Whistleblow

Der Anstieg bei den Deutschen Krankenversicherungen

von Dr. Johanna Weber

Die Krankenkassendaten der KBV liegen auf dem Tisch, vorgestellt von der AfD. Jede Nachricht ist maximal so beliebt wie der Überbringer, und umso weniger beliebt ist sie, wenn sie nicht der öffentlichen Meinung entspricht. Der derzeit um sich greifende Moralismus erledigt dann den Rest.

Derzeit ist die öffentliche Meinung, dass die neuartigen Coronaimpfstoffe bei nur geringen Nebenwirkungen vor schweren Verläufen schützen. Das sie nicht vor Ansteckung schützen und demnach keinen Fremdschutz bieten, hat sich auch noch nicht überall herumgesprochen. Zahlreiche Faktencheckseiten, finanziert von Regierungsstellen, Aktionären, reichen Privatiers und dubiosen Stiftungen, tragen ihren Teil dazu bei, die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen. So auch in diesem Fall. 

Ob man eine Lanze für die AfD brechen sollte, muss man letztlich selbst entscheiden. Erlaubt sein muss allerdings der Hinweis, dass diese Partei in Deutschland derzeit nicht verboten ist, und dass sie letztlich nur die Daten Anderer präsentiert hat. Und diese Daten sind – zumindest in Teilen – verlässlich. Da hilft auch kein Faktencheck. Sollte Meinungsfreiheit dort enden, wo Fakten beginnen? Ein heikles Thema. Ungeachtet dessen lohnt es sich, die Fakten einmal zu betrachten.

Bei den Daten handelt es sich um Abrechnungen von rund 2,5 Mio. Versicherten, die seit 2016 wegen irgendetwas und zusätzlich in 2021 wegen einer Impfnebenwirkung ärztlich behandelt wurden sowie Daten von rund 69,5 Mio. Versicherten, die seit 2016 wegen irgendetwas, aber nicht in 2021 wegen einer Impfnebenwirkung behandelt wurden. Grob gesagt handelt es sich also um 2,5 Mio. Versicherte, die in 2021 gegen irgendetwas geimpft wurden, und der größte Teil dürften Coronaimpfungen gewesen sein, sowie um 69,5 Mio. Versicherte, bei denen unklar ist, ob sie in 2021 gegen irgendetwas geimpft worden sind. Zur Verfügung gestellt hat das Datenpaket die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV. Das der KBV angeschlossene Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung der Bundsrepublik Deutschland (Zi) hat kurz nach der Veröffentlichung der Daten ein Statement abgegeben, wonach die Daten für eine wissenschaftliche Auswertung nicht geeignet seien. Das ist zwar teilweise korrekt, gewisse Rückschlüsse lassen sich aber aus den Daten ziehen. 

Zunächst muss festgehalten werden, dass die Daten quartalsweise erhoben worden sind. Es lassen sich also 20 Quartale vor und fünf nach Beginn der Impfkampagne ausmachen. In diesen Daten sieht man, dass die Anzahl der Krankenkassenabrechnungen pro Quartal ab 2021 ansteigt, und dieser Anstieg fällt deutlicher in der Gruppe der Versicherten mit Impfnebenwirkungen in 2021 aus, im Mittel 45,12 % mehr Abrechnungen pro Quartal in dieser Gruppe verglichen mit 24,20 % bei den Versicherten mit unklarem Impfstatus, oder anders gesagt: im Mittel 2,795 Abrechnungen mehr pro Quartal verglichen mit 1,797 (s. Abb. 1).

Die wahrscheinlich gegen Corona Geimpften hatten tendenziell mehr Infektionserkrankungen als Versicherte mit unklarem Impfstatus, zudem zeigten sie signifikant mehr Krebserkrankungen als vor Beginn der Impfkampagne. Auch bei den plötzlichen Todesfällen mit den ICD-10 Codes I46.1 Herztod, I46.9 Herzstillstand, R96 plötzlicher Tod unbekannter Ursache, R98 Tod ohne Anwesenheit anderer Personen und R99 andere unbekannte Todesursache zeigten einen signifikanten Anstieg bei den Geimpften. Fairerweise muss man sagen, dass diese Todesursachen rein grafisch betrachtet auch dann ansteigen, wenn man alle Versicherten zusammen auswertet (s. Abb. 2). An den Kosten für die Beitragszahlenden ändert das allerdings nichts.

Und genau JETZT beginnt das Leugnen von Fakten. Laut der KBV könnte man den Anstieg bei den Todesfällen nicht kausal mit der Impfung verknüpfen, vielmehr läge der Anstieg wohl an einer pandemiebedingten Übersterblichkeit, die ohne die Impfung noch viel höher ausgefallen wäre.

Warum aber gab es diesen besagten Anstieg dann nicht schon in 2020, als es noch keine Impfung gab? Hätte er da nicht dann höher sein müssen als in 2021? Die Deutsche Presseagentur dpa sagt, schwere Impfnebenwirkungen seien sehr selten. Wie erklärt sich dann aber der Anstieg bei den Abrechnungen in der Summe aller ICD-10 Codes (s. Abb. 1)?

Waren Lockdowns Schuld, Arbeitslosigkeit, psychische Belastungen durch finanziellen Stress, Angst vor dem Tod durch Corona oder Long Covid? Das müsste doch jetzt eigentlich alles untersucht werden, um weitere Kosten und gesundheitliche Schäden von den Beitragszahlenden abzuwenden? Das Zi  fragt diesbezüglich auch nicht nach einer näheren Untersuchung, sondern begründet den Anstieg der plötzlichen Todesfälle mit einem Kohorteneffekt. Wer in 2021 beim Arzt war, kann davor nicht gestorben sein, natürlich steigen die Todesfälle dann ab 2021 an. Sie steigen aber auch in der Gruppe der Personen, die nicht nachweislich in 2021 mit einer Impfnebenwirkung beim Arzt waren. Hier dürfte eigentlich kein Kohorteneffekt vorliegen, denn diese Versicherten müssen ja gar nicht in 2021 alle noch am Leben gewesen sein.

Der Verdacht mit dem Kohorteneffekt lässt sich leicht entkräften. Wenn doch ein solcher Effekt vorliegt, sollte er sich natürlich auch bei den plötzlichen Kindstoden mit dem ICD-10 Code R95 zeigen. Tut er aber nicht. Der vom Zi postulierte Effekt kann also ausgeschlossen werden. Weiterhin spricht das Zi von einem Fehler in den Daten: es finden sich auch Abrechnungen todesfallbezogener Codes von vor 2021 bei den Versicherten, die in 2021 mit einer Impfnebenwirkung beim Arzt gewesen sein sollen. Spätestens das sind wirkliche Fakten. Tote gehen nicht zum Arzt.

Die KBV betrügt also offensichtlich ihre Beitragszahlenden entweder mit Abrechnungen von Todesfällen, die nicht aufgetreten sind, oder mit Abrechnungen von Impfnebenwirkungen, die nicht aufgetreten sind. Es handelt sich insgesamt um mindestens 2854 vor 2021 Todesfälle aus den Diagnosegruppen I und R. Den Anstieg ab 2021 beeinflussen diese Todesfälle freilich nicht, allerhöchstens insofern, dass er etwas niedriger wirkt, weil der Unterschied zwischen vor 2021 und ab 2021 durch die zusätzlichen Todesfallabrechnungen geringer ausfällt. Auch das ändert nichts daran, dass hier für die Beitragszahlenden unnötig erhöhte Kosten entstehen. Das ist Fakt und hat mit Meinung wenig zu tun, und die Gründe für diesen Kostenanstieg und mögliche Gegenmaßnahmen müssten im Interesse der Öffentlichkeit untersucht werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fakten klar auf dem Tisch liegen. Man müsste nur hinsehen.

Abb. 1: Mittlerer Anstieg der Anzahl der Kassenabrechnungen pro Quartal in geimpften Versicherten und Versicherten mit unklarem Impfstatus in 2021.

Abb. 2: Anstieg der Abrechnungen für R96, R98 und R99 über die 25 Quartale seit Januar 2016.

Abb. 3: Entwicklung R95 plötzlicher Kindstod seit Januar 2016 für alle Versicherten.

Quellen

KBV (2022). Pressemitteilung. https://www.kbv.de/html/2022_61368.php, Aufruf am 27. 12. 2022.

Zi (2022). Pressemitteilung. https://www.zi.de/presse/presseinformationen/13-dezember-2022, Aufruf am 27. 12. 2022.

DPA (2022). Methoden-Effekt sorgt für Fehlinterpretation von Ärztedaten. https://dpa-factchecking.com/germany/221213-99-888455 , Aufruf am 03. 01. 2023.

Weber, J. (2023). Evidence of an increase in number of accountings per quarter in about 72 Mio. insurants of German health insurance providers. Link zu Researchgate.  Aufruf am 03. 01. 2023.

Über die Autorin: Johanna Weber hat in Sportwissenschaft promoviert, mit dem  Schwerpunkt Sportstatistik. Die Autorin hat vier Trainerlizenzen nach DOSB erworben und ist ausgebildete Medizinische Trainingstherapeutin, Gesundheitsmanagerin und hat mehrere Jahre im Bereich Medizinstatistik gearbeitet. 

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10 Antworten

  1. Ich habe jede Hoffnung aufgegeben, dass hier eine Aufarbeitung stattfindet. Die Gesamtheit ist so unkritisch, dass das nicht stattfinden wird. Parallelen zu 33-45 sind offensichtlich. Wer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer gelesen hat, weis alles.

  2. Ich gebe meine Meinung als “Bekloppte” , laut Joachim Gauck, kund. Die Welt ist nicht verrückt geworden, nur eine große Gruppe geld- und machtgieriger
    Wesen, die ich nicht mehr als Menschen bezeichnen kann und die eigentlich auf diesem Planeten auch nichts mehr zu suchen haben. Nicht nur die Politiker, auch deren Wähler sind zu Marionetten verkommen, die nicht mehr denken und fühlen können. Corona war erst der Anfang, das nächste Papier für weitere Pandemien liegt bereits in den Schubladen der WHO und soll im Mai 2023 verabschiedet werden. Deutschland hat sich bereits an diese Institution verkauft. The show must go on.

  3. Ich möchte höflich darauf hinweisen, dass nicht alle Ärzte die Geschehnisse seit 2020 ohne Widerspruch hinnehmen. Ich habe mit Anfang 50 meine Arztpraxis, von der ich sehr gut leben konnte, aus Protest Ende 2020 geschlossen. Ob ich es wieder machen würde, weiß ich allerdings derzeit nicht mehr. Ich habe weniger als 10 Tests durchgeführt und natürlich nicht “geimpft”. Der Ärztekammer Westfalen-Lippe habe ich meine Sichtweise prägnant mitgeteilt – ohne Öffentlichkeitswirkung, weshalb man mir eine strafbewehrte Rüge in Höhe von 10.000 EUR angedroht hat.

    Zu den Daten: Leider wird bei Betrachtung der KBV-Daten übersehen, dass Ärzte keine Codiermaschinen sind. Insbesondere Todesfälle sind hinsichtlich der Codierung gegenüber der KBV für Ärzte ohne Belang, da mit ihnen auch keine Abrechnungsmodalitäten verknüpft sind. Die Todesbescheinigung NRW enthält noch nicht einmal ein Feld für den ICD-Code. Beweis: https://m.thieme.de/viostatics/dokumente/vio-2/final/de/dokumente/klinik/totenschein.pdf

    Nebenbei bemerkt habe ich beim Statistischen Bundesamt jetzt angefragt, wie in der Todesursachenstatistik die Klassifikation der einigen Hundert Impftodesfälle – ich meine, 212 war für U12.9 eingetragen – überhaupt zu Stande kommt. Die Antwort über “Frag den Staat” steht noch aus. Zurück zur KBV: Es sind über 160.000 Ärzte ambulant tätig, ein großer Teil hiervon sicher auch mit Abrechnung über die kassenärztlichen Vereinigungen, deren Dachorganisation die KBV ist. Eine erhöhte Aufmerksamkeit der “kritischen Gruppe” könnte den plötzlichen Anstieg von 10.000 Todesfällen pro Quartal erklären. Es handelte sich dann um einen Verzerrer durch Aufmerksamkeit. Wir haben es also mit einem eher typischen Problem von Big Data zu tun, dass eben die Wahrheit in den Datensätzen nicht abgebildet wird, die einer starken Unschärfe unterliegen. Dies wird aber von der KBV nicht an die große Glocke gehängt, weil es der Datenreligion widerspricht und außerdem man die Mitglieder nicht damit konfrontieren will, wie sinnlos die Codiererei ist.

    Ich halte ein Todesfallwahrscheinlich für die Corona-Spikungen von 1:20.000 für gegeben, die natürlich nicht hinnehmbar ist. Bei 180 Millionen Impfungen wären wir dann bei 9000 Todesfällen. Auch die doppelte Anzahl (1:10.000) passt noch zur Übersterblichkeit 2021 von ca. 30.000. Dass die Impfung zu Todesfällen führt, hat auch Destatis zugegeben – und damit ist alles gesagt. Der Rest geht mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Kollateralschäden der Massnahmen.

  4. Bei der nächsten Pandemie werden wir es genauso erleben wie in den letzten Jahren. Denn es ist gut gelaufen. Es wurde viel Geld von unten nach oben geschaufelt. In einem Ausmaß, das wir uns im Moment noch nicht vorstellen können. Auf Kosten der Institutionen und Körperschaften und deren Beschäftigten, die für unsere angemessene Behandlung und Versorgung bei Krankheiten und Verletzungen zur Verfügung stehen sollen. Diese wurden während der Kampagne gestresst, verbogen und auch enttarnt. Die mittlerweile im Gesundheitssystem vorherrschende Unfähigkeit, Inkompetenz, Mangellage, Unterbesetzung, demoralisierte Gemütsverfassung der Beteiligten – das alles wurde fein herausgearbeitet. Aber ich stimme zu, das fällt der Trauma bedingten Vergesslichkeit anheim. Wir wollten das so genau garnicht wissen.
    Wie geht es jetzt weiter mit den Missständen? Genau! Bitte gehen sie weiter, es gibt nichts zu sehen.

    Was mich am stärksten beeindruckt hat, war die fehlende Freiheitsliebe meiner Mitbürger. Anscheinend ist kaum noch ein Mensch in Deutschland in der Lage, die persönliche Freiheit, die Unversehrtheit des eigenen Körpers, die Grundlagen unserer Demokratie zu verstehen. Nach dieser beschämenden Führung am Nasenring durch die Manege der politischen Unzulänglichkeit wurde deutlich, dass es nur um vermutete Sicherheit und Bequemlichkeit geht. Der Flug in den Urlaub war wichtiger als die langfristige Unversehrtheit der eigenen Kinder.

    Werden die Mediziner und Virologen, die uns von Anfang an gewarnt haben, rehabilitiert? Oder gilt ihre Marginalisierung und der Rufmord an einigen Kritikern als Kollateralschaden, als friendly fire?

    1. Die gewaltige mediale Hetze, gegen alles was nicht Mainstream ist, wurde täglich und in den Nachrichten stündlich, über unsere Ohren in das Gehirn gehämmert. Bei jedem Thema das gleiche Vorgehen. Ob Corona, Ukraine, Gendern, Flüchtlingskrise, etc. Man muss nur permanent die Menschen mit kritischen Meinungen als rechts, Nazi oder Verschwörungstheoretiker diffamieren. Nach mehr als 2 Jahren Trommelfeuer auf die Lauscher, ist die Masse taub für die kritischen Hinweise der selbstverantwortlich denkenden Mitmenschen.
      Angst und Spaltung der Gesellschaft laut Pandemie Planspiel erfolgreich durchgeführt! Weitere Tests kommen bei der nächsten (2025 ?)
      Und es geht weiter…… Klaus Schwab hat schliesslich gesagt, man (WEF) müsse diese einmalige Chance (Covid 19) nutzen. Da wir noch nicht in seinen Visionen angekommen sind, wird garantiert mit Hochdruck an einer weiteren Chance zur Durchführung seines Great Resets gearbeitet.
      People own nothing and they will be happy! Aber Freiheit zu besitzen, ist das einzige was zählt! Und die ist in großer Gefahr.

  5. Wie immer nach traumatischen Erlebnissen befällt die Amnesie alle, die Täter, die Mitmacher und die Opfer, sofern letztere noch am Leben sind. Keiner will mehr etwas wissen. Die Täter weil sie sie nicht zur Rechenschaft gezogen werden wollen, die Mitmacher, weil sie nicht dumm dastehen wollen und die an ihrer Gesundheit Geschädigten, weil sie anderes zu tun haben. Nur die Journalisten werden in Kürze behaupten, es schon immer geahnt zu haben, stehen sie doch seit Jahrhunderten immer auf der richtigen Seite, leider nur nachher. In Wirklichkeit werden sie dafür bezahlt, die Leute das glauben zu machen, was sie glauben sollen. Aber sie haben ja nur der Wissenschaft geglaubt. Der Wissenschaft!
    Unter den Bürgern die mitgemacht haben, ist die Reaktion noch am ehrlichsten. Viele verstehen jetzt aufgrund der Vorkommnisse der letzten Monate wie katastrophal die Politik agiert hat. Sie wissen inzwischen, dass viele Maßnahmen nicht nur unnötig, widersprüchlich, sondern gefährlich und dumm waren. Dennoch ziehen sie sich im privaten Gespräch gern auf die letzte politische Verteidigungslinie zurück, ohne die Impfung wäre alles noch schlimmer gekommen. Aber ohne Enthusiasmus, es gibt keine Begeisterung mehr, eher Koexistenz zwischen ehemals erbitterten Gegnern.
    Besonders erstaunlich ist für mich das totale Negieren jeglicher medizinischer Folgen der Corona-Massnahmen durch die Ärzteschaft in ihrer Breite. Es will einfach kein Arzt etwas von Impfnebenwirkungen, Folgeerkrankungen oder gar Toten wissen. Viele ahnen, dass sie missbraucht wurden und sich missbrauchen liesen. Sie glauben tatsächlich den Kopf einfach in den Sand stecken zu können. Sie sind froh über Omicron, die sanfte Form von Corona. „Ach sie hatten gerade Omicron? Und wie war’s? Nicht schlimm? Ja, das RN-Virus ist jetzt deutlich schlimmer. Ich verschreibe ihnen mal einen Antivirales Nasenspray. Ist aber nicht billig, kostet 20 Euro! Ihre Schlafstörungen, ihre Mattigkeit, ihre Anfälligkeit für Infektionen, das wird alles mit der Zeit vergehen. Es ist halt Corona geschuldet!“
    Der Omicron-Infektion, die zwischen dem 6. und 14. Dezember 2022, bei mir ein leichtes Hüsteln und etwas Naselaufen produzierte, und die ohne PCR-Test garnicht festgestellt worden wäre!
    Heilge Einfalt! Und die glauben wirklich damit durch zu kommen?

    1. Lieber Herr Zorn,

      vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich zu einhundert Prozent teile. Was die Frage anbetrifft, ob die glauben damit durch zu kommen, bin ich jedoch skeptisch. Den Grund nennen Sie gleich zu Beginn Ihrer Ausführungen: Es will Niemand mehr etwas davon hören, schon gar nicht die Täter und Mitläufer und das ist bekanntlich ja die Mehrheit. Ich hatte gestern ein sehr intensives Gespräch mit meinem besten Freund, den ich als “zweifelnden Mitläufer” einstufen würde. Er hat sich zwar impfen lassen, meine Argumente und mein Entsetzen über die politischen und medialen Unsäglichkeiten der letzten beiden Jahre aber immer verstanden. Für ihn und für seine geimpften Freunde und Bekannten ist das Thema “Corona” erledigt. Punkt. Er sieht die Impfung im Nachhinein als Fehler und er sieht die massiven Nebenwirkungen in seinem Umfeld – und damit ist es für ihn erledigt. Es gibt jetzt andere Probleme auf der Welt … – Irgendwann wird es unaufgeregte kleine Artikel im Hintergrund geben, die nüchterne Zahlen über Tote und Geschädigte mitteilen und die bestenfalls achselzuckend zur Kenntnis genommen werden. Und das war’s dann.

  6. Die Gleichschaltung aller wesentlichen Institutionen im Fall von Corona, zur Desinformation der Mitbürger ist schon erstaunlich. Was mich besonders nachdenklich macht ist die Tatsache, dass so viele Mitbürger diesen Irrsinn glauben und sich ins Verderben reißen lassen.
    Heute kann ich nachvollziehen wie 1933 passieren konnte. Mein Fazit ist, dass es erschreckend ist das so viele Menschen die Wahrheit nicht sehen wollen oder es nicht verstehen. Und das im Deutschland 2023. Die Welt ist verrückt geworden und es wird kein gutes Ende nehmen.

    1. Erstaunlich ist die Gleichschaltung nur, so lange man nicht weiß, dass das Vorgehen geprobt wurde; zuletzt im Oktober 2019.

      Unter der Bezeichnung “severe epidemic enterovirus respiratory syndrome 2025”, kurz: “SEERS-25” ist schon das nächste “Event” geplant. Es kursiert ein mehr oder weniger gleichlaufender Text in einigen obskuren, vor allem englischsprachigen Medien und man darf gespannt sein, wann die Verschwörungstheorie zur Wahrheit und/oder von den Faktenscheckern zurechtgebogen wird. Für nähere Informationen sollte die Abkürzung “SEERS-25” ausreichen, um im Netz fündig zu werden.

      Ihren sonstigen Ausführungen stimme ich zu, allerdings erschreckt mich das Verhalten eines Großteil der Bevölkerung nicht mehr. Vor eigen Tagen fand eine Pressekonferenz der Anwälte von Michael Ballweg nach einem Haftprüfungstermin statt. Unabhängig vom eigentlichen Thema schilderte RA Ralf Ludwig an einem Beispiel, wie das Rechtssystem funktioniert. Ausgehend von der Information, dass M. Ballweg keine Absprachen mit der Staatsanwaltschaft treffen wird, berichtet er von einer anderen Mandantin, die das sehr wohl tat, bei der eine illegale Hausdurchsuchung stattgefunden hatte. Ab Minute 38:55 https://youtu.be/_NhFfDN2qe4

  7. Wahrheit muss man wollen, der Begriff Wahrheitsfindung sagt es unmissverständlich. Alle, die mitgemacht haben, stehen jetzt vor diesem katastrophalen Ausgang, sélbst die, die geschwiegen und wider besseres Wissen mitgemacht haben, haben eine Verantwortung, die sie nie haben wollten. Ich höre immer wieder von Erkenntnisverweigerung, viele wollen nichts mehr „davon“ hören, setzen sich wie kleine Kinder hin und halten sich buchstäblich Augen und Ohren zu. Die Opferzahlen weltweit liegen ähnlich hoch wie z.Zt. der Kulturrevolution in China. Die Zahl selbst ist so ungeheuerlich, dass ich sie nicht nennen möchte. Damals Ende der Sechziger liefen bei uns in der ganz linken Szene Leute wie Ministerpräsident Kretschmann mit Mao Bibeln(!) umher, folgerichtig gibt es dort, in Baden Württemberg, die zackigsten Richter und Staatsanwälte, die ein Rechtsverständnis der Herrschenden exekutieren, dass man wieder zurückdenkt an an die goldenen Zeiten in China. Vielleicht ist das damalige Ausblenden der Opfer der Kulturrevolution ein Zeichen einer absolut skrupellosen Realitätsverweigerung, die heute bei vielen Akteuren wieder zutage tritt, wer weiss? Ich treffe immer mehr Menschen, die beginnen nachzufragen, warum rund um sie zu ehemals kerngesunde Menschen sterben oder schwer erkranken. Die immer klamme Rentenversicherung meldet Überschüsse, weil sie nicht mehr soviel Rentner vorfindet. All das wirft Fragen auf. Wenn dann alle irgendwann verstanden haben, woher die vielen Krebsfälle auf einmal kommen und gleichzeitig das Gesundheitssystem unter dem Andrang zusammenbricht, wird der Groschen, wo er denn darf, wohl fallen. Der gerade stattfindende Zusammenbruch des National Health Service in Großbritannien kostet angeblich 500 Menschen am Tag das Leben, das sind überschlägig 180.000 Tote im Jahr. Hoffen wir mal, dass trotz weiterer Klink Schließungen in Deutschland in der schlimmsten Pandemie aller Zeiten uns solche Schreckensszenarien erspart bleiben. Sicher ist das allerdings nicht.

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„Kontroversen sind kein lästiges Übel, sondern notwendige Voraussetzung für das Gelingen von Demokratie." Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck a.D., vor nur 5 Jahren in seiner Rede zum Tag des Grundgesetzes.