Von Rohfleischessern und Menschen

von Peter Löcke //

Annalena Baerbock tat mir leid und das meine ich ohne jede Spur von Sarkasmus. Was war geschehen? In einer Anekdote über frühere Zeiten zitierte die junge Weltführerin das N-Wort in seiner fünfbuchstäblichen Gänze. Was hätte Sie sonst tun sollen? Wie kann man (und frau) Worte benennen, die man nicht mehr benennen darf ohne sie zu benennen? Ein Teufelskreis. Nun gut. Baerbock hätte verschämt den Blick senken, eine dramatische Pause einlegen und mit ihren Fingern Anführungsstriche in die Luft zeichnen können, um sich empört von der Unbegreiflichkeit des Wortes zu distanzieren. Was noch? „Früher war ein Wort gebräuchlich, dass sich gespiegelt Regen schreibt.“ Das hätte Sie als sprachlich versierte Völkerrechtsexpertin sagen können. Nur hätte es etwas geändert? Es braucht kein Linguistik-Studium, um als Zuhörer zu erahnen, welcher Begriff gerade gemeint ist. Ich gebe zu, dass ich eingangs gelogen habe. Meine Anteilnahme hielt sich in überschaubaren Grenzen. Als Vorsitzende der Sprachpolizei Deutschlands (SPD), hatte sich Frau Baerbock selbst in diese Bredouille gebracht. Warum nur diese Aufgeregtheit, warum diese Schnappatmung? Ich wage den Versuch, mich auf dünnes, moralisches Eis zu begeben. Im ursprünglichen Wortsinne bedeutet das N-Wort schwarz. Negro, niger, noir,  gleich schwarz. Es stellt also keine Beleidigung dar. Und falls es doch eine Beleidigung darstellt, wäre dann nicht das Wort weiß ebenso eine Beleidigung? Wer weiß? Ich weiß zumindest, dass ich immer häufiger als alter, weißer Mann tituliert werde. Formaljuristisch ist das auch dreifach korrekt. Da es sich unüberhörbar herablassend für mich anfühlte, fragte ich bei meinen Anklägern nach, was denn genau damit gemeint wäre und durfte erfahren: „Alter, weißer Mann“ stünde für veraltetes Denken, für Vorurteile, Patriarchat und Intoleranz. Das wiederum verwirrte mich. Hier bilden sich also Menschen ein Urteil über mich ob meines Alters, meiner Hautfarbe und meines Geschlechts. Warum? Weil es ihnen wichtig ist, dass Menschen eben nicht aufgrund ihres Alters, ihrer Hautfarbe und ihres Geschlechts beurteilt werden sollen. Es dreht sich in meinem Kopf. Sind denn Rassismus und Sexismus nur Einbahnstraßen? Warum ist es brüllend komisch, wenn Alice ausgerechnet Schwarzer ihren männlichen Gesprächspartner psychoanalysiert aufgrund der Länge und Breite seiner Krawatte? Es ist doch auch zutiefst frauenverachtend und chauvinistisch, wenn in einer TV-Sendung ein Mann die Länge des Rocks oder das Dekolleté der Dame gegenüber kommentiert. Hier Gelächter, dort ARD-Brennpunkt? Die Waage war einst im Ungleichgewicht. So sehe ich es auch. Bekommt man (und frau) sie ins Gleichgewicht, wenn eine ganze Gesellschaft wie von Sinnen auf die andere Seite der Waage springt? Nein. Dann entsteht nur eine andere Ungerechtigkeit. Dann ist die Waage wieder im Ungleichgewicht und irgendwann bricht sie. Ich schweife ab. Das Thema ist Rassismus.

Ich bin lernfähig. Zumindest möchte ich es sein. Da das Wort Rassismus rassistisch ist, werde ich von nun an von Ethnien sprechen. Zunächst von der Ethnie Türke. Ein herrliches Volk, wenn Sie mich fragen. Es gibt Tage, an denen ich häufiger Merhaba als Hallo sage. Die freundliche Gemüsehändlerin meines Vertrauens halte ich für eine der intelligentesten Personen auf diesem Planeten. Nun durfte ich feststellen, dass selbst Türken untereinander einen Begriff verwenden, der bereits in entspannten Zeiten auf dem Sprach-Index stand. Um sensible Menschen nicht zu verschrecken, schreibe ich es zunächst gespiegelt. Ich meine das Wort Kanak. Und nun ungespiegelt: Kanak. Meine Gemüsefrau klärte mich auf. Das Wort bedeute ursprünglich Mensch. Wie das N-Wort stellt also auch das K-Wort etymologisch gesehen keine Beleidigung dar. Es ist vollkommen harmlos. Gibt es denn überhaupt ethnische Bezeichnungen, die ich unverdächtig verwenden darf? Ja, die gibt es. Das Wort Eskimo etwa. Das dürfte ich sicher auch von der Kanzel eines Parteitags der Grünen sagen, ohne von derselben gejagt zu werden. Moment. Hier ist das Phänomen umgedreht. Eskimo bedeutet im Wortsinne entweder – da streiten die sprachlichen Archäologen noch – Rohfleischesser (furchtbar schlimm) oder Schneeschuhflechter (weniger schlimm, aber auch despektierlich). Als solche wurden die Inuit beleidigt. Ich hoffe, keine schlafenden Dobermänner und Doberfrauen geweckt zu haben. 

Vielleicht ist es ja wichtiger, wie ein Mensch etwas sagt und nicht was. Der Gedanke an meine Frau bestätigt mich. Gerne betitelt Sie mich als ihren Dummbatz und Lump. Eine Beleidigung? Nein. Es fühlt sich schöner an als jedes Liebesgedicht, wenn Sie mich so schimpft. Wenn Sie mich jedoch in einem gewissen Tonfall mit meinem Vornamen anspricht, weiß ich, dass gefühlt meine letzte Stunde geschlagen hat. Dann weiß ich, dass ein Gespräch folgt, für das sich Zeit genommen werden muss. Dann ist Sie wirklich sauer. Jeder Jürgen, Frank und Klaus weiß, wovon ich rede.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.

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28 Antworten

  1. Danke lieber Herr Löcke, dass Sie ihre reflektierten Gedanken und pointierten Kommentare mit uns teilen und meinen herzlichen Glückwunsch zu Ihrer neuen Kolumne! Ich lese Ihre Kommentare unter den Beiträgen auf der Seite clubderklarenworte.de schon länger und erfreue mich dabei jedes Mal über den kultivierten Diskurs hier. Menschen wie Sie sind es, die mir in den dunklen Stunden des letzten Jahres Mut gemacht haben. Ich kenne kein anderes kritisch hinterfragendes Medien-Portal, in dem es auch nur ansatzweise so höflich und wertschätzend zugeht wie bei Herrn Langemann.

  2. Ich habe diesen Kommentar mit einem unglaublichen Vergnügen verschlungen! So ist Lesen eine wahre Freude für mich!
    Mit dem Hinweis auf die Eskimos habe ich etwas neues dazugelernt. …es trifft es auf den Punkt! 🙂
    Beim ‚Alten, weißen Mann‘ musste ich an eine TV-Größe denken, die in einer Talkshow ebenso betitelt wurde. Dieser geniale Kommentar hätte auch aus seiner Feder stammen können.
    Gerne mehr davon! Vielen lieben Dank!!!

  3. Ich bin 79 Jahre alt, gesund, unternehmerisch taetig, ungeimpft, nicht genesen, selten zwangsgetestet und voller Lebensfreude. Und ich sehe 30 jaehrige, geimpft, getestet, mit Zwangsschnauzer, depressiv, kraenklich, ohne Zukunft und aengstlich. Ich sehe Herrn Dr. Drosten, Professor auf einer Stiftungsprofessur, nicht habilitiert und alle Aengste der Welt verbreitend. Armes Deutschland.

    1. Drosten im Gespräch mit dem SPIEGEL (s. https://www.stern.de/gesundheit/christian-drosten-ueber-coronavirus—ich-wuerde-kein-gezapftes-bier-mehr-bestellen–9181348.html):
      „Wenn ich in eine Kneipe gehe, bestelle ich immer Bier aus der Flasche, seit vielen Jahren. Denn die Biergläser werden – das wissen wir alle – mal durchs Wasser gezogen, aber wie viel Spülmittel da noch drin ist, das möchte man gar nicht so genau hinterfragen. Über diesen Weg wird mit Sicherheit das Virus übertragen.“ Sein Ratschlag: „Kein gezapftes Bier.“

      Mehr muss man nicht wissen, wenn man beurteilen will, wie ein virologenkonformes Leben (?) aussieht. Wie dieser Menschenschlag die wichtigste Nebensache der Welt praktiziert, darüber möchte ich erst gar nicht nachdenken. Noch viel weniger, wie unsere politische „Elite“ so naiv sein kann, die Aussagen solcher Phobiker als einzigen Maßstab gelten zu lassen.

      Dennoch würde mich brennend interessieren, wie ein Drosten oder Wieler sich erklären, dass die Menschheit viele tausend Jahre überlebt hat und das ohne Pharmaindustrie, Masken, Impfstoffe, Desinfektionsmittel und Abstandsregeln, dafür in einer weit natürlicheren Umgebung als heute und mit Bier als Grundnahrungsmittel: https://www.wissenschaft.de/magazin/weitere-themen/fluessiges-brot/

    2. …. es gibt aber auch die vielen, vielen anderen jungen Leute, die z.B. ihre alten Jeans anziehen und Gummistiefel, Schaufel und Eimer einpacken um im Ahrtal den Flutopfern beim Aufräumen zu helfen……

  4. Taliban, im Geiste, sind alle die Freiheit und Gerechtigkeit einfordern. Der Mensch im Westen verkommt immer mehr zu Besserwissern und Staatsgläubigen. Unsere „Führer“ haben eines gemeinsam, sie haben keine Zeit fürs Volk, sobald Sie an der Macht sind zählt nur der persönliche Erfolg.

  5. Robert Pfaller beschreibt in seinem Buch “ Erwachsenensprache“ sehr treffend, dass es einer bestimmten Minderheit gelingt, eine scheinbare Sensibilität zu kreiieren, die inzwischen gutes Rüstzeug für Herrschaft ist. Mit Management by crisis lässt sich nach Ansicht der „Fein-Befindlichen“ heutzutage die Welt retten. So erstickt der Satz…“warum sind Sie priviligiert“ bereits jede Debatte. Der „Sensible“ kreiiert das Problem, um sich daran abzuarbeiten und kann so vom wirklich Wesentlichen ablenken. Eine Lösung gibt es nie, ist auch nicht gewollt. Die „Schuld“ liegt immer bei anderen.
    Ehe das eine Probleme verdaut ist, sind wir schon wieder in der nächsten Krise. Gefühl, Haltung, Ideologie ist alles – wirklich retten: nichts.
    „So bleibt die grundlegende Frage der politischen Philosophie immer noch jene, die Spinoza zu stellen wusste (und die Reich wieder entdeckt hat): Warum kämpfen die Menschen für ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil? Was veranlasst einen zu schreien: ‚Noch mehr Steuern! noch weniger Brot!‘“ Und, so ließe sich ergänzen, warum schreien sie nicht mit den Worten Wladimir Majakowskis: „Her mit dem schönen Leben“?Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Pfaller

  6. Der schäbige Umgang der Bundesregierung mit den afghanischen Ortskräften hat hoffentlich dem bzw. der Letzten vor Augen geführt, wie weit verbreitet Alltagsrassismus in unserem Land ist. Nicht nur die Bundeskanzlerin und die bekanntermaßen traditionell mit vielen Ressentiments gegenüber fremden Kulturen ausgestattete Union, auch die Genoss*innen von Esken und Borjans haben bei der zögerlichen Visavergabe an ihre ortansässigen Helfer einen Alltagsrassismus an den Tag gelegt, der seines Gleichen sucht. Das zeigt, dass sie nicht verstanden haben, welche weitreichende Aussage sich hinter dem Art. 1 GG „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ verbirgt. Es sind die gleichen Lumpen, die sich nicht zu schade sind, ein dreiviertel Jahrhundert nach der Beendigung der mit Abstand unsäglichsten Episode unserer Geschichte die Menschen aus purer Dummheit und Unlogik heraus wieder zum Tragen einer dieses Mal digitalen Armbinde zu verpflichten. Und wieder klatschen viele Beifall.

    Wie töricht der letzte „Corona-Schutzplan“ und die darin festgelegt bewusste, ja bösartige Verletzung der Menschenwürde ist, kann man ermessen, wenn man sich die in einer internen, mit einem Vertraulichkeitsvermerk versehenen Studie des Bundestags „Überblick COVID-19 Lage
    Stand: 13.08.2021, 09.00 Uhr“ angegebenen Inzidenzwerte vergegenwärtigt

    Island: 239,8
    Deutschland: 26,4
    Polen: 2,9

    und sich die Hintergründe dazu anschaut: während Island (Inzidenz: 80 x höher als Polen) weitgehend durchgeimpft ist, in Deutschland (Inzidenz: 9 x höher als Polen) kein Ungeimpfter mehr ein Lokal betreten darf, ohne vorher einen Test gemacht zu haben, schert sich in Polen kaum noch jemand im Alltag um Corona, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Die Restaurants und Kneipen sind voll und das, ohne die Abstände zu vergrößern, Masken zu tragen, etc. Die Menschen gehen wieder unbefangen miteinander um. Corona hat längst den typischen Verlauf einer Pandemie genommen und ist durch. Wie sollen Politiker(innen), die zu doof oder wie im Fall von Jens Spahn zu gekauft sind (s. https://www.youtube.com/watch?v=6J-GMbE3dbs) sind, aus solch einfachen Zusammenhängen und Zahlenwerte die richtigen Schlüsse zu ziehen, solche komplexen Vorgänge wie den jahrzehntealten Konflikt in Afghanistan korrekt einordnen?

    (Alltags-)Rassismus, die Verletzung der Menschenwürde und der aus einem fehlenden Verstand resultierende Mangel an Reflektiertheit liegen eben seit jeher eng beieinander.

    1. „Es sind die gleichen Lumpen, die sich nicht zu schade sind, ein dreiviertel Jahrhundert nach der Beendigung der mit Abstand unsäglichsten Episode unserer Geschichte die Menschen aus purer Dummheit und Unlogik heraus wieder zum Tragen einer dieses Mal digitalen Armbinde zu verpflichten. Und wieder klatschen viele Beifall“…

      Das Schlimme ist, sehr geehrter Herr Dr. Aßmann, dass tatsächlich viele „Beifall klatschen“, in unterschiedlicher Art und Weise. In meinem nächsten Umfeld bekomme ich immer wieder als Antwort auf meine Versuche, zu hinterfragen, die Antwort entgegengeschleudert, dass man das in Ordnung findet, dass man hinter dem Regierungshandeln steht, weil die ja nur den Versuch unternehmen, die Menschen zu schützen usw. Es hilft wohl nur der Weg in die eigene Klausur und, die Zeit für sich arbeiten zu lassen.

      Herzliche Grüße.

    2. Sehr guter Kommentar. Aber ist es dann tatsächlich Doofheit oder muss nicht ein ganz anderer Grund vermutet werden, wenn unsere Politiker uns offensichtlich als Unmündige behandeln? Geben wir ihnen recht, indem wir das irgendwie alles aushalten und mitmachen? Haben wir es nicht anders verdient? Wes Geistes Kind ist dieses gottferne Volk?

    3. hat mich wirklich erfreut-……..der letzter Absatz Ihrer Überlegungen offenbart das Problem unserer (noch?) Republik zum Zeitgeschehen- entweder gekauft (hier nicht nur im Gegenständlichen, sondern „mundtot“ gemacht, ob der möglichen, sehr wahrscheinlichen Verluste, in der weiteren Lebensführung) oder zu dumm, die Gesamtsituation in Gänze richtig zu analysieren und ein zutreffendes Handeln oder sogar vermeiden, danach abzuleiten.
      Die noch „mitdenkenden“ Bundesbürger halten sich bedeckt, in der Erkenntnis, Ihre soziale und finanzielle Sicherheit nicht zu riskieren- auch ich, in meinem Leben und Profession, habe es „lernen“ müssen, eigentlich notwendige Handlungen, nicht mehr durchzuführen- zu harsch waren die Reaktionen, auf meine Einwände und Überlegungen- das wollte schlichtweg niemand hören, weil auch diese in diesem gelebten Konstrukt „gefangen“ sind.
      Kurz vor der 3. Lebensphase habe ich mich diszipliniert,“ mach mein Ding“ und bereite meinen Ausstieg aus dieser Republik vor- Bauchschmerzen habe ich aber trotzdem. Ihnen alles Gute !

    4. …und jetzt posiert Herr Spahn hinter Herrn Laschet…cui bono?
      Die CDU müßte sich dringend und schleunigst von Herrn Spahn distanzieren…
      „GG“ war doch die Abkürzung für „Grundgesetz“ – nicht: „geimpft, genesen“…es muß wohl eine Verwechslung vorliegen…

  7. „Ich weiß zumindest, dass ich immer häufiger als alter, weißer Mann tituliert werde.“

    Zu mir: ich bin alt, ich bin weiß, und es geht mir gut!

  8. Meines Wissens ist das Wort „Kanaken“ mit der Bedeutung „Mensch“ aus irgendwo in Polynesien. Ganz schön übel als Selbstbezeichnung eines Volkes – denn Angehörige anderer Völker sind damit ganz zwanglos zu Nicht-Menschen deklariert…

    Mit den Türken hat das jedenfalls nichts zu tun. Daß die gelegentlich despektierlich „Kanaken“ geschimpft werden kommt nach meiner persönlichen Theorie daher, daß erster nennenswerter Schwung türkischer Gastarbeiter aus der türkischen Provinz/Stadt Çanakkale kam.

    Keine Ahnung, ob das so zutrifft, ich halte es jedenfalls für plausibel.
    Selbst verwende ich den Begriff „Kanaken“ nicht, allenfalls im privaten Kreis, wenn ich mich über bestimmte Türken ärgern muß.
    Neger sage ich aber ganz frei heraus, ohne Böses damit zu bezwecken, so wie auch Eskimo (die längst nicht alle Inuit sind), Lappen, Indianer oder Zigeuner.

    Danke übrigens für Ihre immer lesenswerte Netzpräsenz!

  9. Ein paar erweiternde Gedanken dazu, die aktuelle Situation mit Einbeziehend.
    Es gibt einen Zusammenhang zwischen Abtreibung, der hormonellen Verhütung und den Coronamaßnahmen. Corona selbst, ist nicht das Problem, es gibt sehr wenige echte Coronatote, die Zahlen wurden nur durch Corona-Deklaration anderer Krankheiten hochgezogen, da ja der PCR-Test NICHT zwischen Corona und anderen Infekten unterscheiden kann. Doch nun zum echten Problem. Den Ungeborenen werden ALLE Lebensrechte mittels Lügen aberkannt. Mittels Lügen und niederen Gründen, mit Vorenthaltungen von echten Hilfen sowie geschickter Sprach- und Begriffsverdrehung, (z. B. „mein Bauch gehört mir“, doch das Kind da drin ist eine eigene, von Gott erschaffene und geschenktes Person), werden die Unschuldigsten bereits im Mutterschoß getötet, teils durch hormonelle Verhütung und durch Abtreibung. Diese Todeszahlen interessieren nicht, doch der sog. Coronatod ist allgegenwärtig. Ebenso wie die Rechte der Ungeborenen getreten werden, werden jetzt die Grundrechte der Lebenden mittels Lügen ausgesetzt. Der plötzliche Tot durch menschenverachtenden eingewanderten Ideologien, (Bsp. Tote im Kaufhaus in Würzburg oder auch andere, die zunehmen), kommt noch dazu. Das nächste Problem ist die bereits vorhandene eingewanderte Armee, die nur auf ihre Befehle wartet. Das alles wegen der Nichtbeachtung des Lebensgebotes des, ich sage jetzt bewusst, des CHRISTLICHEN Gottes des Lebens, welches die Christen nicht beachten. Mittels Lügen, (Überbevölkerung, Rohstoffknappheit, neuerdings Kinder sind CO2 Produzenten), haben wir uns einlullen lassen und haben die Kinder, das Leben der Karriere und weiteren niederen Gründen geopfert. Die Auswirkungen kommen jetzt. Das die Korrelation zwischen der nahezu perfekten Industrieproduktion, Autos, Elektronik, Haushaltsgeräte zu den fehlenden, verhüteten und angetriebenen Menschen nicht mehr passt, ist abzusehen, die Wirtschaft wäre eh eingebrochen, da ist es doch schön, wenn Corona schuld ist und man die wahren Gründe verschweigen kann. Das fing schon bei der Auto-Abwrackprämie, vor über zehn Jahren an, man musste gute Autos entsorgen, damit neue, aus der Überproduktion gekauft wurden, das geht aber nicht lange.
    Die bewusste Verantwortung vor Gott, vor dem Gott des Lebens ist sehr zurückgegangen. Die Königssteiner Erklärung zum Lebensschutz gehört revidiert. Die Gewissensentscheidung ist NUR mit gebildeten Gewissen möglich. Ein Beispiel, die Kinderimpfung, Kinder sollen ab 12 oder 14 Jahren fähig sein, über ihre Impfbereitschaft frei zu entscheiden, das können sie nicht, es werden ihnen wichtige Informationen vorenthalten. Das ist leider auch bei vielen Erwachsenen so. Entscheidet sich aber ein Kind dagegen, dann erfährt es Ausgrenzung. Man kann heute frei entscheiden, sein eigenes Kind im eigenen Bauch durch eigens auserwählte Täter töten zu lassen, ist alles erlaubt, wer was dagegen sagt, ist ein sog, RADIKALER Lebensschützer. Entscheidet man sich aber frei gegen die Coronaimpfung erfährt man zunehmend Diskriminierung, wohlgemerkt, in Zeiten des Antidiskriminierungsgesetzes, wozu gibt es das?? Steht da drin wer oder was darf diskriminiert werden? Es scheint, alles was mit dem wahren Gott des Lebens zu tun hat, darf, ja muß!! diskriminiert werden, alles was der Kultur des Todes dient, darf frei entschieden werden. Es ist wie vor der Kreuzigung Jesu, der Mörder Barrabas wurde frei gelassen. Es bedarf der Umkehr, der Reue und Entsagung, der Beichte, aller Lebensfeindlichkeiten, sei es ab der Zeugung oder am Ende, (die Euthanasie hab ich noch gar nicht erwähnt), jedes Einzelnen, eine Klarstellung aller Lügen diesbezüglich. Es wäre der Welthunger stillbar, gute Einkommen, Hilfe für Kinder und Familien locker finanzierbar, es reicht schon das sinnlos verpulverte Coronahilfegeld, andere sinnlose Finanzierungen könnten noch als Dreingabe gegeben werden. Auch eine gesunde Altersversorgung wäre möglich. Doch es wird viel zusammenbrechen, Aufgrund des Hörens auf den Vater der Lüge, anstatt den Geboten Gottes zu folgen, der seine Verheißungen einhält. Der Teufel hält seien gelogenen Versprechen nicht, man kann es klar erkennen.

  10. Der Artikel „Rohfleischesser“ ist wirklich schön treffend formuliert. Diese aufklärende Prosa zeigt deutlich, dass es darauf ankommt das Wort in seiner Herkunft und eigentlicher Bedeutung zu erkennen und sich nicht mit stigmatisierender Propaganda aufhalten zu lassen. Hatten wir nicht schon solche „Ungetüme“ in unserer menschlichen Geschichte?
    Nun, ich möchte hier folgende Bibelstelle zitieren: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.“ (aus Johannes 1.1-5)
    Jesus Christus ist das lebendige Wort Gottes, welches Mensch geworden ist. Er hat die Wahrheit Gottes gesprochen, indem er durch seine Worte und Taten die Frucht des Lebens uns Menschen offenbart hat. Ich glaube wir Menschen tun gut daran, uns an Jesu Christi Worte und Werte zu orientieren. Es ist Zeit unsere menschlichen Irrwege zu verlassen und uns dem vom Tod auferstandenen Herrn des Lebens zuzuwenden um wahres Heil in Ewigkeit für unsere Seelen zu erfahren.
    Danke Herr Langemann für ihren aufrichtigen tapferen Kampf der Wahrheit und Gerechtigkeit dienen zu wollen.

  11. Mir kommt gerade der Gedanke, dass es sich vielleicht auch um ein Phänomen der sich uns Älteren und inzwischen Gelasseneren intellektuell überlegen fühlenden jüngeren Generation (und derer, die da mithalten möchten) um sich vom „alten weißen Mann“ abzugrenzen … so, wie viele Junge wieder die Musik aus den 80-er entdecken, die Mode sich wiederholt und evtl. auch einige der Themen der 68-er (hier: Emanzipation i.w.S.) wieder ausgegraben werden.
    Auf alle Fälle lenkt dieses in meinen Augen populistische Thema von den eigentlichen Problemen unseres Staates ab:
    – Kaperung unserer Demokratie durch die Partei-Eliten – wo sind die Abgeordneten, die frei vom Fraktionszwang entscheiden und den Wählerwillen repräsentieren,
    – was ist aus dem Förderalismus geworden (MP’s und Kanzlerin + Herr Spahn diktieren den Abgeordneten, was sie hinterher zu beschließen haben und die Exekutive kann dann per Verordnung regieren),
    – warum wird die pandemische Lage verlängert, obwohl die Hospitalisierungsrate bei unter 5% liegt,
    – was bilden sich die Parteispitzen ein, Verfassungsrichter nach Gusto/Parteiräson und nicht nach bewiesener Qualifikation und Renomée (und aktuellen Präsidenten sogar direkt aus dem Bundestag heraus) zu bestimmen … und
    – was ist aus den Grundrechten (Impfzwang durch die Hintertür / Demonstrationsrecht nur für nicht regierungskritische Demos) und der (insbesondere der Beriner) Polizei geworden, die so brutal (nach den Bildern zu urteilen besonders gerne gegen Frauen und ältere Mitbürger) gegen „Querdenker“ vorgeht, das sich schon der UN-Menschenrechtsbeauftragte einschaltet?
    Übrigens: „SPD“ – was für eine sinnbildlich gute Abkürzung.

    1. Ein paar Gedanken zu ihren ersten Zeilen…
      Mein alles geliebter Großvater, sagte immer,, jede Generation braucht ihre Revolution, um die Zeit zu ihrer zu machen,,. Ich denke da in letzter Zeit viel drüber nach. Ob da wohl was dran ist?
      Ich komme aus der DDR, lebte im Leipziger Süden und das mitten unter Punk,s, Multikulturellem und Künstlern, aber auch vielen alternativ lebenden Familien.
      Es gab Strassenfeste, wo man Seite an Seite einen Stand hatte und zwischendrin unsere Kinder, mit lachenden Gesichtern, auf alle zusammen immer einen achtsamen Blick hatten. Ich erinnere mich sehr gerne an diese Zeit.
      Man kaufte ,,Brotsocken aus einem Dorf in der dritten Welt,, und fühlte die Dankbarkeit der Frau, die uns erzählte, wieviel dieses Dorf für ein paar Socken an essen kaufen kann. Es kam niemand auf die Idee, das weder der Begriff ,,dritte Welt“ noch ,,Brotsocken“, etwas schlechtes wäre. Ganz im Gegenteil…
      Inwieweit sich die junge Generation durch die heutige Zeit bewegt, liegt ganz bestimmt auch an uns Alten, zb.durch Überlieferungen, traditionell vor-gelebtem. Wo gibt’s das heute noch, alte und junge Menschen zusammen lebend?

  12. Herzlichen Glückwunsch zur ersten eigenen Kolumne hier.

    Ein kleines schlichtes Wort hierzu…
    ,,Aufrecht soll man sein, nicht aufgerichtet!“
    (Marc Aurel)

  13. Der schonende Umgang mit der Völkerrechtlerin ehrt Sie, bekommt Sie doch nicht einen Satz, ohne unterwegs zum Ziel, nicht mindestens einmal verunfallt zu sein, heile heraus.

  14. Die Bezeichnung „Alice ausgerechnet Schwarzer“ wird wir als ein geflügeltes Wort in Erinnerung bleiben und wenn ich ihren Namen irgendwo höre oder lese immer wieder hervor kommen.. Danke für die klaren Worte, es dankt ein „Germane“

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