Über rote und weiße Linien

von Peter Löcke //

Erinnern Sie sich an den Fall Christoph Daum? Der stand als Fußballtrainer nicht nur beruflich an einer weißen Linie. Der stand auch privat auf weiße Linien. Um Haaresbreite hätte Daum das für viele Menschen zweitwichtigste Amt Deutschlands übernommen. Um Haareslänge wurde er dann doch nicht Bundestrainer, weil die freiwillig abgegebene Haarprobe positiv auf Kokain getestet wurde. Amüsant war der anschließende Ratschlag von Lothar Matthäus an Daum: „Wichtig ist, dass er jetzt eine klare Linie in sein Leben bringt.“ Da wurde mir eines klar. Vorsicht bei Metaphern. Sprachbilder sagen viel über den Menschen, der sie verwendet, aus. Im Falle von Lothar Matthäus war es zum wiederholten Male ein verbales Eigentor, ein unfreiwilliges Bonmot, das Fremdscham und Gelächter auslöste.

Das wichtigste Amt Deutschlands hat nun jemand inne, für den es laut eigener Aussage keine roten Linien mehr gibt. Keine Tabus mehr. Dumm ist der neue Bundeskanzler sicher nicht. In welcher sprachlichen Bilderwelt bewegt sich Olaf Scholz? Ich tauche ein in die Rhetorik des Merkel-Nachfolgers. Als Merkels Finanzminister versprach Scholz Hilfen in Milliardenhöhe für die Wirtschaft. Üblicherweise wird in solchen Fällen die Standardmetapher des Rettungsschirms bemüht. Nicht hier, nicht von Scholz. Der meinte „Wir legen gleich (…) alle Waffen auf den Tisch. (…) Das ist die Bazooka, mit der wir das Notwendige jetzt tun.“ Vorsicht bei Metaphern. Die sagen viel über einen Menschen aus. Hat die Panzerfaust von Scholz wenigstens etwas bewirkt? Der Chef des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, war nicht dieser Meinung. „Der klassische Mittelstand, also Unternehmen zwischen elf bis 249 Beschäftigten, bleibt weitgehend außen vor.“ So Ohoven. Außerdem nannte Ohoven einen möglichen zweiten Lockdown im November 2020 einen „Todesstoß für weite Teile der Wirtschaft“ und wollte bis vors Bundesverfassungsgericht ziehen, um diesen zu verhindern. Bildlich gesprochen: Ohoven sah in einem zweiten Lockdown die Bazooka für die Wirtschaft. Die vermeintlichen Helfer Merkel und Scholz betrachtete er als Zerstörer der Wirtschaft.

Doch zurück in die Metaphernwelt des neuen Bundeskanzler. Um Unentschlossene zum Impfen zu bewegen, bezeichnete er 50 Millionen bereits geimpfte Menschen als „Versuchskaninchen“, bei denen alles gut gegangen sei. Was sagt diese Metapher über Olaf Scholz aus? Was sagt es über einen Menschen aus, wenn er 50 Millionen Menschen Versuchskaninchen nennt? Am wohlsten fühlt sich ein Olaf Scholz weiterhin in der Bilderwelt der Waffen. Und da muss es schon etwas mehr sein als die eher possierliche Lauterbachsche Räuberpistole. Bei einer solchen denke ich an Detektivgeschichten und Räuber Hotzenplotz. Im ZDF-Interview mit Marietta Slomka am 24. November verwies der damals designierte Bundeskanzler auf ein „großes Waffenarsenal“, das man nun auch nutzen und nicht nur zeigen wolle. Und Scholz sprach von einem Regime, einem „Regime, das jetzt gesetzlich neu scharf gestellt worden ist“. Kein Kommentar.

Freudsche Versprecher oder eine nervöse Mimik und Gestik mehren sich zurzeit selbst bei abgebrühten Politikern und Medienprofis. Das eigene Unterbewusstsein lässt sich halt auf Dauer nicht austricksen. Auf Dauer kann ich nicht A denken und B sagen. Bei Metaphern ist es komplexer. Die können bewusst eingesetzt werden. Bei freier Rede werden sie auch mal unbewusst verwendet. Das wäre jedoch in beiden Fällen bei Olaf Scholz alarmierend.  Eigentlich mag ich Metaphern. Ich halte Olaf Scholz für einen Pharisäer, für einen Januskopf. Für Freunde von Karl May: Ein Januskopf ist jemand, der mit gespaltener Zunge spricht. Jemand, der von Demokratie redet und undemokratisch handelt. Ein Mensch, der von Einheit spricht und dabei spaltet. Jemand, der Ängste schürt, dies aber mit Kreide im Mund macht. Jemand, der sich auch „Kanzler der Ungeimpften“ nennt und diese gleichzeitig bedroht.

In Demokratien gibt es immer rote Linien, die nicht zu überschreiten sind. Immer. Diese roten Linien  sollen den Bürger vor dem Staat und nicht den Staat vor dem Bürger schützen. Wenn ein Staat sich enthemmt, wird er hemmungslos. Wer sich für alles offen zeigt, kann nicht ganz dicht sein. Die dickste und fetteste rote Linie heißt Grundgesetz. Dieses Gesetz wurde 1949 installiert, damit sich nie  wieder ein „Gesetz zur Behebung der Not“ wiederholt. So hieß das Ermächtigungsgesetz von 1933. Als diese rote Linie 1933 fiel, fielen auch alle anderen roten Linien. Ein einziger, prominenter SPD-Politiker hat sich daran erinnert. Der hieß Thomas Oppermann. Wie Mario Ohoven warnte Oppermann im Oktober 2020 laut vor dem eingeschlagenen Weg von Merkel und seiner eigenen Partei und hatte verfassungsrechtliche Bedenken. Ohoven und Oppermann starben kurz danach unter mysteriösen Umständen. Einer brach vollkommen überraschend tödlich vor einem Fernsehauftritt zusammen, der andere fuhr mittags auf leerer Autobahn aus ungeklärter Ursache in die Mittelleitplanke. Verschwörungstheorie? Nein. Überprüfbare, nüchterne Fakten. Die Letalitätsrate von Kritikern, die auch mit größter Phantasie nicht in eine Diffamierungsschublade gepasst hätten, ist erstaunlich hoch, denn Oppermann und Ohoven waren nicht die einzigen. Trotzdem bin ich mir bewusst, dass ich hier Ungeheuerliches andeute. Was ich andeute, gilt allerdings nur für Staaten, in denen es keine roten Linien mehr gibt. Das sehe ich ein.

Im März 2020 war die Not erneut sehr groß. Also brauchte es erneut ein Gesetz, um die Not zu beheben. Alternativlos. Nur für kurze Zeit. Wirklich. Seit März 2020 ist eine rote Linie nach der anderen weggebrochen. Was wäre gewesen, wenn man aus der Geschichte gelernt und verstanden hätte, dass die im Grundgesetz verankerten Grundrechte nicht auch, sondern vor allem in der Not wichtig sind? Ich zitiere ein Bonmot von Lothar Matthäus: „Wäre, wäre, Fahrradkette.“

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.

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28 Antworten

  1. Nachdem ich in den vergangenen beiden Jahren, das geflügelte Wort ‚Ich brauche neue Verschwörungstheorien, meine alten sind alle wahr geworden‘, ziemlich überstrapaziert hatte, bin ich zu dem Spruch gewechselt: ‚Bitte keine Verschwörungstheorien mehr verbreiten, die Regierung verwendet diese als Gesetzesvorlagen‘.

    Wir beobachten seit 2 Jahren in immer noch steigerungsfähigen Zuständen der Fassungslosigkeit, wie sich vor unser aller Augen und von höchstem richterlichen Amt abgesegnet, unsere eigentlich unveräußerlichen Grundrechte langsam in Luft auflösen.

    In Deutschland und in Österreich wird dabei zwar traditionell gründlich vorgegangen, dennoch sehen wir ja gleichzeitig in vielen Ländern weltweit das Abspulen des mehr oder weniger gleichen Programms (ich befinde mich momentan in Spanien, wo die Regierung gerade wieder die Maskenpflicht im Freien angeordnet hat). Und spätestens wenn jetzt in Schweden wider jeglicher Not mit aller Macht trotzdem der Gesundheits-Pass durchgesetzt werden soll (am besten kombiniert mit dem Chip unter der Haut, mit dem bereits kontaktlos bezahlt wird), müssen wir nach den Zusammenhängen suchen.

    Auch viele kritische Geister geben sich mit der Ansicht zufrieden: Wieso an Verschwörung glauben, wenn Dummheit als Antwort ausreicht. Ich bin mir da nicht so sicher.
    Wer frei von geschürter Panik einen einigermaßen klaren Blick auf die Geschehnisse werfen kann, dem fallen Muster auf. Dazu gehört zum Beispiel das rechtzeitige Einsetzen von zur Loyalität verpflichteten Figuren in wichtige Ämter (wie von der Leyen, Harbarth, Buyx …). Das sind aber auch wiederum nur ein paar Puzzle-Teile, von ansonsten unfassbar vielen unsichtbaren Rädchen, die sich seit vielen Jahren in den sog. Elite-Zirkeln drehen (Hinweis auf den Artikel hier ‚Exklusiv. Das Netzwerk-Dokument‘).

    Wer sich schon einmal näher mit dem Themen-Komplex 9/11 befasst hat, dem eröffnen sich verstörende Wahrheiten (sehr empfehlenswertes Video dazu hier ‚9/11 aus der Sicht der Physik‘). Daran sollten wir erkennen, dass der Betrug nur groß genug sein muss, um als ‚Wahrheit‘ durchzugehen. Die Macht, die dahinter steht, kann jegliche Kritik in die Verschwörungs-Ecke stellen, sie kann diejenigen, die sie aussprechen diffamieren, ausgrenzen und mundtot machen oder ihnen gar schlimmeres antun, ohne selbst dafür ein Wort erheben zu müssen geschweige denn, dafür belangt werden zu können. Wir sollten mit der Wahrheitsfindung über den Corona-Komplex nicht so lange warten. Der Unterschied zu den Ereignissen vor 20 Jahren ist, dass sich heute auch die kritischen Geister gut vernetzen und sich gegenseitig stärken, informieren und motivieren können. In meiner Wahrnehmung ist der Stein ins Rollen geraten. Wenn wir ihn weiter beschleunigen können, sollten wir alles dafür tun.

    Im Sinne der Meinungsvielfalt möchte ich auf einen Beitrag vom 27.12. von einem katholischem Geistlichen hinweisen. Er beginnt zwar gleich mit einem Hammer-Satz, der viele abschrecken könnte, da aber noch viele interessante Aussagen folgen, die gut belegt sind, empfehle ich dennoch weiter zu lesen. Allein die Quellenhinweise sind eine Fundgrube für eigene Recherchen: https://communioveritatis.de/gegen-die-verderbliche-impf-diktatur .

    1. Liebe Verena, lieber Herr Löcke,

      wer sich anhört, was die Ex-Familienministerin zu sagen hat, kann erahnen, wie tief das intellektuelle Niveau der aktuell politisch Agierenden gefallen ist. Aber nicht nur das Niveau von Politik und Journalismus ist ins Bodenlose gefallen, auch die Menschen lassen sich von diesen totalitären Gedankengängen einiger über alle Stränge schlagenden Wissenschaftler und Tierärzte wieder einmal allzu schnell beeindrucken. Politik und Gesellschaft scheinen nicht zu begreifen bzw. nicht begreifen zu wollen, dass man unter dem Mikroskop der Virologen weder Suizide von Selbständigen (wir haben in unserem Bekanntenkreis auch so einen traurigen Fall) noch bildungspolitisch benachteiligte, vielleicht für ihr weiteres Leben sozial geschädigte Kinder und Jugendliche sieht. Auch die sonstigen schwerwiegenden politischen sowie sozialen Folgen der totalitären No-Covid-Philosophie (O-Ton der CDU-Politikerin Christina Schröder) für unsere Gesellschaft kann man aus dem eingeschränkten Blickfeld der Regierungs-Virologen wohl nicht einmal erahnen. Wenn Drosten sich bereits vor Corona rühmte, kein Getränk in einem Restaurant aus dem Glas zu trinken (https://www.aargauerzeitung.ch/leben/christian-drosten-ist-merkels-virus-aufklarer-warum-sein-wort-gewicht-hat-ld.1210164), dann sollte jede(r) sich fragen, wie lebenstauglich sowie als Vorbild tauglich solche Wissenschaftler sind (s. auch: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/coronavirus-in-kneipen-und-restaurants-eine-ansteckung-durch-trinkglaeser-ist-hoechst-unwahrscheinlich). Im Gegensatz zu Bhakdi, Kekulé, Streeck & Co scheinen Drosten und Wieler nicht verstanden zu haben bzw. nicht verstehen zu wollen, dass der Widerstreit von Immunsystem und Bakterien/Viren bzw. Leben/Tod seit Urzeiten äußerst erfolgreich das Leben auf der Erde bestimmt und wohl auch in Zukunft bestimmen wird. Ohne Bakterien, Viren und letztlich auch den Tod gibt es kein (neues) Leben auf der Erde. Der Tod siegt immer dann besonders schnell, wenn das Immunsystem am Boden ist, wozu letztlich auch die No-Covid-Strategie massiv beiträgt: https://www.rnd.de/gesundheit/mehr-atemwegsinfektionen-bei-kindern-immunsystem-durch-corona-massnahmen-geschwaecht-DDVUHXTTUVA6TPAPREHYZ6SAV4.html

      Das Immunsystem durch eine nicht endende Serie von Impfungen ersetzten zu wollen, ist schon deshalb komplett unrealistisch bzw. irrsinnig, weil kein verantwortlich agierendes Pharmaunternehmen Impfungen in kurzer Zeit entwickeln sowie an weite Teile der Bevölkerung verimpfen kann und deshalb durch Impfen niemals die Geschwindigkeit des Immunsystems erreicht wird, auf neue Erreger und Mutationen bekannter Erreger reagieren zu können. Wenn die Menschheit nicht auf der ganzen Linie scheitern will, weil sie für sich beansprucht, die Naturgesetze außer Kraft setzen zu können (und so parallel auch dem Rest der Schöpfung die Luft zum Atmen nimmt), muss die Menschheit, aber auch die Politik ihre eigene Bedeutung relativieren. Nichts anderes fordert Art. 1 des Grundgesetzes. Dort steht ganz bewusst nicht, dass die Verhinderung des Sterbens die oberste Priorität genießt. Denn wer die Verhinderung des Todes als oberste Priorität definiert, verhindert zwangsweise ein freies und selbstbestimmtes Leben. Wohin eine falsche Priorisierung führt, hat nicht nur die Zeit von 1933 bis 45 überdeutlich vor Augen geführt, das zeigt auch die Pervertierung des ehemals vernünftigen Boris Palmer, der Haft für Ungeimpfte fordert, sollten sie sich einer Impfung widersetzen: https://www.welt.de/politik/deutschland/article235810706/Boris-Palmer-will-Beugehaft-fuer-Impfverweigerer.html

      Nach allem was die Menschheit in ihrer kurzen Geschichte alles angerichtet hat, sollte klar sein,, dass der Mensch und schon gar nicht wir Deutschen die Krönung der Schöpfung darstellen. Wir sind bestenfalls Teil der Schöpfung und wohl nicht deren rühmlichster Teil, wenn man sich das Verhalten der Menschheit und ihr Umgang miteinander im Detail anschaut. Wir sollten den Protest der Schwertwale (Orcas) ernst nehmen, wenn sie Yachten angreifen, möglicherweise um gegen die Zerstörung ihrer natürlichen Umwelt durch eine keine roten Linien akzeptierende Menschheit zu protestieren: https://www.delphinschutz.org/news-delfine/orca-angriffe-auf-segelboote/. Das ist ihre einzige Möglichkeit ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Schließlich können sie an keiner Parlamentssitzung teilnehmen.

      Viele Grüße
      Roland Aßmann

  2. Ich habe gerade einmal die Bedingungen für eine Teilnahme am Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2022 im großen Musikvereinssaal Wien gelesen. Der Saal fasst 2.000 Gäste, davon werden 50% belegt. Es gilt die 2G-plus Regel, d.h., es kommen nur Geimpfte und Genesene rein plus aktuellem PCR-Test. Zusätzlich ist während der gesamten Veranstaltung eine FFP-2 Maske verpflichtend. Kann mir bitte jemand erklären, welchen medizinischen Nutzen diese Gesamtheit der Maßnahmen bei der tatsächlich gegebenen Situation hat?

    Grüße zum Jahreswechsel.

    1. Ist doch längst klar, worum es geht. Ganz sicher nicht um Gesundheitsschutz oder „medizinischen Nutzen“. Mit solchen banalen Details halten sich Weltenretter nicht auf.

      Am Ende der Corona-Panikdemie-Kampagne sind die Menschen so klein gemacht, ihre Ansprüche an das Leben so marginalisiert, dass sie der Regierung bereitwillig bis in die feinsten Verästelungen der sog. Öko- und Klimaschutzpolitik folgen werden. Dass diese Politik in Wirklichkeit nichts anderes als der lange ersehnte Traum des sozialistischen Einheitsmenschen darstellt, der allen Einschränkungen und Verordnungen gehorsam Folge leistet, muss man da wohl kaum noch erwähnen. Nicht ohne Grund kommen die Rettung der Welt mit totalitärem Touch, die weltweit härtesten Corona-Maßnahmen in den grün regierten Ländern Deutschland bzw. Österreich, die Verabschiedung der deutschen Bundeskanzlerin mit roten Rosen, seit 1880 das Symbol für den Sieg des Sozialismus und damit des Sieges der Weltrevolution, sowie der Ausspruch der SPS-Chefin und Hardcore-Sozialistin Esken von den Covidioten zusammen. Wie Christina Schröder richtig konstatiert, die handelnden Personen folgen einer (offensichtlichen) Agenda: s. https://youtu.be/2YaxLkFIgj4. Viele wollen diese Agenda nur nicht sehen, auch wenn man sie schwarz auf weiß nachlesen:
      https://www.amazon.de/dp/2940631190?tag=edf5xm-21&linkCode=ogi&th=1&psc=1&log=V1ZDE00116408749140657R125988 oder schneller, einfacher sowie günstiger auch ansehen kann: https://www.youtube.com/watch?v=tQ4M3oZlS1E

  3. Ungheuerliches anzudeuten muss erlaubt sein, seine Meinung zu äußern auch. Wie ist es mit Politikern, die in Metaphern sprechen oder ihre Meinung durch die vielen freudschen Versprecher durchblicken zu lassen (Fr. Baerbock)? Da bekomme ich wirklich Bedenken ob ihrer Eintellung zu den Menschen, denen sie dienen sollen.
    Es wäre schön, wenn noch viel mehr Menschen Rhetorik erkennen würden, sie bis in ihr Herz und Hirn dringen würde und den Verstand wach werden lässt.

  4. Die politische Klasse innerhalb der Seucheneinheitspartei Deutschlands, SED, wird aufgrund exponentiell anwachsender Proteste auf der Straße zunehmend nervöser. Mit der Volksabstimmung in der Schweiz ist klar, dass mindestens ein Drittel der Wahlberechtigten mit der bisherigen Coronapolitik nicht einverstanden war. Der Wahlbetrug, den die SED mit dem Impfzwang gerade begeht, wird die Zustimmung zu ihrer Agenda weiter massiv reduzieren. Sollte die geplante Massenvergewaltigung der Ungeimpften tatsächlich stattfinden, wird von einer demokratischen und rechtsstaatlichen Legitimierung des Machtanspruches der SED nur wenig übrig bleiben.
    Ein guter Bekannter hat mir von einem Vortrag von Scholz vor der deutschen Bankierselite erzählt, bei dem er selbst persönlich anwesend war. Scholz hat sich der Finanzelite quasi angedient, so war sein Eindruck. Das paßt natürlich auch zu seinem Steuergeschenk an die Warburg Bank als Regierender Bürgermeister von Hamburg. Führende Kreise aus der SPD und auch des DGB sind längst Diener des Kapitals, wie man immer wieder sieht.
    Die roten Linien unseres Grundgesetzes sind natürlich das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Wir sollten der Realität ins Auge schauen und anerkennen, dass die SED natürlich auch die ganze Richterschaft wählt. Wenn dann wider Erwarten unpassende Urteile gesprochen werden, werden einfach neue Senate geschaffen, um diese Rechtssprechung zu unterbinden (OVG Lüneburg). Die SED hat in den öffentlich rechtlichen Medienanstalten, wie nicht anders zu erwarten ist, ähnliche Vorkehrungen getroffen und nicht zuletzt die Printmedien mit öffentlichen Geldern unterstützt. Die SED ist auch bei der Besetzung des Ethikrates zielgerichtet vorgegangen. Die Vorsitzende ist bei der NGO WHO, die maßgeblich von der Pharmeindustrie dominiert wird, beschäftigt. Ähnliches gilt natürlich für die Europäische Arzneimittelbehörde und für die Ständige Impfkommision STIKO.
    Mit der Andeutung möglicher politischer Morde an Personen, die sich gegen die politische Agenda gestellt haben, betreten wir für viele von uns Neuland. Allerdings wurde vor vielen Jahren in einem Artikel in Der Zeit bezweifelt, dass Herrhausen und Rohwedder von linksradikalen Terroristen ermordet wurden. Die Tathergänge ließen eine Durchführung durch Amateure unwahrscheinlich erscheinen, so damals Die Zeit. Schmidt war Herausgeber, mit Di Lorenzo wäre uns so etwas wohl erspart geblieben.
    Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass vieles nicht neu ist, von dem was uns an Ungeheuerlichem gerade begegnet. Neu ist die offene weitgehende Freiheitsberaubung, die stattfindet. Es geht jetzt, überspitzt gesagt, nicht mehr um einfachen Diebstahl, sondern um Mord und Vergewaltigung an unzähligen Opfern.
    Ebenso ist klar, dass Demokratie nicht verboten ist und das Grundgesetz gilt. Nicht erlaubt ist die Unterdrückung der innerparteilichen Demokratie, Korruption, Rechtsbeugung und einige andere Sachen.

    1. Sehr geehrter Herr Dr. Wessel,

      wenn es um Herrhausen geht, muss ich mich einklinken, denn ich war damals persönlich dabei. Der Journalist Dieter Balkhausen, mit Herrhausen befreundet, schrieb seinerzeit ein Buch über ihn. Darin kann man gut lesen, dass relativ kurz vor dem Attentat die Luft für Herrhausen in den USA schon „bleihaltig“ wurde, nachdem er als erster Top-Bankier nach einem Gespräch mit dem damaligen Mexikanischen Staatspräsidenten einen Schuldenerlass für die „3. Welt“ ins Gespräch gebracht hatte. An eine RAF-Täterschaft beim Attentat in Bad Homburg glaube ich persönlich nicht, jedenfalls nicht als Alleintäter. Vielleicht als „Subunternehmer“…

      1. Sehr geehrter Herr Linsner,
        Sie meinen mit dabei, Sie waren zum Tatzeitpunkt am Tatort? Ist es wahr, dass Herrhausen noch gelebt hat und es eine Anweisung für die Rettungskräfte gab, wegen der Lebensgefahr für die Retter, ihn nicht aus dem Wrack des Mercedes herausholen zu dürfen? So stand es in Der Zeit, wenn ich mich recht erinnere.
        Rohwedder hatte, gelinde gesagt, für Verwunderung bei US amerikanischen Investoren gesorgt, indem er als Chef der Treuhand einen Verkauf von Betrieben und anderen Liegenschaften an diese ausgeschlossen hatte.
        Die spätere Vorgehensweise der Treuhand wurde schon von einigen Autoren gewürdigt, u.a. von Ulrich Wickert in einem eher durchschnittlichen Roman, Roman vielleicht deswegen, weil seine Beweise nicht ausreichten für eine Reportage.
        So hatte Kohl eine wenig beachtete Zusammenarbeit mit Mitterand beim „Verkauf“ von Minol, wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, ging es dort um Milliarden. Aber das kann ja jeder mal überprüfen, dann versteht man auch besser, was jetzt gerade passiert.
        Mit freundlichen Grüßen H.W..

        1. Sehr geehrter Herr Dr. Wessel,

          in den Minuten des Ereignisses selbst war ich nicht vor Ort, es hatten zwei andere Teams die unmittelbare Begleitung als Voraus- und Folgefahrzeug zum Auftrag. Über die Rettungskräfte kann ich nichts sagen, nur soviel, als dass sich auch die Personenschützer nicht rantrauten, da man wohl befürchtete, aus einem Hinterhalt noch unter Feuer genommen zu werden. Es gab später aber viel Kritik, das stimmt, wegen nicht durchgeführter, erster Rettungsversuche. Ob sie hätten erfolgreich sein können, sei dahingestellt. Der Chauffeur überlebte schwerverletzt und war für den Rest seines Lebens psychisch gezeichnet. Er war wohl der Einzige, der dem, ja, noch kurz lebenden Chef helfen wollte, konnte es aber natürlich nicht.

          Liebe Grüße, M.Linsner

  5. Es gibt uns Hoffnung, immer wieder Hoffnung, dass Menschen wie Sie, lieber Herr Löcke, und der «Club der wahren Worte», aufstehen und den Mut haben, das auszusprechen, was viele sich kaum noch trauen. Wir leben in einer herausfordernden Zeit und es braucht umso mehr Menschen, wie Sie und uns alle, die bereit sind Widerstand zu leisten, in dem sie die Wahrheit aussprechen und unsere Werte verteidigen. Dabei muss ich an ein Zitat von Ludwig Thoma denken, der gesagt hat. „Es gibt Berge, über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter.“ In dem wir alle die Wahrheit verteidigen, gibt es weiterhin Hoffnung. Denn jede Lüge endet dort, wo Menschen aufstehen und die Wahrheit sagen…

  6. …wieder ein Kommentar, der so vortrefflich ist, dass dem nichts hinzuzufügen ist. Die Kommentare der Leser sind ebenfalls lesenswert und entsprechen auch meinen Gedanken, sodass ich mich hierzu ganz einfach nur bedanken möchte, dass es in diesem unseren Lande noch Menschen gibt die bei klarem Verstande sind.

  7. Dazu passt und fehlt in der Aufzählung von Scholz’ Kriegs-Rethorik auch ein Zitat von 2002, welches mich bereits damals schockiert hat und das in der Welt am Sonntag wiedergegeben kommentiert wurde:

    WELT AM SONNTAG
    Lufthoheit über Kinderbetten
    Veröffentlicht am 10.11.2002 Lesedauer: 6 Minuten
    Von Günter Lachmann

    „…., Ganztagsbetreuung ist das Zauberwort. Für jedes fünfte Kind unter drei Jahren soll ein Krippenplatz her. Rund 100.000 neue Ganztagsschulen will Rot-Grün schaffen. Bei so hohem Tempo schwirren manchem in der SPD die Sinne. „Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern“, frohlockt etwa SPD-Generalsekretär Olaf Scholz im Geschwindigkeitsrausch. Und im Rückspiegel verblasst das auf der Ehe basierende Lebensideal der Mutter-Vater-Kind-Beziehung.“

    1. Sehr geehrter Herr Dausend,
      an Zitaten und Taten von Regierenden finden sich seit Jahrzehnten unzählige, doch sind es wir, die Menschen, die über die Art des miteinander Zusammenlebens entscheiden.
      Entscheiden sich viele Menschen für eine Fremdbetreuung ihrer Kinder unter 6/7 Jahren, haben sie eine freie Entscheidung getroffen. Wer das nicht möchte, kann sein Leben so ausrichten, dass es finanziell entweder möglich ist (Prioritätensetzung, eigene Werteskala, Opferberitschaft, etc.), mit einem Gehalt auszukommen oder sich mit Familienangehörigen oder Freunden, frei und selbstbestimmt bzg. der Kinderbetreuung zu organsieren.
      Nimmt die Nachfrage nach staatlichen Fremdbetreuungseinrichtungen ab, haben diese sich sehr bald erledigt.
      Ebenso werden die Menschen nicht gezwungen, in Ausübung ihrer gewählten Berufe, friedlichen Mitmenschen physischen Schaden zuzufügen. Wer es dennoch tut, hat sich frei dafür entschieden und einen Berufswechsel oder Arbeitgeberwechsel als Lösung nicht in Betracht gezogen.
      Nimmt die Anzahl aggressiver Befehlsausführer ab, haben sich aggressive Anordnungen sehr bald erledigt.
      Nicht das Wissen darüber, welcher Politiker was wann gesagt und angeordnet hat ist entscheidend, sondern wie jeder einzelne Mensch von uns sich im Umgang mit seinen Mitmenschen und insbesondere allen ihm anvertrauten Personen verhält. Gleich, ob im privaten Umfeld, Alltag oder Berufsleben.
      Es sind immer Individuen die handeln und nur der Einsatz des eigenen physischen Körpers ist in der Lage, Mitmenschen physischen Schaden zufügen oder nicht. Diese Entscheidung kann niemand einem Menschen abnehmen und die getroffene Entscheidung und ausgeführte Handlung kann auch niemand auf andere Menschen abwälzen.
      Ich hoffe von ganzem Herzen, dass mehr Menschen anfangen, nicht über Handlungen ihrer Mitmenschen nachzudenken, sondern über ihr eigenes Handeln angestrengt nachdenken und es zunehmend mehr Menschen gibt, die Zwang und Gewalt gegen Mitmenschen ablehnen und sich auch solchen Anweisungen widersetzen.
      Herzliche Grüße
      G. Schmidt

      1. Liebe Gudrun Schmidt, ein freundliches Drücken von mir, ich bin da ganz bei Ihnen. „Der die das sagt ich will, darum ich muss“ ist eine Geisteshaltung, die den Menschen in totaler Abhängigkeit von Willfährigen hält.

  8. Hallo Herr Löcke, besser kann man es nicht vergleichen! Herr Scholz ist sich wahrscheinlich nicht darüber im Klaren, dass in vielen Bevölkerungsschichten auch eine rote Linie überschritten ist! Mich stört es enorm das die vielen klar denkenden Menschen immer in die rechte Ecke geschoben werden nach ihren Montagsspaziergängen. Man muss sich das mal im kleinen reinziehen. Ich habe eine 84 jährige Mutter die arg am kränkeln ist und für deren Versorgung ich als Ungeimpfte mit verantwortlich bin. Es geht schon los bei so kleinen Dingen, neulich sagte meine Mutter mir, wenn Du mal wieder einkaufen gehst, dann bringe mir doch bitte einen neuen Plastikeimer mit. Ich drehte mich um und meinte Mutter wo soll ich den denn kaufen als Umgeimpfte? Ich darf doch nur noch in den Supermarkt, in die Apotheke und bestenfalls in die Drogerie. Und wenn da mal grad kein Sonderangebot vorhanden ist, tja dann gibt es keinen neuen Plastikeimer! Was mich aber noch mehr beunruhigt, bzw. leid tut, dass sind die Schwangeren in diesem Land, deren Kinder in eine ungewisse Zukunft geboren werden. Die Realität ist doch folgende: Selbst mit einem Impfabo habe ich auf lange Sicht nichts gekonnt. Warum sagt man einfach nicht was Phase ist und was man plant? Statt dessen redet man von Versuchskaninchen und von roten Linien. Aber ich stelle auch immer wieder fest mit Leuten denen die Tragweite all dieser Aktionen nicht bewusst ist braucht man auch nicht reden. Vater Staat wirds schon richten wie immer. Um in einer Schafherde mit zu laufen muss man eben Schaf sein!
    Beste Grüße von platten Lande
    Corina Bock

  9. Der Blick auf Handlungen von Personen, gleich welchen, bringt die Menschen nicht weiter. Das mag für manche Menschen recht unterhaltsam sein, doch ist es meiner bescheidenen Meinung nach völlig sinnfrei. In einer freien und rechtssicheren Gesellschaft (Privatrechtsgesellschaft = alle Menschen sind vor demselben Recht gleich!), hätte jeder Mensch das Recht und die Möglichkeit, sich zum Einen gegen einen Aggressor selbst zu verteidigen und zum Anderen bei physischem Schadenseintritt Schadensersatzansprüche gegen den Aggressor persönlich geltend zu machen. Das schafft Verantwortung und Achtsamkeit im Umgang der Menschen miteinander. In einem Staat wie wir ihn kennen, indem der Staat sich das Rechts- und Gewaltmonopol angeeignet hat (erste aggressive Handlung gegen die Menschen), werden das Land und die Menschen automatisch zu einer willkürlich verfügbaren Masse, die vom stetig anwachsenden Staat, seinen Akteuren und Nutznießern immer mehr und immer aggressiver ausgebeutet und unterdrückt werden, was über kurz oder lang immer in einer Befehls- und Lenkungswirtschaft und Totalitarismem endete und auch dieses Mal wieder enden wird, wenn die Menschen nicht für Recht und ethische Gerechtigkeit ein- und aufstehen.
    Es würde bereits völlig ausreichen, wenn die Mehrheit der Menschen es grundsätzlich ablehnen würden, aggressiv auf fremdes Eigentum zuzugreifen, was mit dem Exklusivrecht jedes Menschen an seinem eigenen Körper beginnt und weiter geht über alle, auf nicht aggressivem Wege angeeigneten Güter.
    Eigenverantwortung und Friedfertigkeit wären ein erster Schritt in die richtige Richtung, die keiner Anordnung bedürfen, sondern für jeden anständigen Menschen selbstverständlich und indiskutabel sein sollten.
    Eine nüchterne, sachliche und aufrichtige Analyse zu dem Staat, wie wir ihn kennen, wie er entstanden ist, was seine Definition konkret bedeutet und zwangsläufig für Auswirkungen und Entwicklungen mit sich bringt – wie übrigens zum x-ten Mal der Fall – und was Freiheit, Frieden, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Wohlstand wirklich dauerhaft gewährleisten könnten (freie Marktwirtschaft), würden im zweiten Schritt ebenfalls weiterhelfen. Grundwissen und Verstehen.
    Für alle Freunde der Freiheit, des Friedens, der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung rege ich Diskussionen über freie Marktwirtschaft in einer Privatrechtsgesellschaft an und alle Befürworter einer übergeordneten Institution sollten wenigstens Diskussionen über Dezentralisierung, viele kleine politische Einheiten (Lichtensteins), Sezessionsrecht, eine Zurückdrängung des Staates für den Anfang (Rückstutzung auf einen sog. Nachtwächterstaat) und Politikerhaftung führen, wollen die Menschen nicht noch mehr Zerstörung ihrer Freiheiten, des Friedens und ihres Wohlstandes erleben und erleiden müssen. Die Wahrheit erkennen, die Wahrheit aussprechen, Eigenverantwortung, Friedfertigkeit, persönliche Haftung und den absolute Respekt vor fremdem Eigentum leben und vorleben, sind der Schlüssel. Alles Weitere findet sich in gemeinsamen, respektvollen und offenen Diskussionen, einem freien Wettbewerb der Ideen, von ganz alleine. Wir Menschen halten unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder in unseren Händen.

    1. Liebe Frau Schmidt,
      ich bin ganz Ihrer Meinung.
      Nur so geht es, und JETZT ist der Moment, dass wir uns endlich alle in diese Richtung bewegen. Aber meines Erachtens muss ein Bewusstseinswandel im Menschen stattfinden. Erfahrungsgemäß d a u e r t das jedoch (viel) zu lange. Meine Hoffnung, dass es ausnahmsweise flotter vonstattengeht, bleibt dennoch.
      Vielen Dank und beste Grüße

  10. Ach Herr Löcke – wenn es nicht so traurig wäre…ein Bundeskanzler, der eine Minderheit Ungeimpfter für Tyrannen der Gesellschaft hält – weil medial der Unfug von einer „Pandemie der Ungeimpften“ waberte….Jetzt müssen wir feststellen, daß die Impfungen deutlich weniger als angenommen vor Varianten schützt – (was bei mildem Infekt möglicherweise zu verschmerzen wäre…) – und zu erwarten war.
    Aber drehen wir doch den Spieß mal um: Die Gesellschaft wird tyrannisiert von einer Minderheit der Brötchengeber des Gesundheitssystems, welches nicht ausreichend beschlagen und ausgerüstet wird, eine regional unterschiedliche, auch bisweilen außergewöhnliche Zusatzbelastung zu tragen, das Personal wird (seit Jahren) auf Verschleiß ausgenutzt und schon für eine adäquate, medizinische Grundversorgung müssen Kämpfe mit den Krankenkassen, die mit dem Klammerbeutel gepudert sind, ausgefochten werden. Wir hatten mal ein „bestes Gesundheitssystem“…klar drehen die am Rad, wenn zu den ohnehin hart am Wind kalkulierten Bedingungen zusätzliche Belastungen hinzukommen.
    Während man Impfschäden vor dem allgemeinen Hintergrundrauschen von Erkrankungen analysiert (und deshalb kein erhöhtes Risiko ableitet), passiert genau das mit den Covid-/Corona-Fällen/pos. PCR-Befunden eben nicht. Ich bin so erschrocken darüber, wie ehrliche (und notwendig kontroverse) wissenschaftliche Diskussionen abgebügelt werden, um die medial skizzierte Schieflage, die die meisten glauben, zu erhalten…

  11. Ich möchte einen Gedanken des – hervorragend geschriebenen – Kommentars von Alexander Brucker fortführen :

    …“Sowas geht wohl nur alle 80-100 Jahre, da es keine relevante Anzahl von Zeitzeugen mehr gibt.“ …

    Unser Geschichte-Professor ( übrigens der einzige Sozialdemokrat innerhalb der konservativen Lehrerschaft )
    hatte uns – dankenswerterweise – den Faschismus nicht nur historisch, sondern auch mittels Hör- und Lesebeispielen
    ( „Mein Kampf“, gelesen von Helmut Qualtinger / „Der Herr Karl“ von Helmut Qualtinger / „Der Bockerer“ von Franz Antel )
    derart eindrücklich, und – am Wichtigsten – vor allem „atmosphärisch“ vermittelt,
    daß sich bei mir ein ausgeprägtes „Sensorium“ für faschistoide Tendenzen entwickelt hat.

    Ebendieses „Sensorium“ vermisse ich mit zunehmendem Erstaunen, und gleichzeitig mit Betroffenheit,
    wenn ich die zunehmende Radikalisierung der Sprache, das Aufkeimen eines „Wir sind die Guten-Gefühls“,
    sowie die Zunahme von extremen Gewaltphantasien – nicht nur in den staatlich finanzierten „Leitmedien“,
    sondern vor allem auf social-media – beobachte.

    WENN EINMAL der Vergleich zwischen den Demonstrationen gegen staatliche Willkür und Einheitsmeinung
    mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl bereits als „Verharmlosung des Nationalismus“ bezeichnet,
    und dieses „Framing“ von einem Großteil der Rezipienten goutiert wird,
    DANN ist echt „Feuer am Dach“ ! …

    WENN EINMAL Phantasien über die Ausgrenzung und das „Separieren“ von Ungeimpften in eigenen „Lagern“
    geifernde Trittbrettfahrer*innen findet, die diese Phantasien auch noch bereitwilligst weiterspinnen,
    DANN ist echt „Feuer am Dach“ ! …

    WENN EINMAL Schriftzüge, wie : „Ungeimpfte müssen trauen bleiben“, und „Kauft nicht bei Ungeimpften“
    nicht nur stillschweigend akzeptiert, sondern als „verantwortungsvoller Beitrag im Dienste der Volksgesundheit“
    im Bewusstsein der eigenen „Recht(s)schaffenheit“ begeistert beklatscht werden,
    DANN ist echt „Feuer am Dach“ ! …

  12. „Dumm ist der neue Bundeskanzler sicher nicht.“ Aber natürlich ist er das! Intelligenz und Dummheit schließen sich nicht aus, denn Dummheit ist Kant zufolge der herkömmliche Ausdruck für mangelndes Urteilsvermögen. Und gerade das ist nicht nur die Haupteigenschaft von Scholz sondern von allen diesen Personen, die seit Jahren und Jahrzehnten in ihrer Funktionärsblase existieren und nicht nur den aktuellen Benzinpreis nicht kennen sondern auch sonst nichts mitkriegen von der Realität. Wir leben daher in einer vorrevolutionären Zeit. Solche Zeiten sind gekennzeichnet durch einen Berg von angesammeltem Sprengstoff, der dadurch zur Explosion kommt, dass die Regierenden blind für das Offensichtliche sind, immer noch mehr Zunder zusammentragen und schließlich selbst die Lunte anzünden, die sie hochgehen lässt. Der zunehmende Auflauf auf den Straßen beweist das inzwischen. Die Masse spürt langsam ihre Macht und sie wird sie sich nicht mehr nehmen lassen. Scholz als echter Brandbeschleuniger hat das Dümmste getan, was er tun konnte, indem er einen Neuanfang unterband und im Stil seiner Vorgängerin weitermerkelte, sogar noch einen drauf setzte und die berühmte rote Linie überschritt ohne es sich bewusst zu machen. Der Mann ist nicht mehr zu retten, auch dazu ist er zu dumm. Er kann bestenfalls versuchen, auf der Schaumkrone der Flut mitzuschwimmen solange man ihn lässt.

    1. Sorry für die Korrektur: Olaf Scholz ist kein Mann. Ein echter Mann hat den Mut, die Freiheit und das Grundgesetz zu verteidigen und dafür auch unpopuläre Maßnahmen zu treffen, notfalls auch gegen Slomka, Zamperoni, Kleber & Co. Doch gerade diesen Mut hat Olaf Scholz nicht. Er lässt sich sich von diesen traurigen ÖRR-Figuren, die in ihrer unbedingten Merkel-Treue nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, dass auch Sozialismus bzw. Kommunismus sich für über 60 Mio. Opfer linker Regime im 20. Jahrhundert verantwortlich zeigen, sogar den größten Komiker der Nation als Gesundheitsminister in die Feder diktieren. Nein, ein Mann ist Olaf Scholz sicherlich nicht, ein Mann mit Anstand sowieso nicht, wie nicht zuletzt seine unrühmliche Rolle im CumEx-Skandal deutlich machte: https://www.sueddeutsche.de/politik/cum-ex-olaf-scholz-aussage-finanzbeamtin-1.5375825

      Vielleicht hat er in Kenntnis all dessen auf den letzten Nachsatz bei der Vereidigung verzichtet, nicht dass auch Ihn – wie zuvor Thomas Oppermann und Mario Ohoven – der Zorn Gottes oder – vielleicht noch gefährlicher – von Merkels Umfeld trifft. Einige Zeugen im NSU-Skandal können davon ganz sicher kein Lied mehr singen.

  13. Wie recht sie haben, die roten Linien sind überschritten, ein kleines Beispiel aus dem Leben, meine Tochter kann nicht zu C&A um die Gutscheine für die Enkelin einzulösen weil sie nicht geimpft ist. Online löst C&A keine Gutscheine ein. Sprachlos bin ich und werde wütend.

    1. Liebe Frau Baumann,

      ich dachte auch bisher, ich müsse den Einzelhandel vor Amazon schützen. Mittlerweile gibt es kein Einzelhandelsgeschäft bei uns, ohne 2G am Eingang. Dann werde ich Herrn Bezos gerne noch etwas reicher machen. Und auf dem Marktplatz steht ein Pavillon, wo man bei zwei jungen, marokkanisch aussehenden Männern mit Security-Westchen, gegen Vorlage seines Impfpasses und Personalausweises ein 2G-Bändchen für den Einzelhandels-Einkauf erstehen kann. Die Schlange davor war lang, sehr lang…

  14. Wie immer brillant.
    Und der Inhalt…. Hinterlässt Spuren.
    Bestürzung, Angst, erhöhte Aufmerksamkeit.
    Er fordert zum Protest auf. An dem ich persönlich teilnehmen muss

  15. Klasse, Herr Löcke!

    Gut, daß es außer von den Auftragsschreiberlingen noch qualitativ hochwertige Texte aus Federn wie von Herrn Langemann und Ihnen gibt.

    Wohltuend!

    Beste Wünsche und Grüße aus Berlin

    Franc Partzsch

  16. Feindbilder gab es viele, aber erst der unsichtbare konnte in die Familien getragen werden. Endlich wieder etwas, was man besiegen, vernichten, gar ausrotten muss/kann. Montgomery(Burns :-)), Chef aller Ärzte in dieser und allen anderen Welten, hat gerade verlauten lassen “ Die Menschheit schlägt zurück“.
    Sonderbar, dass es scheinbar viele gibt, die sich durch diese Kriegsrethorik angesprochen und nicht angewiedert fühlen.
    Sowas geht wohl nur alle 80-100 Jahre, da es keine relevante Anzahl von Zeitzeugen mehr gibt.

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„Kontroversen sind kein lästiges Übel, sondern notwendige Voraussetzung für das Gelingen von Demokratie." Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck a.D., vor nur 5 Jahren in seiner Rede zum Tag des Grundgesetzes.