensur einerseits und peinlichem Selbstlob andererseits. Auf Dauer wird das nicht gelingen. Im Gegenteil. Ich kann mich eine Zeit lang von Tiefkühlpizza und Junk Food ernähren und mir kann eingeredet werden, wie schmackhaft und gesund das doch ist. Aber nicht auf ewig. Volker Pispers sagte einst „Die halten uns für genauso blöd wie wir sind.“ Stimmt leider oft, aber es wurde übertrieben. Ganz so blöd ist der Mensch dann doch nicht.

  18. „Ein Irrtum ist viel leichter zu erkennen, als die Wahrheit zu finden. Jener liegt auf der Oberfläche. Damit lässt sich wohl fertig werden. Diese ruht in der Tiefe. Danach zu forschen, ist nicht jedermanns Sache.“
    (Johann Wolfgang von Goethe)
    Prof. Dr. Michael Meyen hat wohl Recht, wenn er das vielfache Kopieren ein und desselben Nachricht als Problem identifiziert. Copy-Paste-Fehler sind berüchtigt nicht nur in Bezug auf Presse und Medien. Goethe hat er das Wesen der Suche nach der Wahrheit erkannt, die aktuellen Möglichkeiten zum massenhaften Verbreiten von Informationen und damit auch Irrtümern konnte er jedoch nicht ansatzweise erahnen. An der Oberfläche treibende Kopien immer desselben Irrtümer bilden heute eine so dichte Schicht, dass sie die Menschen durch den Alltag trägt und diese oftmals nicht zur Wahrheit durchdringen lässt, ja diese geradezu erstickt. Ist ein Irrtum benannt, sind bereits unzählige Kopien im Umlauf. Die Suche nach der Wahrheit und ihre Durchsetzung ist heute noch aufwendiger, mühsamer und zeitraubender geworden, es scheint zunehmend zu aufwendig, zu mühsam und zu zeitraubend für unsere schnelllebige Zeit. Der Kampf um die Wahrheit scheint aussichtslos.

    Danke Herr Langemann für ihre Mühe, immer wieder einen öffentlichen Blick auf tieferliegende Wahrheiten zu ermöglichen.

  19. Dass etwas mit unserer Presse- und Medienlandschaft, aber auch dem Rechtsverständnis unserer Volksvertreter nicht stimmt, ist mir bereits Ende 2015 klar geworden. Was war passiert?
    Die hessische FDP-Landtagsfraktion hatte eine Gesetzesvorlage eingebracht und zur Diskussion bzw. Abstimmung gestellt, die ähnlich in Bayern eine 10H-Regelung, d.h. den 10-fachen der Windrad-Anlagenhöhe als Mindestabstand von der nächsten Siedlung vorzuschreiben. Die FDP hatte mich als Gutachter vorgeschlagen, wofür ich von der Landtagsverwaltung eine offizielle Anfrage erhielt. Das in Abstimmung mit der Landtagsverwaltung faktisch ehrenamtlich erstellte Gutachten, das sich unter anderem mit den atmosphärischen Folgen der Windenergie, ihren mechanischen Gefahren, aber auch mit potenziellen Alternativen beschäftigt, wurde von den Interessenvertretern der Windenergie, die eigentlich Interessenvertreter der Bürger sein sollten, mit einer fingierten und damit gesetzeswidrigen Begründung vom Verfahren ausgeschlossen. Eigentlich ein Skandal, doch weder Medien noch die Presse zeigten auch nur das geringste Interesse, obwohl ihnen das folgende Schreiben (einige Passagen klingen erstaunlich aktuell) an den Landtagsausschussvorsitzenden im Original vorlag:

    „Herrn Clemens Reif
    Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Energie,
    Verkehr und Landesentwicklung
    des Landes Hessen
    ————————–
    Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
    sehr geehrter Herr Reif,
    zunächst möchte ich mich bei Ihnen für die Einladung zur schriftlichen und mündlichen Anhörung bedanken. Es war schon sehr beeindruckend, das erste Mal unmittelbar mitzuerleben, wie interessengesteuerte Politik auf Landesebene funktioniert.
    Dagegen fand ich den Ausschluss meiner Stellungnahme von der Anhörung sowie das parallel verhängte Redeverbot, um Ihre Worte zu zitieren, „schon sehr befremdlich“. Da hilft es auch wenig, dass Sie sich nach der Anhörung in gewisser Weise bei mir entschuldigt und von einem Irrtum gesprochen haben, nachdem ich Ihnen meine Vorgehensweise geschildert hatte, die im Übrigen konform ging mit Ihrer eigenen Einladung (s. Anlage 1). Den betreffenden Schriftwechsel mit der Landtagsverwaltung habe ich unten beigefügt. Was Sie nicht wissen konnten, während der Sitzung hatte ich eine kurze, aber heftige Begegnung mit einem der Abgeordneten.
    Da ich offiziell Redeverbot hatte, habe ich während der Sitzung diesen Abgeordneten vor der Tür angesprochen. Dieser Abgeordnete war mir während der Anhörung durch seine sehr blumige und ausführliche Schilderung der Alternativlosigkeit der Windkraft aufgefallen, wobei er die von mir aufgezeigte Alternative – wie sich jetzt beim kurzen Dialog herausstellte – bewusst nicht erwähnte. Zu meinem großen Erstaunen war er trotz des angeblichen Ausschlusses meiner schriftlichen Ausführung von der Verteilung bestens über meine Stellungnahme informiert. Seine extrem heftige Reaktion ließ nur einen Schluss zu: der Inhalt ist zu brisant und sollte unter keinen Umständen offengelegt werden. Nach Versehen klangen seine Auslassungen auf gar keinen Fall. Besonders delikat ist in diesem Zusammenhang, dass sich mein Beitrag schwerpunktmäßig mit zwei Themenstellungen beschäftigt:

    1. Dem Versuch, die allgemein beobachtete Tendenz zur Windabnahme in Deutschland durch eine theoretische Abhandlung in Beziehung zur zunehmenden Nutzung der Windenergie zu setzen.

    2. Dem Aufzeigen einer Alternative mit sehr viel mehr Potenzial, besseren Eigenschaften sowie wahrscheinlich sogar niedrigeren Kosten.

    Da der betreffende Abgeordnete nach eigenen Worten meine Abhandlung im Detail kannte, stellt sich nun die Frage, ob meine Stellungnahme entgegen Ihrer offiziellen Verlautbarung zu Beginn der Veranstaltung nicht doch oder noch schlimmer, nur selektiv unter den Abgeordneten verteilt wurde?
    Man kann die von mir aufgegriffene Alternative unter geostrategischen, wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten diskutieren und dann eventuell zum Schluss kommen, dass diese Alternative trotz einem sehr viel höheren physikalischen Potenzial und zumindest in Teilen deutlich besseren Eigenschaften als die der Windenergie, z.B. Gleichförmigkeit, Steuerbarkeit, Speichermöglichkeiten, etc. nicht in Frage kommt. Dabei wäre die relativ bescheidene Fläche von 10 km x 10 km in Nordafrika bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 20% bereits ausreichend, um die in 2014 mit Hilfe der Windkraft erzeugten ca. 50 TWh mit Hilfe von solarthermischen Anlagen pro Jahr an Energie zu generieren. Diese in Marokko über einen Kredit der staatlichen KfW-Bank in Höhe von 770 Mio. € geförderte und unter Beteiligung der deutschen Industrie errichtete Technologie (s. Anlage 2) in Deutschland totzuschweigen und von der Diskussion auszuschließen, folgt keiner guten demokratischen Tradition. Denn wie schon Willy Brandt mit seinem Leitspruch „Mehr Demokratie wagen“ bemerkte, Demokratie lebt von einer Streitkultur und einem offenen Austausch der Argumente.
    Nachdem alle anwesenden Ärzte die Gefährlichkeit von Infraschall betont haben, wobei die Dämpfung wohl so gering und die Reichweite dieser nicht hörbaren Schallwellen so groß ist, dass Schädigungen angeblich auch in mehreren Kilometern Entfernung beobachtet wurden und selbst in 10 km Entfernung noch hohe Schalldruckpegel (60 dB) in diesem tieffrequenten Schallbereich gemessen werden konnten, hat die Bevölkerung ein Recht darauf, dass alle Alternativen sorgfältig geprüft und alle Argumente abgewogen werden. Und zwar bevor ein derart massiver Eingriff in Ihr Lebensumfeld vorgenommen wird.
    Erschwerend kommt hinzu, dass die damit einhergehenden Lasten sehr ungleich verteilt sind. Während des sog. Bürgerenergiegipfels der FDP im Juli 2015 in Wiesbaden saß ich während der Mittagspause einem älteren Ehepaar gegenüber, das erst im Ruhestand eine Immobilie im Hunsrück erworben hat, die jetzt von Windrädern umgeben ist. Liebend gerne würde das Ehepaar laut eigenen Aussagen wieder wegziehen, aber ihre Immobilie ist, wenn überhaupt, dann nur noch mit massiven finanziellen Verlusten verkäuflich. Die Verzweiflung des Ehepaars war nicht zu übersehen.
    Ihre Vorgehensweise ist deswegen besonders delikat, wurde doch das „Weiter so“ der Windkraftbefürworter unter den Abgeordnet(inn)en im Wesentlichen mit der Alternativlosigkeit der Windenergie und die Notwendigkeit der Energiewende begründet, einer Position der sich auch viele Verbände und Institutionen, z.B. auch BUND und Fraunhofer, bei der Anhörung angeschlossen haben. Im Übrigen bin auch ich felsenfest davon überzeugt, dass wir an einer echten und tragfähigen globalen Energiewende nicht vorbeikommen werden. Die Frage, die bleibt ist, wie diese Energiewende gestaltet werden kann, damit sie technisch, physikalisch, ökonomisch und gesellschaftspolitisch umsetzbar ist. Als Entwicklungsingenieur bin ich mir in besonderer Weise bewusst, wie sehr Denkverbote in einem solchen Kontext schaden.
    In diesem Zusammenhang bitte ich Sie um einen Vorschlag, wie das Versehen Ihrerseits kompensiert werden kann und am Ende nicht zu Nachteilen für weite Teile der Bevölkerung führt.
    Für Rückfragen sowie ein klärendes Gespräch stehe ich Ihnen sowie interessierten Abgeordnet(inn)en jederzeit gerne zur Verfügung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Roland Aßmann
    _____________________
    Dr.-Ing. Roland Aßmann“

    Das Schreiben, das in Kopie an Vertreter aller Landtagsfraktionen ging, blieb gänzlich unbeantwortet.

    Mittlerweile sind die Nachteile für die Bevölkerung mit tödlicher Konsequenz eingetreten. Wesentliche Flutgebiete in Reinland-Pfalz liegen im Nordstau der unzähligen Windräder in Eifel und Hunsrück. Aufsteigende Luftmassen regnen sich ab. Die Atmosphäre folgt in Rheinland-Pfalz den gleichen physikalischen Gesetzen wie im Voralpenland, auch wenn das von EEG-Geldern finanzierte Wissenschaftler in trauter Einigkeit mit der Politik gerne in Abrede stellen. Von Einsicht oder gar Umkehr ebenso wie kritischen Nachfragen durch Presse und Medien weit und breit keine Spur. Unser Land ist auf ein Niveau gesunken, das wir alle vor drei Jahrzehnten als überwunden wähnten.

Schreibe einen Kommentar zu Haberstock Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Herzlich Willkommen auf dieser Plattform des kultivierten Austauschs von Argumenten.

Wir haben verlernt Widerspruch aushalten zu können. Hier darf auch widersprochen werden. Ich möchte Sie bitten, dabei wertschätzend und höflich zu bleiben. Beleidigungen und Hasskommentare werden künftig ebenso entfernt, wie Wahlaufrufe zu Parteien. Ich behalte mir vor, beleidigende oder herabsetzende Kommentare zu löschen. Dieses öffentliche Forum und die ihm innewohnende Möglichkeit Argumente und Meinungen auszutauschen, ist der Versuch die Meinungsfreiheit - auch die der anderen Meinung - hoch zu halten. Ich möchte hier die altmodische Tugend des Respektes gepflegt wissen.

„Kontroversen sind kein lästiges Übel, sondern notwendige Voraussetzung für das Gelingen von Demokratie." Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck a.D., vor nur 5 Jahren in seiner Rede zum Tag des Grundgesetzes.