von Peter Löcke //
Wo sind wir nur gelandet?
Es gibt wohl keine Frage, die ich mir in den letzten Jahren häufiger gestellt habe. Wo sind wir nur in Deutschland gelandet? Je nach innerer Robustheit dauerte mein Schockzustand nach einer politischen Schreckensmeldung manchmal nur kurz, manchmal jedoch einige Tage lang an. Vermutlich erging und ergeht es vielen Lesern bis heute ähnlich.
Wo sind wir nur gelandet? Das werden sich auch Markus Langemann und sein Team rund um Diana-Maria Stocker gedacht haben, als sie mit einem der letzten Flieger im vermeintlich sicheren Dubai landeten. B-Safe26! So sollte der exklusive Summit am 14. März 2026 in Abu Dhabi heißen. Der Besuch diente den letzten Vorbereitungen der Veranstaltung vor Ort. Das Event B-Safe26 fällt nun aus, weil Abu Dhabi vorerst nicht mehr safe ist. Die Region im Nahen Osten ist kein sicherer Ort mehr. Tausende Touristen und Berufstätige sitzen gerade in der Golfregion fest und warten auf sichere Rückkehr.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Selbst Schuld! Das hätte man vorher wissen können, dass die Region kein sicherer Ort ist. Außerdem trifft es die Richtigen. Es trifft Urlauber mit fettem Geldbeutel, es trifft Influencer und andere Glücksritter. Neben Anteilnahme, neben Sorge um Angehörige mischt sich erstaunlich viel Häme in die Reaktionen auf den Plattformen der sozialen Medien.
Auch unsere Plattform erntet Spott. Warum ausgerechnet Abu Dhabi? Warum haben wir nicht einfach einen sicheren Ort in Deutschland gesucht wie noch im November 2023, als der „Congress der klaren Worte“ im „Weitblick“ in München stattfand? Diese Fragen sollte man einer Süddeutschen Tageszeitung stellen. Umstritten, rechte Szene, AfD-Nähe, Verschwörungstheoretiker, Querdenker! Das ist nur eine kleine Auswahl des Diffamierungshagels, welchen diese auf den Veranstaltungsort haben regnen lassen. Seitdem ist es nur schlimmer geworden. Für Organisatoren eines Debattenraums ist es in Deutschland nahezu unmöglich geworden, einen sicheren Ort zu finden. Die Angst der Betreiber von Eventlocations, vermeintlich falschen Personen eine Bühne zu bieten, ist spürbar und nachvollziehbar. Kurzfristige Einnahmen nützen wenig, wenn anschließend ein großes Medium eine Rufmordkampagne startet, an dessen Ende die finanzielle Existenz auf dem Spiel steht. Diffamiere einen Veranstaltungsort, erziehe hundert weitere! Das ist der Süddeutschen gelungen. Also Abu Dhabi. Außerdem hilft räumlicher Abstand, um Probleme im wahrsten Sinne des Wortes aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Raus aus Europa.
Ich schreibe diese Zeilen von einem relativ sicheren Ort in Deutschland. Vor Ort in der Golfregion wäre ich erst am 14. März gewesen. Ich war mir eigentlich sicher, dann dort zu sein. Nun nicht mehr. Was ist schon sicher im Leben? Um diese Frage zu beantworten, möchte ich zur Ausgangsfrage zurückkehren.
Wo sind wir nur gelandet?
Die Frage stellt sich Diana-Maria Stocker und Markus Langemann gerade sehr konkret. Ich stellte mir die Frage in den vergangenen Jahren stets im übertragenen Sinne in einem temporären Zustand des Schocks. Es war ein politisch gewünschter Schockzustand. Man erinnere sich an das Strategiepapier des BMI. Um Folgebereitschaft – sprich unkritischen Gehorsam – zu erzielen, brauchte die Politik ein angsterfülltes Volk. Keine Begegnung, kein Atemzug, kein Ort war mehr sicher. Anstecken konnte man sich schließlich überall. Zu Hause, auf dem Weg zur Arbeit, auf der Arbeit, auf dem Weg zurück von der Arbeit und wieder zu Hause. Das tödliche Virus lauerte überall und zu jeder Zeit. Über mindestens zwei Jahre gab es für einen Großteil der Bevölkerung keinen sicheren Ort mehr. Man muss kein Psychologe sein, um zu verstehen, dass dieser von der Politik gewünschte dauerhafte Schockzustand zu einer bis heute traumatisierten Gesellschaft führte.
In der Psychologie gibt es die Übung des sicheren Ortes. Sie wird vor allem traumatisierten Menschen angeboten, die in ihrer Kindheit nie das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit kennenlernten und deswegen ein tiefes Gefühl von Angst und Misstrauen in sich tragen. Es braucht einen solch sicheren Rückzugsort als Kraftquelle und sei es ein Ort, der nur in der eigenen Fantasie existiert. Die politmedialen Täter haben dafür gesorgt, dass eine gesamte Gesellschaft auf die Couch muss. Dort ist Deutschland gelandet. Die Täter selbst weigern sich, auf der Anklagebank Platz zu nehmen, um sich für diese Schuld zu verantworten.
Ob in Dubai oder in Deutschland, ob digital oder analog – der Club der klaren Worte wird weiter mutig versuchen, diese sicheren Orte und Debattenräume zu schaffen.
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.

4 Antworten
„Die politmedialen Täter haben dafür gesorgt, dass eine gesamte Gesellschaft auf die Couch muss.“ Sehr richtig, man kann es nicht genug betonen: Täter! Und da will ich wie Peter Hahne „Handschellen klicken hören“! – Es gibt allerdings noch eine zweite Hälfte der Wahrheit: Allzu viele, die mit machten, eine ganze Palette mit fließenden Übergängen von Opfern, deren Mitmachen der Not geschuldet war, über ebenso willige wie mitschuldige Mitläufer bis hin zu sehr mitschuldigen Trittbrettfahrern und Mittätern. Mit Betonung auf „allzu viele“! Allzu viele, welche die Täter für ihr Unwesen zwingend benötigten, haben letztendlich „dafür gesorgt, dass eine gesamte Gesellschaft auf die Couch muss“. – Die zitierte Löck’sche Erkenntnis bestärkt das allerdings nur …
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Revolutionär und Massenmörder Lenin hatte hier recht. Eine Gesellschaft in der man nicht auf Treu und Glauben vertrauen kann, kennt Gemeinschaft im Großen nicht. Der Staat ist immer schon in Gefahr zur Amöbe zu werden, nimmersatt und ohne jede Moral. Vor 250 Jahren führten deswegen die Gründerväter der USA in ihrer Verfassung Checks and Balances, Gewaltenteilung, ein. Ohne Frage eine gute Idee, wir hätten gerne mehr davon. Wo diese fehlt, degeneriert ein Gemeinwesen und versinkt in Korruption, wir hätten gerne weniger davon, und schließlich endet es in Gewalt. Es wurde 2020 für viele sichtbar, auch wenn den meisten Menschen die wahren Opferzahlen gar nicht klar sind. Jeder kann daraus seine Schlüsse ziehen.
Vielen Dank, Herr Löcke, für diese wieder wahren Worte. Für mich ist spätestens seit 2020 klar: Kein (Ur-)Vertrauen mehr in Politik, Medien, Ämter, Universitäten, Titel, Ärzte, Gesellschaft, Grundgesetz, Demokratie etc. Sehr, sehr schade. Meine rote Linie ist mein Körper und mein Leben, und da wird keine sog. Autorität eingreifen, es sei denn, mit Gewalt. Hat man sich erstmal an diesen Gedanken gewöhnt, kann man auch etwas gelassener damit umgehen. Und ich zitiere immer wieder gerne Bruno Müller: „Nichts ist sicher, außer der Tod“.
In diesem Sinne alles Gute.
Die Golfstaaten sind jetzt vor allem deshalb unsicher, da False-Flag-Operationen durch die Angreifer des Iran zu erwarten sind, um zusätzliche Kriegsteilnehmer gegen den Iran zu gewinnen.
Da deren Geheimdienste bekanntermaßen nicht davor zurückschrecken, über die Leichen ihrer Landsleute zu gehen, sollte man Orte, an denen diese gehäuft anzutreffen sind, meiden. Ansonsten bleibt aus meiner Sicht nur eine Mischung aus Vigilanz und Gelassenheit.