von Markus Langemann //
Ereignisse wollen eingeordnet werden.
Charlie Kirk, Mitgründer und Leiter der Organisation Turning Point USA – zu Deutsch: Wendepunkt USA – ist bei einer Universitätsveranstaltung im Bundesstaat Utah auf offener Bühne von einem Heckenschützen mit einem einzigen gezielten Schuss tödlich getroffen worden.
Als Podcaster und Aktivist warb Kirk für konservative Werte – und für Präsident Donald Trump. Sein Einfluss auf junge Menschen in den Vereinigten Staaten war beträchtlich. Trump selbst würdigte ihn in einer Ansprache an die Nation in der vergangenen Nacht mit den Worten:
„Er kämpfte für Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und das amerikanische Volk. Er ist ein Märtyrer für Wahrheit und Freiheit, und es gab noch nie jemanden, der von der Jugend so sehr respektiert wurde.“ – Trauerbeflaggung wurde angeordnet.
Wenige Stunden zuvor hatte ich noch ein Kapitel für mein in diesem Jahr erscheinendes Buch an meinen Lektor geschickt – den Text über eine Reccource, die in unserer Zeit zu schwinden scheint, mit der Überschrift:
Courage – eine verschwindende Ressource.
Charlie Kirk war erst 31 Jahre alt. Ein junger Vater, dessen zwei kleine Kinder ihn nur als ferne Erinnerung behalten werden. Eine junge Frau, nun Witwe.
Kirk war im tief gespaltenen Amerika eine couragierte Figur. Er suchte die Öffentlichkeit als Diskutant und Podcaster – friedlich, argumentierend, unbeirrbar. Kein Mann der Hassreden, wohl aber ein Mann, der polarisierte. Zumindest in den Augen jener, die seine Ansichten nicht teilten.
In meinem Buch beschäftige ich mich mit dem leisen Verschwinden eben jener Courage.
An dieser Stelle vorab ein Auszug, der ungewollt prophetisch klingt:
„Courage – das hieß einmal, nicht die sichere Seite zu wählen. Es hieß, Risiken in Kauf zu nehmen, Verluste einzukalkulieren, eigene Verletzlichkeit zu bekennen. Courage erfordert die Bereitschaft, sich selbst zu schaden. Wer nur kalkuliert, wie er unversehrt durchkommt, der ist bereits im Rückzug begriffen.
Unsere Gegenwart kennt ein anderes Vokabular. Da ist die Rede vom „Canceln“, ein Wort, das wie ein technisches Kommando klingt und doch ein zutiefst kulturfeindlicher Akt ist. Da wird nicht diskutiert, da wird abgeschaltet. Künstler, Autoren, Wissenschaftler verschwinden nicht wegen ihrer Werke, sondern wegen der Kontaktschuld: Sie haben mit den Falschen gesprochen, sind an den falschen Orten aufgetreten, haben die falschen Fragen gestellt. So wächst eine Atmosphäre, in der nicht mehr das Wort riskiert wird, sondern das Schweigen zur Lebensversicherung wird.“
Charlie Kirk hat seine Courage, zu seinen christlichen Überzeugungen zu stehen, zu seinen konservativen Werten, mit dem Leben bezahlt.
Es sind Ereignisse wie dieses, die Flächenbrände entfachen können. Mögen Besonnenheit und Zuversicht die Menschen leiten – unabhängig von politischen Ansichten und religiösen Überzeugungen. Möge Courage eine Haltung bleiben, die uns nicht verlässt. Wir brauchen sie dringender denn je.
Möge der feige Mord an Charlie Kirk kein Fanal werden – im Sinne eines fatalen „Turning Point“.
Donald Trump – Ansprache, Oval Office 9/11 2025 – Transkript „Meine lieben amerikanischen Mitbürger, ich bin voller Trauer und Wut über die abscheuliche Ermordung von Charlie Kirk auf einem College-Campus in Utah. Charlie hat Millionen inspiriert, und heute Abend sind alle, die ihn kannten und liebten, vereint in Schock und Entsetzen. Charlie war ein Patriot, der sein Leben der Sache der offenen Debatte und dem Land, das er so sehr liebte, den Vereinigten Staaten von Amerika, gewidmet hat. Er kämpfte für Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und das amerikanische Volk. Er ist ein Märtyrer für Wahrheit und Freiheit, und es gab noch nie jemanden, der von der Jugend so sehr respektiert wurde. Charlie war auch ein Mann mit einem tiefen, tiefen Glauben, und es tröstet uns zu wissen, dass er nun bei Gott im Himmel Frieden gefunden hat. Unsere Gebete gelten seiner Frau Erica, seinen beiden geliebten kleinen Kindern und seiner gesamten Familie, die er mehr als alles andere auf der Welt liebte. Wir bitten Gott, in dieser schrecklichen Stunde der Trauer und des Schmerzes über sie zu wachen. Dies ist ein dunkler Moment für Amerika. Charlie Kirk reiste durch das Land und tauschte sich freudig mit allen aus, die an einer Debatte in gutem Glauben interessiert waren. Seine Mission war es, junge Menschen in den politischen Prozess einzubeziehen, was ihm besser gelang als jedem anderen zuvor, um seine Liebe zum Land zu teilen und die einfachen Worte des gesunden Menschenverstands zu verbreiten. Auf den Campus‘ im ganzen Land vertrat er seine Ideen mit Mut, Logik, Humor und Anmut. Es ist längst überfällig, dass alle Amerikaner und die Medien sich der Tatsache stellen, dass Gewalt und Mord die tragische Folge davon sind, wenn man diejenigen, mit denen man nicht einer Meinung ist, Tag für Tag, Jahr für Jahr auf die hasserfüllte und verabscheuungswürdige Weise verteufelt. Seit Jahren vergleichen radikale Linke wunderbare Amerikaner wie Charlie mit Nazis und den schlimmsten Massenmördern und Verbrechern der Welt. Diese Art von Rhetorik ist direkt verantwortlich für den Terrorismus, den wir heute in unserem Land erleben, und sie muss sofort aufhören. Meine Regierung wird jeden einzelnen finden, der zu dieser Gräueltat und zu anderer politischer Gewalt beigetragen hat, einschließlich der Organisationen, die sie finanzieren und unterstützen, sowie derjenigen, die unsere Richter, Strafverfolgungsbeamten und alle anderen verfolgen, die für Ordnung in unserem Land sorgen. Vom Anschlag auf mein Leben in Butler, Pennsylvania, im letzten Jahr, bei dem ein Ehemann und Vater ums Leben kam, über die Angriffe auf ICE-Beamte, den brutalen Mord an einem Gesundheitsmanager auf den Straßen von New York bis hin zur Schießerei auf den Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses, Steve Scalise, und drei weitere Personen – radikale linke politische Gewalt hat zu vielen unschuldigen Menschen Schaden zugefügt und zu viele Leben gekostet. Heute Abend bitte ich alle Amerikaner, sich den amerikanischen Werten zu verpflichten, für die Charlie Kirk gelebt hat und gestorben ist. Die Werte der freien Meinungsäußerung, der Staatsbürgerschaft, der Rechtsstaatlichkeit und der patriotischen Hingabe und Liebe zu Gott. Charlie war das Beste, was Amerika zu bieten hatte, und das Monster, das ihn angegriffen hat, hat unser ganzes Land angegriffen. Ein Attentäter versuchte, ihn mit einer Kugel zum Schweigen zu bringen, aber er scheiterte, denn gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass seine Stimme, seine Botschaft und sein Vermächtnis für unzählige kommende Generationen weiterleben werden. Aufgrund dieser abscheulichen Tat ist Charlies Stimme heute größer und mächtiger denn je zuvor, und das bei weitem. Möge Gott sein Andenken segnen, möge Gott über seine Familie wachen und möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen. Ich danke Ihnen.“ |

6 Antworten
Der Mörder muß doch aus einem anderen politischen Lager kommen als dem von Charly Kirk.
Das Umfeld dieses Mörders müßte doch eingehenst durchleuchtet werden.
Was bringt einen Menschen dazu, einen anderen Menschen umzubringen, nur weil er eine klare andere politische Meinung vertritt.
Ist das Umfeld des Mörders eine bösartige Gegenbewegung, ist das die mörderische Spitze einer politischen Gegenbewegung ? Oder ist das ein verirrter, verwirrter Einzelltäter ?
Alles deutet darauf hin, dass diese Tat aus politischen Motiven begangen wurde, die gegen die Trumpbewegung agiert.
Sollte das so sein, dann können wir uns auf gewalttätige Auseinander-setzungen gefaßt machen.
Darf linker Hass in einen Bürgerkrieg ausarten ?
Die Linken Anführer müßten ihre Leute zur Räson rufen. Oder sollte man sie alle wegsperren, diese Feinde der Freiheit.
LG Heli Sp.
Austria
So wie sich Präsident Donald Trump in seinen Ansprachen mit glasklaren Worten und Taten vor die Opfer Charlie Kirk und kurz zuvor Iryna Zarutska gestellt hat, würde ich es von unserem Bundeskanzler oder Bundespräsidenten erwarten, wenn in Deutschland Ähnliches passiert, wie z.B. nach dem kürzlichen Tod der 16jährigen Ukrainerin Liana K., die vor einen Zug gestoßen wurde.
Aber während sich unser Bundespräsident und unser Bundeskanzler z.B. wegen des Sylt-Videos, das noch nicht einmal strafbar war, „mit großer Empörung“ öffentlich einschalteten, vernahm man bei der getöteten Liana K. nur Schweigen.
Ich fühle mich von diesen „Volksvertretern“ weder wahrgenommen noch repräsentiert, geschweige denn geschützt. Nur noch zum Steuerzahlen und für den Einzug der Rundfunkgebühren benötigt.
Wer sich dem offenen Wort stellt, wer nie ausfallend, sondern klar und direkt diskutiert – der verdient Respekt, selbst von seinen Gegnern. Wird ein solcher Mensch getötet, bleibt nur eines: uneingeschränkte Verachtung für diese Tat. Nichts, absolut nichts an Charlie Kirk rechtfertigt auch nur im Entferntesten einen Mord. Wer das anders sieht, stellt sich außerhalb der westlichen und christlich geprägten Zivilisation.
Was mich fassungslos zurücklässt ist, dass es dort „Menschen“ gab, die unmittelbar nach dem Attentat vor Ort und öffentlich jubelten… Mir fehlen die Worte.
Charlie Kirk wird nicht das letzte Opfer gewesen sein. Ein so großes Projekt wie das der „Linken“ geht nicht unter, ohne eine Blutspur zu ziehen. Die Geschichte bewegt sich im Rythmus von These, Antithese zur neuen Synthese fort. Nie geht dieser Dreischritt unblutig vonstatten. Reiche gehen in Trümmer und neue entstehen. Denkmuster entstehen und werden gesprengt, auch blutig, was sonst? Blut, nicht Gold, ist die einzige Währung die beständig Veränderungen schafft und am Ende obsiegt. Das Neue verlangt Opfer, blutige Opfer, um entstehen zu können. Wer bereit ist in diesen Kampf einzusteigen, ist der wahre Held der Geschichte. Alle anderen sind nur Zuschauer. In diesem Sinn gehört Charlie Kirk zu den Helden. Er hat sich für seine Überzeugungen geopfert und Geschichte gemacht.