Whistleblow

Schwarz oder Weiß

von Elisabeth Pähtz

Seit März 2020 leben wir alle in einer anderen Welt. Mit dem
ersten Lockdown wurde auch in Deutschland der »Krieg gegen
das Virus« ausgerufen und von einem auf den anderen Tag
war alles weg: Es gab keine Turniere mehr, es gab keine Einnahmen mehr und auch in Deutschland wurden garantierte
Grund- und Freiheitsrechte mit Ausgangssperren und Kontaktverboten deutlich eingeschränkt. Es gab in dieser Zeit Tage, da bin ich morgens aufgewacht und dachte, ich lebe in einem anderen Land. In einem Land, das ich so bisher nicht
kannte. Plötzlich kamen da einige längst vergessene Gefühle in
mir hoch. In den Zeiten des real existierenden DDR-Sozialismus
war ich zwar noch ein Kind, aber ich habe noch eine Ahnung von diesem staatlich verordneten Lebensgefühl: bloß
nicht zu viel selber denken und ansonsten die Klappe halten.
»Die da oben«, der Staat und die Partei, die wissen schon, was
gut für uns ist. Für mich fühlten sich die Maßnahmen zum Infektionsschutz wie eine Entmündigung an und fast noch mehr hat mich erschreckt, wie diese Maßnahmen oder der Nutzen von Impfstoffen diskutiert und hier in unserem Land verhandelt
wurden. Gefühlt gab es plötzlich nur noch Gut oder Böse,
Richtig oder Falsch, Schwarz oder Weiß. Extreme Polarisierung statt sachlicher Debatte. Ich kenne mich ziemlich gut aus in schwarz-weißen Welten. Doch im Schach gibt es keine Denkverbote. Im Gegenteil: Zum Wesen dieses Spiels gehört
es, alles zu hinterfragen und jede neue Spielsituation zu
analysieren, bevor eine Entscheidung für den nächsten Zug getroffen wird. Wir verlassen uns dabei auch nicht auf den
ersten oberflächlichen Blick beim Betrachten einer scheinbar klaren Stellung. Denn wir wissen, die gemeine Falle lauert
selten gleich hinter der nächsten Ecke. Dafür muss man tiefer
graben und womöglich nicht nur hinter die übernächste,
sondern noch um viele Ecken weiter schauen. Beim Schach
versuchen wir, das scheinbar so Offnsichtliche zu durchdringen,
um den dahinterstehenden Plan unseres Gegenübers zu
erkennen. Denn dieses Gegenüber ist während einer Schachpartie kein Freund, sondern der Gegner, der dich matt setzen und besiegen will.
Systemische Skepsis gehört zu den Grundtugenden eines
jeden Schachspielers. Weshalb uns ja gerne auch eine Nähe
zur Paranoia unterstellt wird. Es gibt in der Schachgeschichte
tatsächlich einige exzentrische Beispiele zu diesem Thema wie
Paul Morphy oder Bobby Fischer. Beide waren zu ihrer Zeit
geniale Schachspieler und entwickelten in ihrem späteren Leben deutliche Anzeichen von pathologischem Verfolgungswahn.
Mein persönliches Lebensgefühl in dieser Zeit hatte aber nichts mit Paranoia zu tun. Ich war in großer Sorge und bin es immer noch, weil ich bis heute das Gefühl nicht loswerde,
dass sich die Vernunft in Teilen aus unserer Welt verabschiedet
hat. Vielleicht reagiere ich da ja etwas sensibel, aber ich
bin eine vom Schachspiel trainierte Nachdenkerin, die grundsätzlich alles analytisch angeht. Hinzu kommt, dass in meiner Ossi-DNA ein kritischer Blick und ein gesundes Misstrauen gegenüber allen staatlich verordneten Maßnahmen manifestiert
ist. Und das scheint nicht nur bei mir der Fall zu sein.
Mich hat es jedenfalls nicht gewundert, dass die Impfquoten
in den östlichen Bundesländern viel niedriger ausgefallen sind
Ich bin keine Virologin und auch keine Besserwisserin,
aber für einen logisch denkenden Menschen war die Sinnhaftigkeit so mancher beschlossener Maßnahmen und Corona-
Regeln schwer nachzuvollziehen. Wenn ich privat in der Apotheke ein Medikament besorge, dann lese ich, bevor ich es einnehme, den Beipackzettel und mache mich auch über die Nebenwirkungen kundig. Auch in allen anderen Lebensbereichen, die mich betreffen, lese ich die Beipackzettel und gerne auch das Kleingedruckte. Das hat nichts mit übertriebener Vorsicht zu tun, sondern ist dieser klassische Schachreflex: die Dinge gründlich durchdenken. Wenn
mich also ein Medikament nicht überzeugt, dann nehme
ich es nicht und berate mich gegebenenfalls mit meinem
Arzt. Diese Entscheidung steht mir als freie Bürgerin zu. Bei
Corona war das plötzlich anders. Menschen, die Angst vor
der Impfung hatten, wurden von Politik und Medien sehr
schnell als unsolidarische Impfverweigerer diskreditiert oder gleich in die Verschwörerecke abgeschoben. Es gab zwar in Deutschland keine allgemeine Impfpflicht, aber spätestens mit Einführung der 2G-Regel wurden Ungeimpfte aus weiten
Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen und das
betraf immerhin rund ein Viertel der Bevölkerung.

Mich hat die extrem polarisierte gesellschaftliche Debatte zu diesem Thema sehr belastet und mich haben die Auswirkungen
traurig gemacht, die ich bis in den privaten Bereich gespürt
habe. Dort musste ich erleben, dass Freundschaften
und Ehen gelitten haben oder auseinandergebrochen sind, weil sich beide Seiten in ihren Positionen so unversöhnlich gegenüberstanden.

Auszug aus dem Buch von Elisabeth Pähtz “Wer den vorletzten Fehler macht, gewinnt” Erschienen 2022 im Westend Verlag, Frankfurt. 

Über die Autorin: Elisabeth Pähtz geboren 1985 in Erfurt, ist Leistungssportlerin; Profi - Schachspielerin. Die einzige deutsche Frau im Rang einer Schachgroßmeisterin. Hier im CdkW lesen Sie exklusiv einen Auszug aus Ihrem Buch das am 17. Oktober 2022 erscheint. 

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19 Antworten

  1. Vielleicht geht es im Leben nicht immer um Schwarz oder Weiß, um Gewinnen oder Verlieren. Mein Favorit unter den Schachspielern heißt Rashid Nezhmetdinov, bester Freund von Weltmeister Mikhail Tal. Nezhmetdinov war vom Rang her “nur” internationaler, aber kein Großmeister. Und doch sagte ein Großmeister mal über Nezhmetdinov (ich zitiere nur aus dem Gedächtnis): “Ich habe ihn ein Dutzend Mal geschlagen. Aber die Niederlage gegen Nezhmetdinov war der beste Tag in meinem Leben. Nie zuvor war ich Teil einer solch schönen Partie.”

    Herr Langemann, Frau Pähtz. Ich fand das Gespräch sehr inspirierend und berührend. Bin Wessi, bin Mann, bin älter und doch fand ich mich in vielem wieder, was Frau Pähtz sagte. Vielen, vielen Dank. Vor allem die Geschichte, wie Frau Pähtz als neunjähriges Kind von zwei Erwachsenen über den Tisch bzw. übers Brett gezogen wurde, hat mich bewegt. Ja, so etwas kann prägend sein.

  2. Ich habe Schachspielen in der Schule, Polytechnischen Oberschule in den 60igern der DDR gelernt, das wurde als AG (Arbeitsgemeinschaft) angeboten. Wir sind bis zur Bezirksmeisterschaft gekommen. Für mich als Teenager war es eine reines Strategiespiel ohne Ideologie, viel Ration und ohne Hinterlist, genauso habe ich mein Leben geführt, dafür bin ich dankbar.

  3. 45 Jahre Kommunismus hat die Menschen in Ostdeutschland sensibiliert für alles, was Diktatur, Meinungsmache und staatlich gelenkte Indoktrination betrifft. Sie sind anders als die Westdeutschen, die sich mittlerweile behäbig in ihrem Wohlstand suhlen und gar nicht bemerken, was um sie herum vor sich geht und wie sich das tägliche Leben seit Corona verändert hat. Ich sehe mit Entsetzen, wie bereits schon jetzt wieder Masken getragen und Abstände eingehalten werden, gerade so, als ob die Begegnung mit einem unmaskierten Menschen ein Todesurteil bedeuten würde. Bis zum Ende der Legislaturperiode mit der Ampel-Regierung ist dieses Land auf ein deindustrialisiertes Entwicklungsland gesunken, falls es nicht sogar noch schlimmer kommt. Mir tun die Menschen leid, die sich um Veränderung der Lebenswirklichkeit bemühen, was an der Borniertheit von 88 % der Deutschen scheitert. Insgeheim so hoffe ich, auch wenn es böse klingt, dass dieser Winter hart wird, und die meisten erstmalig erfahren, was es heißt, zu frieren oder sich sein tägliches warmes Mahl nicht mehr leisten zu können. Ich habe Deutschland schon vor 35 Jahren verlassen, habe in 6 Ländern gelebt und endlich mein Zuhause in Ungarn gefunden, wo es noch Meinungsfreiheit gibt und die Menschen Respekt voreinander haben. Ich kann nur jedem raten, rechtzeitig das Weite zu suchen.

    1. Die Ostdeutschen sind die Guten und Wachsamen, die Westdeutschen die indoktrinierten, die sich alle in Wohlstand suhlen. Schöner Kommentar zum Thema Schwarzweißdenken. Für jemanden der seit 35 Jahren nicht mehr in Deutschland lebt wissen Sie auch sehr gut Bescheid, wie sich Deutsche fühlen und wie borniert 88 Prozent der Menschen in diesem Land sind, die ja alle wie ein Mann geschlossen hinter der Regierung stehen. Bleiben Sie in Ungarn, ist besser für alle.

  4. Welche Erkenntnis ich aus dem Gespräch mitnehme:
    1. Als Schachspieler(in) muss man gut im Kopfrechnen sein.
    2. Sechsunddreißig Cent durch neun Cent = Faktor SECHS (!?) bzw. Whisky trinken tut den Rechenkünsten nicht gut. Wenn man sieht, wie Putin sich mit seiner “Spezialoperation” verkalkuliert hat, scheint das auch für Wodka zu gelten.
    4. Frauen denken im Schach mit anderen Gehirnregionen als Männer. Politikerinnen wie Angela Merkel mit Expertinnen wie Claudia Kemfert im Hintergrund haben bewiesen, dass sich das nicht nur auf Schach beschränkt.
    5. Der ukrainische Nationalismus schlägt zumindest im Schachsport heftiger auf als der russische. Wer hätte das gedacht nach all den Berichten des ÖRR über die ach so freiheitlich und weltoffen agierende ukrainische Führung?
    5. Hübsch auszusehen und Erfolg im Schach zu haben, schließen sich nicht aus.

    Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview.

      1. Klar hat sich Putin mit einem brutalen und nicht zu rechtfertigenden Angriffskrieg, der Leid und Schrecken verbreitet, verkalkuliert, für den sich zudem weite Teile der russischen Bevölkerung schämen, was der Kampfmoral offensichtlich schwer schadet. Weiterhin löst dieser Krieg (leider) eine schon lange verloren geglaubte Begeisterung für alles Militärische inkl. Aufrüstung (vgl. 100 Mrd. Sonderschulden) bei uns aus und begründet ein Marketinginstrument für unsere Rüstungsindustrie, dass westliche Waffen den russischen Waffen überlegen sind. Hinzu kommen neue Nato-Mitgliedsstaaten an der russischen Grenze. Auch die Abstimmung in der UNO-Vollversammlung war eine Ohrfeige für Putin. Wenn sich Putin nicht verkalkuliert hat, wer dann? Etwa unsere Scharfmacher a là Strack-Zimmermann, Hofreiter & Co, wenn sie die neuerlichen Drohungen Putins mit Atomwaffen ebenso wenig ernst nehmen wie die Drohung mit Konsequenzen vor Nato-Bestrebungen und Aufrüstung der Ukraine? Drehen Sie deshalb munter an der Eskalationsspirale bis wir uns unmittelbar im Krieg mit Russland befinden, einem Zustand den unser Gesundheitsminister und Chefschwätzer bereits heute für gegeben sieht: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/karl-lauterbach-twittert-wir-sind-im-krieg-mit-putin-a-24b8b4db-90c4-4891-85b4-50d92aea09c8

        Dass die größte Atommacht der Welt diesen Krieg nicht gewinnen kann, ist eine Tatsache, dass wir ihn alle gemeinsam verlieren werden, falls niemand Einhalt gebietet und endlich einen Frieden aushandelt, die andere.

        P.S.: Welche Alkoholika die drei Letztgenannten konsumieren, weiß ich nicht. Aber die Wirkung schein ähnlich fatal zu sein wie bei Whisky und Wodka.

        1. Ob Russland den Krieg in der Ukraine gewinnen kann oder nicht, ist vermutlich eine Frage der Deutung des Begriffs “Gewinn”. Russland hat bereits Tausende Menschenleben verloren. Das ist zweifellos ein Verlust, der durch nichts mehr in einen Gewinn gedreht werden kann. Russland hat einen Haufen Geld ausgegeben, um diesen Krieg zu finanzieren; dem kann man die sanktionsbedingten Preissteigerungen und daher Sondergewinne Russlands gegenüber stellen. Aber den Krieg als business case sehen – ich zweifle, dass die Russen das tun.

          Allerdings werden die Moskauer Strategen die Frage Gewinn oder Niederlage vermutlich nicht so beantworten. Sie werden fragen: Was wäre geschehen, wenn wir nicht in die LNR und DNR einmarschiert wären? Sie werden sagen: Uns zunächst wohl nichts, aber was den Menschen dort geschehen wäre, das hat man ja schon seit 2014 in Kiewer Verlautbarungen nachhören und -lesen können. Dass LNR und DNR sich gegen die Restukraine mit militärischer Unterstützung der NATO auf Dauer nicht hätten halten können, steht für mich außer Frage. Und sie – die Russen – werden sagen: Was wäre der nächste Schritt gewesen? Und bei Sichtung all dieser Fragen werden sie im Falle eines militärischen Siegs möglicherweise resümieren: Wir haben vielleicht verloren, aber wir hätten weitaus mehr verloren, wären wir untätig geblieben.

          1. Zu Ihrem ersten Teil:
            Es muss eine Vorstellung dessen geben, was Putin unter einem siegreichen Feldzug verstanden hat bzw. verstanden haben wollte, ansonsten hätte er nicht den Befehl zum Angriff erteilt. Dass wir diese Vorstellung nicht teilen, dass wir gewahr werden, dass jede(r) Gestorbene und jede(r) schwerstverletzte Mensch sein Leben bzw. seine Gesundheit dauerhaft verloren hat, vom Verlust für die Angehörigen und Freunde ganz zu schweigen, ändert daran aus der Sicht Putin nichts. Doch das ficht Machtmenschen wie Putin, Bush, Mao, Jinping, u.v.a. generell nicht an. Donald Trump hat das vor einigen Jahren in einem Interview des US-TV-Kanals FOX als Antwort auf die Aussage des Interviewers “Putin ist ein Killer” einmal so ausgedrückt: “Es gibt eine Menge Killer. Glauben Sie, unser Land ist diesbezüglich unschuldig?” (s. https://www.youtube.com/watch?v=G8-VB-XkjKQ)

            Und er hatte Recht. Diese Staatschefs agieren wie Chefs eines Mafia-Clans. Menschenleben der Untertanen oder gar fremder Nationen spielen da bestenfalls eine untergeordnete Rolle. Donald Trump muss man zustimmen, wenn er sie alle, Putin inklusive, als “Killer” bezeichnete und auch in diesem Zusammenhang seiner Nation öffentlich das Attribut “unschuldig (=innocent)” verwehrte. Vielleicht gab diese wichtige Erkenntnis den Ausschlag, dass Trump als Präsident – ganz zwar ganz im Gegensatz zu vielen seiner Vorgänger – keinen Krieg anzettelte.

            Dass seine mit Falschinformationen rund um Corona erwirkte Abwahl nun dazu führt, dass die Gefahr eines nuklearen Schlagabtauschs zwischen Ost und West massiv gestiegen ist, ist ein Treppenwitz der Geschichte und mutet wie eine späte Rache Trumps an all den Vertretern von Presse und Medien an, die ihn zu einer Gefahr für den Weltfrieden hochstilisierten.

            Zu Ihrem 2. Teil:
            Die Befürchtungen eines Wladimir Putin und wohl seine Motivation für den Angriff hat eine Konfliktforscherin vor Monaten bei Markus Lanz so erläutert: s. https://www.youtube.com/watch?v=4uyOLmIEIAU (ab min 16:30). Seitdem wurde sie im ÖRR m.E. nicht mehr gesehen. Das passt nicht zu den Erzählungen, neudeutsch Narrativen des ÖRR bzw. der westlichen Politik, Putin sei ein Verrückter, der aus irrationalem Nationalismus handelt und am liebsten Russland bis nach Portugal ausdehnen möchte.

            FAZIT: Jede der beiden Seiten hat Dreck am Stecken. Wie viel, das ist auch eine Frage des Sichtwinkels und des Betrachtungszeitraums. Umso mehr wäre es an der Zeit, endlich die Eskalationsspirale zu stoppen und mit ernsthaften Friedensverhandlungen zu beginnen. Jeder Tropfen nichtvergossenes Blut von Ukrainern und Russen ist den Versuch wert, von der latenten Gefahr für uns ganz zu schweigen.

  5. So schön, das zu lesen! Mein kleiner (Nenn-)Enkel war letztes Jahr fünf, so alt wie Sie, Frau Pähtz, als die DDR 1989 unterging. Ihre Worte machen mir Hoffnung, dass sein verkorkstes Erleben mit ängstlichen, fügsamen Eltern womöglich noch ein wenig heilsam sein könnte, statt allein traumatisierend …

  6. Im Schach war ich immer ein Dilettant schlimmster Sorte, einfach denkfaul, warum sich anstrengen? Gelernt habe ich durch meine Niederlagen durchaus. Ich bin immer fassungslos, wenn irgendwelche Traumtänzer beliebige Vorhaben umsetzen wollen und es nichtmal für möglich halten, dass es Gegenwehr geben könnte. Wie kann denn überhaupt jemand glauben, dass man gegen ein Viertel der Bevölkerung durchregieren kann, dass man ungestraft Menschen diskrimminiert auf schlimmste Art und Weise. Hier bei uns auf dem Dorf in Niedersachsen haben wir 40% Nichtwähler und von denen, die wählen gegangen sind haben in einzelnen Wahlkreisen 30% ihr Kreuz bei der AfD gemacht. Der Karl sollte schleunigst von seinem zu Tode gerittenen Coronagaul absteigen und die wildgewordene Amateurssoldateska unter Führung von Strahl Tümmermann mit ihrem Zigarrenabbeißer Anton, dem Hofreiter, sollten endlich in die Ukraine aufbrechen und mit dem Sturmgewehr in der Hand den Kampf mit den Russen zum Erfolg führen. Selber machen ist immer besser als machen lassen. Aber im Ganzen sollte die Bundesregierung erkennen, dass gegen die breite Masse zu regieren aussichtslos, weil undemokratisch, ist. Haus weg, A6 Quattro weg, frieren und nichts zu Essen zu kriegen ist was anderes als nur ein Piks oder jahrelang mit Masken gequälte Kinder. Der kommende Protest wird wahrscheinlich alle Erwartungen übertreffen. Die insgeheime Überlegung von Erteilung von Schießbefehlen durch die Regierung, Scholz hat ja gesagt, es wird keine geben, ist, glaube ich illusionär. Die Soldaten und Polizisten sind Bürger in Uniform, die genauso unter der aktuellen Politik leiden wie der Rest der Bevölkerung. Der Gehorsam wird seine Grenzen haben. Man kann nur hoffen, dass alle Beteiligten einsehen werden, dass Gewalt nicht die Lösung sein kann. Gerade die BRD hat sich immer durch Bereitschaft zur Einigung ausgezeichnet, das war immer unsere gesellschaftliche Erfolgsgrundlage, das sollten wir nicht vergessen.

  7. Lieben Dank Frau Pähtz für den Einblick in Ihr Seelenleben. Sie haben ja so recht. So, wie die Meisten, die hier Kommentieren. Sinnlose Verschwendung von Zeit und Worten. Eigentlich wollte ich nicht mehr kommentieren und trotzdem tue ich es. Warum? Den Kommentierenden zu signalisieren, dass sie nicht allein sind? Mich selbst glauben zu machen, dass ich nicht alleine bin? Vor zweieinhalb Jahren ist etwas gestorben in mir und es kann wohl nicht wieder zurückgeholt werden. Ich verachte die Menschen, die im Supermarkt schon wieder Maske tragen, ich fühle mich unverstanden, geächtet und verfolgt. Ich bin ein Ungeimpfter, ein Aussetziger, ein Demokratiefeind. Ich kann diese unendliche Dummheit und Oberflächlichkeit der Lauterbachs dieser Welt nicht mehr ertragen. Und in Niedersachsen Alles wie immer, jeder Zweite wählt die rot-grüne Katastrophe. Nun gut, so sei es dann wohl. Wir sind die Minderheit und wir werden es nicht ändern. Vorher friert die Hölle zu.

  8. Ein Mann, der den Titel “Professor” führt, obwohl er dafür keine Habitilationsarbeit schrieb, der mit diesem Titel Kompetenz heuchelt, die er nicht besitzt. Dieses Irrlicht versucht mit relativ viel Erfolg uns seit 2 1/2 Jahren das Fürchten zu lehren. Seine Äußerungen sind von Halbwissen und Lügen durchzogen – dagegen war Trump ein Waisenknabe. Wann wird diesem Psychopathen endlich die Lizenz zum Terrorisieren entzogen. Ich habe die Hoffnung auf ein Ende inzwischen verloren.

  9. Liebe Frau Pähtz, ich bin zwar im ehemaligen Westberlin geboren und aufgewachsen und spiele kein Schach, kann aber Ihre Gedankengänge sehr gut nachvollziehen. Ich habe das Gefühl, dass unsere so hoch gelobte Demokratie inzwischen eine Komapatientin ist, die nur noch scheinbar lebt. Der Hüter unseres Grundgesetzes, das Bundesverfassungsgericht, hat sich zwischenzeitlich zum Steigbügelhalter der politischen Entscheidungen gemacht, anstatt den Bürger vor unangemessenen, staatlichen Übergriffen zu schützen und den Gesetzgeber in die Schranken zu weisen. Damit ist der Bürger endgültig zum Spielball der Politik degradiert worden und steht dem weitgehend ohnmächtig gegenüber. Ich möchte George Orwell zitieren: Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie verbreiten. Da ist unsere Gesellschaft schon weit voran geschritten. Schwarz/Weiß Denken wird in der Psychologie überwiegend Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung zugeschrieben. Ich denke, dass trifft auf so manche schillernde Figur auf der politischen Bühne zu.

  10. Und es geht wieder los, mit dem “Die da oben meinen es doch nur gut mit uns”. Das “neue C-Virus” klopft angeblich wieder an. Massnahmen müssen daher dringend her, nicht nur aus dem Bedenken der Mächtigen “Könige”, dass das Volk vielleicht endgültig die “Spielzüge”, was Corvid angeht leid ist. Nein, da gibt es das “Neue Virus”. “Das Virus des Selberdenkens des “Bauern und der Dame z. b.”, was den Ukrainekrieg angeht. Lieber wieder das Volk in “Schach halen”, das Volk “matt setzen” in den eigenen vier Wänden. Damit es keinen Spielzug (keine Demo) gegen “die Könige der Politik” gibt. Nur zusammen geeint werden wir den unheilvollen “Schachzügen” der “Politiker-Könige” ein “Schach-Matt” setzen. Fangen wir an, dies demokratisch mit klugen “Schachzügen” umzusetzen. Liebe Grüße von Roland N..

  11. Ich arbeite in der Woche in Ostdeutschland. Ich habe mich mit vielen Bürgern dort unterhalten. Die meisten sind sehr kritisch zu Verordnungen von der Reg. eingestellt. Sicher, sie haben über 40 Jahre DDR hinter sich. Dann kam die Freiheit und seit Corona werden systematisch diese Freiheiten wieder eingeschränkt.

  12. Ein wahrer Kommentar von Elisabeth Pähtz und in der jetzigen Zeit aktueller denn je. Diese Politikdarsteller sind in einer Art skrupellos und menschenverachtend, dass man kaum Worte findet. Dazu kommt ein selbsternannter Gesundheitsguru, der noch schlimmer ist als gewisse Bestien aus braunen Vorzeiten. Wie kann man sich Professor nennen und alle wirklichen Experten verunglimpfen und ins Exil treiben. Ich schäme mich für dieses BRD-Konstrukt und hoffe inständig auf einen Neuanfang.

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„Kontroversen sind kein lästiges Übel, sondern notwendige Voraussetzung für das Gelingen von Demokratie." Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck a.D., vor nur 5 Jahren in seiner Rede zum Tag des Grundgesetzes.